Ein ganzes Leben

von Robert Seethaler 
4,3 Sterne bei273 Bewertungen
Ein ganzes Leben
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (229):
Daniela8s avatar

Beeindruckend. Klar. Einfach.

Kritisch (6):
Hasselnusss avatar

Eine ganze Enttäuschung Leider bin ich mit diesem Buch von Seethaler - zum ersten Mal - so gar nicht warm geworden.

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Inhaltsangabe zu "Ein ganzes Leben"

Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442482917
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:18.01.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.07.2014 bei tacheles! erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Daniela8s avatar
    Daniela8vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Beeindruckend. Klar. Einfach.
    Große Worte - einfach Leben

    Mich hat dieses kleine Büchlein sehr beeindruckt. 

    Der Autor verwendet eine einfache, klare und gleichzeitig große, teils poetische Sprache, die mir die Bilder des Lebens von Andreas Egger sehr eindrucksvoll, ruhig, fast meditativ nahegebracht hat. 
    Vielen Dank dafür.

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    H
    Hafermilchvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbar zu lesen, aber die Tiefsinnigkeit fehlt.
    Das Leben des Andreas Egger

    In diesem Roman wird das Leben des Andreas Egger beleuchtet. Andreas Leben umfasst ca. die Jahre 1910 - 1970 - er wurde 79 Jahre alt. Der Roman umfasst nur 180 Seiten, von daher kann man zum Inhalt sagen, dass nur kleine Teile des Lebens ausführlicher beleuchtet werden. Dennoch soviel, dass man einiges über ihn erfährt. 

    Andreas Egger lebt sein Leben lang in ein und dem selben Dorf und ist von einer Einfachheit in seinem Denken und Tun gezeichnet. 
    Was ich hier sehr interessant fand, war die aufgezeigte Veränderung des Dorfes. Andreas arbeitete immer als Helfer für verschiedene Firmen, die in den Bergen Seilbahnen bauten und bewies sich hinterher als Fremdenführer. Man erlebt durch ihn die Veränderung eines kleines Dorfes in den Bergen, dass zu einem größere Ski- und Wanderstädtchen wird. Der Tourismus zieht ein und dies verändert alle Lebensumstände. 
    Des Weiteren fand ich alle Gedanken oder Lebenswege von Andreas interessant aber befremdlich, da die jetzige Zeit und das Leben in einer Großstadt nicht konträrer sein kann. 
    Ich liebe den Schreibstil des Buches, aber inhaltlich fehlt mir ein wenig Tiefe. 

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    solveigs avatar
    solveigvor 3 Monaten
    Scheinbar unscheinbar

     

    Ein hartes Leben ist es, das Andreas Egger in einem Tal, irgendwo in Österreichs Bergen führt. Als Waisenkind einem hartherzigen Verwandten anvertraut, der Andreas nur als Arbeitskraft betrachtet, ist er es gewohnt, ein karges Außenseiterdasein zu fristen. Dass es Liebe gibt, erfährt er zum ersten (und einzigen) Mal, als er Marie trifft. Gemeinsam bauen sie  ein einfaches Leben auf, zufrieden mit dem Wenigen, was sie erreichen. Doch das Schicksal will es anders  -  wie so oft in Andreas´ Leben.

    Seethalers Roman beginnt um 1902 und reicht bis in die Siebziger Jahre. Er umfasst eine turbulente Zeitperiode, voller politischer und industrieller Umwälzungen. Im Gegensatz dazu steht Andreas´ Leben, das sich (oberflächlich gesehen) eher unscheinbar an einem entlegenen Winkel der Welt abspielt. Der Fortschritt berührt ihn nicht sehr, er lebt von und mit der Natur, liebt die Stille und Majestät der Berge. Man hat den Eindruck, er wird eher von Veränderungen mitgezogen, als dass er aktiv wird. Geduldig, ohne aufzubegehren, nimmt er die Ereignisse wie sie kommen. Dabei wird weder Pathos sichtbar noch große Dramatik. Überhaupt bedient sich Robert Seethaler einer schlichten, ruhigen Sprache, die wunderbar zu Andreas´ Charakter passt. Leicht und fließend liest sich die Geschichte, wie eigentlich alle Bücher, die der Autor geschrieben hat. Er hat einen dichten, aussagekräftigen Roman geschaffen, der ein ganzes Menschenleben erzählt, zusammengesetzt aus vielen eindrucksvollen Szenen  -   still und zurückhaltend  wie sein  Held Andreas Egger.

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    Buchkonfettis avatar
    Buchkonfettivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wie soll es gehen ein Leben auf 185 Seiten zu bringen? Aber Seethaler schafft das.
    Ein ganzes Leben

    Ein ganzes Leben von Robert Seethaler (erschienen 2016 im Goldmann Verlag) war „meine erster Seethaler“. Ständig hatte ich seine Bücher im Blick und doch war ich noch nicht dazu gekommen sie zu lesen. Nun frage ich mich: warum ich nicht früher dieses Buch zur Hand genommen habe.

    Der Roman ist kurz - und das passt in diesem Fall total. Erst dachte ich mir „ein ganzes Leben“ auf nur 185 Seiten zu bringen - wie soll das gehen. Aber Seethaler schafft das.

    Doch von wem handelt dieses Buch überhaupt? Es geht um Andreas Egger und beginnt zeitlich im Jahr 1902 - zu dem Zeitpunkt ist er 4 Jahre alt. Schauplatz ist ein Bergdorf in Österreich. Seine Kindheit ist nicht gerade von Liebe erfüllt, er wächst als Waisenjunge auf und wird zum Hilfsarbeiter - er findet seine große Liebe und verliert sie wieder - er muss in den Krieg ziehen und kehrt wieder heim. Ein kleines Buch voller Höhen und Tiefen, Liebe und Schmerz, Krieg und Frieden.

    Robert Seethaler thematisiert in diesem Kurzroman so viele Seiten des menschlichen Lebens und schafft es dennoch durch den Charakter Andreas Egger, alles so herrlich unaufgeregt erscheinen zu lassen.

    Schnell sehe ich mich beim Lesen selbst in den idyllischen Berglandschaften Österreichs stehen, genieße das Panorama und spüre die angenehme Bergluft. Doch vor lauter Idylle bekomme ich trotzdem einen Einblick in das harte Leben in den Bergen zu Eggers Lebzeiten.
    Ein wesentlicher Aspekt des Romans ist für mich das Thema Fortschritt. Seethaler macht deutlich, dass Fortschritt nicht nur Leben schenken kann, sondern auch sehr oft dafür sorgt, dass Leben beendet wird.

    Von mir gibt es für Ein ganzes Leben von Robert Seethaler eine unbedingt Leseempfehlung!

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    Buchkonfettis avatar
    Buchkonfettivor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wie soll es gehen ein Leben auf 185 Seiten zu bringen? Aber Seethaler schafft das.
    Ein ganzes Leben

    Ein ganzes Leben von Robert Seethaler (erschienen 2016 im Goldmann Verlag) war „meine erster Seethaler“. Ständig hatte ich seine Bücher im Blick und doch war ich noch nicht dazu gekommen sie zu lesen. Nun frage ich mich: warum habe ich dieses Buch nicht früher zur Hand genommen?

    Der Roman ist kurz - und das passt in diesem Fall total. Erst dachte ich mir „ein ganzes Leben“ auf nur 185 Seiten zu bringen - wie soll das gehen? Aber Seethaler schafft das.

    Doch von wem handelt dieses Buch überhaupt? Es geht um Andreas Egger und beginnt zeitlich im Jahr 1902 - zu dem Zeitpunkt ist er 4 Jahre alt. Schauplatz ist ein Bergdorf in Österreich.

    Seine Kindheit ist nicht gerade von Liebe erfüllt, er wächst als Waisenjunge auf und wird zum Hilfsarbeiter - er findet seine große Liebe und verliert sie wieder - er muss in den Krieg ziehen und kehrt wieder heim. Ein kleines Buch voller Höhen und Tiefen, Liebe und Schmerz, Krieg und Frieden.

    Robert Seethaler thematisiert in diesem Kurzroman so viele Seiten des menschlichen Lebens und schafft es dennoch durch den Charakter Andreas Egger, alles so herrlich unaufgeregt erscheinen zu lassen.

    Schnell sehe ich mich beim Lesen selbst in den idyllischen Berglandschaften Österreichs stehen, genieße das Panorama und spüre die angenehme Bergluft. Doch vor lauter Idylle bekomme ich trotzdem einen Einblick in das harte Leben in den Bergen zu Eggers Lebzeiten.
    Ein wesentlicher Aspekt des Romans ist für mich das Thema Fortschritt. Seethaler macht deutlich, dass Fortschritt nicht nur Leben schenken kann, sondern auch sehr oft dafür sorgt, dass Leben beendet wird.

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    herrzetts avatar
    herrzettvor 7 Monaten
    Ein ganzes Leben auf 180 Seiten

    Bei Ein ganzes Leben von Robert Seethaler handelt es sich um ein sehr eigenes Buch. Man kann noch nicht Mal sagen, dass in diesem Roman wirklich viel passiert und doch ist er recht ausdrucksstark. Nach dem Tod seiner Mutter kam Andreas Egger mit etwa 4 Jahren (so ganz genau weiß man es nicht) in das Dorf am Fuße eines Berges, der ihn schon als Kind sehr faszinierte und nun sein ganzes Leben begleiten werde. Der Großbauer Hubert Kranzstocker nahm sich seiner an, aber betrachtete Egger nie als Kind, er hatte zu arbeiten und zu beten und geschlagen wurde – und das hatte Auswirkungen auf sein ganzes Leben.

     

    „Er war stark, aber langsam. Er dachte langsam, sprach langsam und ging langsam, doch jeder Gedanke, jedes Wort und jeder Schritt hinterließen ihre Spuren, und zwar genau da, wo solche Spuren seiner Meinung nach hingehörten.“

     

    Wir begleiten Egger durch seine schwersten und schönsten Stunden, Tage und Jahre seines Lebens. Knecht, Holzfäller, Seilbahnbauer, Grenzschützer… für rein nichts war er sich zu Schade und versuchte sich stets nützlich zu machen. Die Errichtung einer Seilbahn war für ihn dann knapp sein Lebenswerk. Er verliebte sich, nicht nur in die Berge und blieb dennoch irgendwie immer der einzigartige Eigenprödler, der eine Hürde nach der anderen erklomm, bis die Kraft fern blieb.

     

    „Die kalte Frau […] Sie geht über den Berg und schleicht durchs Tal. Sie kommt, wann sie will, und holt sich, was sie braucht. Sie hat kein Gesicht und keine Stimme. Die Kalte Frau kommt und nimmt und geht. […] Im Vorbeigehen packt sie dich und nimmt dich mit und steckt dich in irgendein Loch.“

     

    Eigentlich traurig, dass ein komplettes Leben auf gerade einmal 180 Seiten Platz findet. Seethaler bleibt inhaltlich wie sprachlich auf einer Ebene, was dem Ganzen nicht unbedingt einen Abbruch tut, aber irgendwie auch schade ist. Gerade als Egger die zweite Frau in seinem Leben kennen lernt, beginnt es tiefgründiger zu werden, aber dies ist innerhalb kürzester Zeit auch wieder verflogen. Egger – ein sehr eigener Mensch, mit vielen Steinen auf dem Weg seines Lebens und einer großen Liebe für seine Frau und einer noch größeren für diesen einen Berg. Von der Art her finde ich diesen Roman großartig, aber ob man ihn unbedingt gelesen haben muss, sei mal dahingestellt.

     

    „Man kann einem Mann seine Stunden abkaufen, man kann ihm seine Tage stehlen oder ihm sein ganzes Leben rauben. Aber niemand kann einem Mann auch nur einen einzigen Augenblick nehmen. So ist das, und jetzt lass mich in Frieden!“

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    bettina3642vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ruhige Geschichte über das Leben. Das Buch lässt einen empfinden, wie unbedeutend klein und schnell vorbei doch unser aller Leben ist.
    Eine ruhige Geschichte

    Eine ruhige Geschichte über das Leben. Das Buch lässt einen empfinden, wie unbedeutend klein und schnell vorbei doch unser aller Leben ist.

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    anderskamps avatar
    anderskampvor 8 Monaten
    Schweifender Panoramablick

    Langweilig: weder Situationen, noch Menschen, noch Natur- oder Naturereignisse und auch nicht Reflexionen oder Handlungen sind interessant geschildert. Es labert so durch die Berge und Zeiten.

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    S
    Sahnebrezelvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Satte Prosa
    Satte Prosa

    Solche Bücher sollte es mehr geben - unspektakulär und duchdacht. Ein Genuss.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor einem Jahr
    Vom Vergehen der Zeit

    Und das letzte Wort hat doch immer die Natur – in seinem Roman „Ein ganzes Leben“ schildert Robert Seethaler auf knapp 180 Seiten eine ganze Existenz, die stark von den Launen der Natur abhängig ist. Es ist ein hartes, entbehrungsreiches Leben, von dem erzählt wird: Protagonist Andreas Egger ist etwa vier Jahre alt und Waise, als er um 1900 in das kleine Bergdorf in den österreichischen Alpen kommt. Der Großbauer Kranzstocker nimmt das Kind seiner Schwägerin unwillig auf. Es folgt eine Kindheit ohne Liebe, voller Gewalt. Egger wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran, arbeitet als junger Mann bei einem Arbeitstrupp, der eine der ersten Seilbahnen baut und kämpft schließlich im Zweiten Weltkrieg. Das ganze Leben des Andreas Egger ist gekennzeichnet von schweren Schicksalsschlägen, von dunklen Momenten. Doch so schlimm es auch kommt: Andreas Egger klagt nicht und verbittert auch nicht. Er macht einfach immer weiter. Und am Ende weiß man: Er geht versöhnt von dieser Erde, trotz allem.

    „Ein ganzes Leben“ hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen – für mich ein ganz großartiger Roman, der mich so unglaublich tief berührt und bewegt hat. Seethaler braucht nicht viele Worte, um die 70 Jahre Leben des Andreas Egger zu erzählen. Der Text kommt an vielen Stellen unglaublich zart daher und trotzdem hat alles einen großen Klang. Die Szenen sind einprägsam und leben von ihrer atomsphärischen und metaphorischen Dichte.

    Es ist ein kluger, poetischer Roman übers Leben und Sterben, über das Vergehen der Zeit – ein Roman, der irgendwo in uns eine vage Sehnsucht weckt und uns Demut lehrt.

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