Robert W. Chambers

 3.7 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Der König in Gelb, The King in Yellow und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert W. Chambers

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Der König in Gelb

Der König in Gelb

 (13)
Erschienen am 18.08.2014
The King in Yellow

The King in Yellow

 (2)
Erschienen am 25.02.2014
Der gelbe Tod

Der gelbe Tod

 (1)
Erschienen am 01.12.1984
The Flaming Jewel

The Flaming Jewel

 (0)
Erschienen am 15.03.2010
The Firing Line

The Firing Line

 (0)
Erschienen am 04.03.2010
The Fighting Chance

The Fighting Chance

 (0)
Erschienen am 15.03.2010
The Gay Rebellion

The Gay Rebellion

 (0)
Erschienen am 30.04.2009

Neue Rezensionen zu Robert W. Chambers

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Wolf1988s avatar

Rezension zu "Der König in Gelb" von Robert W. Chambers

Horror und wunderbare Lyrik
Wolf1988vor 4 Monaten

Der König in Gelb von Robert W. Chambers, ist ein poetisches Horror Kurzgeschichten Band, welches 1895 erschienen ist, welches sogar Einzug in den Cthulhu Mythos hielt. Sogar die erste Staffel der Fernsehserie True Detectives dreht sich um den König in Gelb. Der König in Gelb ist ein Theaterstück, bei dem man nur den ersten Akt unbeschadet lesen kann, beim zweiten Akt verfällt man dem Wahnsinn und der dritte Akt existiert nicht, ergo spielt er sich im Wahnsinn der Protagonisten ab. Jede Kurzgeschichte beginnt mit einem Zitat aus diesem Theaterstück. Die Geschichten selber handeln meist von Künstlern die diesem Wahnsinn unterliegen. Einer der sich für den König in Gelb hält und seinen Cousin ermordet weil er denkt das er seine Blechkrone haben will. Ein anderer treibt sich in den Selbstmord als er eine Tinktur entdeckt, die Lebewesen in Stein verwandelt, in welche versehentlich seine Geliebte fällt. Ein aufgequollener blasser Mann jagt einen Protagonisten und will das Gelbe Zeichen zurück. Aber es gibt auch Romantisches. Jemand der sich im Moor verirrt und sich dort in eine wunderschöne Frau verliebt, welche noch Trachten aus dem Mittelalter trägt. Doch alle Geschichten enden äußerst Traurig. Entweder Tod, Wahnsinnig oder voller Trauer. Ein wirklich tolles Buch mit einer wunderbaren poetischen Note.

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Wuerfelhelds avatar

Rezension zu "Der König in Gelb" von Robert W. Chambers

Klasse Stoff
Wuerfelheldvor 3 Jahren

Nun, schon der Klappentext verweist ja dreimal auf den guten Hans Peter Liebeshandwerk, da kann ich meine Besprechung ja wohl kaum ohne diverse Erwähnungen des Burschen aus Providence anfertigen.

Ich habe mich an nur einem Tag durch die Kurzgeschichten gefräst und war wirklich gefesselt. Chambers schreibt irgendwo an der Grenze zwischen Horror und Fantasy und – ich habe es angekündigt – erschafft immer ähnlich düstere Hintergründe wie Lovecraft. Allerdings unterliegt dieser Anthologie kein komplettes Universum, kein Mythos, wie das bei Lovecraft der Fall ist, sondern die Geschichten haben lediglich gemeinsam, dass jeweils das Buch „Der König in Gelb“ eine Rolle spielt und zumeist den Beginn des Absinkens in den Wahnsinns darstellt. Steht bei Lovecraft oft seine Heimat im Nordosten der Vereinigten Staaten im Zentrum, so ist Chambers zumeist auf Frankreich konzentriert (was dann auch später in den Anhängen erklärt wird), wobei die genaue Schilderung der Umgebung zwar auch im Zentrum steht, aber nicht so präzise beschrieben wird, es dient bei Chambers eher einer Verortung. Ein weiterer Unterschied in den beiden Werken besteht darin, dass Chambers konsequenter auf das Ende der Geschichte hin arbeitet, während bei Lovecraft ja die letzten 2-3 Sätze noch einmal die komplette Erzählung kippen lassen.

Aber genug der Vergleiche – schauen wir uns die Geschichten mal an. Der Band wird eröffnet mit einem kurzen Gedicht, einem Lied aus „Der König in Gelb“ – und zwar genau aus der zweiten Szene des ersten Akts. An dieser Stelle könnte man auch noch kurz erklären, dass wir es hier NICHT mit der Niederschrift des „Königs in Gelb“ zu tun haben, sondern mit Kurzgeschichten, in denen dieses Buch, das die Menschen in den Wahnsinn treibt (und wenn sie den zweiten Akt lesen gar tötet) eine wichtige Rolle spielt. Da kann man nur froh sein, dass der dritte Akt komplett verschollen ist.

Den Anfang macht „Der Wiederhersteller des guten Rufs“ – eine verstörende Erzählung von einem hutzeligen missgestalteten Männchen, das die Geschicke der Welt in seinen Händen hält. Ja, Wissen ist hier wirklich Macht. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Mr. Castaigne, der leider vor einiger Zeit das verbotene „Der König in Gelb“ gelesen hat und auf dessen Schilderungen man sich daher nicht immer so ganz verlassen kann. Sei es wie es sei, die Geschichte endet wie nicht anders zu erwarten in einem gewaltigen Fiasko.

„Die Maske“ ist eine fesselnde Geschichte von Liebe und Verlust. (Fast) kein Horror weit und breit, aber leider ausnahmsweise mal ziemlich vorhersehbar. Dennoch sehr fragil geschrieben und für mich so etwas wie das heimliche Highlight des Bandes.

Geschichte Nummer 3 heißt „ Am Hofe des Drachen“ und ist der wohl verstörendste Kirchenbesuch der Literaturgeschichte. Hoffentlich war alles nur ein Traum…

Herz des Sammelbandes dürfte aber „Das Gelbe Zeichen“ sein. Der Künstler Scott, den wir schon als Nebenfigur aus „Die Maske“ kennen und sein Model (und spätere Frau Tess) sinken immer weiter in den Wahnsinn des „Königs in Gelb“ hinab. Wirklich furios geschrieben, auch wenn ich bei einigen Passagen nicht genau weiß, ob ich einfach zu doof bin, um sie zu verstehen, oder ob die Übersetzung etwas hakt. Sei es wie es sei – eine wirklich starke Erzählung mit allem, was der Horror jener Zeit zu bieten hat.

Eher „Romantic Fantasy“ denn Horror bietet „Die Jungfer d’Ys“. Ein (Wenn ich es richtig mitbekommen habe) namenloser Amerikaner ist in jüngerer Zeit, denn er hat ein Gewehr dabei, in einem Sumpf in Finistère unterwegs und verläuft sich mal so richtig. Eine mysteriöse junge Dame nimmt ihn mit in ihr Haus, wo sie mit ihrer Amme, einem Piqueur und vier Falknern auf recht mittelalterliche Art und Weise lebt. Der aufmerksame Leser merkt schon, dass hier irgendetwas faul ist und so überrascht ihn das Ende der Geschichte dann kaum noch. Aber auch hier wieder. Wirklich schön erzählt.

Für „Das Paradies der Propheten“ war ich einfach nur zu dumm. Ganz ehrlich. Ich habe hier nur Bahnhof verstanden. Es geht wieder irgendwie um Liebe und hat immer kurze Abschnitte mit ebenso verwirrenden Überschriften wie Handlungen… Sorry!

„Die Straße der vier Winde“ schließt den Band ab. Über den Kontakt zu einer Katze findet Severn in einem typischen Pariser Mehrfamilienhaus zu seiner großen Liebe.

Mein Fazit:
Bärenstark. Eine Art Franko-Lovecraft. Eher von der Sprache und der Stimmung als der Thematik her, aber was soll’s? Dieser Chambers kann schon was und ich habe ja im Anhang gelernt, dass er sich in den unterschiedlichen Genres versucht hat; da bin ich nicht abgeneigt mir mal anzusehen, was er auf anderen Gebieten so veranstaltet hat.
Absoluter Tipp für Leute toll beschriebenen Horrors – obwohl, seien wir mal ehrlich – so richtig wahnsinnig gegruselt habe ich mich nie.

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Originaldibblers avatar

Rezension zu "Der König in Gelb" von Robert W. Chambers

Einflussreicher Horrorklassiker
Originaldibblervor 4 Jahren

DER KÖNIG IN GELB (engl. THE KING IN YELLOW) ist ein Kurzgeschichtenband von Robert W. Chambers und wurde erstmals 1895 veröffentlicht. Im englischen Original besteht die Sammlung aus zehn Geschichten. In der deutschen Ausgabe des FESTA-Verlages fehlen die letzten drei Geschichten, da sie keinen Horrorbezug haben.

Wichtig sind aber vor allem die ersten fünf Geschichten, die auch einen Bezug zum Titel haben. "Der König in Gelb" ist der Name eines fiktiven Buches, da in den ersten vier Geschichten eine Rolle spielt. Angeblich ist es nicht möglich dieses Buch zu lesen ohne wahnsinnig zu werden oder zu sterben. Die fünfte Geschichte ist durch den Namen Hastur mit den ersten verbunden.

Die Geschichten sind gut geschrieben. Der sprachliche Stil ist meines Erachtens typisch für das ausgehende 19. Jhd. Auch im Hinblick auf den Horroraspekt sind die Geschichten gut aufgebaut. Allerdings funktioniert das erschreckende Ende nicht bei allen Geschichten richtig gut. Insbesondere bei der zweiten Geschichte - "Die Maske" - ist das Ende auf den ersten Blick überhaupt nicht klar genug, um erschreckend zu sein.

Lesenswert ist das Buch vor allem, weil es damals ein großer kommerzieller Erfolg war, was wiederum dazu geführt hat, dass es andere Autoren beeinflusst hat. Hier ist an erster Stelle Howard Philips Lovecraft zu nennen. Im Cthulhu-Mythos, der, wenn auch der Begriff von August Derleth stammt, auf ihn zurück geht, spielen Hastur und sein Avatar, der König in Gelb, eine durchaus zentrale Rolle und natürlich ist Lovecrafts Necronomicon durch Chambers' König in Gelb inspiriert.

Meiner Meinung nach ist das Buch Pflichlektüre für alle Fans des Cthulhu-Mythos. Schlecht ist das Buch nicht aber in erster Linie ist es auf Grund seines literaturhistorischen Wertes interessant.

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