Robert Williams Tief in den Wald hinein

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Inhaltsangabe zu „Tief in den Wald hinein“ von Robert Williams

Harriet ist ein Schreikind. Um sie zum Einschlafen zu bringen, fährt der verzweifelte Vater stundenlang mit ihr herum, bis er eines Tages eine Stelle im Wald findet, an der das Baby ruhig wird. Jede Wiederholung des Experiments zeigt es: dies ist offenbar der einzige Ort, an dem Harriet schlafen kann. Die übernächtigte Familie beschließt, ein Haus am Waldrand zu kaufen. Thomas ist glücklich, aber seiner Frau Ann ist die Einsamkeit nicht geheuer. Mit gutem Grund, denn eines Nachts schleicht durch die Bäume ein Trupp Männer zu ihnen, und ihre Absicht ist nicht friedlich.

Der Wald als Seelenheil, Idylle und Heimat, als bedrückende Einsamkeit und bedrohliche Einöde für eine Familie. Intensiv, spannend, toll!

— Buchstabenliebhaberin

Ein grandioses Buch, das trotz des leisen Erzählstils eine unheimlich spannende Sogwirkung entfaltet!

— Lyke

Der Wald und die stille Sprache entwickeln so einen spannenden Sog, unglaublich.

— Poesiesoso

Ein kurzes Buch, das mit seiner Stille und maßvollen Spannung überzeugen kann.

— ***Chrissy***

Ein beruhigendes Buch, das trotzdem mit Spannung fesselt!

— Bambisusuu

Der Anfang deutet auf Mystery, entwickelt sich aber -leider- in eine ganz andere Richtung...

— Leseratz_8

Dieser Roman ist ganz anders als erwartet, und genau das hat mir gut gefallen.

— Estrelas

Ein ruhiges Buch, dass toll die Atmosphäre tief im Wald beschreibt und mich fesseln konnte

— TanyBee

Ein Buch, das mit Ängsten zu spielen scheint- fesselnd und wirklich spannend zu lesen mit lebendigen Figuren.

— Buchraettin

Ein tiefgründiges Buch mit einem bedrohlichen Unterton. Interessant für Leser, die nicht gleich zu einem Thriller greifen möchten!

— Cieena

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  • Unter Bäumen schlafen Babys ein

    Tief in den Wald hinein

    Buchstabenliebhaberin

    30. June 2017 um 20:14

    Dieses Buch ist auf eine leise Art unglaublich atmosphärisch und spannend. Im Mittelpunkt stehen die Bäume. Der Wald, der das unruhige Schreikind Harriet als einziges Mittel zur Ruhe kommen und schlafen lässt. So wirkungsvoll, dass die Eltern Thomas und Ann in den Wald ziehen, eine alte Scheune zwischen den Bäumen renovieren und zu ihrem Zuhause machen. Thomas blüht in der Natur auf, Ann erdrückt die Einsamkeit eher.Und es gibt weitere Waldfreunde. Da ist der sehr introvertierte Raymond, der sein Glück in einer einfachen Hilfstätigkeit auf einem Bauernhof im idyllischen Abbeystead gefunden hat, streift des Nächtens, wenn er nicht schlafen kann, durch den ruhigen Wald. Er und Thomas lernen sich dort kennen und freunden sich an.Raymond hasst sein feuchtes Haus in der tristen, abgewrackten Nachbarstadt Etherton. Auch seine neuen Nachbarn, den lauten, trinkfreudigen Keith, seine Frau und die pubertierenden frechen Töchter kann er nicht ertragen. Keith kommt auch in den Wald. Um Thomas und seine Familie zu überfallen. Dieser Vorfall bringt die heile Familienwelt in gefährliche Schieflage.Robert Williams beschreibt mit unglaublich viel Gefühl, wie die einzelnen Familienmitglieder mit diesem traumatischen Erlebnis umgehen, wie es die Menschen verändert. Ann erkennt ihre Stärke und führt ihre Leben weiter, Thomas kommt an seine Grenzen, kann die Last, seine Familie beschützen zu wollen, dem Risiko, im stillen, verlassenen Wald hilflos und ohnmächtig ausgeliefert zu sein, kaum standhalten.Thomas glaubt fest daran, dass die Einbrecher zurück kommen. Und in der Tat, Keith findet die Vorstellung, so einfach und leicht erneut an Geldnachschub zu kommen, mehr als verlockend. Was könnte er mit dem Geld sein verkorkstes Leben verbessern ...Das Buch schildert eindrücklich, was alles im Leben einer Familie passieren kann, wie aus Krise Familienglück wird, wie ein Drama alles verändert und der Alltag eines Tages wieder zurückkehrt.Eindringlich, leise, mit ganz viel Spannung und interessanten Protagonisten. Eine tolle Geschichte, nicht nur für Waldliebhaber empfehlenswert!

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    • 3
  • Ein beeindruckender Roman mit überwältigender Atmosphäre

    Tief in den Wald hinein

    Lyke

    03. February 2017 um 13:51

    Liest man die kurze Inhaltsangabe des Verlags zu diesem Buch, vermutet man einen Thriller, den eine actionreiche Handlung auszeichnet. Doch genau das Gegenteil ist hier der Fall. "Tief in den Wald hinein" von Robert Williams ist ein sehr ruhiger, aber tiefgehender Roman. Der Autor schafft es gleich auf den ersten Seiten, den Leser mit seiner ruhigen und klaren Sprache in den Bann zu ziehen. Durch die Unterteilung in kurze Kapitel aus den jeweils verschiedenen Blickwinkeln der Protagonisten und kurze, einprägsame Sätze ist das Buch leicht und flüssig zu lesen und kaum aus der Hand zu legen. Der Roman lebt von den leisen Zwischentönen, die in jeder Zeile mitschwingen und beim Leser ein beruhigendes Gefühl hinterlassen, aber gleichzeitig auch eine Sogwirkung sondergleichen entfalten. Der Autor setzt nicht auf spektakuläre Begebenheiten und schokierende Wendungen, sondern entfaltet vor dem Hintergrund des Waldes eine vierfache Charakterstudie der einzelnen Protagonisten. Die gleichzeitig beruhigende, aber auch leicht bedrohliche Atmosphäre des Waldes ist hervorragend eingefangen und spiegelt sich in den Gedanken und Emotionen der Protagonisten wider. Der Überfall, welcher in der Inhaltsangabe angedeutet wird, nimmt als Handlung an sich keine große Rolle in der Geschichte ein; vielmehr entwirft der Autor ein spannendes Psychogramm der Protagonisten im Umgang mit und nach diesem einschneidenden Erlebnis. Es geht um Schicksalsfäden, die sich kreuzen, um Angst und Bedrohung, aber auch um Zuflucht, Familie und Sicherheit. Fazit: Mich hat dieses Buch tief beeindruckt und schlichtweg überwältigt. Es ist ganz anders als erwartet und entwickelt gerade darin seine Faszination, da ich bisher nichts Vergleichbares gelesen habe. Ich vergebe volle 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die gerne zu einem besonderen Buch, das hervorragend mit Sprache und Atmosphäre, statt mit temporeichem Plot arbeitet, greifen.Allerdings ist es für Leser, die einen "echten" Krimi oder Trhiller erwarten, nicht zu empfehlen.

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  • Leserunde zu "Tief in den Wald hinein" von Robert Williams

    Tief in den Wald hinein

    Berlin_Verlag

    Liebe Leserinnen und Leser, diese Runde haben wir für die 22 Gewinner unseres Jahresabos eingerichtet. Deshalb gibt es nur eine sehr kurze Bewerbungsphase. Auch die Möglichkeit, weitere Freiexemplare zu gewinnen, ist eingeschränkt: Wir verlosen vier mal TIEF IN DEN WALD HINEIN unter allen Interessierten, die mitlesen wollen und hier einen kurzen Kommentar zur Leseprobe abgeben.  Wer mit einem eigenen Exemplar dazustoßen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen. Euer Berlin Verlag

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    • 204
  • Schwer einzuordnen

    Tief in den Wald hinein

    scarlett59

    28. March 2016 um 15:14

    Zum Inhalt:Harriett, das zweite Kind von Ann und Thomas, ist ein sogenanntes Schreikind, allerdings in extremer Ausprägung. Nachdem die Eltern diverse Ärzte aufgesucht haben, die ihnen stets die gute Gesundheit von Harriett bescheinigt haben, sind sie mit den Nerven und ihrer Kraft am Ende. Damit sie weiterhin zumindest „funktionieren“ können, sorgen sie abwechselnd dafür, dass zumindest einer der Partner einige Stunden schlafen kann. Thomas sucht gelegentlich eine kleine Pension über Nacht auf, während Ann mit den Kindern zuhause bleibt. Und Thomas beginnt, von Zeit zu Zeit nachts mit Harriett durch die nähere Umgebung zu fahren. Eines Nachts fährt er ein wenig weiter und kommt in einen Wald. Plötzlich fällt ihm auf, dass Harriett aufgehört hat zu schreien. Er parkt das Auto und steigt mit dem Baby aus und geht ein wenig spazieren. Tatsächlich schreit das Kind nicht mehr und bleibt auch auf dem Heimweg ruhig. Da er glaubt, es wäre ein Zufall gewesen, testet er es noch in einigen anderen Nächten aus, aber jedes Mal mit dem gleichen Ergebnis. Nachdem sich auch Ann von diesem Phänomen überzeugt hat, sucht die Familie ein Haus am Rande dieses Waldes. Thomas ist glücklich als sie dort einziehen und auch die Kinder fühlen sich wohl, nur Ann wird mit der neuen Umgebung nicht richtig warm. Da nähert sich eines Abends ein Trupp von vier maskierten Männern dem Haus … Meine Meinung:Es fällt mir schwer, dieses Buch in eine Kategorie einzuordnen. Es hat etwas von einem Thriller, aber andererseits ist es auch eine Familiengeschichte. Davon abgesehen hat mir das Buch gefallen. Der Autor verwendet einen ganz klaren, flüssig zu lesenden Schreibstil. Dadurch wird es dem Leser leicht gemacht, den verschiedenen, parallel ablaufenden Handlungen zu folgen. Auch die Entwicklungen, die die für die Story wichtigen Personen durchmachen, sind sehr schön herausgearbeitet und zum Teil mit Rückblenden unterlegt. Man kann daher verstehen, warum sie so und nicht anders gehandelt haben. Meiner Ansicht nach lohnt es sich, dieses Buch zu lesen, auch wenn ich die Zielgruppe nicht genau definieren kann.

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  • Wenn Schicksale sich kreuzen

    Tief in den Wald hinein

    Maddinliest

    03. March 2016 um 20:05

    Ein sehr interessanter Roman über die Entwicklung der Schicksals-wege unterschiedlicher Charaktere. Thomas und Ann haben mit Harriet ein "Schreikind" als kleine Tochter. In ihrer Verzweifelung entdecken sie einen alten Wald, der beruhigend auf das Kind einwirkt und das Schreien beendet. Sie folgen ihrem Schicksal und lassen sich in einer kleinen Siedlung im Wald nieder. Raymond, ein etwas zurückgebliebener kräftiger Mann, arbeitet in der Nähe dieser Siedlung auf einem Hof und hat diesen Platz als Zufluchtsort vor seiner ungeliebten Wohnung im benachbarten Heimatdorf auserkoren. Der dritte Hauptprotagonist Keith ist sehr unglücklich über seine geringe Körpergröße und fühlt sich daher minderwertig. Er wohnt im Nachbarhaus von Raymond und führt ein unglückliches Familienleben. Ein Überfall auf Thomas Familie wird das Leben dieser Personen nachhaltig beeinflussen und eine neue Richtung geben... Robert Williams hat mit Tief in den Wald ein sehr ruhigen aber auch tiefgehenden Roman geschrieben. Der Schreibstil ist sehr bildreich und wunderschön zu lesen. Schnell zieht er den Leser in den Bann der Geschichte und es fällt schwer das Buch aus der Hand zu geben. Die Geschichte besticht nicht durch spektakuläre oder temporeiche Begebenheiten, vielmehr überzeugt sie mit der Beschreibung der einzelnen Charaktere und ihrer Leben. Der Überfall bekommt in der Geschichte nur wenig Raum, im Vordergrund steht die Wirkung, die diese Tat auf die Schicksalswege der Protagonisten ausübt. Sehr interessant zu verfolgen, wie sich die Personen verändern und ihre Wege sich kreuzen. Robert Williams arbeitet dabei mit eher kurzen Kapiteln und damit häufigen Perspektivwechseln, was der eher ruhigen Geschichte ein wenig mehr Leben einhaucht. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich halte es für sehr lesenswert und vergebe 4 von 5 Sternen!!! 

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  • Ein kurzes Buch, das mit seiner Stille und maßvollen Spannung überzeugen kann.

    Tief in den Wald hinein

    ***Chrissy***

    02. March 2016 um 12:35

    Die Geschichte handelt von verschiedenen Personen, die es aus verschiedensten Gründen in den dunklen und dichten Wald von Abbeystead zieht. Robert Williams erzählt drei Geschichten, die sich am Ende zu einer vereinen. Was auf dem Buchrücken steht, trifft zu: "Tief in den Wald hinein" ist "ein beruhigender wie faszinierender Roman". Ein Buch, das mit seiner Stille überzeugen kann. Handlungsort ist ein Wald. Für manche ist er dunkel und bedrückend, für andere wunderschön und kraftvoll. Dieser Kontrast unterstreicht die unterschiedlichen Charaktere des Buches und ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Entwicklungen. Die Personen werden, unterstützt durch die bildreiche Sprache, detailliert beschrieben und entwickeln alle einen vielseitigen Charme. Jeden kann man verstehen. Besonders die Entwicklung von Keith hat mir gefallen. Immer wieder nimmt er Anlauf und versucht ein geregeltes Leben zu finden. Und immer wieder versinkt er in seinem Selbstmitleid, das ihn wieder zu Fall bringt. Das Buch ist schnell gelesen. Und doch hat man am Ende das Gefühl, es wäre viel dicker gewesen. Williams hat auf relativ wenigen Seiten eine detaillierte und ausführliche Geschichte erzählt, die knapp und umfangreich zugleich ist. Ein Zeichen für einen sehr guten Schreibstil. Insgesamt vereint das Buch bildreiche und ruhige Lesekost mit dem richtigen Maß an Spannung.

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  • Ein Buch der Ruhe und Spannung

    Tief in den Wald hinein

    Bambisusuu

    25. February 2016 um 15:33

    Ein Buch, das man kaum in ein Genre einteilen kann. Der englische Autor "Robert Williams" schafft es in seinem Roman "Tief in den Wald hinein" sowohl Ruhe als auch fesselnde Momente zu kombinieren. Ein Kind schreit Tag für Tag, doch egal was der Vater tut, kommt sein Kind nicht zur Ruhe. Im Wald verstummt das Kind plötzlich und somit fährt er jeden Tag an die selbe Stelle. Irgendwann zieht die Familie in den Wald und genießt die Ruhe und Entspannung dort. Doch besonders die Frau fühlt sich sehr einsam und verlassen.  Bis eines Abends maskierte Männer an die Tür klopfen. Was alles gut anfängt, scheint eine drastische Wendung zu haben... Der Autor hat eine sehr außergewöhnliche Erzählweise. Zu Anfang fängt die Geschichte sehr spannend an. Auch das Cover und der Titel geben einem das Gefühl es handele sich um einen Thriller-Roman. Doch was zu Anfang voller Action anfängt, wandelt sich zu einem beruhigenden Buch, das aber trotzdem nicht an Interesse verliert. Das Buch ist in mehrere Teile eingeteilt und hat sehr kurze Kapitel, somit hat man das Gefühl, dass Buch leicht und flüssig lesen zu können. Es beschreibt vier unterschiedliche Menschen und deren Lebensweisen, Sorgen, Familien und Schicksalsschläge. Jedes Kapitel wechselt zwischen den einzelnen Hauptprotagonisten und erhält die Spannung der Handlung. Auch die Waldszenen und das Häuschen der Familie Nortons wird häufig erwähnt und gibt einem das Gefühl in die Geschichte hineintauchen zu können. Trotz des plötzliche Überfall der Männer, wird es nicht zum Mittelpunkt der Geschichte. Stattdessen ist die Handlung eher wie eine Wendung nach dem Ereignis geschrieben worden. Ein tolles Buch, das man zur Entspannung nur empfehlen kann!

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  • Geborgenheit und Grauen im Wald

    Tief in den Wald hinein

    Minka93

    16. February 2016 um 17:51

    Die Nortons sind glücklich über ihr zweites Kind, aber leider lässt dieses sie ihr Glück nicht genießen. Harriet ist ein Schreikind und bringt ihre Eltern zum Verzweifeln.  Durch einen glücklichen Zufall entdeckt der Vater, dass Harriet im Wald aufhört zu schreien. Aus der Verzweiflung heraus beschließt die Familie, sich dort ein Haus zu bauen und ihr Familienglück zu genießen. Der Plan scheint aufzugehen, Harriet hört auf zu schreien und entwickelt sich zu einem liebenswürdigen Kind. Allerdings bringt der Wald neue, unerwartete Gefahren mit sich. Ein Überfall auf die Familie wirft sie aus der Bahn und jeder kämpft seinen persönlichen Kampf. Zur Seite steht ihnen ein Bauerngehilfe aus der Umgebung, der eine große Stütze für die Familie darstellt, aber auch seine eigenen Dämonen mit sich trägt. Rasanter Roman, der viel Spannung liefert, aber sich am Ende (leider) anders entwickelt, wie man das die Geschichte über vermutet,

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  • Ruhige Geschichte, die von der Atmosphäre im Wald und dem angenehmen Schreibstil lebt

    Tief in den Wald hinein

    Lovely_Lila

    14. February 2016 um 01:52

    ~ Eine ruhige Charakterstudie, die zwar nicht wirklich spannend, dafür aber auch niemals langweilig ist. Vor allem der flüssige, angenehme Schreibstil, die gut ausgearbeiteten Figuren und die unterschwellige beunruhigende Stimmung lassen einen neugierig weiterlesen. ~ Inhalt Thomas und Ann sind mit den Nerven am Ende, denn ihr Baby Harriet schreit, und das stundenlang und ununterbrochen. Nichts scheint zu helfen, doch als Thomas eines Tages mit ihr durch einen Wald fährt, ist sie auf einmal still und schläft ein. Immer wieder zeigt Harriet die gleiche Reaktion, und so beschließt die Familie, ein Haus im Wald zu bauen. Thomas liebt das abgeschiedene Fleckchen Erde auf Anhieb, doch Ann ist die Einsamkeit nicht ganz geheuer - zu recht? Warum habe ich dieses Buch gelesen? Ich hatte zuvor noch nie von diesem Autor gehört, und hätte mir das Buch wohl auch nicht selbst gekauft, da es mir aber als Teil des Jahresabos vom Berlin Verlag zugeschickt wurde, habe ich natürlich gleich hineingelesen. Tatsächlich ist dieses Buch ganz anders als man es am Beginn erwartet. Der Klappentext klingt ganz stark nach Thriller, die Bezeichnung "Roman" trifft es allerdings sehr viel besser. Trotz der aufwühlenden Vorkommnisse, hat dieses Buch einen ganz eigenen ruhigen, unaufgeregten Erzählstil. Dennoch wurde es nicht langweilig, und das liegt vor allem am sehr angenehmen Schreibstil. Dieser ist so flüssig, dass man schnell voran kommt und auch neugierig bleibt wie es weitergeht. Die Sätze sind schön geschrieben, nicht kompliziert, dabei aber auch nicht zu kurz. Es fällt leicht, sich alles bildlich vorzustellen. Hier war auf jeden Fall ein Könner am Werk. Erwähnen sollte ich auch noch die nur spärlich vorhandenen Dialoge, die gegen Ende aber immer mehr werden. Wenn dann aber etwas gesagt wird, ist es stets lustig oder bedeutungsvoll. Lange konnte ich das Buch nicht einschätzen, denn trotz des ruhigen Schreibstils schwingt permanent eine beunruhigende Stimmung mit, so dass man dem Frieden zu keiner Zeit so richtig trauen kann. Wer aber einen richtig spannenden Thriller erwartet, der ist mit diesem Buch sicher nicht gut bedient, denn atemlose Spannung findet man hier zu keinem Zeitpunkt. Was einen dazu bringt weiterzulesen, ist schlichte Neugier auf die interessante Geschichte. Bei diesem Buch handelt es sich eher um eine Charakterstudie, denn die Welt und das Leben von vier Hauptpersonen wird über viele Jahre genau beschrieben. Die Personen sind eine Stärke dieses Romans. Man lernt Ann, Thomas, Keith und Raymond im Laufe des Buches immer genauer kennen und erfährt nach und nach wie ihre Leben verknüpft sind. Die Welt ist klein - das wird in diesem Buch wieder anschaulich gezeigt. Alle Hauptpersonen sind ausnahmslos gut ausgearbeitet und dreidimensional. Dadurch, dass sich der Autor für jeden einzelnen so viel Zeit nimmt, hätte es mich auch verwundert, wenn es anders wäre. Jeder von ihnen geht durch Höhen und Tiefen, und das beschreibt der Autor sehr anschaulich. Besonders bei der Beschreibung von Keith hat es mir gefallen wie sein Äußeres immer wieder sein Innenleben wiederspiegelt. Zu den Nebenpersonen ist nicht viel zu sagen, da sie nur selten und kurz vorkommen. Die, die man kennenlernt, sind aber auch überzeugend. Besonders gut gewählt hat der Autor das Setting. Der Wald wird wundervoll beschrieben, mit passenden Adjektiven und lebendigen Personifikationen. Die Atmosphäre - sowohl die Schönheit als auch die Einsamkeit - wird toll eingefangen. Es gefällt mir auch wie die Stimmung oft von der Natur reflektiert wird, oder sie benutzt wird um über etwas über die Personen auszusagen. Ebenfalls gelungen: Das leichte Aufblitzen von subtilem Humor. Ein paar Dinge haben mich etwas gestört: Erstens, dass man am Ende manches nicht erklärt bekommt, z.B. was mit Raymond ist (hier wäre ein Epilog sehr schön gewesen!) oder warum sich Harriet im Wald immer beruhigt hat. So kann man es sich zwar schon auch zusammenreimen, (sie liebt den Wald einfach, den Duft, die Bäume, die Geräusche, und nicht einmal ein Unwetter schafft es, ihr dort Angst zu machen) dennoch wird es nie deutlich gesagt. Zweitens: Man hätte viel mehr herausholen können, wenn man mehr Spannung zugelassen hätte. Ich sage mit Absicht "zugelassen", denn spannende Vorkommnisse gab es genug, nur wurden manche davon nicht einmal erzählt, sondern nur erwähnt, wodurch viel Spannung verloren gegangen ist. Drittens: Ich finde es nicht wirklich realistisch, wegen eines Schreibabys ein Haus im Wald zu bauen. Bis dieses nämlich fertig ist, hat das Kind wahrscheinlich schon wieder damit aufgehört. Wenn man das aber ausblenden kann, gefällt der Roman durchaus. Was ich noch anmerken möchte: Der Geschichte hätten ein paar mehr Absätze sicher gut getan, denn so befand sich teilweise auf einer Seite kein einziger Absatz, so dass es für mich anstrengend zu lesen war (Absätze machen das Lesen viel angenehmer) und wenn man kurz abschweift, fällt es auch schwerer, gleich wieder einzusteigen. Mein Fazit Eine ruhige Charakterstudie, die zwar nicht wirklich spannend, dafür aber auch niemals langweilig ist. Vor allem der flüssige, angenehme Schreibstil, die gut ausgearbeiteten Figuren und die unterschwellige beunruhigende Stimmung lassen einen neugierig weiterlesen. Ich empfehle dieses Buch allen, die die ruhigen Töne und Wälder mögen. Wer einen Thriller erwartet oder auf atemlose Spannung hofft, für den ist diese Geschichte sicher nicht das Richtige. Erzählstil: Personaler Erzähler; Präteritum; Perspektive: aus männlicher und weiblicher Perspektive (Thomas, Ann, Keith, Raymond) Bewertung: Idee: 5 Sterne Ausführung: 4 Sterne ♥ Schreibstil: 5 Sterne Personen: 4 Sterne Zusatzkriterien bei diesem Buch: Spannung: 3 Sterne Setting: 5 Sterne Insgesamt: ❀❀❀❀ Ich vergebe vier Lilien! Ist dieses Buch Teil einer Reihe? - Nein, nicht, dass ich wüsste. (wird noch upgedated, sollte ich etwas erfahren)

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  • Warum schreit das Kind so sonderbar?

    Tief in den Wald hinein

    Leseratz_8

    Inhalt: "Harriet ist ein Schreikind. Um sie zum Einschlafen zu bringen, fährt der verzweifelte Vater stundenlang mit ihr herum, bis er eines Tages eine Stelle im Wald findet, an der das Baby ruhig wird. Jede Wiederholung des Experiments zeigt es: dies ist offenbar der einzige Ort, an dem Harriet schlafen kann. Die übernächtigte Familie beschließt, ein Haus am Waldrand zu kaufen. Thomas ist glücklich, aber seiner Frau Ann ist die Einsamkeit nicht geheuer. Mit gutem Grund, denn eines Nachts schleicht durch die Bäume ein Trupp Männer zu ihnen, und ihre Absicht ist nicht friedlich." Der Roman beginnt spannend und mysteriös, nur eine Stelle im Wald bringt ein schreiendes Baby zum Schweigen. Ein einsamer, großer Mann geht nachts im selben Wald spazieren und beobachtet. Ein Haus oder besser eine alte Ruine wird gekauft und saniert und endlich schläft das Kind. Dunkle Bäume, eine einsame Lage im Wald und schmale, verlassene Straßen - klingt gruselig und für mich immer die Frage - Warum schreit das Kind? Die Welt dreht sich weiter, die Kinder werden älter, der Vater wird befördert. Er liebt den Wald, geht viel spazieren und freundet sich mit dem einsamen Mann an und für mich die Frage - warum schrie das Kind? Die Mutter fühlt sich einsam und beengt im Wald, sie will zurück in die Stadt, genau wie der ältere Sohn, seine Pubertät hat begonnen und es ist sowieso alles nur ätzend und für mich immer noch die gleiche Frage - warum schrie das Kind? Es ist ein interessantes Buch und es ist schön geschrieben, die Sprache hat eine echte Sogwirkung, selbst wenn man nur kurz anliest, wird man in das Geschehen hinein gezogen und will wissen wie es weitergeht. Eine unterschwellige Bedrohung zieht sich durch das Buch. Das alles könnte zu einem wirklich phantastischen Roman werden, der an die Bücher von Stephen King heranreicht. Aber leider entwickelt sich die Geschichte völlig anders und dies hat mir die Freude am Lesen sehr verleidet. Die Leseprobe umfasst etwa die ersten 50 Seiten, aber wer wissen will, wie der Roman wirklich ist, sollte erst ab Seite 120 hineinlesen. Hier beginnt das eigentliche Thema des Buches und wer sich hier aufgehoben fühlt, lesen, denn ich finde es wirklich gut geschrieben. Fazit: Durch Leseprobe und Klappentext in die Irre geführt, habe ich ein Buch gelesen, das ich sonst nicht angefaßt hätte. Eine Geschichte über eine Familie, mit alltäglichen Sorgen und Problemen, ausgelöst durch ein besonderes Ereignis, aber eigentlich sonst nichts besonderes... Und es bleibt meine Frage - Warum schrie das Kind?

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    • 2
  • Ruhe und Schrecken

    Tief in den Wald hinein

    Estrelas

    08. February 2016 um 11:56

    Eine Familie mit Schreikind findet im Wald erst Ruhe, dann Schrecken. Das klingt ganz nach einem Thriller, denn schon am Anfang ist klar, dass maskierte Männer in ihr Haus kommen. Aber der Autor erzählt ganz ruhig die Geschichte verschiedener Menschen, deren Wege sich irgendwann kreuzen. Wir lernen ihre Umgebung, Bedürfnisse und Probleme kennen, verstehen, warum sie auf eine bestimmte Art handeln. Auch der Überfall stellt nur ein weiteres Puzzleteil dieses Psychogramms dar und wird keineswegs aufgeregter geschildert. Trotzdem bleibt es spannend - man rechnet jeden Moment damit, dass einer durchdreht - in der Ruhe des Waldes. Dieser Roman ist ganz anders als erwartet, und genau das hat mir gut gefallen.

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  • Lebensgeschichten im Wald

    Tief in den Wald hinein

    uli123

    06. February 2016 um 18:27

    Das Buch erfüllte inhaltlich nicht die Erwartungen, die ich nach der Lektüre der Leseprobe hatte (ohne dass ich nunmehr aber enttäuscht wäre). Ich war auf eine Art mystische/übernatürliche Geschichte eingestimmt, denn wie anders lässt es sich erklären, dass ein (Schrei-)Baby nur ruhig ist, wenn es in den Wald gebracht wird? (Leider gibt es hierauf im gesamten Text keine Antwort). Allein schon einem Wald wohnt etwas Geheimnisvolles inne. Sobald die Familie dann aber in den Wald gezogen ist, fehlt ein enger Bezug zu ihm Die Geschichte konzentriert sich stattdessen nach einem einige Jahre später eintretenden traumatischen Ereignis fast ausschließlich auf die drei männlichen Hauptfiguren. Abgesehen von besagtem Vorfall ereignet sich nichts Aufregendes. Die Charaktere der drei Männer - der aufgrund des Vorfalls in Depressionen verfallene Familienvater, der sonderbare landwirtschaftliche Gehilfe und der trunksüchtige Kleinkriminelle - und ihre Entwicklung werden allerdings ebenso gut herausgearbeitet wie deren Beziehungen zueinander. Auch den Themen Angst, Einsamkeit und Isolation wird sich gelungen gewidmet. Alles in allem spreche ich daher eine Leseempfehlung aus.

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  • Überzeugt durch seine ruhige Erzählweise

    Tief in den Wald hinein

    cyrana

    04. February 2016 um 15:34

    Nein, es handelt sich hier nicht um einen Thriller, auch wenn ich das noch nach der Lektüre des Klappentextes dachte und auch das wundervolle Cover hat meine Fantasie sehr in dieser Richtung angeregt. Ann und Thomas sind verzweifelt, weil ihre kleine Tochter Harriet einfach nicht aufhört zu schreien; sie sind einfach nur noch fertig. Der ältere Bruder war ein ganz problemloses Kind. Was ist nur mit Harriet los? Eines Nachts fährt Thomas noch lange in der Gegend rum, um wenigstens Ann ein paar Stunden Schlaf zu gönnen. Er fährt zum ersten Mal Richtung Abbeystead in den Wald - und da passiert es: Harriet wird ruhiger und hört auf zu schreien. Thomas kann es kaum glauben und versucht es in den nächsten Tagen erneut, und richtig: der Wald übt eine beruhigende Wirkung auf seine Tochter aus. Bald entscheidet sich die Familie, in diese Gegend zu ziehen und sie bauen eine alte Scheune um. Eine weitere Erzählsperspektive ist die von Raymond, meinem Lieblingscharakter. Ein riesiger Kerl, der als Landarbeiter arbeitet und nachts gerne durch den Wald läuft, aber sehr menschenscheu ist. Eines Abends passiert etwas, was das Leben der Familie von jetzt auf gleich ändert... Robert Williams hat mich mit seinem ruhigen Erzählstil sofort gepackt. Seine Beschreibungen des Waldes, aber auch der unterschiedlichen Sichtweisen auf die Ereignisse sind sehr eindringlich. Die vier Charakteren, aus deren Sicht erzählt wird, sind sehr unterschiedlich und werfen unterschiedliche Facetten auf das Leben im Wald beziehungsweise auf die Orte in der Nähe.

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  • Ein einsames Haus im Wald

    Tief in den Wald hinein

    TanyBee

    04. February 2016 um 10:47

    Thomas und Ann sind verzweifelt: Ihr zweites Kind, Harriet, ist ein Schreikind. Doch eines Tages stellen sie fest, dass Harriet sich im Wald beruhigt. Anfangs zelten sie dort, um ein wenig Schlaf zu bekommen, doch nach einiger Zeit finden Sie eine alte Scheune, die sie zu einem Wohnhaus umbauen lassen. So kommt es, dass die Familie tief im Wald wohnt. Die Mutter, Ann, fühlt sich manchmal bedroht von den Bäumen um sie herum. Und tatsächlich gibt es eine reale Bedrohung, die eines Tages in ihr Haus dringt. Vom Klappentext her dachte ich zuerst, dieses Buch würde in die Thriller-Richtung gehen. Aber wie es schon auf dem Cover steht: Es ist ein Roman, kein Thriller. Es ist ein eher ruhiges Buch, das die Hauptpersonen , deren Charakter und ihre Vergangenheit, sehr genau beschreibt. Außer der Familie Norton gibt es noch zwei weitere Menschen, die eine Rolle spielen: Raymond, eine menschenscheuer, aber freundlicher Hüne und Keith, ein kleiner, extrovertierter Mann, der dem Alkohol zu geneigt ist und keinen Job länger als ein paar Monate durchhält. Nachdem die Familie in ihrem Haus überfallen wurde, wird der Leser Zeuge, wie die Familie mit dem Ereignis umgeht. Der Vater möchte seine Familie unbedingt beschützen und kann an nichts anderes mehr denken. Kann er seine Familie vor einem weiteren Überfall bewahren? Dem Autor gelingt es,  die Atmosphäre im Wald dar zu stellen. Auch die Gefühle der einzelnen Charaktere  kommen gut rüber. Der Erzählstil ist ruhig, aber sehr fesselnd.  So richtig schön zum Wegschmökern. Vielleicht aber besser nicht in einer einsamen Hütte im Wald (oder vielleicht gerade doch?) Besonders erwähnen möchte ich die Umschlaggestaltung. Das Buch ist ein wahres Schmuckstück. Zwar „nur“ ein Taschenbuch, aber die Bildkomposition auf Vor- und Rückseite (!) des Buches ist äußerst gelungen und passt bestens zum Inhalt. Ein großes Lob! Ich vergebe 4 Sterne für „Tief in den Wald hinein“ und werde den Autor im Auge behalten.

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  • Ein tiefgründiges Buch mit bedrohlichem Unterton

    Tief in den Wald hinein

    Cieena

    02. February 2016 um 12:20

    Vor dem Hintergrund des Klapptextes erwartete ich zunächst einen Thriller. Doch das Buch überrascht auf einer ganz anderen Ebene. . Handlung Thomas und Ann Norton leiden unter extremen Schlafmangel. Ihre Tochter Harriet ist ein absolutes Schreikind. Alle Versuche sie zu beruhigen schlagen fehl. Einzig eine einsame Stelle in einem dichten Wald vermag es sie zum Schweigen zu bringen. Die Nortons entscheiden sich kurzerhand dazu in ein kleines Häuschen in ebendiesen Wald zu ziehen und es funktioniert. Die Nächte sind fortan ruhig und Harriets Schreianfälle enden. Während sich Thomas unglaublich wohl fühlt in der Einsamkeit des Waldes und sogar eine tiefe Freundschaft mit dem einsilbigen Landarbeiter Raymond schließt, ist seiner Frau Ann die abgelegene Lage nicht geheuer. Und sie soll Recht behalten, denn eines Abends schleichen dunkle Gestalten durch den Wald, die wahrlich nichts Gutes im Schilde führen. . Cover Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Man könnte, im Zusammenhang mit dem Titel, vermuten, dass es sich um einen Thriller handelt. Die dunklen Nuancen wirken bedrohlich und abenteuerlich zugleich. . Charaktere Das Buch besticht durch detailliert beschriebene Charaktere, die nicht nur im Zentrum der Handlung stehen. Vielmehr lebt das Buch davon die Nuancen der verschiedenen Figuren genau zu beschreiben. Thomas und Ann bilden die Protagonisten des Romans. Während Thomas sich schon zu Beginn des Buches sehr Wohl fühlt in der Abgeschiedenheit des Waldes, scheint Ann sehr darunter zu leiden. Im Laufe der Handlung fand ich die Entwicklung der beiden Figuren sehr interessant, möchte hier jedoch nicht näher darauf eingehen. Raymond ist ein schüchterner, doch sehr liebenswürdiger Landarbeiter. Der Autor beschreibt hier mit sehr viel Liebe zum Detail eine Figur, welche sich mit den Normen der Gesellschaft überfordert fühlt. Keith ist eine Figur, welche erst mit zunehmender Handlung eingeführt wird. Anders als die anderen wichtigen Figuren weckte diese zu keinem Zeitpunkt des Lesens meine Sympathie. Vielmehr stellte sich hier schon auf den ersten Seiten eine Ablehnung ein, die von dem Autor auch gekonnt inszeniert wurde. . Schreibstil Der Schreibstil des Autors ist auf eine angenehme Weise anders. Dialoge sind im Buch spärlich zu finden, doch dies stört den Lesefluss überhaupt nicht. Auch "aufregende" Situationen sind sehr ruhig beschrieben, stets stehen die Nuancen der Figuren im Vordergrund. Der Leser erlebt die Handlungen aus der Sicht der vier Hauptpersonen und erhält so auch einen Überblick über das "große Ganze". . Mein Fazit "Tief in den Wald hinein" ist ein Buch der anderen Art. Der immer ruhig bleibende Schreibstil und die spärlichen Dialoge sind nur ein kleiner Aspekt für die Andersartigkeit des Buches. Auch wenn man als Leser zunächst aufgrund von Titel, Cover und Klapptext eine Thriller vermuten könnte, merkt man schon recht bald, dass es sich hierbei eher um einen zwar spannungsgeladenen aber vor allem tiefgründigen Roman handelt, der in seiner Umsetzung sehr viel aus der Handlung heraus geholt hat. Vor dem Hintergrund einer spannenden Handlung setzt das Buch den Fokus auf seine vier Hauptfiguren und begleitet diese über eine Zeitspanne von mehreren Jahren. Die (langsamen) Entwicklungen und Darstellungen der der einzelnen, sehr vielfältigen Figuren in den verschiedenen Nuancen haben mir dabei besonders gefallen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und den Schreibstil genossen. Denn trotz des ruhigen Tons entwickelt das Buch seine ganz eigene Dynamik. Mit einem unterschwelligen bedrohlichen Klang, der einerseits die entspannende Wirkung des Waldes, andererseits aber auch die leicht beängstigende wundervoll ins Verhältnis setzt und dem Leser diese Stimmung gekonnt näher bringt. Allerdings hätte ich gern mehr darüber erfahren, weshalb ausgerechnet dieser Wald so beruhigend auf Harriet wirkt. Alles in allem ein tolles und überzeugendes Buch, welches ich guten Gewissens an Leser weiterempfehle, die gerne mal ein Buch mit einem bedrohlichen Unterton lesen, aber nicht gleich zu einem Thriller greifen möchten. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meiner Website www.zeit-der-buecher.de

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