Robert Seethaler

 4.2 Sterne bei 856 Bewertungen
Autor von Der Trafikant, Ein ganzes Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Robert Seethaler

Schauspieler, Drehbuchautor, Schriftsteller: Der Österreicher Robert Seethaler wurde 1966 in Wien geboren und besuchte in seiner Heimatstadt zunächst die Schauspielschule. Er war in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie auf der Bühne zu sehen. Von 2003 bis 2016 spielte er in zahlreichen Folgen der ZDF-Serie „Ein starkes Team“ den Rechtsmediziner Dr. Kneissler. In Paolo Sorrentinos Oscar-gekröntem Meisterwerk „Ewige Jugend“ (2015) war Robert Seethaler an der Seite von Rachel Weisz zu erleben. Erfolge als Schriftsteller und Drehbuchautor: 2006 veröffentliche er seinen ersten Roman „Die Biene und der Kurt“, in dem die tragikomische Geschichte zweier Außenseiter erzählt wird, der 16-jährigen Biene und des abgehalfterten Schlagersängers Kurt. Seinen bisher größten Erfolg erzielte Robert Seethaler 2012 mit „Der Trafikant“, in dem er die Erlebnisse des 17-jährigen Franz Huchel in den Jahren 1937/38 vor dem Hintergrund des österreichischen Anschlusses an Nazi-Deutschland schildert. Auch „Ein ganzes Leben“ aus dem Jahr 2014 wurde zum Bestseller und stand 2017 in der englischen Übersetzung auf der Auswahlliste des International Dublin Literary Award. Neben Romanen schreibt Robert Seethaler auch Drehbücher und gewann 2009 den Grimme-Preis für „Die zweite Frau“.

Alle Bücher von Robert Seethaler

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Der Trafikant

Der Trafikant

 (333)
Erschienen am 04.11.2013
Ein ganzes Leben

Ein ganzes Leben

 (311)
Erschienen am 18.01.2016
Das Feld

Das Feld

 (86)
Erschienen am 04.06.2018
Die weiteren Aussichten

Die weiteren Aussichten

 (51)
Erschienen am 30.08.2016
Die Biene und der Kurt

Die Biene und der Kurt

 (25)
Erschienen am 29.01.2014
Jetzt wirds ernst

Jetzt wirds ernst

 (21)
Erschienen am 20.02.2012
Das Feld

Das Feld

 (0)
Erscheint am 09.12.2019
Ein ganzes Leben

Ein ganzes Leben

 (13)
Erschienen am 27.07.2017

Neue Rezensionen zu Robert Seethaler

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Rezension zu "Die weiteren Aussichten" von Robert Seethaler

Herrlich echte Charaktere, trostlos mit ganz viel Hoffnung für die weiteren Aussichten
wbetty77vor 12 Tagen

Herbert und seine Mutter betreiben mehr schlecht als recht eine Tankstelle am Rande einer Landstraße. In den 1970igern zählte das nächstgelegene Dorf zu einer aufstrebenden Region, von welcher außer dem Hallenbad und einem Parkplatz nicht viel geblieben ist. Herbert ist Ende zwanzig und die Tage reihen sich gleichförmig aneinander. Bis eines Tages eine rundliche Frau ohne Frisur auf einem blauen Klapprad in Herberts Leben radelt. Hilde heißt sie und Herberts Leben wird nie mehr das selbe sein.

Robert Seethaler nimmt uns mit an den Straßenrand, zur einsamen Tankstelle an der Landstraße, zu Menschen, die keinerlei Veränderung erwarten. Als die Veränderung dann doch eintrifft, wirbelt diese alles bisher gekannte durcheinander. Als Leser lacht man mit, leidet mit und hofft, dass Georg, der Fisch, das Abenteuer heile übersteht.

Es ist ein herrlicher Roman, der durch die Nähe zu seinen Figuren besticht. In dieser scheinbaren Trostlosigkeit ist so unendlich viel Platz für Hoffnung und Mut, sodass man das Buch am Ende mit einem Lächeln zu schlägt.

Es ist eine ungewohnt kurze Rezension, denn viel mehr brauche ich darüber nicht schreiben. Den Roman sollte man einfach lesen!

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Rezension zu "Der Trafikant" von Robert Seethaler

Naja Buch
Sarah2015vor 21 Tagen

Naja Buch

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Rezension zu "Der Trafikant" von Robert Seethaler

Der Trafikant
Sheryvor einem Monat

Grundsätzlich behandelt der 2012 erschienene Roman "Der Trafikant", von Robert Seethaler wohl eines der, historisch gesehen, wichtigsten Ereignisse für Österreich und schildert die Situation des jungen Franz Huchel anschaulich. Auch geht der Autor in seinem Werk besonders auf das Thema des Verlassen Werdens  und der Liebe ein, welche er auf zwei verschiedenen Wegen beschreibt. Zum Einen auf Franz und seine Mutter bezogen, die ihn wegschickt, als ihr Liebhaber und zugleich Geldquelle bei einem "tragischen" Unfall ums Leben kommt und dann als der alte Trafikant mitgenommen wird, sowie Freuds Abreise nach London die durch die Nationalsozialisten herbeigeführt wird. Zum Anderen jedoch beschreibt er Franz kurze, aber intensive Erfahrungen mit der Liebe durch Anezka, welche diese jedoch nicht erwidert. Durch den offenherzigen Umgang mit dieser Erfahrung lässt den Protagonisten beinahe schon dümmlich erscheinen und ist gerade ausschlaggebend für das erwachsen werden von Franz. Alles in allem ist es eine runde Geschichte durch die sich ein roter Faden zieht, sie gut nachvollziehbar, jedoch hätte man wohl das eine oder andere Ereignis weglassen können, ohne dass es aufgefallen wären. Weiters hat der Roman zu Beginn ein leider nicht sehr zufriedenstellendes Ende, den ob Franz nun gestorben ist, was wohl anzunehmen ist, da er nie zur Trafik zurückgekehrt ist, oder ob er überlebt hat, was zwar unwahrscheinlich erscheint, bleibt offen. Befasst man sich jedoch länger mit dem Ende, kann man es als durchaus positiv ansehen, denn der Autor überlässt dem Leser des Buches die Entscheidung ob er eher zum Realismus tendiert und sich somit für den Tod von Franz entscheidet, oder ob er einer schönen Welt und somit Franz Überleben besiegelt. Durch das offene Ende des Buches bleibt die Geschichte des jungen Trafikanten zwar in gewisser Weise unvollendet, jedoch bleibt so auch Stoff für weitere Gedankengänge des Lesers (falls er sich nicht für den Tod von Franz entschieden hat). 

So nahegehend der Inhalt und gut der Roman passagenweise auch sein mag, so gering war die Freude am lesen der übrigen Stellen. Der Schreibstil war monoton, wenn nicht gar verstaubt und wäre, wie bereits erwähnt der Inhalt nicht  gewesen, hätte ich das Buch mit ziemlicher Sicherheit spätestens nach der Hälfte beiseite gelegt. Der Roman fing zudem unaufgeregt an und wies, hinsichtlich des Schreibstils auch keine Steigung des Niveaus auf.

"Der Trafikant" ist sicherlich ein Roman der polarisiert, nicht nur auf die Thematik bezogen, sondern auch auf den Schreibstil.


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