Roberta Leymah Gbowee

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Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

Ein gewaltbereiter Diktator weicht der Macht der Frauen
Buchperlentauchervor 3 Jahren

Leymah R. Gbowee, eine Frau ohne höhere Schulbildung und mit wenig Selbstvertrauen, wird durch die Erlebnisse eines furchbaren Bürgerkrieges, 
zu einer Art Jeanne d'ark von Liberia. In diesem Fall aber ohne Waffen und
einer "Armee" von Frauen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass ein einzelner 
Mensch "die Welt verändern kann". 

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Buecherfee82s avatar

Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee
Buecherfee82vor 6 Jahren

Klappentext:
Erfolgreicher weiblicher Widerstand: Lieberias Frauen versammelten sich auf den Marktplätzen zum Gebet und schreckten auch vor militanteren Formen zivilen Ungehorsams nicht zurück, um den Diktator Charles Taylor aus dem Amt zu treiben. Dieses sehr persönliche Buch berichtet aber auch von den Kämpfen einer alleinerziehenden Mutter zwischen Familie und Beruf. Gbowee macht Frauen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und zeigt, dass es möglich ist, die Geschichte zu verändern.

Meine Meinung:
Also erst einmal muss ich gestehen, dass ich das Buch sehr anstrengend fand.
Es kommen andauernd Abkürzungen von Organisationen vor und ich konnte mir die Namen nicht merken. MARWOPNET, THRP, WANEP, WIPNET, WIPSEN... zum Glück gibt es hinten im Buch ein Verzeichnis der Abkürzungen.
Dieses Buch war aber auch sehr bewegend.

Auf der einen Seite bringe ich der Autorin und Friedensnobelpreisträgerin Leyhma Gbowee einen riesen Respekt entgegen für das, was sie während des Krieges und danach geleistet hat.
Sie hat sich nicht nur für die Frauen und Kinder eingesetzt, nicht nur für ihr Land. Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein. Mit ihrer Arbeit hat sie den Frauen wieder gezeigt was leben heißt und hat sie dazu gebracht für sich und ihr Leben zu Kämpfen. Gemeinschaftlich waren sie stark, mussten es sein. Mit ihrer Arbeit hat sie viel bewegt und viel erreicht.

Auf der anderen Seite ist sie Mutter, Ehefrau, Geliebte, Alkoholikerin.
Von ihrem Mann misshandelt, ausgebeutet und auf der Flucht kümmert sie sich erst um ihre Kinder. Später steht ihre Arbeit über allem. Geneva, ihre Schwester zieht die Kinder auf. Sie selbst weiss nichts von ihnen. Obwohl sie lange mit Tunde zusammen war und er sie immer finanziell unterstützt hat, hat ihr das nicht gereicht. Sie wollte etwas erreichen im Leben und hat ihre Familie dadurch vernachlässigt. Über den Kummer, den Stress usw. fing sie an zu trinken.

Es ist schwer hier ein Richtig, oder Falsch zu erwägen.
Die einen denken vielleicht das das Wohl aller, der Frieden über dem Glück der eigenen Familie steht.
Da ich selbst vor etwas über drei Monaten Mutter geworden bin, kann ich dem nicht, bzw. nur bedingt zustimmen. Für mich steht meine Familie an oberster Stelle und ich denke, dass ich selbst für Weltfrieden niemals dieses Opfer bringen könnte und würde.

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19angelika63s avatar

Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee
19angelika63vor 6 Jahren

Klappentext
Leymah R. Gbowee ist der Kopf und das Herz der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. In entwaffnender Offenheit erzählt die Friedensnobelpreisträgerin, wie sie zur Frauen- und Friedensaktivistin wurde: Als der 14 Jahre währende Bürgerkrieg in Liberia ausbricht, will die 17-jährige Kinderärztin werden. Stattdessen schlittert sie im Bürgerkriegschaos in eine von sexueller Gewalt geprägte Beziehung und hat sechs Jahre später vier Kinder, keine Ausbildung und keine Ziele mehr. Über ein Praktikum als Streetworkerin mit ehemaligen Kindersoldaten erwacht sie endlich aus ihrer Lethargie und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Nun wird sie im Wortsinn zur Powerfrau, die sich und andere die Befreiung aus den Gewaltstrukturen lehrt und die Beteiligung von Frauen am politischen Leben einfordert.

Ich muss ehrlich gestehen, mir hat der Name Leymah R. Gbowee nichts gesagt. Auch wusste ich nicht um das Leid der Frauen und Kinder in Liberia während dieser schlimmen 14 Jahre des Krieges. Einzig der Name des Diktators Charles Taylor war mir durch die Schlagzeilen der sogenannten „Blutdiamanten“ bekannt.

Und dann habe ich Dank des Klett-Cotta Verlags die Möglichkeit diese Geschichte der Leymah Gbowee zu lesen.

Ein Roman der mich sehr tief bewegt hat. Ich bin erschüttert darüber was diese Frauen und Kinder alles durchleben mussten. So viel Leid und Elend. Doch da ist diese mutige Frau … selbst misshandelt und vergewaltigt … die aufsteht und endlich etwas unternimmt.

Sie und die Frauen von Liberia schaffen es schließlich, dass der Diktator Charles Taylor ins Exil geht und somit das Land endlich Frieden schließen kann.

Dies ist ein Buch über den Kampf um Frieden, aber auch ein Buch über eine Mutter, die Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen muss.

Nun kenne ich Leymah R. Gbowee und die Geschichte ihres Landes. Diese Frau hat mich sehr tief berührt und ich danke ihr, dass ich ihr bei dieser Geschichte zuhören durfte!!!

„Hör nicht auf. Hör niemals auf.“

"Am 6. März 2004 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf, der vorsah, sämtliches Vermögen Taylors und das seiner Freunde und Verbündeten einzufrieren. Die Regierung Liberias, unter Führung der im Januar neu gewählten Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, forderte am 18. März 2006 von der nigerianischen Regierung offiziell die Auslieferung Taylors, welche diese am 25. März zusagte. Seit dem 28. März war er flüchtig, wurde aber einen Tag später im Grenzgebiet von Nigeria zu Kamerun von der Polizei gefasst. Die Anklage wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit umfasst elf Punkte, darunter mehrere Morde, den Einsatz von Kindersoldaten, die Terrorisierung der Zivilbevölkerung sowie sexuelle Gewalt, Verstümmelungen, Plünderungen und Angriffe auf UN-Mitarbeiter
Der Prozess gegen Charles Taylor wurde am 4. Juni 2007 in Leidschendam-Voorburg unweit von Den Haag offiziell eröffnet.
Am 26. April 2012 wurde Taylor vom Sondergerichtshof schuldig gesprochen. Am 30. Mai wurde er zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist das erste - zum Zeitpunkt der Festnahme noch amtierende - afrikanische Staatsoberhaupt, das von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen wurde. Im Juni 2012 kündigten Taylors Anwälte an, in Berufung zu gehen.
Charles Taylors Sohn Charles Taylor junior (mit bürgerlichem Namen Charles McArthur Emmanuel) wurde wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während des Rebellenaufstandes von 2006 bei seiner Rückkehr in die USA auf dem Flughafen Miami festgenommen. Charles Taylor junior wurde am 31. Oktober 2008 von einem Bundesgericht in Miami wegen der Anklagepunkte Folter, Verschwörung zur Folter und des Schusswaffengebrauchs schuldig gesprochen. Am 9. Januar 2009 wurde er zu 97 Jahren Gefängnis verurteilt." (Quelle: Wikipedia)

"Für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und Frauenrechte erhielt Leymah Roberta Gbowee 2011 gemeinsam mit ihrer Landsfrau Ellen Johnson Sirleaf und der Jemenitin Tawakkul Karman den Friedensnobelpreis" (Quelle:Wikipedia)

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