Ein ehrenwerter Tod

von Roberta De Falco 
4,3 Sterne bei6 Bewertungen
Ein ehrenwerter Tod
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Bellis-Perenniss avatar

Wieder ein toller Krimi aus der Feder von Roberta de Falco

Bibliomaries avatar

Ein klassischer Kriminalroman, der sich zu lesen lohnt. Die Triestiner Atmosphäre rundet das Buch ab

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Inhaltsangabe zu "Ein ehrenwerter Tod"

Während herbstliche Stürme über Triest hinwegfegen, wird eine junge Frau aus der Ukraine brutal zusammengeschlagen und vor den Toren eines Klosters liegen gelassen. Da Commissario Benussi am Herzen operiert wird, müssen seine beiden Mitarbeiter Elettra und Valerio beweisen, was in ihnen steckt. Doch viel können sie über Julija, so der Name des Opfers, nicht herausfinden, nur dass sie kürzlich ein Baby verloren hat – ob ungewollt oder nicht wissen sie nicht, denn Julija liegt im Koma. Kurz darauf wird eine vierundsechzigjährige Touristin im Park einer Villa erstochen. Hat derselbe Täter erneut zugeschlagen? Sämtliche Hinweise führen zu dem Bed & Breakfast, in dem die Amerikanerin übernachtet hat, beziehungsweise zu den anderen amerikanischen Gästen dort. Doch alle Verdächtigen haben für die Tatzeit ein hieb- und stichfestes Alibi ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492314015
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.11.2018

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 10 Monaten
    Benussi außer Gefecht

    Eine junge Ukrainerin, schwer verletzt vor den Toren eines Klosters und eine amerikanische Touristin, tot im Park einer Villa. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen oder wurden die Taten nur zufällig kurz hintereinander verübt? Das wird nicht die einzige Frage bleiben, die Commissario Benussi und sein Team sich während der Ermittlungen stellen werden. Zumal seine Schützlinge ohne ihn auskommen müssen, da eine Herz-OP für Benussi unumgänglich erscheint. Jetzt können Elettra und Valerio zeigen was sie bereits gelernt haben, denn der Fall ist noch kniffliger als zunächst gedacht.

    Obwohl mit „Ein ehrenwerter Tod“ bereits der vierte Triest-Krimi rund um Commissario Benussi vorliegt, sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig, um sämtliche Handlungs- und Gedankengänge nachvollziehen zu können. Womöglich hängt dieser Eindruck auch damit zusammen, dass der Chef nicht selbst im Mittelpunkt des Rings steht, sondern gezwungen ist sich zurückzuziehen, um seine Gesundheit nicht weiter aufs Spiel zu setzen. Nichtsdestotrotz bleibt er präsent, schließlich möchte Benussi nicht untätig von der Ersatzbank zusehen.

    Trotz rückblendenartiger Tagebucheinträge, die den Leser gedanklich eine bestimmte Richtung einschlagen lassen, lässt der Aha-Effekt noch einige Zeit auf sich warten, da man nicht alle Verwicklungen sofort in einen Kontext zu bringen vermag. Nach und nach zeichnen sich dann aber doch unglaubliche Zusammenhänge ab, die nachträglich bereits den Beginn des Buches in einem anderen Licht dastehen lassen. Am liebsten würde man die Ermittler mit den neuen Erkenntnissen konfrontieren, denn sie benötigen einige Zeit länger, da ihnen nicht sämtliches (Leser-)Wissen zur Verfügung steht. Außerdem läuft noch eine private Fehde, die möglicherweise dafür verantwortlich ist, dass der ein oder andere Hinweis nicht die notwendige Betrachtung erhält. Diese Abschnitte hätten durchaus kürzer gehalten werden können, führen aber glücklicherweise noch nicht zu einem Spannungsabfall.

    Zu Anfang schwankt das Spannungsniveau noch ein wenig, man ist nicht sicher in welche Richtung es nun tatsächlich tendiert. Doch glücklicherweise pendelt es sich schnell ein, so dass einer Steigerung nichts im Wege steht, die auch zunehmend eintritt. Leser und Ermittler finden sich schnell vor einer schier undurchdringlichen Mauer wieder, die durchbrochen werden will. Mit zahlreichen Informationen gespickt, die mal mehr mal weniger zur Aufklärung beitragen, zieht das Geschehen den Leser in den Bann, gute Unterhaltung und Spannung garantiert.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wieder ein toller Krimi aus der Feder von Roberta de Falco
    Triestiner Verwicklungen ..

    In diesem, nunmehr vierten Fall muss Commissario Ettor Benussi krankheitbedingt die Ermittlungen seinen jungen Kollegen Elettra Morin und Valerio Gorgiulo überlassen. Ungeduldig, griesgrämig glaubt er, unentbehrlich zu sein und lässt sich immer wieder berichten.

    Worum geht’s?

    Eine junge Frau wird zusammengeschlagen in der Nähe des Klosters von Padre Florence gefunden. Anfänglich ist nichts von der Frau bekannt, die erst vor kurzem ein Kind geboren haben muss. Erst als sich ihr Arbeitgeber, der pensionierte Admiral Croff bei der Polizei meldet kommt ein wenig Bewegung in den Fall.

    Doch dieses Verbrechen ist nicht das einzige, das Elettra und Valerio in Atem hält: In einem Park wird eine amerikanische Touristin mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Die Spuren führen zur Villa Bruna, das zu einem Bread & Breakfest-Domizil umgebaut worden ist. Hier lebt die Familie Hutchinson von und mit ihren Gästen. Jeder der Anwesenden hat ein Alibi, nur das von Eliseo, dem Ehemann der philippinischen Haushälterin steht auf schwachen Beinen. Als dann noch die Tatwaffe im Keller, zu dem nur Eliseo Zutritt hat, gefunden wird, ist die Sache klar, oder?

    Elettra will nicht an diese einfache Lösung glauben. Ihr Misstrauen ist berechtigt, werden doch der Admiral und seine pflegebedürftige Frau sowie der alte Mr. Hutchinson getötet.
    Ein Täter oder mehrere? Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig.
    Die Auflösung ist stimmig und lässt wenig Fragen offen.

    Meine Meinung:

    Ettore Benussi, Hauptfigur der drei vorhergehenden Krimis tritt ziemlich in den Hintergrund, was aber kein Nachteil ist. Der ewig grantelnde und wehleidige Commissario macht (diesmal) Platz für seine Schüler.

    Gut gelungen sind die kursiven gedruckten Tagebucheintragungen, die dem Leser einen Blick auf das Leben einer enttäuschten Frau werfen lassen. Die Spur, die hier gelegt wird, hat mich recht bald auf ein mögliches Motiv zum Mord an der Amerikanerin geführt.

    Die Autorin beschäftigt sich mit zwei brisanten Themen: Leihmutterschaft und anonyme Samenspenden von Genies. Beides steht in direktem Zusammenhang mit den Morden und zeigt die Skrupellosigkeit der Menschen auf. Dies macht auch vor den Frauen nicht Halt, die mit allen (auch illegalen) Mitteln ihren Kinderwunsch erfüllt haben wollen. Ein heikles Thema!

    Das Privatleben von Elettra und Valerio nimmt diesmal für meinen Geschmack ein wenig zu viel Platz ein. Aber vielleicht ist das schon Stoff für den nächsten Band, da Elettra ihre Prüfung zur Commissaria in Kürze ablegen wird und Valerio mit dem Gedanken spielt, in seine Heimat Neapel zurückzukehren.

    Fazit:

    Wieder ein lesenswerter Triest-Krimi aus der feder von Roberta de Falco. Gerne gebe ich fünf Sterne. 

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein klassischer Kriminalroman, der sich zu lesen lohnt. Die Triestiner Atmosphäre rundet das Buch ab
    Schöner Triest-Krimi

    Bei diesem Krimi hat mich das Titelbild sofort angesprochen und zum Lesen verführt! 

    Dass es eine Reihe ist, wusste ich anfangs nicht und hat mich auch überhaupt nicht gestört, der Krimi steht ganz eigenständig da und ich hatte nie das Gefühl, dass mir Kenntnisse aus den Vorgängerbänden fehlten.
    Eine junge ukrainische Frau, die als Pflegerin arbeitet, wird übel zusammengeschlagen. Elettra Morin und Valerio Gorgiulo werden mit dem Fall betraut. Ihr Chef, Commissario Benussi, ein Misanthrop wie er im Buch steht, ist durch einen leichten Herzinfarkt außer Gefecht gesetzt und die ärztlich verordnete Diät und Abstinenz macht ihn noch unleidlicher.
    Aber der Überfall steht nicht allein, als eine exzentrische Amerikanerin mit durchgeschnittener Kehle gefunden wird und auch noch ein brutaler Überfall auf die Arbeitgeber der jungen Ukrainerin stattfinden, haben Elettra und Valerio alle Hände voll zu tun.

    Die Handlung ist interessant komponiert. Eingestreute kursive Tagebucheinträge verweisen auf eine historische Spur, die sich erst im Lauf des Buches ganz enthüllt. Wobei der Leser dadurch immer einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern bekommt, was die Spannung erhöht. Der Plot ist gut aufgebaut, die Verdachtsmomente und Hintergründe schließlich sich langsam zum Kreis, auch wenn die Zahl der Verdächtigen überschaubar ist und sich für mich schon früh ein Motiv ergeben hat, bleibt die Entwicklung spannend.

    Natürlich fehlt auch nicht die Triester Atmosphäre, das rundet den Hintergrund des Kriminalromans besonders gut ab und ich mag es immer gern, wenn Handlungsorte und Landschaft dem Buch ein regionales Flair geben.

    Zwei Personen fand ich etwas überzeichnet, bei Benussi wirkt die Unleidlichkeit schon zu viel und Gaia Cortona ist fast zur Karikatur geworden. Meine Befürchtung, dass das Privatleben der Inspektorin Elettra und des Inspektors Valeria zu viel Raum einnimmt, denn beide sind nicht nur enge Kollegen sondern auch ein Liebespaar mit Beziehungsproblemen, hat sich dann im Lauf des Romans verflüchtigt. Es blieb ein amüsanter Sidekick.

    Mein Fazit: ein grundsolider und gut geschriebener Krimi, der sich zu lesen lohnt.

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    daneegolds avatar
    daneegoldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein absolut lesenswerter klassischer Krimi!
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    Samarkants avatar
    Samarkantvor 8 Monaten
    Fadenchaoss avatar
    Fadenchaosvor einem Jahr

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