Robert Wilson Die Stunde der Entführer

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Inhaltsangabe zu „Die Stunde der Entführer“ von Robert Wilson

Sechs Familien, reich und mächtig. Sechs entführte Kinder. Und ein teuflischer Plan.
Innerhalb von 32 Stunden werden mitten in London die Kinder von sechs international äußerst einflussreichen Milliardären entführt. Gefordert werden 25 Millionen – nicht etwa als Lösegeld, sondern als Ausgleich für entstandene »Unkosten«. Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei ist überfordert, hochbezahlte Berater diskutieren endlos neue Szenarien. Doch die Entführer sind ihnen immer einen Schritt voraus und ihre wahren Absichten bleiben verborgen. Nur einer scheint ihnen gewachsen: Charles Boxer. Ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Und darum keine Skrupel kennt ...

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  • Die Stunde der Entführer - Robert Wilson

    Die Stunde der Entführer

    DunklesSchaf

    23. March 2017 um 17:15

    Immer wieder stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, in der Mitte einer Serie einzusteigen oder eben beim Anfang zu beginnen. Ich habe schon verschiedene Erfahrungen gemacht. Manchmal klappt es gut, wenn man mittendrin einsteigt, manchmal weniger gut. Und ich hatte sogar schon ein oder zwei, bei denen es gar nicht geklappt hat. Nichtsdestotrotz muss man es manchmal probieren, denn seien wir mal ehrlich, man kann nicht jeder Serie von Anfang an folgen oder wenn man sie eben erst spät entdeckt, noch alle vorigen Teile aufholen. Hier habe ich mir nun also den dritten Teil um Charles Boxer geschnappt, einen Spezialisten für Entführungsfälle, der sich auch nicht scheut, härtere Maßnahmen zu ergreifen. Der Einstieg bei Teil drei war kein Problem, doch zufrieden bin ich dennoch nicht. In London werden innerhalb von wenigen Stunden die Kinder von 6 Milliardären entführt. Die Altersspanne der Entführungsopfer geht vom Kind bis zum jungen Erwachsenen und zieht sich durch mehrere Nationalitäten: mit dabei sind die USA, Russland, China und Indien. Die Eltern sind nicht nur sehr reich, sondern durch ihre Geschäfte zumeist auch in der Politik verbandelt, was die Sache äußerst kompliziert macht. Die Ermittlung führt Mercy Danquah, Charles Boxers Ex-Freundin. Doch nicht nur diese Verbindung zieht Boxer in den Entführungsfall, sondern auch eine neue Klientin. Siobhan sucht ihren Vater Conrad Jensen, der vor einigen Tagen spurlos verschwunden ist. Der Anwalt der Familie hat Siobhan zu Boxer geschickt, um zur Not auch von Boxer speziellen Fähigkeiten Gebrauch zu machen. Boxer ist nahe dran, den Fall abzulehnen, gibt sich aber doch geschlagen. Auch Amy, seine Tochter, die mittlerweile bei seiner Organisation LOST mithilft, um lange zurückliegende Verschwundene wieder aufzuspüren, wird mit in die Ermittlung gezogen. Doch auch wenn es anfänglich nach zwei verschiedenen Ermittlungen aussieht, gibt es eine Verbindung. Die Entführung reicher und so unterschiedlicher Kinder zieht ganz verschiedene Organisationen an. Die Ermittlung liegt vielleicht bei der Londoner Polizei, doch im Hintergrund mischen die verschiedensten Geheimdienste fröhlich die Karten, ohne sich dabei hineinsehen zu lassen. Die Milliardäre sind nun auch nicht die einfachsten Menschen, so dass jeder einen eigenen Unterhändler hat und das Chaos perfekt ist. Die Entführer allerdings, sind durchaus gut strukturiert und überlegt. Das zeigen nicht nur die sechs kurz nacheinander ausgeführten Entführungen, sondern auch die Verhandlungen. Es wird kein Lösegeld verlangt, sondern eine Aufwandsentschädigung für den Aufenthalt der Geiseln und es wird auch nicht einzeln verhandelt – ein Unterhändler wird bestimmt. Man mag es kaum glauben, aber den Entführern geht es tatsächlich nicht um Geld, es werden politische Forderungen gestellt – aber genau da ist der Haken: die genaue Motivation kommt erst ganz zum Schluss heraus und ist dann auch nicht mehr wichtig, denn es ist ja schon vorbei. Die Hauptfiguren – Boxer, Mercy und Amy – fand ich alle ganz gut, wenn auch mit Klischees nicht gegeizt wird. Charles Boxer vertritt dabei den stereotypischen Helden: für Recht und Gerechtigkeit verkloppt er auch gerne mal die Bösen und findet letztendlich die Entführten quasi im Alleingang. Und natürlich sieht er rot, wenn es um die Familie geht. Bei den Nebenfiguren sticht vor allem Siobhan als etwas andere Femme Fatale heraus. Schade ist, dass die Entführten oder gar die Entführer nicht zu Wort kommen, hier hätte man dann zwar noch ein, zwei weitere Ebene eröffnet, aber eben andere Perspektiven eröffnet. Dies hätte für Abwechslung gesorgt und man hätte auch die Motivation der Entführer besser verstanden. Doch sowohl Entführte als auch Entführer sind quasi nur schmückendes Beiwerk. Insgesamt hätten andere Perspektiven spannende Einblicke eröffnen können, z. B. auch bei einem der Geheimagenten stelle ich mir das interessant vor. Ein komplexes Szenario, viele Mitspieler und Parteien, viele Heimlichkeiten und doch irgendwie unrund. Es passiert so viel und doch irgendwie nicht. Der Fokus liegt auf Charles Boxer, ab und an auch bei Mercy. Beide haben zusätzlich noch mit privaten Problemen kämpfen müssen. Die Geschichte nimmt kurz Fahrt auf, aber tuckert dann irgendwie vor sich hin, so bis zur Hälfte, bis sie dann endlich in Schwung kommt. Das Ende wird relativ kurz abgehandelt, die Beweggründe der Entführer zwar dargestellt, doch warum Boxer nun mit im Spiel sein musste ist für mich unzureichend erklärt worden. Aber vielleicht passt das ganz gut, denn irgendwie, auch wenn der Fall an sich geschlossen ist, gibt es einen hintergründigen Handlungsstrang, der weitergeht. Allerdings ohne mich – das Buch konnte mich jetzt nicht so überzeugen, dass ich mir den nächsten Teil holen würde. Fazit: Durchschnittlich – der Fall nimmt ab der Mitte Fahrt auf, doch irgendwie ist das Ganze unrund. Ein komplexes Szenario mit vielen Parteien, aber keinen anderen Perspektiven. Schade.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. November 2016 um 02:53
  • Nach "24" - "32" - temporeich und actiongelader Politthriller

    Die Stunde der Entführer

    Filzblume

    16. October 2016 um 11:15

    Stunde der Entführer Goldmann Verlag 2016 Klapptext Sechs Familien, reich und mächtig. Sechs entführte Kinder. Und ein teuflischer Plan. Innerhalb von 32 Stunden werden mitten in London die Kinder von sechs international äußerst einflussreichen Milliardären entführt. Gefordert werden 25 Millionen – nicht etwa als Lösegeld, sondern nur als Ausgleich für entstandene „Unkosten“. Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei ist überfordert, bestbezahlte Berater diskutieren endlos neue Szenarien. Aber die Entführer sind ihnen immer einen Schritt voraus, ihre wahren Absichten bleiben verborgen. Nur einer weiß sich angesichts von so viel Kaltblütigkeit zu helfen: Charles Boxer. Denn wenn es darauf ankommt, kennt er keine Skrupel. Und er hat nichts mehr zu verlieren ... Dieser Thriller ist so temporeich, das er einem den Atem nimmt. Hochmodern ausgestattet, professionell in der Durchführung ihres Auftrags werden innerhalb kurzer Zeit 6 Kinder unterschiedlicher Altersstufen entführt. Charles Boxer, ein Kidnapping Consultant der LOST Fundation, ehemaliger Mann der Ermittlerin Mercy Danquah und ihr gemeinsames Kind Amy werden in diese Entführung verstrickt. Amy selbst war vor 3 Jahren ein Entführungsopfer und wurde durch ihren Vater gerettet. Ihre Mutter Mercy arbeitet bei der Polizei, bei einer Sondereinheit für Entführungsfälle. Anfangs ist in diesem Thriller nicht klar, wie die Fakten zusammenhängen. Charles soll im Auftrag einer Frau namens Siobhan, ihren Vater Konrad Jensen finden, Mercy erhält den Auftrag die entführten Kinder zu finden, befragt die betroffenen Eltern. Die wiederum sind teilweise unkooperativ, arrogant und unglaublich reich, das sie denken, sie haben die Macht über das Geschehen. Dazu kommen einige Mitspieler ins Geschehen MI5 und MI6, die CIA, und ausgekochte Typen. Mich hat der Schreibstil dieses packenden, mit hochkomplexen Themen gespickter Thriller sehr angesprochen. Wilson findet die richtige Mischung die Spannung von Anfang bis zum Ende zu halten. Das Buch erinnerte mich an die amerikanische Erfolgsserie "24" was den Grad des Tempos angeht und auch deren Inhalt. Die Charaktere sind aufs kleinste Detail ausgearbeitet. Diesem Titel sind 2 Bücher (Reihe um Charles Boxer) vorausgegangen, die ich auf jeden Fall lesen werde. Für mich der beste Politthriller des Jahres!

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    • 3
  • Temporeicher Thriller

    Die Stunde der Entführer

    tootsy3000

    11. July 2016 um 16:37

    Gleich zu Beginn geht es ordentlich zur Sache, ist man doch als Leser sofort mittendrin bei den Entführungen. Temporeich und mit wenig Platz um Luft zu holen. Deutlich langsamer und mitunter etwas zäh wird es als Charles Boxer erstmalig in der Geschichte auftaucht. Dieser Abschnitt hat mich selber als Leser auch ganz schön gefordert, denn Charles Boxer ist ein Serienheld und somit hatte ich mit viel Information zu ihm und seiner Sippe  zu kämpfen. Zu viele Namen und persönliche Verkettungen prasselten da auf mich ein. Zu missverständlich waren mir dies vielen Auskünfte über frühere Fälle und deren Auswirkungen auf das private Leben von Boxer. Mit der Zeit klärte sich dann aber doch alles und ich bekam ein recht gutes Bild von “was früher geschah”. Der Thriller wartet mit recht komplexen Themen weltpolitischer Sicht auf, sowohl vergangenen als sehr aktuellen. Mitunter hat es der Autor vielleicht zu gut mit diesen hochbrisanten Inhalten gemeint. Weniger ist oft mehr. Trotzdem ist die Geschichte sehr gut durchdacht. Der Zeitraum ist auf wenige Tage beschränkt, in denen viel passiert. Mir persönlich gefiel der Thriller immer besser umso weiter die Handlung voran schritt. Nur den Showdown fand ich reichlich überzogen. Das Ende ist offen und man wird wohl bald wieder von Charles Boxer und seinem Klan lesen. Das Cover gefällt mir ausnehmend gut. Wie bereits bei den vorangegangenen Titeln ist auch auf diesem Titelbild eine Sehenswürdigkeit  Londons abgebildet. Robert Wilson versteht  es die Spannung in seinem Thriller aufzubauen und auch über einen langen Zeitraum zu halten. Werde mir die beiden ersten Bände der Serie definitiv zulegen müssen. Denn der Mann und sein ungewöhnliches Privatleben interessiert mich. Mein Fazit: Ein temporeicher Thriller mit einer außergewöhnlichen Haupt- und ebenso vielen Nebencharakteren. Bis auf ein paar kleinere gefühlsmäßige Unklarheiten ein absolutes Leseerlebnis!

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  • 5 Tage, 35 Stunden und 6 Entführungen

    Die Stunde der Entführer

    Havers

    29. June 2016 um 19:14

    32 Stunden, 6 Entführungsopfer und keine Lösegeldforderung. Aber etwas ist faul an der Geschichte. Ein neuer Fall für Charles Boxer, Ex-Polizist, Ex-Militär, der nun eine Non Profit-Organisation betreibt, die vermisste Personen aufspürt – der Mann für die besonders heiklen Fälle. „Die Stunde der Entführer“ (erschienen bei Goldmann, in der Übersetzung von Kristian Lutze) führt nach „Stirb für mich“ und „Ihr findet mich nie“ die Reihe um und mit Charles Boxer fort.  Und diesmal sind es gleich mehrere vermisste Personen, die er aufspüren soll. Zum einen ist Conrad Jensen verschwunden, ein ehemaliger Geheimagent, der in dubiose Geschäfte zwischen privaten Rüstungsfirmen und der US Regierung verwickelt ist und damit offenbar ein Vermögen gemacht hat. Zeitgleich werden innerhalb von 32 Stunden an verschiedenen Orten in London sechs junge Leute verschiedener Nationalitäten entführt. Die einzigen Merkmale, die sie verbinden, sind ihrer Väter, allesamt viele Milliarden schwer und noch immer in engem Kontakt zu den Regierungen ihrer Heimatländer. Aber erstaunlicherweise bleiben erst einmal Lösegeldforderungen aus. Die Entführer fordern lediglich einen Zuschuss zu ihren Unkosten, dieser ist allerdings nicht von schlechten Eltern, denn es geht immerhin um 25 Millionen Pfund pro Opfer. Im Gegenzug garantieren sie dafür – nichts! Und da die Sonderermittlungstruppe mit der Situation völlig überfordert ist, kommt Charlie Boxer zum Einsatz, der bald feststellt, dass die beiden Fälle eng zusammenhängen… Robert Wilson setzt in dem dritten Band der Charles Boxer-Reihe auf Tempo. Das lässt sich schon an dem zeitlichen Rahmen festmachen, in dem er seinen Thriller platziert. Fünf Tage, dann ist der Fall vom Tisch und erledigt. Dem Leser macht er es dabei nicht immer einfach, denn er packt nicht nur unzählige Polit-Themen so ganz nebenbei in die Geschichte, sondern führt auch jede Menge Personen ein. Aber trotz einiger Längen im Mittelteil halten die unerwarteten Wendungen im Handlungsverlauf das Interesse des Lesers gefangen. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass es dem Autor ein großes Anliegen ist, seinen Lesern die Komplexität der Welt und die vielfältigen Verflechtungen von Wirtschaft, Kapital und Politik begreiflich zu machen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Lesen!

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  • Stringent, klar, kritisch

    Die Stunde der Entführer

    michael_lehmann-pape

    10. June 2016 um 12:33

    Stringent, klar, kritisch„Die Kleine sah aus wie Ärger auf Absätzen. Und trotzdem….sie hatte etwas Faszinierendes“.Und dennoch hätte Boxer vielleicht auf seine Intuition, was den Ärger angeht, hören sollen.Denn kaum haben sich nach den jüngsten Ereignissen die Dinge seines Lebens beruhigt, läuft seine Beziehung zu Isabel, geht es seiner Tochter Amy wieder einigermaßen, nach traumatischen Erfahrungen, lässt Boxer sich breitschlagen.Auf zwei Fälle, eigentlich. Denn der Geliebte der ihm nahestehenden Mercy, ein Hehler, ist verschwunden. Was Mercy nicht unbedingt offenlegen kann, in ihrer hohen Position bei der Polizei wäre eine solche private Verbindung zugleich das Ende ihrer Karriere.Zugleich nimmt Boxer den Auftrag dieses „Ärgers auf Absätzen“ an. Den Vater der „Kleinen“ zu suchen, ein bekannter Industrieller, der als IT Fachmann für allerhöchste militärische Kreise gearbeitet hat.Und dann werden, einfach so, 6 Kinder entführt. Kinder einflussreicher, reicher, mächtiger Geschäftsleute. Und der Kontakt mit den Entführern zeigt auf, dass deren Haltung bretthart ist. So hart, dass schon mal 150 Millionen Euro in bar zum „Fliegen“ gebracht werden.Und plötzlich wird auch Boxers engstes Umfeld mit hineingezogen. Was ihn konsequent und klar nun vollends auf den Plan ruft.Auch wenn er sich um die neue Frau an seiner Seite und diese ominöse Video-Kassette seines schon lange verschwundenen Vaters eigentlich eher kümmern wollte.Mit hohem Tempo, in einfacher, klarer Sprache und sehr stringent am roten Faden der Ereignisse entlang führt Wilsono nun seinen Boxer durch die Wirren der Entführung und der Suche nach Mercys Geliebtem.Ebenso klar (und hart) streut Wilson jeweils Action und Auseinandersetzungen ein, bei denen wenig Gefangene gemacht werden. So ergibt sich eine Mischung aus Polit- und Actionthriller, der durchaus zu unterhalten weis (wenn man an manchen Stellen auch reichlich Blut und harte Gewalt verträgt).Andererseits, ein wenig glatt, zu glatt laufen die Ermittlungen schon, ebenso, wie die Figuren (bis auf wenige Ausnahmen) eher stereotyp gezeichnet sind. Dass dabei jener „Ärger auf Absätzen“, Siobhan eine äußerst differenzierte Persönlichkeit darstellt und auch auf Seiten der Entführer nicht alles so „böse“ ist, wie es anfangs scheint, lockert das Geschehen zwar auf, führt zu überraschenden Wendungen, wirkt aber ebenfalls hier und da einfach auch sehr bemüht und „auf Psychologie“ hin gezwungen.Das endgültige Motiv hinter all den Ereignissen und wie diese alle zusammenhängen ist ebenfalls nicht unbedingt zwingen, da hätte der Leser im Vorfeld doch mehr erwartet, als das Finale des Buches inhaltlich und als „Showdown“ dann tatsächlich hergibt.Alles in allem dennoch gut geschrieben, routiniert entfaltet und mit einer klaren Gesellschaftskritik verbunden, die sich in diesem Thriller organisch gut einfügt.

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  • Die Stunde der Entführer

    Die Stunde der Entführer

    fraeulein_lovingbooks

    28. May 2016 um 22:27

    Inhalt Innerhalb von 32 Stunden werden mitten in London die Kinder von sechs international äußerst einflussreichen Milliardären entführt. Gefordert werden 25 Millionen – nicht etwa als Lösegeld, sondern nur als Ausgleich für entstandene „Unkosten“. Die Eltern sind verzweifelt, die Polizei ist überfordert, hochbezahlte Berater diskutieren endlos neue Szenarien. Aber die Entführer sind ihnen immer einen Schritt voraus, ihre wahren Absichten bleiben verborgen. Nur einer weiß sich angesichts von so viel Kaltblütigkeit zu helfen: Charles Boxer. Denn wenn es darauf ankommt, kennt er keine Skrupel. Und er hat nichts mehr zu verlieren …(Quelle: Klappentext)Meine Meinung Wie im Klappentext schon erfähnt, geht es um die Entführung von Kindern – zumindest hauptsächlich. Es gibt viele Nebenstränge, die sich zum Ende des Buches zurGeiselnahme zusammenführen. Amy arbeitet nun mit ihrem Vater zusammen bei LOST, dort trifft sie auf Siobhan. Ihr Vater ist verschwunden und Boxer soll ihn aufspüren. Nebenbei verführt sie Amy und kidnappt diese. Mercy ist immer noch glücklich mit Marcus – doch die Beziehung ist weiterhin geheim. Sie hat zu viel Sorge ihren Job zu verlieren.Isabel und Boxer sind ebenfalls noch ein Paar, sie bekommen sogar Nachwuchs – mit fatalen Folgen. Während Mercy sich um sie Entführungen kümmert, sucht Boxer nach dem Vater und die beiden kommen sich immer näher – bis es schließlich ein großer Fall wird, den sie nur zusammen lösen können. Boxer hat sich nicht viel verändert, man kann sogar behaupten, das er immer noch so ist wie früher. Knallhart, aber mit dem Herzen am rechten Fleck…na ja zumindest gut versteckt.  Mercy hat im Vorgänger eine große Wandlung vollzogen und auch hier entwickelt sie sich weiter – klasse!Für mich waren einfach viel zu viele Characktere, die in diesem Buch mitgespielt haben. Stellenweise habe ich mich mich wirklich kaum zurecht gefunden – vielleicht wäre ein Personenverzeichnis am Ende des Werkes eine gute Idee gewesen. Ich bin schwer enttäuscht von diesem Buch, den Vorgänger „Ihr findet mich nie“ habe ich verschlungen – einer der besten Thriller, die ich in meinem Leben gelesen habe.Aber hier war jede einzelne Seite ein harter Kampf ums weiterlesen oder abbrechen. Jedem Kapitel habe ich entgegen gefiebert und gehofft, dass das nächste besser wird. Wurde es aber nicht. Während des gesamten Buches habe ich mich gelangweilt, da jede einzelne Situation unnötig in die Länge gezogen und zu detailliert dargestellt wurde.Ich muss ehrlich zugeben, das ich sogar ein paar Seiten nur überflogen habe, da mich der Inhalt einfach nicht mehr interessiert hat. Ich weiß nicht, ob der Autor so stark von dem Tod seiner Frau beeinflusst wurde, das sich sogar der Schreib- und Erzählstil geändert hat, aber der frühere Robert Wilson mit seinem packenden Stil ist verschwunden. Wirklich schade, vom Klappentext her, hatte das Buch wirklich großes Potenzial gehabt. Leider nur eine Leseempfehlung.Nur für große Fans des Autors einen Kauf wert.Schönstes Zitat gab leider keins  Sterne

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