Robert Sedlack Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle

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Inhaltsangabe zu „Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle“ von Robert Sedlack

Wer Forrest Gump mochte, wird von Fred Pickle begeistert sein.

Fred Pickle ist achtunddreißig, aber manchmal benimmt er sich, als wäre er neunzehn oder gar erst fünf. Früher war er eine Sportskanone, bis ein Unfall seiner Karriere ein jähes Ende bereitete. Nun lebt er auf der Schaffarm seines Onkels, mischt die Landbevölkerung auf und plant die Revolution.

Fred hat zwei Leidenschaften: das alljährliche heilige Ritual, eine Eisbahn auf dem Grundstück seines Onkels anzulegen, und die Eishockeysaison, während deren er kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft verpasst. Als man munkelt, seine kanadische Mannschaft solle an die 'feindlichen' USA verkauft werden, sieht Fred rot und mit ihm Badger, ein 81-jähriger Anarchist und Berufsrevoluzzer. Gemeinsam schmieden sie Pläne, diesen infamen Verrat zu rächen. Launig und mit einem liebevollen Auge für die Schrullen und Schwächen von Mensch und Tier erzählt Robert Sedlack von einem ereignisreichen Jahr im Leben des Fred Pickle.

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  • Rezension zu "Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle" von Robert Sedlack

    Ein unvergessliches Jahr im Leben des Fred Pickle

    Archibald Pynchon-Light

    31. December 2010 um 12:22

    Fred Pickle war ein Eishockeystar und hatte eine glänzende Karriere vor sich, bis ein Unfall alles veränderte. Als er aus dem Koma erwacht, ist er geistig und körperlich behindert. Sein Vater, der sich für seinen Sohn nur als Eishockeyspieler interessiert hat, wendet sich von ihm ab und Fred lebt fortan bei seinem Onkel, einem Schafzüchter, in der kanadischen Provinz. Aber das ist nur die Vorgeschichte und was wie ein amerikanisches TV-Rührstück klingt, ist tatsächlich erfrischend unsentimental und absolut herzerwärmend. Der Leser begleitet den achtunddreißigjährigen Fred durch ein turbulentes Jahr in seinem Leben. Im Mikrokosmos einer kanadischen Kleinstadt erlebt Fred zahllose Abenteuer. Er legt jedes Jahr eine eigene Eisbahn an, die zum Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft wird, er ärgert sich sich Dorfrowdys herum, beschützt die Schafherde seines Onkels und reist seiner Lieblingseishockeymannschaft zu jedem Spiel nach. Als eben diese Mannschaft in die USA verkauft werden soll, setzt er zusammen mit seinem Freund Badger, einem einundachtzigjährigen Berufsrevoluzzer, alles daran, dies zu verhindern. Das Buch ist flott geschrieben und nur schwer aus der Hand zu legen, weil man ständig wissen möchte, wie es weitergeht. Sedlack schafft eine eigene Welt mit glaubhaften Figuren, in der man sich gerne aufhält. Und Fred Pickle ist jemand, den man sehr gerne begleitet. Erinnerungen an „Forrest Gump“ sind unvermeidlich, zumal Fred ein ähnlich liebenswerter Charakter ist, der wegen seiner Schrullen und Macken, seiner Begeisterung und Lebensfreude kein Mitleid, sondern reine Sympathie weckt. Nicht nur bei seinen Nachbarn, sondern vor allem auch beim Leser. Natürlich bleiben da manche Klischees nicht aus und gelegentlich wird die zuckrige „Lassie“-Atmosphäre etwas überstrapaziert, aber das stört den Genuss nicht wirklich. Eine Tragikomödie, die vermutlich das Ziel verfolgt, auch harte Männer zum Weinen zu bringen. Bei mir hatte sie es natürlich leichter.

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