Robert van Gulik

 4.1 Sterne bei 203 Bewertungen
Autor von Der Wandschirm aus rotem Lack, Halskette und Kalebasse und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Robert van Gulik

Robert Hans van Gulik, † 24. September 1967 in Den Haag

Alle Bücher von Robert van Gulik

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Der Wandschirm aus rotem Lack

Der Wandschirm aus rotem Lack

 (18)
Erschienen am 20.12.2005
Halskette und Kalebasse

Halskette und Kalebasse

 (16)
Erschienen am 22.06.2010
Nagelprobe in Pei-tscho

Nagelprobe in Pei-tscho

 (15)
Erschienen am 01.01.2006
Richter Di bei der Arbeit

Richter Di bei der Arbeit

 (16)
Erschienen am 15.04.2006
Die Perle des Kaisers

Die Perle des Kaisers

 (14)
Erschienen am 20.12.2005
Tod im Roten Pavillon

Tod im Roten Pavillon

 (13)
Erschienen am 01.08.2008
Geisterspuk in Peng-lai

Geisterspuk in Peng-lai

 (12)
Erschienen am 01.01.2006
Mord im Labyrinth

Mord im Labyrinth

 (12)
Erschienen am 01.01.2006

Neue Rezensionen zu Robert van Gulik

Neu

Rezension zu "Der Wandschirm aus rotem Lack" von Robert van Gulik

Richter Di
Giselle74vor 3 Monaten

Vor ein paar Tagen habe ich ja schon die historische Krimireihe um den mittelalterlichen Mönch Cadfael vorgestellt. Jetzt möchte ich noch weiter in der Zeit zurückgehen und zwar in das China der Tang-Dynastie. Dort läßt der niederländische Schriftsteller und Sinologe van Gulik nämlich seinen Richter Di ermitteln, d.h. zwischen 650 und 700. Jeder der 14 Bände enthält drei miteinander verschränkte Fälle, die Di durch Besonnenheit, Klugheit und Kombinationsgabe löst. In dem oben abgebildeten Roman z.B. geht es um den Tod einer Kanzlersgattin, den vermeintlichen Selbstmord eines Seidenhändlers und veruntreute Rechnungen.
Spannend sind nicht nur die Fälle selbst, sondern natürlich auch das Umfeld. Da Di in allen Gesellschaftsschichten recherchiert, erhält man fast nebenbei einen Einblick in das Leben zu der Zeit, von angesehenen Oberhäuptern bis hin zu Dieben und Prostituierten. Außerdem durchläuft Di in den Bänden die Stationen der damaligen Beamtenlaufbahn. Er startet als Bezirksbeamter und endet als Präsident des obersten Gerichtshofes. Van Gulik beschreibt sehr lebendig auch die jeweiligen mit den Ämtern verbundenen Aufgaben.
Begleitet wird Di von vier Helfern, einem Diener, den er von seinem Vater übernommen hat, einem früheren Betrüger und Falschspieler und zwei Brüdern, die ehemals die ehrenvolle Tätigkeit des Straßenräubers innehatten. Sie kennen sich in ihrem jeweiligen Gebiet gut aus, haben Kontakte oder dienen, im Falle der Brüder, bisweilen auch als Leibwache.
Leider ist diese ungewöhnliche Krimireihe nur noch antiquarisch erhältlich. Es lohnt aber trotzdem nach den Bänden Ausschau zu halten und mit ihnen eine Reise ins Alte China zu unternehmen.

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Rezension zu "Das Phantom im Tempel" von Robert van Gulik

Mörderische Verstrickungen im Alten China
JuliaBvor 5 Jahren

Diesmal hat Richter Di in seinem Amtsbezirk an der Grenze des Chinesischen Reichs alle Hände voll zu tun: in einem antiken Kästchen taucht ein Hilferuf einer Frau auf. Nur ein übler Scherz? Könnte man meinen, wenn die Verfasserin nicht seit einem halben Jahr verschwunden wäre. Hatte sie einen heimlichen Geliebten? Und hat der etwas mit dem Goldschatz zu tun, der etwa zeitgleich gestohlen wurde?
Dann wird in einem verlassenen buddhistischen Tempel außerhalb der Stadt eine geköpfte Leiche gefunden. Zuerst scheint zumindest dieser Fall klar: Mord im Vollrausch, denn das Opfer war stark alkoholisiert mit einem ebensolchen Saufkumpan unterwegs zum Tatort gesehen worden. Dieser gesteht rasch, neben dem Toten erwacht zu sein, kann sich aber an nichts weiter erinnern. Doch Di entdeckt bald, dass die Rekonstruktion des Tathergangs nicht so einfach ist: der Kopf der Leiche passt nicht zum Körper, es gibt also nicht ein Opfer, sondern zwei. Ist an den Gerüchte, dass es im alten Tempel spukt, etwas dran? Oder versucht hier jemand, ein perfides Verbrechen zu vertuschen? Dieser zweite Mord sieht nämlich nicht nach der Tat eines Trunkenbolds aus...

Wieder ermittelt Di in unterschiedlichen Fällen, doch es ist für den Leser früher als bei anderen Richter-Di-Romanen klar, dass diese zusammengehören müssen. Auch sind die Figuren aufgrund der Fülle an Ereignissen und der Kürze des Buchs etwas weniger gut ausgearbeitet als im letzten Band, den ich gelesen habe. Dafür sorgen ständig neue Informationen dafür, dass die Spannung konstant erhalten bleibt und man bis zum Schluss miträtseln kann. Sehr schön fand ich auch, dass man in diesem Band einen Einblick in Dis Familienleben bekommt. Gerade solche Szenen, die auf europäische Leser im ersten Moment befremdlich wirken, lassen das Alte China wieder lebendig werden. Auch das nicht immer einfache Nebeneinander von Konfuzianismus und Buddhismus oder das Zusammentreffen von Chinesen und Tataren in einer Grenzstadt sind Themen, die dem Krimi Tiefe über den bloßen Unterhaltungswert hinaus verleihen.

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Rezension zu "Der Wandschirm aus rotem Lack" von Robert van Gulik

Undercover-Einsatz im Alten China
JuliaBvor 5 Jahren

Chinesisches Reich im 7. Jahrhundert n. Chr.: Der Bezirksrichter Di ist eigentlich im Urlaub, doch bald werden er und sein Gehilfe Tschiau-Tai in mehrere knifflige Fälle verwickelt. Sein dortiger Kollege braucht seine Unterstützung in einem kniffligen Mordfall an einer jungen Frau, in dem ein reichverzierter Wandschirm aus rotem Lack eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Der Selbstmord eines reichen Händlers gibt auch Rätsel auf, denn die Witwe scheint den Verlust des Ehemannes nicht sonderlich zu betrauern. Zudem scheint die lokale Unterwelt ein reges Interesse an den beiden Reisenden zu entwickeln. Aber der scharfe Verstand von Richter Di schläft auch im Urlaub nicht...

Hercule Poirot im Alten China: mit der (historisch belegten) Figur von Richter Di ist Robert van Gulik eine faszinierende Symbiose von altchinesischen Erzählungen und westlichen Kriminalromanen gelungen. Als Krimi zeichnet sich das Buch nicht durch großartige Action oder Spannung aus, dafür löst Richter Di seine Fälle mit scharfer Beobachtungsgabe und Verstand, so dass auch erst eher verwirrende Details für den Leser zuletzt Sinn machen. Die Schilderungen vom Leben im Alten China sind liebevoll und gut geschrieben und verraten, dass sich der Autor, der lange Jahre als Diplomat in China gearbeitet hat, sich mit dem Stoff bestens auskennt. Manche Dinge mögen für den modernen Leser zwar etwas befremdlich wirken, aber gerade die exotischen Details machen nicht unwesentlich den Reiz des Buches aus.

„Der Wandschirm“ ist nicht Richter Dis erster Fall, aber man kann damit problemlos in die Reihe einsteigen, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Und obwohl van Gulik seine Krimis bereits in den 1950er und 60er Jahren geschrieben hat, wirken sie heute immer noch frisch und unterhaltsam.

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Gespräche aus der Community

Neu
L
Hallo, kann mir bitte irgend jemand sagen welcher der Richter Di - Krimis der Erste ist ? Ich möchte es gerne verschenken, aber natürlich mit dem Ersten anfangen. Vielen Dank :)
L
Letzter Beitrag von  LovelyBooks-Uservor 8 Jahren
Vielen Dank :)
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Robert van Gulik wurde am 09. August 1910 in Zutphen (Niederlande) geboren.

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