Robert Shore

 4,3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Blow Up!.

Lebenslauf

Robert Shore ist Autor zahlreicher Bücher über zeitgenössische Kunst und Fotografie. Er hat lange als Kunstkritiker und als Herausgeber des "Elephant Magazine" gearbeitet Eva Rossetti ist freiberufliche Comiczeichnerin und Illustratorin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Robert Shore

Cover des Buches Blow Up! (ISBN: 9783406832246)

Blow Up!

(3)
Erschienen am 10.07.2025
Cover des Buches Joel Meyerowitz: A Question of Color (ISBN: 9780500297896)

Joel Meyerowitz: A Question of Color

(0)
Erschienen am 09.01.2024

Neue Rezensionen zu Robert Shore

Cover des Buches Blow Up! (ISBN: 9783406832246)
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Rezension zu "Blow Up!" von Robert Shore

Gwhynwhyfar
über einen Zeitraum von 100 Jahren die Geschichte revolutionärer Künstlerinnen und Künstler

Was macht ein Urinal, eine Dose Suppe, einen eingelegten Hai oder eine an die Wand geklebte Banane zu einem Kunstwerk? Blow Up! erzählt über einen Zeitraum von 100 Jahren die Geschichte revolutionärer Künstlerinnen und Künstler von Marcel Duchamp bis Andy Warhol, Yayoi Kusama, Jean-Michel Maurizio Cattelan, Joseph Beuys und vielen anderen.


«Ich dagegen sage, das Auge ist der Weg zum Gehirn. Das zeigen meine Readymades. Ein Fahrrad-Rad auf der Straße, ein Fahrrad-Radin einer Galerie. – Für das Auge macht das keinen Unterschied. Für das Gehirn schon.»


Was ist eigentlich Kunst? Und muss Kunst schön  sein? Marcel Duchamp war als Soldat im Ersten Weltkrieg und er drückt seine Erlebnisse auf der Leinwand aus. Und er schleppte ein stinknormales Urinal in eine Ausstellung. Was als rebellischer Akt im Jahr 1917 begann, entwickelte sich zu einer globalen, milliardenschweren Kunstform. Das kam nicht gut an. Kunst provoziert und will zum Nachdenken animieren. Die hier vorgestellten Kunstwerke verursachten Entsetzen, einen Aufschrei und elektrisierten die Gesellschaft derart, dass es immer wieder zu explosiven Momenten kam, in denen Konventionen und Traditionen in die Luft gesprengt wurden. 


Andy Warhols Dose Suppe, die Muster von von Yayoi Kusama, die die Welt eroberten, weil sie von der Leinwand auf Stoffe, Tapete und viele andere Dinge übertragen wurden. Joseph Beuys, der einen toten Hasen zur Kunst erklärte, auf der Dokumenta 7.000 Bäume pflanzen ließ und vieles mehr. Egal, wie lange die Menschen brauchen, um den jeweiligen Positionen etwas abzugewinnen, zeitgenössische Kunst widersetzt sich weiterhin dem Trott, stört die Gewohnheiten, regt neue Sichtweisen an und beweist, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Kunst passt sich nicht immer an – sie springt gern weit aus dem Kasten der Erwartung heraus. Das Buch ist als Comic angelegt – in krachenden Farben – und führt uns durch das 20. Jahrhundert bis ins 21. hinein, zeigt, was Kunst kann, wie sie provozierte. Klasse gemacht! Das Buch ist allage, aber auch spannend für kunstinteressierte Jugendlich ab 14 Jahren.



Robert Shore ist Autor zahlreicher Bücher über zeitgenössische Kunst und Fotografie. Er hat lange als Kunstkritiker und als Herausgeber des «Elephant Magazine» gearbeitet


Eva Rossetti ist freiberufliche Comiczeichnerin und Illustratorin.

Cover des Buches Blow Up! (ISBN: 9783406832246)
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Rezension zu "Blow Up!" von Robert Shore

_leserin_
Informativ, schrill und bunt

Mit größtem Vergnügen habe ich Blow Up! gelesen, die explosive Geschichte der Modernen Kunst als Graphic Novel.

Es beginnt mit Marcel Duchamp und seinen Ready-mades – hier im Buch das Urinal – und geht der Frage nach, wann Gegenstände als Kunst gelten und wer der Urheber der Kunst ist, denn das Urinal, wurde ja nicht von Duchamp hergestellt. Kunst muss ja nicht vom Künstler selbst hergestellt werden, es reicht vielmehr, wenn der Künstler sie als solche bezeichnet.

So ziemlich alle wichtigen Protagonist*innen der Modernen Kunst der ca letzten hundert Jahre werden im Buch mit ihren zentralen Werken vorgestellt: Andy Warhol, Marina Abramovic, Demian Hirst, Jean-Michel Basquiat, Joseph Beuys und viele andere.

Bunt, schrill, informativ und süffig zu lesen ist die Graphic Novel in der Übersetzung aus dem Englischen von Christa Prummer-Lehmair und Rita Seuss. Es gibt einen guten Überblick der Künstler*innen der Moderne und bietet vor allem Einsteiger*innen Anregungen, mit welcher*m Künstler*in man sich als nächstes beschäftigen möchte.

Cover des Buches Blow Up! (ISBN: 9783406832246)
tob82s avatar

Rezension zu "Blow Up!" von Robert Shore

tob82
"Aber ist das Kunst?"

"Aber ist das Kunst?" Diese Frage wird im Buch "Blow Up!", in dem es um Menschen geht, die ihre ganz eigenen Vorstellungen von Kunst hatten und Kunstwelt und Öffentlichkeit damit herausforderten, immer wieder gestellt. Die Graphic Novel - mit Text von Robert Shore und illustriert von Eva Rossetti - stellt dem Leser Pioniere der modernen Kunst im 20. und 21. Jahrhundert vor. Ausgangspunkt ist das Kunstverständnis von Marcel Duchamp zu Beginn des 20. Jahrhunderts: "Retinale Kunst - Kunst, die nur das Auge verführt - ist tot. Was jetzt zählt, ist das Konzept." (S.19) Für eine Ausstellung in New York reichte er ein handelsübliches Urinal ein und bezeichnete es als "Readymade". Kunst müsse nicht vom Künstler selbst geschaffen sein. Es genüge, wenn er/sie das Objekt auswähle und in einer Galerie ausstelle. Nach Duchamp springt die Darstellung in die 60er Jahre - in der die Konzeptkunst richtig an Fahrt aufnimmt - und führt weiter mehr oder weniger chonologisch bis in die Jetztzeit. Künstler, die dabei im Fokus stehen sind u.a. Andy Warhol, Yayoi Kusama, Linda Nochlin (Kunsthistorikerin), Sturtevant, Marina Abramovic, Christo und Jeanne-Claude oder Kara Walker.

Der Begriff "Graphic Novel" ist bei "Blow Up!" für mich in einem weiteren Sinne zu sehen. Es handelt sich um ein Comicbuch, das keinen zusammenhängenden Roman darstellt, sondern in jedem Kapitel die eigenständigen Geschichten der verschiedenen Künstler und Künstlerinnen erzählt (auch wenn es natürlich gegenseitige Bezüge und Verbindungen gibt). Die Erzählweise ist dabei abwechslungsreich gestaltet: in einem Kapitel folgt man dem Künstler als externer Beobachter, in einem anderen erzählt er selbst von seinem Leben. An einer Stelle hält ein Professor eine Vorlesung über einen Künstler, an einer anderen erzählt eine Journalistin von der Kunstwelt der aktuellen Zeit. Am Ende des Buches finden sich Kurzportraits der Künstler in reiner Textform.

Das Buch ist als gebundene Ausgabe im Verlag C.H. Beck erschienen und hat ein Format von etwa 25 x 19,5 cm. Es ist komplett in Farbe gehalten und hat insgesamt 231 Seiten. Das Papier ist dick und wirkt qualitativ hochwertig. Leider verströmt das Buch einen für mein Empfinden recht starken chemischen Geruch, der auch nach ein paar Tagen noch nicht verflogen ist.

Ich finde die Idee sehr schön, dass hier die Geschichte von Kunst quasi selbst als Kunstwerk erscheint (die Comic-Kunst). Der Stil und die Ausarbeitung der Illustrationen gefallen mir sehr gut. Inhaltlich bin ich etwas zwiegespalten. Ich konnte zwar einiges lernen und für mich neue Künstler und Künstlerinnen entdecken, doch hatte ich nicht das Gefühl, wirklich tiefer in die Gedankenwelt der einzelnen Künstler eindringen zu können. Die Darstellung bleibt mir größtenteils zu episodenhaft und tatsächlich hätte ich gerne - soweit möglich - reale Fotos der zentralen Werke gesehen. Auch hatte ich beim Stichwort "Moderne Kunst" nicht erwartet, dass sich die Darstellung fast ausschließlich um Konzeptkunst dreht. Ich bin absoluter Laie im Bereich Kunst, habe aber dennoch auch Darstellungen zu Künstlern wie Jackson Pollock oder Edward Hopper erwartet.

3,5 Sterne

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