Robert Seethaler Ein ganzes Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler

Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Ein ruhiges Buch. Traurig schön. Und trotzdem voll im Schauspiel gewesen, wundervoll geschrieben.

— _wildautsum_

Beim lesen und darüber reden ist mir aufgefallen,wie oft ich schon Seilbahnen benutzt habe ohne die Entstehung nach zu denken.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine ruhige Geschichte über das Leben. Das Buch lässt einen empfinden, wie unbedeutend klein und schnell vorbei doch unser aller Leben ist.

— bettina3642

Ein besonderes Buch über ein einfaches Leben!

— BLINDI

Kompakt und unglaublich gut!

— Nimmer_Satt

Eine einfache Geschichte, ein einfacher Sprachstil, aber sehr überzeugend!

— Anjuli

Schlicht und trotzdem tiefsinnig. Sehr lesenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wunderbare ruhige Geschichte über das Leben eines einfachen Mannes.

— Speckelfe

berührende Geschichte über das Leben eines einfachen Mannes

— Tsubame

Kleines Buch mit großem Inhalt! Beeindruckt mit schlichter Klarheit und Poesie.

— Naibenak

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  • Vom Vergehen der Zeit

    Ein ganzes Leben

    winter-chill

    11. September 2017 um 20:36

    Und das letzte Wort hat doch immer die Natur – in seinem Roman „Ein ganzes Leben“ schildert Robert Seethaler auf knapp 180 Seiten eine ganze Existenz, die stark von den Launen der Natur abhängig ist. Es ist ein hartes, entbehrungsreiches Leben, von dem erzählt wird: Protagonist Andreas Egger ist etwa vier Jahre alt und Waise, als er um 1900 in das kleine Bergdorf in den österreichischen Alpen kommt. Der Großbauer Kranzstocker nimmt das Kind seiner Schwägerin unwillig auf. Es folgt eine Kindheit ohne Liebe, voller Gewalt. Egger wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran, arbeitet als junger Mann bei einem Arbeitstrupp, der eine der ersten Seilbahnen baut und kämpft schließlich im Zweiten Weltkrieg. Das ganze Leben des Andreas Egger ist gekennzeichnet von schweren Schicksalsschlägen, von dunklen Momenten. Doch so schlimm es auch kommt: Andreas Egger klagt nicht und verbittert auch nicht. Er macht einfach immer weiter. Und am Ende weiß man: Er geht versöhnt von dieser Erde, trotz allem. „Ein ganzes Leben“ hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen – für mich ein ganz großartiger Roman, der mich so unglaublich tief berührt und bewegt hat. Seethaler braucht nicht viele Worte, um die 70 Jahre Leben des Andreas Egger zu erzählen. Der Text kommt an vielen Stellen unglaublich zart daher und trotzdem hat alles einen großen Klang. Die Szenen sind einprägsam und leben von ihrer atomsphärischen und metaphorischen Dichte. Es ist ein kluger, poetischer Roman übers Leben und Sterben, über das Vergehen der Zeit – ein Roman, der irgendwo in uns eine vage Sehnsucht weckt und uns Demut lehrt.

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  • Eine Ode an das Leben und die Vergänglichkeit.

    Ein ganzes Leben

    Nimmer_Satt

    04. August 2017 um 13:37
  • mittelprächtig

    Ein ganzes Leben

    emma_vandertheque

    19. June 2017 um 14:33

    Recht nüchterne Beschreibung eines einsamen, entbehrungsreichen Lebens mit der Moral von Genügsamkeit Es muss wohl an mir liegen, vielleicht aber auch daran, dass ich mit Elke Heidenreich selten einer Meinung bin, die da meint: „Was für ein wunderbarer Autor, der uns so tief bewegen kann mit einem unvergesslichen Buch.“, vielleicht auch an meiner Seele, der es so gar keine Freude machte, diese Buch zu lesen, auch wenn Christine Westermann das wohl so empfunden haben mag. Andreas Egger kommt als Vierjähriger in das Kleine Bergdorf, nachdem seine Mutter gestorben ist, der Vater ist unbekannt. Dort darf er auf dem Hof seines Onkels buckeln, schuften und sich verdreschen lassen – einmal so heftig, dass ihm die Hüfte bricht und er fortan humpelt. Mit 18 weigert er sich, weiterhin den Prügelknaben zu geben, was zu seinem Rauswurf führt und so verdient er sich fortan als Tagelöhner, nirgends zu Hause, nirgends wirklich willkommen, aber immerhin er lebt. Das Kurze Glück seines Lebens, seine Frau Marie, wird ihm nach nur kurzer Ehe von einer Lawine genommen, den Rest seines (langen!) Lebens beschließt er alleine zu verbringen. Er überlebt den zweiten Weltkrieg in Russland, das darauf folgende Strafgefangenenlager, das nicht mehr gebraucht werden nach seiner Heimkehr, den andauernden Außenseiterstatus, sein ganzes tristes Dasein. Und die Moral von der Geschicht‘: So schlimm fand er’s eigentlich nicht! Ja, das kann man jetzt demütig, romantische, was weiß ich finden, und dankbar sein, dass man’s selbst besser geroffen hat – aber meine Seele hat eher Mitleid und denkt sich „Mei, wär er halt auch von der Lawine mitgerissen worden, dann hätt er aufgehört, als es am Schönsten war!“ und freut sich nicht über die Beschreibung von jahrzehntelangem Darben.   , Inhalt melden

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  • Ein Leben in den Alpen. (Und im Krieg.)

    Ein ganzes Leben

    Janinasmind

    11. June 2017 um 05:15

    Ein interessantes Buch. Nicht ganz das, was ich erwartet habe und auch nicht ganz so berauschend und fasziniert wie erwartet, aber trotzdem gut. Der Schreibstil hat eine gewisse Leichtigkeit, die dazu geführt hat, dass es mir ungemein einfach fiel dieses kleine Buch zu lesen. EIN GANZES LEBEN erzählt mal eine andere Art von Leben. Andreas Egger kommt mit vier in das Dorf am Ende eines Tals in den Alpen und hat dort ein - relativ - hartes Leben. Unter anderem verliert er seine Frau, einem Mann wird der Arm abgeschlagen vor seinen Augen und er wird in den Krieg geschickt. EIN GANZES LEBEN erzählt Andreas Eggers gesamtes Leben und endet trotz trauriger Stimmung und Melancholie irgendwie auf einer positiven Note. Es war ein komisches Leseerlebnis. Bereuen tue ich es aber nicht - vorallem weil ich EIN GANZES LEBEN für nur 3,99 Euro ergattert habe, weil es auf einem Mängelexemplarhaufen lag. Großes Dankeschön dafür an das Universum.

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  • Das Leben ist ein Wimpernschlag ...

    Ein ganzes Leben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. May 2017 um 08:37

    Ich war überrascht, dass ein ganzes Leben auf so wenige Seiten passt. Es scheint einen wie eine Lawine zu überrollen und wenn es einen nicht zermalmt hat, am Ende etwas verwirrt zurückzulassen. So zumindest stellt sich das entbehrungsreiche Leben von Andreas Egger dar.Als Stiefkind bei einem Bauern aufgewachsen und regelmäßig gezüchtigt, erwartet Egger wohl von vorneherein nicht viel vom Leben. Er arbeitet hart, lebt einfach und denkt bescheiden. Da wirkt es wie ein Lichtblick, als Marie in sein Leben tritt und Ja zu ihm sagt. "Egger hatte das Gefühl, als müsste er im nächsten Moment einfach nach hinten vom Baumstumpf kippen." (S. 55)Leider wehrte das Glück der Zweisamkeit nicht lange und eine Lawine entriss ihm Marie. Nun war alles egal, er meldete sich zum Kriegsdienst und erwartete wirklich nichts mehr vom Leben. Die Jahre plätscherten dahin und nach der Rückkehr verdingte er sich als Bergführer bis ihn schließlich der Tod einholte. Ein sehr feines und sehr bewegendes Buch. 

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    • 2
  • Ein ganzes Leben ...

    Ein ganzes Leben

    Speckelfe

    20. May 2017 um 15:39

    ... beschreibt der Autor Robert Seethaler in diesem eindrucksvollen Buch. Andreas Egger kommt als 4-jähriger in einen Bergdorf und wird da den Rest seines einfachen Lebens verbringen, mit körperlich schwerer Arbeit und Entbehrungen. Aber trotzdem fühlt er sich wohl und erlebt in vielen kleinen Dingen sein persönliches Glück. Eine ruhige, berührende Geschichte, die ich jedem an's Herz legen möchte.

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  • Klar, poetisch, berührend

    Ein ganzes Leben

    Naibenak

    18. May 2017 um 12:00

    "Er war schon so lange auf der Welt, er hatte gesehen, wie sie sich veränderte und sich mit jedem Jahr schneller zu drehen schien, und es kam ihm vor, als wäre er ein Überbleibsel aus einer längst verschütteten Zeit, ein dorniges Kraut, das sich, solange es irgendwie ging, der Sonne entgegenstreckte." (S.70) Andreas Egger schaut zurück: als ungefähr 4jähriger Junge kommt er zu Beginn des 20.Jahrhunderts ins Tal zu seinem Onkel, der ihn unter viel Prügel zu einem starken und tüchtigen Hilfsknecht heranzieht. Später schließt Egger sich den ersten Seilbahnbautrupps im Tal an, lernt seine große Liebe Marie kennen, zieht in den Krieg, macht sich selbständig und verbringt auf diese Weise ein langes, zurückhaltendes, aber genügsames Leben. Die Lebensgeschichte wird in äußerst klarer und poetischer Sprache erzählt. Es werden alle Stationen des Lebens von Andreas Egger grob umrissen. Einige Ereignisse jedoch, die einen bleibenden und oftmals wegweisenden Eindruck für sein weiteres Leben hinterlassen haben, werden hervorgehoben und intensiver, ausführlicher beschrieben. Dabei macht Seethaler Gebrauch von wunderbaren und tiefsinnigen Bildern, die so aussagekräftig sind, dass dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Der Autor zeichnet eine Figur, die, trotz vieler trauriger Einschnitte im Leben, dieses - sein - Leben immer "der Sonne entgegenstreckt(e)" und am Ende eine tiefe Zufriedenheit ausstrahlt. Die große Verbundenheit (und regelmäßige Rückkehr) Eggers zur Natur zieht sich durch diesen Roman bis zum Schluss. Die Einfachheit seines Lebensstils trotz des nicht aufzuhaltenden technischen Fortschritts beeindruckt und lässt mich innehalten. Bei diesem Roman bilden Sprache und Aussage eine wunderbare Einheit - toll! Fazit: Weniger ist mehr. Die ganze Lebensgeschichte eines tüchtigen, naturverbundenen, einfachen Menschen in wenigen Worten zusammengefasst - geht das? Absolut. Seethaler wählt seine Worte derart treffend und bildhaft, dass sie eine kleine, feine Geschichte erzählen, die mich sehr berührt hat. Unbedingt empfehlenswert!

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    • 5
  • Rezension: Ein ganzes Leben

    Ein ganzes Leben

    killmonotony

    06. May 2017 um 14:31

    Ein kurzes, sehr schönes Buch! „Ein ganzes Leben“ erzählt vom Leben des Andreas Egger, der in einem Tal in den Bergen Anfang des 20. Jahrhunderts lebt und dort, immer als Handlanger und Helfer unterwegs, zu einem Mann heranwächst. Er lernt seine große Liebe, Marie, kennen, schuftet sich wund, um ihr ein angenehmes Leben zu ermöglichen, und doch wird sie ihm eine Zeit später genommen. Egger meldet sich zum bis dahin bereits ausgebrochenen Krieg, verbringt Jahre in Russland, und als er wieder in sein Tal zurückkehrt, ist nichts mehr wie es war: Sein Dorf ist zu einem Touristen-Hotspot geworden und er mittlerweile zu alt, um mit all den Veränderungen mitzuhalten. Egger nickte und der Prokurist seufzte. Und dann sagte er etwas, das Egger, obwohl er es in diesem Moment nicht verstand, sein Leben lang nicht mehr vergaß: „Man kann einem Mann seine Stunden abkaufen, man kann ihm seine Tage stehlen oder ihm sein ganzes Leben rauben. Aber niemand kann einem Mann auch nur einen einzigen Augenblick nehmen.“ Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten, mich in der Welt von Andreas Egger zurecht zu finden, aber nach spätestens 50 Seiten ist man mittendrin. Robert Seethaler hat so eine wunderbare Sprache, die sich mir im Verlauf des Buches immer mehr offenbart hat. Egger ist ein genügsamer Mann, der nicht viel spricht und beim Arbeiten auch gern seine Ruhe hat, frei nach seinem Motto „Wer den Mund auf hat, dem gehen die Ohren zu“. Obwohl er in seinem Leben einige Steine in den Weg gelegt bekommt, schätzt er doch immer die kleinen Dinge. Da er so gut wie keine Schulbildung genossen hat, ist er auch nicht der Intelligenteste – dumm ist er aber auf keinen Fall! Egger hat durch seine lebenslange Arbeit und durch das Leben im Tal so viel an Weisheit gewonnen, dass man damit problemlos zwei Leben füllen könnte. Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Eine Geschichte über Liebe, Leben und Tod

    Ein ganzes Leben

    Booklove91

    02. April 2017 um 19:49

    Inhalt:ls Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.Meine Meinung:In dem Buch, das weniger als 200 Seiten hat, hat es Robert Seethaler geschafft, mich vollkommen zu berühren, was oftmals Bücher nicht mal mit 500 Seiten schaffen. Eine wirklich tolle Geschichte über Andreas Eggers Leben."Ein ganzes Leben" ist ein Buch, welches ohne spektakuläre oder gar spannende Handlung auskommt. Eine Geschichte, die gerade weil sie so einfach und leise ist, berührt. Das Leben als einfacher Mensch in den Bergen, im Einklang mit der Natur, aber auch mit deren Gefahren lebend, wird einfühlsam erzählt. "Die Vergangenheit schien sich in alle Richtungen zu krümmen und in der Erinnerung gerieten die Abläufe durcheinander beziehungsweise formten und gewichtetetn sich auf eigentümliche Weise immer wieder neu." (ZITAT)Dieses Buch passt in jede Handtasche und man sollte es sich wirklich nicht entgehen lassen!

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  • Fasziniernde, bidlhafte Sprache

    Ein ganzes Leben

    Onni

    02. April 2017 um 14:34

    Dieses Buch ist ein Lesegenuß - mehr werde ich nicht verraten. Selber Lesen macht Spaß.

    Absolut lesenswert.

  • Unvergesslich

    Ein ganzes Leben

    DHeidi

    25. March 2017 um 17:29

    Ein Buch, wie eine Welt.
    Was Robert Seethaler mit Worten macht, geht unter die Haut. Ich kenne keinen vergleichbaren Schrifftsteller. Ein Meisterwerk.

  • Erstaunliche Lebensgeschichte eines einfachen Mannes in den Alpen

    Ein ganzes Leben

    UteSeiberth

    04. March 2017 um 16:44

    Als Andreas Egger in dieses Alpental kommt, ist er ungefähr 4 Jahre alt.Seine Mutter war verstorben und widerwillig wird er von dem Bauern Kranzstocker aufgenommen, bei dem er das harte Arbeiten lernt und zum Hilfsknecht wird. Er lebt ganz einfach, nimmt alle Arbeiten an und macht sich so seine Gedanken über die Welt,die er jetzt kennt. Eines Tages begegnet er Marie, in die er sich verliebtund kurze Zeit sind sie auch ein Paar,bis Marie stirbt und er alleine zurückbleibt in seinen einfachen Behausungen.Ich finde es erstaunlich wie gut sich Robert Seethaler in diesen einfachen Knecht hineinversetzen und seine Gedanken so glaubwürdig wiedergeben kann.Das ist wirklich eine literarische Leistung, die einen bewegen kann und das Buch zu einem besonderen Buch macht!

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  • Urlaub von 500-Seiten-Schinken und doch so kraftvoll, dass es einen umhaut

    Ein ganzes Leben

    Huebner

    08. February 2017 um 10:44

    Robert Seethaler schafft vermutlich das, was nie ein Autor zuvor gekonnt hat: er packt eine zum Greifen nahe, zum Weinen sinnliche, zum Lachen rührende, zum Riechen echte, zum Staunen überwältigende Lebensgeschichte auf 150 Seiten. Nicht umsonst wurde Robert Seethalers "Ein ganzes Leben" mit Lob und Preisen überhäuft. Zu Recht. Erzählt wird Andreas Eggers Geschichte. Eine ganz simple Lebensgeschichte eines in den Bergen lebenden und dort sterbenden Mannes. Kriegsgefangenschaft auf anderthalb Seiten und doch viel aussagekräftiger und einnehmender als manchens Werk über in Sibirien Gefangen von 400 Seiten. Ein einfaches, hartes Leben aus Eggers  Perspektive geschildert und doch so ausführlich, so detailiert, dass man schon jeden Satz analysieren müsste, um jede Geste, jede Mimik, Geräusch, Geschmack, Gefühl zu erfassen, um nichts zu übersehen. Ein so dichtes Buch, alle Sinne stets bedienend, dass man es durchaus zwei, dreimal hintereinander lesen kann und muss. Die Auslassungen machen es zu dem, wonach es uns dürstet, die wir seit zig Jahren von 900-Seiten-Schinken gequält werden. Dieses Buch ist Urlaub. Seethalers Philosophie ist hinlänglich bekannt und eine Schule für jeden Autor, für mich auf jeden Fall. Danke, Herr Seethaler für dieses Erlebnis, diese Lehre!!! Ivonne Hübner

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  • Ein wundervolles Buch

    Ein ganzes Leben

    Lesenisttoll

    12. January 2017 um 18:12

    Ein ganz und gar wundervolles Buch, dessen eindrückliche und virtuose Sprache den Leser nicht loslässt. Robert Seethaler beschreibt das entbehrungsreiche Leben des Andreas Egger in einem kleinen Dorf in den Alpen und seinen Lebenswillen trotz widriger Umstände und Schicksalsschlägen. Gleichzeitig beschreibt Seethaler den Wandel vom abgelegenen Bergdorf zum beliebten Ski- und Wanderresort. Ich habe dieses Buch verschlungen.

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  • Blick zurück auf das vergangene Leben...

    Ein ganzes Leben

    Leseratte2007

    01. January 2017 um 14:49

    Darum geht es (Klappentext):Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen. Meine Meinung:Die Geschichte wurde sehr flüssig erzählt und es war sehr interessant etwas über Andreas Egger zu lesen. Es ging nicht um jemanden bedeutenden, sondern um jemanden, den wir alle sein könnten. Sein Leben wurde nicht künstlich dargestellt, sondern war gezeichnet durch Entbehrungen und Verlusten.Die Atmosphäre war sehr ursprünglich durch die Natur, die Berge und einfach die Stille. Ich fand es auch schön, dass Egger nicht viel vom Leben verlangte, sondern einfach mit dem lebte, was er besaß. Nicht mehr und auch nicht weniger.Insgesamt fand ich die Geschichte ganz schön, obwohl es teils schon ein wenig langweilig war und teils manche Sätze vorgriffen, was passieren würde.Den Klappentext sollte man am besten nicht lesen, weil man die ganze Geschichte eigentlich schon präsentiert bekommt...

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