Robert Schulte 38 Jahre über Verfallsdatum

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Inhaltsangabe zu „38 Jahre über Verfallsdatum“ von Robert Schulte

»Bei 60 Knochenbrüchen habe ich aufgehört zu zählen …«

Robert Schulte hat von Kindesbeinen an die sogenannte Glasknochenkrankheit in ihrer schwersten Form. Die Ärzte gaben ihm eine Überlebenschance von höchstens einem Jahr. Heute ist er 39. In diesem Buch erzählt er, warum er nie kapitulierte, warum Musik für ihn mindestens so geil ist wie Sex, und wie er trotz aller Einschränkungen das Leben genießt.

Alles andere als ein typischer Erfahrungsbericht über die Glasknochenkrankheit, denn medizinischen Details stehen im Hintergrund. Mutig !

— Bücherfüllhorn-Blog

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  • Alles andere als ein typischer Erfahrungsbericht über die Glasknochenkrankheit,. Mutig !

    38 Jahre über Verfallsdatum

    Bücherfüllhorn-Blog

    29. January 2018 um 21:32

    Das Buch mit seinen 136 Seiten lässt sich flüssig und unterhaltsam lesen. Wer auf zahlreiche Fakten, Infos oder medizinische Details rund um die Glasknochenkrankheit hofft, wird hier nicht bedient werden. Denn Robert Schulte schreibt über sein Leben zwar mit dieser Krankheit, aber überwiegend auch ohne. Sein Leben könnte genauso gut jemand führen, der keine Krankheit hat. Und das ist das besondere daran.   Besonders ist auch sein Hobby, er hört gerne Metal-Musik. Darüber lernt er seine zukünftige Lebensgefährtin Annette kennen. Er betätigt sich als DJ und moderiert beim Radiosender Ostfriesland seine eigenen Sendungen.   Auch wenn es „Warum-ich-Momente“ gibt, jammerte er nicht, er versteckt sich nicht sondern schaut nach vorne. Andere sind schlimmer dran. Er probiert alles aus, nimmt alles mit: Jahrmärkte, Liebe, Urlaub in der Türkei, Alltag, „Kissed by Whitesnake, seine Peer Group (witzig gemeint), Metal-Konzerte, Wacken Open Air… Zudem berichtet er stolz über viele erlebte Ereignisse aus der Metal-Szene. Eher nebensächlich erwähnt er seinen Alltag mit der Krankheit. Denn Krankheit ist nicht gleich Krankheit ist, es kommt darauf an, wie man damit umgeht.   Dennoch war dieser so ganz andere Ansatz über die Glasknochenkrankheit zu berichten, für mich gewöhnungsbedürftig. Denn dadurch, dass diese Krankheit so sehr im Hintergrund steht, liegt der Fokus auf den Erlebnissen, die sich überwiegend in der Metal-Musik-Szene abspielten.   Ich habe mir drei Videos auf RTLII angeschaut, und ich kann sagen, dass ich dadurch nochmal ein anderes Bild von Robert Schulte gewonnen habe. Für mich wirkt er im Video sympathischer als im Buch.   Alles in allem: Alles andere als ein typischer Erfahrungsbericht über die Glasknochenkrankheit, denn medizinischen Details stehen im Hintergrund. Alles was geht, ist die Devise. Mutig!   Sterne: Die Bewertung fällt mir schwer, denn gerade diese komplett andere Herangehensweise über ein Leben mit der Glasknochenkrankheit zu berichten, ist mir vielleicht ein wenig zu einseitig. Positiv ist auf alle Fälle der Lebensmut und die Kraft von Robert Schulte, sein Leben so selbstbewusst zu leben. Mutig! Für diese Vorbildfunktion hätte ich mega fünf Sterne gegeben. Aber ich bin auch jemand, der gerne wissenschaftliche oder medizinische Informationen erfährt, und die fehlen hier. Ich finde, ein paar Erfahrungen mehr mit der Krankheit hätten dem Buch nicht geschadet. Dennoch ein lesenswertes Buch, dass für mich erst zusammen mit den Videos auf RTL II einen starken Gesamteindruck hinterlassen hat. Von daher gibt es 4 von insgesamt 5 Sternen.

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  • Ein lebenswertes Leben?

    38 Jahre über Verfallsdatum

    Sikal

    26. August 2017 um 09:21

    Wenn man sich das Krankheitsbild Robert Schultes ansieht, möchte man in mitleidiges Gejammere verfallen. Kaum ein Jahr hatten ihm die Ärzte gegeben und nun ist er 39 Jahre alt. Und ganz schnell merkt man – jammern gilt nicht! Robert ist ein Kämpfer, ein positiver Mensch, humorvoll, liebenswert und schätzt sein lebenswertes Leben (Anmerkung: Ich kenne ihn nicht). In seinem Buch „38 Jahre über Verfallsdatum“ (ein genialer Titel finde ich) gibt uns der Autor einen kleinen Einblick in sein Leben mit Handicap, seine sozialen Kontakte, seine Lebenseinstellung (davon könnten sich manche ein Scheibchen abschneiden), aber auch seine Probleme mit Behörden, seine benötigten Hilfestellungen und er erzählt auch von seiner großen Liebe Annette. Selbst mit drei gesunden Kindern gesegnet, bewundere ich den Umgang seiner Mutter mit dieser Krankheit. Sie hat Robert wohl gelehrt ganz normal damit umzugehen, nichts zu beschönigen, aber auch kein Drama draus zu machen – sondern ein Leben nach den vorhandenen Gegebenheiten zu leben. Bestimmt gab es oft Stunden der Verzweiflung, doch irgendwie hat man das Gefühl, wenn man dieses Buch liest, dass diese nie überhandnahm. Auch wenn Robert erzählt, welche tollen Erlebnisse er bereits hatte, die ihm vielleicht ohne seine Krankheit nicht vergönnt gewesen wären, zeigen seine positiven Umgang damit. „Mein Leben hat so viele spannende, kuriose und anrührende Momente zu bieten, die oft direkt mit meiner Krankheit zu tun haben. Davon wollte ich erzählen, und ich hoffe, dass viele Menschen darüber lesen mögen. Denn denkt immer daran: Kein Mensch muss sich verstecken. Jeder ist auf seine eigene Weise schön.“ Und ja – dieses Leben IST lebenswert. Sehr sogar!

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