Robert Wilson Tod in Lissabon

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Inhaltsangabe zu „Tod in Lissabon“ von Robert Wilson

In Lissabon wird ein junges Mädchen ermordet. Bei seinen Ermittlungen stößt Inspektor Zé Coelho auf eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückreicht, als ein deutscher SS-Offizier im neutralen Portugal auf die Jagd nach einem kriegswichtigen Metall geht und damit einen Teufelskreis von Mord und Erpressung, Rache und Gier in Gang setzt, aus dem es kein Entkommen gibt ...

Ein gut durchdachter Krimi vor dem Hintergrund portugiesischer Geschichte

— knuddelbacke
knuddelbacke

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  • Spannend und komplex wie selten

    Tod in Lissabon
    knuddelbacke

    knuddelbacke

    17. February 2017 um 14:03

    Da Krimis zu meinem bevorzugten Lesestoff gehören und „Tod in Lissabon“ zu dem noch in meiner Lieblingsstadt spielt war für mich sehr schnell klar, dass ich das Buch von Robert Wilson lesen muss.Gekauft und im Bücherregal fristete es lange seine Zeit auf meinem SuB. Der besondere Reiz an diesem Buch bestand aber für mich nicht nur in seinem Schauplatz sondern gleichwohl auch in der Handlung: Bücher in deren Handlungsstränge die Gegenwart mit der Zeit des Nationalsozialismus verknüpft und in wahre historische Begebenheiten eingebettet werden üben einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Zum einen sorgt diese Verknüpfung wie in diesem Fall für reichlich Abwechslung und Spannung, da immer wieder zwischen den Zeiten gewechselt wird und sich nach und nach ungeahnte Verbindungen auftun. Zum anderen erfährt man mehr über die Geschichte Portugals während des zweiten Weltkrieges bis hin zur bekannten Nelkenrevolution. Was für mich eine absolute Stärke des Buches ist, da ich mich auch pivat sehr für Portugal, das Land, die Menschen und deren Vergangenheit interessiere könnte allerdings bei anderen Lesern der größte Schwachpunkt sein. Ohne ein gewisses Maß an Hintergrundwissen dürften einige Handlungsstränge , sowie das Handeln einiger Charaktere schwer für den Lesernachvollziehbar sein. Für mich allerdings war es ein Vergnügen in die vergessene Geschichte eines kleinen europäischen Landes abzutauchen und mit dem ermittelnden Polizisten Ze Coelho und dessen Assistent Carlos auf kriminalistische Spurensuche zu gehen. Dem Autor ist dabei ein politisch höchst brisanter und gleichfalls gut lesbarer, spannender Roman gelungen in dem die historischen Ausmaße erst nahezu ganz zum Schluß ersichtlich werden. Und auch mit dem ermittelnden Kommissar ist ihm ein starker Charakter gelungen, der das Buch lesenswert macht.Menschlich alles andere als perfekt wächst einem Ze Coelho schnell ans Herz und auch mit seinen teilweise unkonventionellen Ermittlungsmethoden und seinem Starrsinn sammelt er bei mir Sympathiepunkte. Mein Fazit Alles in allem ein gelungener Kriminalroman vor der Geschichte Portugals ,der von Anfang bis Ende gut durchdacht wirkt und mich mit seiner Realitätsnähe überzeugen konnte. Zu keiner Zeit hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass etwas nicht stimmig wäre oder die Handlung konstruiert wirkt. Von solch spannenden und komplexen Romanen , die trotz des heiklen Themas mit einer unerwarteten Leichtigkeit zu lesen sind hätte ich gerne mehr in meinem Buchregal stehen.

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  • spannender Portugal-Krimi

    Tod in Lissabon
    robberta

    robberta

    29. September 2015 um 12:40

    Tod in Lissabon von Roberts Wilson 576 Seiten In Lissabon wird ein junges Mädchen ermordet. Bei seinen Ermittlungen stößt Inspektor Zé Coelho auf eine Spur, die weit in die Vergangenheit zurückweist: Einst ging ein deutscher SS-Offizier im neutralen Portugal auf die Jagd nach einem kriegswichtigen Metall - und setzte einen Teufelskreis aus Mord und Erpressung in Gang. Und daher sind neugierige Inspektoren noch heute so manchem offiziellen Würdenträger ein Dorn im Auge... Gewinner des Deutschen Krimipreises 2003 in der Sparte internationale Bücher Meine Meinung: Der Krimi spielt sowohl um 1942 als auch in den 1990gern in und um Lissabon. Die diversen Personen sind facettenreich und ihre Taten bzw Untaten haben folgenschwere Auswirkungen. Der Plot ist spannend und verzwickt. Geheimnisse, Lügen, Verrat und Rache spielen eine fatale Rolle. Falsche Fährten, Sackgassen und Umwege führen Inspektor Zé Coelho schließlich zur Lösung des Falles. Das Ende ist unerwartet und ungewöhnlich. spannender Krimi – passt gut zum Portugal-Urlaub

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  • Querverbindungen

    Tod in Lissabon
    Arun

    Arun

    "Tod in Lissabon“ von Robert Wilson. Der Autor wurde für dieses Werk 2003 mit dem „Deutschen Krimipreis“ ausgezeichnet. Über den Inhalt möchte ich nicht allzu viel schreiben, die ist dem Klappentext zu entnehmen. Möchte nur kurz meine Sicht(lese)weise wiedergeben. Die Story besteht aus zwei großen Handlungssträngen.Der eine Handlungsbogen spielt in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts in der Hauptstadt von Portugal, dort wird ein 15 jähriges Mädchen tot aufgefunden. Inspektor Ze Coelho beginnt zu ermitteln. Der andere Handlungsstrang setzt 1941 in Berlin ein, ein deutscher SS-Offizier wird nach Portugal entsandt um kriegswichtiges Material (Wolfram) zu beschaffen. Die spannende Geschichte des Offiziers und seiner Mitarbeiter wird ausführlich vor uns ausgebreitet. Der Autor wechselt dabei immer abwechselnd von der Jetztzeit in die Vergangenheit wobei diese durch die Weiterführung der Handlung immer näher rückt. Gegen Ende des Buches sind dann die beiden Stränge zeitgleich zusammengeführt! Selten habe ich eine solch intelligent konstruierte Story gelesen! Mister Robert Wilson verbindet europäische und speziell portugiesische Geschichte mit einer harten Kriminalhandlung welche bis in hohe politische Kreise Portugals reicht. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

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    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    20. March 2014 um 22:40
  • Die Spur des Nazi-Golds

    Tod in Lissabon
    Stefan83

    Stefan83

    30. November 2011 um 15:04

    Robert Wilson tritt mit seinem Buch "Tod in Lissabon" den Beweis an, dass sich die Begriffe "literarisch" und "Krimi" nicht unbedingt beißen müssen, in der richtigen Mischung sogar ein formvollendetes Lesevergnügen ergeben können. Das dennoch wohl nicht jeder Krimi-Leser hieran Gefallen finden wird, ist nahe liegend, denn Wilson hat nicht nur ein heikles Thema ausgewählt, sondern dies auch sehr episch aufgebaut auf Papier gebracht. In zwei Handlungssträngen, die sowohl zeitlich als auch situativ weit auseinander liegen und über viele Seiten keine Verbindung miteinander aufweisen, entwickelt er zunächst etwas behäbig, dann sich mit jeder Seite zuspitzend eine Geschichte, die Wilsons Können mehr als andeutet und in seinem Ausmaß durchaus mit Allendes "Geisterhaus" verglichen werden kann. Ihren Anfang nimmt sie im Berlin der frühen 40er Jahre. Das "Dritte Reich" befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Hitler hat mit der Sowjetunion bereits das nächste Ziel vor Augen. Dringend dafür benötigt wird das in der Panzerkonstruktion eingesetzte Schwermetall Wolfram, welches an der Front die Überlegenheit der deutschen Infanterie weiterhin gewährleisten soll. Klaus Felsen, Fabrikant bei den Kupplungswerken, wird von der SS "überzeugt" dieses aus dem neutralen Portugal zu besorgen. Gemeinsam mit dem SS-Mann Lehrer und einem skrupellosen portugiesischen Komplizen organisiert er den Schmuggel des Metalls nach Deutschland und gründet gleichzeitig eine Bank in Lissabon, über welche das Nazi-Gold ins Land gebracht wird. Ihre Partnerschaft übersteht die Wirren des Krieges. Die schwere Schuld, die sie auf sich geladen haben, droht sie jedoch bald einzuholen... Gut ein halbes Jahrhundert später findet sich der Leser gemeinsam mit dem Kriminalbeamten Zé Coelho am Strand von Lissabon wieder. Vor uns die Leiche eines 15-jährigen Mädchens. Sie scheint der High-Society der Stadt zu entstammen und für ihr Alter erstaunlich viele Erfahrungen im Bereich Sex gesammelt zu haben. Coelho, der Typ einsame und unbeirrte Ermittler, stürzt sich in den Nobelhintergrund des Opfers und lässt sich dabei auch durch die politisch motivierten Interventionen seiner Vorgesetzten nicht von der Suche nach der Wahrheit ablenken. Und schon bald stößt er in ein Wespennest, das komplexer ist, als anfangs angenommen... Robert Wilson verschafft dem Leser hier einen mehrfachen Genuss. Kunstvoll lange lässt er uns darüber im Unklaren, wie die Geschichte Felsens mit dem Mord in der portugiesischen Gegenwart zusammenhängt. Beide Handlungsstränge fußen auf den Elementen urtypischster Ausprägung, welche nicht selten die Pfeiler der Geschichte gebildet haben: Es geht um Macht und Gier, Käuflichkeit und Erpressung, Ideale und Opportunität, Folter und Mord. Und nicht zuletzt um Sex, dass in der ohnehin schon umfangreichen Erzählung einen mitunter etwas zu großen Raum einnimmt. Dabei wird der Leser durch die Epochen von Portugals Vergangenheit gezogen, erlebt er die Ereignisse um Salazars Diktatur, dem Fall der Kolonien und der Nelkenrevolution mit, ohne dass man dabei den Kriminalplot aus den Augen verliert. Die überragende Kunst liegt da vor allem in der Figurenzeichnung, denn Wilson tappt in kein Klischee, das bei diesem Wälzer nur allzu nahe gelegen hätte. Kühl wie Eric Ambler hält er seinen Protagonisten jede Entscheidung offen: Sie machen ihre Geschichte selbst und tragen dafür die Verantwortung. Sehr beeindruckend, wie ein englischer Autor sich da u.a. in die Seele eines deutschen SS-Manns versetzt hat. Dass es letztendlich natürlich um mehr geht, als nur einen Täter zu überführen, deutet sich schon früh an. Das fulminante Finale, in der beide Handlungsstränge in glaubhafter Weise und mit überraschender Leichtigkeit zusammengeführt werden, lässt jedoch kaum Raum für Kritik. Wenngleich uns Wilson mitunter vielleicht etwas zu ausschweifend auf die Folter gespannt hat. Insgesamt ist "Tod in Lissabon" zwar kein Meisterwerk (dafür ist die Story doch oft zu langatmig geraten), doch ein literarisch geschliffener Roman, der unheimlich fesselnde Spannungsmomente enthält und gerade wegen seiner Komplexität sich erfrischend von der Konkurrenz abhebt. Ein Typ für geduldige Freunde von Spannungsliteratur, die nebenbei auch mehr über Portugals Historie in Erfahrung bringen möchten.

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  • Rezension zu "Tod in Lissabon" von Robert Wilson

    Tod in Lissabon
    Ulf_Borkowski

    Ulf_Borkowski

    24. February 2011 um 01:56

    Robert Wilson versteht es in seinem Roman „Tod in Lissabon“ zwei Handlungsstränge spannend zu inszenieren und zu einem Finale zu führen. Der erste Handlungsstrang erzählt die Geschichte des deutschen Unternehmers Klaus Felsen, der während des 2. Weltkrieges im Auftrag der SS in Portugal das kriegswichtige Metall Wolfram aufkauft. Mit Hilfe seines umtriebigen portugiesischen Komplizen Joaquim Abrantes und ausgestattet mit „Nazi-Gold“ baut Felsen eine Bank auf, die über den Krieg hinaus Bestnd hat und beiden ein Leben in Wohlstand garantiert. Im zweiten Erzählstrang, der in der Gegenwart verortet ist, begleitet der Leser die Ermitllungen des Lissaboner Kommissars Zé Colho und seines jungen Assistenten Carlos, die die Ermittlungen im Sexual-Mord an einer 15-jährigen Anwaltstochter leiten. Wilson versteht es, die Spannung in beiden Erzählsträngenauf hohem Niveau zu halten und dem Leser dabei einen Einblick in die Geschichte Portugals seit dem 2. Weltkrieg zu gewähren, sowie ein anschauliches Bild Lissabons und des südlichen Portugals zu malen. Dabei hat der Roman allerdings einige Längen und der Leser fragt sich zeitweise, ob es der Autor die Erzälstränge zusammenzuführen. Auch wenn der Spannung kein Abbruch getan wird, so wirkt die Auflösung doch ein wenig zu konstruiert. Die Lösung des Mordfalls durch den charismatischen Kommissar Coelho ist zu zufällig und die Verbindung der beiden Erzählstränge zu künstlich. Dem Roman hätten 100 Seiten weniger sicherlich keinen Abbruch getan, weniger ist manchmal mehr. Dennoch hat Robert Wilson mit „Tod in Lissabon“ einen spannenden, durchaus empfehlenswerten Roman vorglegt. Die Charaktere sind exellent ausgearbeitet, der historische Hintergrund gut recherchiert und die Schönheit Lissabons und des südlichen Portugals anschaulich dargestellt.

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  • Rezension zu "Tod in Lissabon" von Robert Wilson

    Tod in Lissabon
    Jens65

    Jens65

    31. July 2008 um 20:49

    "Tod in Lissabon" ist, was Komposition, Spannungsaufbau und Verarbeitung historischer Stoffe angeht, ein Meisterwerk.
    Brilliant erzählter Thriller. Die Handlung fesselt bis zum Schluss. Nicht hier weiterlesen, sondern im Buch selbst... :0))