Der Räuber

von Robert Walser 
4,3 Sterne bei8 Bewertungen
Der Räuber
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Inhaltsangabe zu "Der Räuber"

Anläßlich des 50. Todestags von Robert§Walser erscheint eine Sonderausgabe des§Romans Der Räuber in besonderer Ausstattung§mit einem Nachwort von Michel§Mettler.§Inmitten der "goldenen zwanziger Jahre",§auf dem Höhepunkt der Euphorie nach dem§Ersten Weltkrieg und kurz vor der weltwirtschaftlichen§Wende schrieb Walser Der Räuber,§seinen letzten Roman. Dieses in mikroskopisch§kleiner Schrift verfaßte Manuskript,§das erst 12 Jahre nach seinem Tod§entziffert werden konnte, ist nicht nur ein§Psychogramm seines Verfassers, sondern§zeigt auch am Beispiel des exponierten einzelnen§die Situation einer ganzen Epoche,§ähnlich wie Rilkes Malte oder Hesses Steppenwolf,§der etwa gleichzeitig und ebenfalls§in einer Schweizer Metropole entstanden ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518376126
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:26.10.1986

Rezensionen und Bewertungen

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    erwins avatar
    erwinvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Räuber" von Robert Walser

    Das ganze Buch ist ein einziges eigentümliches Eselsohr. Sollte ich einmal auf einer einsamen Insel stranden, würde ich auf die Gesellschaft dieses Räubers mehr Wert legen, als auf die eines gewissen Freitag.

    "Ich bin einer, den man hinstellen könnte, wo man wollte, z.b. in eine Grube in einem Bergwerk oder zuoberst auf einen Berg, in ein Prachthaus oder in eine armselige Hütte. Ich bin voller Gleichmütigkeit, was natürlich oft mit Gleichgültigkeit, mit Mangel an Interesse verwechselt worden ist."

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    Gretas avatar
    Gretavor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Räuber" von Robert Walser

    "...baue ich hier ein besonnenes buch auf, aus dem absolut nichts gelernt werden kann. es gibt nämlich leute, die aus büchern anhaltspunkte fürs leben herausheben wollen. für diese sorte leute schreibe ich demnach zu meinem riesengroßen bedauern nicht."
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    "man stelle sich solch einen kampf gegen die bildung und gegen das wissen vor. er wusste nämlich so furchtbar viel, sie aber begehrte lange, lange nicht alles zu wissen. wie reich hatte sie sich in der unwissenheit gefühlt. und jetzt wurde sie ganz krank von ihres mannes vielen feinheiten und vielem zerlegendem wissen."
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    "der räuber gehört zu jenen menschen, die im zögern wahre titanen sind, die einen genuss finden, sich eines genusses zu berauben, denn briefeschreiben ist doch ein genuss. "
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    "man nützt mit unnützsein vielleicht sehr, liebste gnädigste, weil ja doch schon so vielfältiger nutzen geschadet hat, oder nicht? und man sorgt gern dafür, dass man erwünscht, ersehnt bleibt." "das könnte doch aber für sie monoton werden" "ich würde das ertragen. denn wo's was zu ertragen gibt, da gehen mir sternlein auf."
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    "neulich hörte ich eine frau, die mit nachbarinnen auf einer bank saß, sagen: "mit milch kann ich nichts anfangen. aus milch mache ich mir nichts. wer mir mit milch kommt, ärgert mich. mich soll man mit milch in ruhe lassen. für milch habe ich auch nicht einen halben rappen verständnis. schüttet mir kaffee in den mund, damit gewinnt ihre mich, kaffee erfreut sich bei mir einer beständigen achtung, ja ich sage laut und dreist, vorliebe. ich habe nicht gern, wenn man mir nachschleicht. wer mir aber nachschleicht in der edlen und freundlichen absicht, mich mit kaffee zu versorgen, der mag mich das ganze jahr lang aufs genaueste im auge behalten. wer bei mir den kaffee nicht lobt, mir dagegen die milch rühmen will, mit dem bin ich in solchem grad uneinverstanden, dass ich ihm beinah zürne. milch ist in meinen augen etwas so entbehrliches wie kaffee etwas unentbehrliches ist. weg mit der milch, sie schmeckt mir einfach nicht, dagegen aber her mit dem kaffee, denn er schmeckt mir."
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    "ich bin einer, den man hinstellen könnte, wo man wollte, z.b. in eine grube in einem bergwerk oder zuoberst auf einen berg, in ein prachthaus oder in eine armselige hütte. ich bin voller gleichmütigkeit, was natürlich oft mit gleichgültigkeit, mit mangel an interesse verwechselt worden ist."
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    "sie wusste alles erdenkliche, wovon man nicht spricht, und alles das sagte sie ihm, und während sie ihm erzählte, was man nicht wissen soll, da man sich doch nur bemühen muss, es für sich zu behalten, empfand er die ganze schönheit unserer umgebung wie nie, und die nächte glichen hallen, bestirnt von idealismus und der wonne an der aufopferung, und alle leute zogen still hin und her, als singe es aus allen menschen, und alles, was gut und zart war, trat harmlos spazierend hervor..."

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    Schelmuffsky
    T
    Torpedokaefervor 4 Jahren
    Fauns avatar
    Faunvor 8 Jahren
    glowingglooms avatar
    glowinggloomvor 8 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Gesas avatar
    Gesavor 10 Jahren

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