Robert W. Chambers

 3,7 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor*in von Der König in Gelb, Der König in Gelb. Horrorgeschichten und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Robert William Chambers, geboren 1865, gestorben 1933 in New York, war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Zu Lebzeiten war er mit historischen Romanen und Liebesgeschichten am erfolgreichsten. Seinen Beitrag zur Literaturgeschichte leistete er aber aus heutiger Sicht mit seinem fantastischen Frühwerk: Insbesondere der Erzählband »Der König in Gelb« gilt als maßgebliches Werk am Übergang zwischen den Horror-Erzählungen der schwarzen Romantik (E. A. Poe) und der modernen Fantastik und Weird Fiction. Zu seinen Bewunderern zählt insbesondere H. P. Lovecraft.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der König in Gelb. Horrorgeschichten (ISBN: 9783730615805)

Der König in Gelb. Horrorgeschichten

(3)
Neu erschienen am 29.10.2025 als Gebundenes Buch bei Anaconda Verlag.

Alle Bücher von Robert W. Chambers

Cover des Buches Der König in Gelb (ISBN: 9783865523327)

Der König in Gelb

(22)
Erschienen am 18.08.2014
Cover des Buches Der König in Gelb. Horrorgeschichten (ISBN: 9783730615805)

Der König in Gelb. Horrorgeschichten

(3)
Erschienen am 29.10.2025
Cover des Buches The King in Yellow (ISBN: 9781304997982)

The King in Yellow

(3)
Erschienen am 22.06.2014
Cover des Buches The King in Yellow (ISBN: 9781678483050)

The King in Yellow

(2)
Erschienen am 20.12.2019
Cover des Buches The King in Yellow (Weird Fiction) (ISBN: 9781405972963)

The King in Yellow (Weird Fiction)

(1)
Erschienen am 03.10.2024
Cover des Buches The Dark Star (ISBN: 9781153812481)

The Dark Star

(0)
Erschienen am 15.03.2010

Neue Rezensionen zu Robert W. Chambers

Cover des Buches Der König in Gelb. Horrorgeschichten (ISBN: 9783730615805)
kleine_welles avatar

Rezension zu "Der König in Gelb. Horrorgeschichten" von Robert W. Chambers

kleine_welle
Konnte leider nicht überzeugen

In diesen 10 Geschichten erzählt der Autor von Wahnsinn, Liebe und Krieg. Dabei sind sie alle irgendwie verbunden, denn über allem steht Der König in Gelb. 

 

Das Cover passt zu einem Klassiker der Horrorliteratur, wie es angekündigt wird. 

Doch leider konnte es für mich nicht halten was versprochen wurde. Denn so richtig kam der Horror nicht bei mir an. Klar, in vielen der Geschichten (in manchen habe ich leider nicht den Zusammenhang erkannt) dreht sich die Story um das Buch Der König in Gelb. Ein Buch, dessen Inhalt so schrecklich ist, dass es Menschen in den Wahnsinn treibt. Aus diesem Grund ist es auch verboten. Doch um ehrlich zu sein, waren mir die Andeutungen dazu zu vage. Es erinnerte mich ein wenig an The Ring (vielleicht ist der Autor inspiriert worden?), aber gänzlich ohne die Gruselmomente. 

Ich will jetzt nicht sagen, dass die Geschichten grundsätzlich schlecht waren, aber dafür das es ein Horrorroman sein soll, fehlte mir das gewisse etwas. 

Denn einige der Geschichten waren durchaus gut. Also Robert W. Chambers wusste ganz offensichtlich, wie man eine Geschichte schreiben sollte, aber wie gesagt, sie waren aus anderen Gründen interessant. 

Zum Beispiel sei hier Die Straße der ersten Granate erwähnt, eine Geschichte über einen Krieg (welcher blieb für mich unklar) in Paris und wie es auf die Menschen dort wirkte. Speziell um Trent und seine Freund*innen. Das alles nimmt dann eine noch schwierigere Wendung, als er erfahren muss, dass seine Frau bereits ein Kind mit einem anderen hat. Diese Geschichte hat mir von allen wohl am besten gefallen. 

Aber sie schien mir auch am ausgearbeiteten, denn das war es wohl, was mich an manch einer der anderen Geschichten gestört hat. Sie schienen nicht bis zum Ende erzählt. 

Vielleicht aber lieber noch ein Beispiel, das mir gut gefallen hat - Die Straße unserer lieben Frau von den Feldern. Auch hier fehlt der Horror fast ganz, aber dafür ist es eine nette Geschichte über einen Kunststudenten, der sich verliebt. 

Im Großen und Ganzen konnte mich allerdings das Buch nicht überzeugen. Bei fast allen Geschichten fehlte mir, wie oben erwähnt, das gewisse Etwas. Und dann kam mir das ominöse, verbotene Buch Der König in Gelb, doch ein wenig zu kurz. 

 

Mein Fazit: Vielleicht liegt es wirklich daran, dass es ein klassisches Horrorbuch ist und zu Zeiten von Robert W. Chambers, der Horror nicht so öffentlich daherkam, wie zum Beispiel bei Stephen King, aber ich konnte irgendwie keinen großen Zugang zu diesem Buch finden. Immer hat mir etwas gefehlt, um die Geschichte richtig rund zu machen. Ich fand es zwar nett, dass man bei einigen Geschichten Gemeinsamkeiten finden konnte, aber das ist doch zu wenig um mich von dieser Anthologie zu überzeugen. Vielleicht würde ein Lovecraft Fan mehr Zugang finden, aber ansonsten würde ich es nicht direkt weiterempfehlen. 

Einflussreicher Autor der phantastischen Literatur

Robert W. Chambers ist im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt geblieben, in den USA spielt er aber in der phantastischen Literatur in einer Liga mit E. A. Poe und Ambrose Bierce. Seine 1895 erstmals erschienene Sammlung von Kurzgeschichten wurde dort unzählige Male wieder aufgelegt und beeinflusste maßgeblich einige Titanen der Horrorliteratur, wie H. P. Lovecraft. Der „König in Gelb“ oder das „Gelbe Zeichen“ taucht bis heute immer wieder als Chiffre für das Unheimliche in Filmen und Büchern auf, erfunden hat sie Chambers.

Die ersten vier Erzählungen sind durch das fiktive Theaterstück „Der König in Gelb“ miteinander verbunden, das jeden Menschen, der das verbotene Buch liest (das Stück wurde niemals aufgeführt), in den Wahnsinn treibt. Diese Idee verwendet z. B. abgewandelt der japanische Horrorfilm „The Ring“, woran man ableiten kann, wie ideenreich Chambers in seinem Metier war. Seine Kurzgeschichten stecken voller innovativer und unheimlicher Einfälle, und wie es später auch bei H. P. Lovecraft der Fall war, kann Chambers die unterschwellige, nicht fassbare Bedrohung auch atmosphärisch packend schildern. Allerdings ist er, wie Lovecraft, kein wirklich versierter Schriftsteller, seinem Stil fehlt dafür Eigenständigkeit, Eleganz und intellektueller Hintergrund. Chambers war reiner Autodidakt und hatte das Privileg, aufgrund seiner vermögenden Familie niemals von seiner Arbeit leben zu müssen. Den Erfolg des „König in Gelb“ konnte er auch nicht wiederholen und so verlegte er sich später auf seichte Gesellschaftsromane. 

Interessant sind seine Kurzgeschichten vor allem durch den Einfluss, den sie auf andere hatten und immer noch haben. Ob das nun die HBO-Serie „True Detectives“ oder „Game of Thrones“ ist, Anklänge an Elemente aus Chambers Geschichten findet man an vielen Stellen, wenn man danach sucht.

Cover des Buches Der König in Gelb. Horrorgeschichten (ISBN: 9783730615805)
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Rezension zu "Der König in Gelb. Horrorgeschichten" von Robert W. Chambers

Nora3112
Der König in gelb

„Der König in gelb“ von Robert W. Chambers

Inhaltsangabe:

Das frühe Meisterwerk der Weird Fiction & Vorbild für H. P. Lovecraft
Wer das liest, verliert den Verstand – so ergeht es allen, die das Theaterstück »Der König in Gelb« auch nur zu Gesicht bekommen, denn das fatale Werk enthält eine grässliche Wahrheit. Dieser Klassiker der Horrorliteratur ist feinster Stoff für alle, die abgründiges Entsetzen lieben. Chambers’ zehn Geschichten erzählen von Wahnsinn, Liebe, Krieg und anderen welterschütternden Dingen. Sie haben Großmeister H. P. Lovecraft tief beeindruckt und stark inspiriert. Die vollständige Ausgabe aus dem Jahr 1895 erscheint hier in neuer Übersetzung.
 Neu übersetzt: Klassiker und Vorläufer des modernen Horror-Genres

H.P. Lovecraft war tief beeindruckt von dieser Textsammlung, die als Brücke zwischen Gothic Horror des 19. Jahrhunderts und der späteren Horror-Literatur gilt

Ein Schlüsseltext für das Verständnis der Entwicklung des Genres und somit ein Ein Muss für Horror-Fans

Atmosphärische Dichte, psychologische Tiefe, stilistische Eleganz und innovative Erzählweise.

Eigene Meinung:

Robert W. Chambers’ Textsammlung aus dem Jahr 1895 gilt als Referenzwerk der „Weird Fiction“ und als Inspirationsquelle für H. P. Lovecraft. Diese Neuauflage von 2025 aus dem Anaconda Verlag präsentiert alle zehn Geschichten in neuer, zeitgemäßer Übersetzung, ein großer Pluspunkt für heutige Leser, die literarischen Horror mit psychologischer Tiefe erleben möchten.

Im Zentrum steht das fiktionale Theaterstück „Der König in Gelb“, ein Werk, das alle, die es lesen, in den Wahnsinn treibt. Diese narrative Idee ist nicht nur literaturhistorisch bedeutsam, sondern schafft eine subtile Form des Grauens: Die Gefahr bleibt unsichtbar und entspringt dem menschlichen Verstand selbst.

Chambers bewegt sich stilistisch zwischen gothischer Romantik und frühmodernem Alptraum. Seine Geschichten thematisieren Wahnsinn, Krieg, Verlust und das Unfassbare. Mal düster, mal poetisch, mal tragikomisch. Die atmosphärische Dichte ist unbestritten, wenngleich sich nicht jede der zehn Erzählungen auf dem gleichen Niveau bewegt.

Besonders beeindruckend gelungen sind: „Die Maske“: kunstvoll, phantastisch, mit überraschender emotionaler Intensität. „Die Demoiselle d’Ys“: melancholisch, rätselhaft, fast schon ein romantisches Zeitspiel

Weniger überzeugend wirken hingegen:

„Das gelbe Zeichen“ und „Rue Barrée“ Hier lässt der Schrecken nach, und die Handlung verliert teilweise an Schärfe und innerer Logik.

Für wen lohnt sich die Lektüre also: Für neugierige Horror-Leser, die verstehen möchten, wie sich das Genre entwickelte, ist dieses Buch ein Muss. Für reine Nervenkitzel-Leser, die rasante Schockmomente erwarten, könnte die Sammlung gelegentlich zu bedächtig wirken.

Die Neuauflage überzeugt dennoch als kultureller Schlüsseltext. Ein literarisches Artefakt, das zugleich unterhält und zur Analyse einlädt.

Fazit:

„Der König in Gelb“ ist ein bedeutendes Werk, das historische Relevanz mit kreativer Innovation verbindet. Die Qualität der Geschichten schwankt jedoch spürbar. Insgesamt: 3 von 5 Sternen - ein solider, manchmal brillanter Klassiker für Leser des stilvollen Horrors.

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