Roberta Leymah Gbowee , Carol Mithers Wir sind die Macht

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Inhaltsangabe zu „Wir sind die Macht“ von Roberta Leymah Gbowee

Leymah R. Gbowee ist der Kopf und das Herz der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. In entwaffnender Offenheit erzählt die Friedensnobelpreisträgerin, wie sie zur Frauen- und Friedensaktivistin wurde: Als der 14 Jahre währende Bürgerkrieg in Liberia ausbricht, will die 17-Jährige Kinderärztin werden. Stattdessen schlittert sie im Bürgerkriegschaos in eine von sexueller Gewalt geprägte Beziehung und hat sechs Jahre später vier Kinder, keine Ausbildung und keine Ziele mehr. Über ein Praktikum als Streetworkerin mit Kindersoldaten erwacht sie endlich aus ihrer Lethargie und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Nun wird sie im Wortsinn zur Powerfrau, die sich und andere die Befreiung aus den Gewaltstrukturen lehrt und die Beteiligung von Frauen am politischen Leben einfordert.

Die gewaltfreie Macht der Frauen verändern ein ganzes Land.

— Buchperlentaucher

Erschütternd und bewegend - das Porträt einer mutigen Frau und ein seltener Einblick in die "Frauenwelt" Afrikas.

— cho-ice

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  • Ein gewaltbereiter Diktator weicht der Macht der Frauen

    Wir sind die Macht

    Buchperlentaucher

    19. November 2015 um 07:55

    Leymah R. Gbowee, eine Frau ohne höhere Schulbildung und mit wenig Selbstvertrauen, wird durch die Erlebnisse eines furchbaren Bürgerkrieges, 
    zu einer Art Jeanne d'ark von Liberia. In diesem Fall aber ohne Waffen und
    einer "Armee" von Frauen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass ein einzelner 
    Mensch "die Welt verändern kann". 

  • Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

    Wir sind die Macht

    Buecherfee82

    07. January 2013 um 12:48

    Klappentext: Erfolgreicher weiblicher Widerstand: Lieberias Frauen versammelten sich auf den Marktplätzen zum Gebet und schreckten auch vor militanteren Formen zivilen Ungehorsams nicht zurück, um den Diktator Charles Taylor aus dem Amt zu treiben. Dieses sehr persönliche Buch berichtet aber auch von den Kämpfen einer alleinerziehenden Mutter zwischen Familie und Beruf. Gbowee macht Frauen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und zeigt, dass es möglich ist, die Geschichte zu verändern. Meine Meinung: Also erst einmal muss ich gestehen, dass ich das Buch sehr anstrengend fand. Es kommen andauernd Abkürzungen von Organisationen vor und ich konnte mir die Namen nicht merken. MARWOPNET, THRP, WANEP, WIPNET, WIPSEN... zum Glück gibt es hinten im Buch ein Verzeichnis der Abkürzungen. Dieses Buch war aber auch sehr bewegend. Auf der einen Seite bringe ich der Autorin und Friedensnobelpreisträgerin Leyhma Gbowee einen riesen Respekt entgegen für das, was sie während des Krieges und danach geleistet hat. Sie hat sich nicht nur für die Frauen und Kinder eingesetzt, nicht nur für ihr Land. Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein. Mit ihrer Arbeit hat sie den Frauen wieder gezeigt was leben heißt und hat sie dazu gebracht für sich und ihr Leben zu Kämpfen. Gemeinschaftlich waren sie stark, mussten es sein. Mit ihrer Arbeit hat sie viel bewegt und viel erreicht. Auf der anderen Seite ist sie Mutter, Ehefrau, Geliebte, Alkoholikerin. Von ihrem Mann misshandelt, ausgebeutet und auf der Flucht kümmert sie sich erst um ihre Kinder. Später steht ihre Arbeit über allem. Geneva, ihre Schwester zieht die Kinder auf. Sie selbst weiss nichts von ihnen. Obwohl sie lange mit Tunde zusammen war und er sie immer finanziell unterstützt hat, hat ihr das nicht gereicht. Sie wollte etwas erreichen im Leben und hat ihre Familie dadurch vernachlässigt. Über den Kummer, den Stress usw. fing sie an zu trinken. Es ist schwer hier ein Richtig, oder Falsch zu erwägen. Die einen denken vielleicht das das Wohl aller, der Frieden über dem Glück der eigenen Familie steht. Da ich selbst vor etwas über drei Monaten Mutter geworden bin, kann ich dem nicht, bzw. nur bedingt zustimmen. Für mich steht meine Familie an oberster Stelle und ich denke, dass ich selbst für Weltfrieden niemals dieses Opfer bringen könnte und würde.

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  • Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

    Wir sind die Macht

    19angelika63

    12. December 2012 um 06:34

    Klappentext Leymah R. Gbowee ist der Kopf und das Herz der afrikanischen Frauenfriedensbewegung. In entwaffnender Offenheit erzählt die Friedensnobelpreisträgerin, wie sie zur Frauen- und Friedensaktivistin wurde: Als der 14 Jahre währende Bürgerkrieg in Liberia ausbricht, will die 17-jährige Kinderärztin werden. Stattdessen schlittert sie im Bürgerkriegschaos in eine von sexueller Gewalt geprägte Beziehung und hat sechs Jahre später vier Kinder, keine Ausbildung und keine Ziele mehr. Über ein Praktikum als Streetworkerin mit ehemaligen Kindersoldaten erwacht sie endlich aus ihrer Lethargie und nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Nun wird sie im Wortsinn zur Powerfrau, die sich und andere die Befreiung aus den Gewaltstrukturen lehrt und die Beteiligung von Frauen am politischen Leben einfordert. Ich muss ehrlich gestehen, mir hat der Name Leymah R. Gbowee nichts gesagt. Auch wusste ich nicht um das Leid der Frauen und Kinder in Liberia während dieser schlimmen 14 Jahre des Krieges. Einzig der Name des Diktators Charles Taylor war mir durch die Schlagzeilen der sogenannten „Blutdiamanten“ bekannt. Und dann habe ich Dank des Klett-Cotta Verlags die Möglichkeit diese Geschichte der Leymah Gbowee zu lesen. Ein Roman der mich sehr tief bewegt hat. Ich bin erschüttert darüber was diese Frauen und Kinder alles durchleben mussten. So viel Leid und Elend. Doch da ist diese mutige Frau … selbst misshandelt und vergewaltigt … die aufsteht und endlich etwas unternimmt. Sie und die Frauen von Liberia schaffen es schließlich, dass der Diktator Charles Taylor ins Exil geht und somit das Land endlich Frieden schließen kann. Dies ist ein Buch über den Kampf um Frieden, aber auch ein Buch über eine Mutter, die Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen muss. Nun kenne ich Leymah R. Gbowee und die Geschichte ihres Landes. Diese Frau hat mich sehr tief berührt und ich danke ihr, dass ich ihr bei dieser Geschichte zuhören durfte!!! „Hör nicht auf. Hör niemals auf.“ "Am 6. März 2004 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf, der vorsah, sämtliches Vermögen Taylors und das seiner Freunde und Verbündeten einzufrieren. Die Regierung Liberias, unter Führung der im Januar neu gewählten Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, forderte am 18. März 2006 von der nigerianischen Regierung offiziell die Auslieferung Taylors, welche diese am 25. März zusagte. Seit dem 28. März war er flüchtig, wurde aber einen Tag später im Grenzgebiet von Nigeria zu Kamerun von der Polizei gefasst. Die Anklage wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit umfasst elf Punkte, darunter mehrere Morde, den Einsatz von Kindersoldaten, die Terrorisierung der Zivilbevölkerung sowie sexuelle Gewalt, Verstümmelungen, Plünderungen und Angriffe auf UN-Mitarbeiter Der Prozess gegen Charles Taylor wurde am 4. Juni 2007 in Leidschendam-Voorburg unweit von Den Haag offiziell eröffnet. Am 26. April 2012 wurde Taylor vom Sondergerichtshof schuldig gesprochen. Am 30. Mai wurde er zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist das erste - zum Zeitpunkt der Festnahme noch amtierende - afrikanische Staatsoberhaupt, das von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen wurde. Im Juni 2012 kündigten Taylors Anwälte an, in Berufung zu gehen. Charles Taylors Sohn Charles Taylor junior (mit bürgerlichem Namen Charles McArthur Emmanuel) wurde wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während des Rebellenaufstandes von 2006 bei seiner Rückkehr in die USA auf dem Flughafen Miami festgenommen. Charles Taylor junior wurde am 31. Oktober 2008 von einem Bundesgericht in Miami wegen der Anklagepunkte Folter, Verschwörung zur Folter und des Schusswaffengebrauchs schuldig gesprochen. Am 9. Januar 2009 wurde er zu 97 Jahren Gefängnis verurteilt." (Quelle: Wikipedia) "Für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und Frauenrechte erhielt Leymah Roberta Gbowee 2011 gemeinsam mit ihrer Landsfrau Ellen Johnson Sirleaf und der Jemenitin Tawakkul Karman den Friedensnobelpreis" (Quelle:Wikipedia)

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  • Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

    Wir sind die Macht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. September 2012 um 10:12

    - Frauen sind Schwämme, dachte ich. Wir nehmen alles in uns auf - das Trauma zerbrechender Familien, den Tod geliebter Personen. Wir hören den Berichten unserer Männer und unserer Kinder zu, wir erleben die Zerstörung unserer Gemeinden und unserer Glaubenssysteme und absorbieren auch diesen Schmerz. Wir behalten ihn in uns, weil wir stark sein müssen, und zu klagen - oder auch nur darüber zu sprechen - ist ein Zeichen von Schwäche. - Leymah ist ein lebenslustiges Mädchen, das gerade ihren Schulabschluss gefeiert hat und nun davon träumt Kinderärztin zu werden. Doch plötzlich wird aus einem lange schwelenden Konflikt ein Bürgerkrieg, der Liberia in den Abgrund zieht. Für das junge Mädchen geht es nun nicht mehr um das Studium, sondern einzig und allein um das Überleben. Ihr Leben ist jetzt geprägt von Flucht, Gewalt, Verlust und einem ganz kleinen Fünkchen Hoffnung. Immer wieder scheint der Krieg dem Ende entgegen zu gehen und der Frieden steht schon vor den Landesgrenzen. Doch dann schert eine Gruppe aus und die Streitigkeiten beginnen von vorne. Leymah geht nicht nur durch ein politisches Auf und Ab. Auch persönlich gibt es Höhen und Tiefen. Nach sechs Jahren ist sie allerdings in einer Grube, aus der sie kaum schafft an das Tageslicht zu klettern. Sie ist in eine Beziehung geschlittert, die von Gewalt und sexueller Nötigung geprägt ist. Und aus dem offenen und strahlenden Mädchen wurde eine Frau, die vier Kinder hat, an Depressionen leidet, keine Ausbildung vorweisen kann und schon ganz vergessen hat, welche Ziele sie früher angespornt haben. Als sie über viele Ecken beginnt mit Kindersoldaten zu arbeiten, fragt sie sich oft schwankend zwischen Freude und Resignation, was sie wirklich interessiert und wie ihre Zukunft aussehen könnte. Die recht simple und sehr naheliegende Antwort lautet zunächst: Frieden. Doch wie kann man Frieden erreichen, wenn man sich nicht auf die Politiker verlassen will, die bereits in den zurückliegenden Jahren ihre Unfähigkeit und ihr Desinteresse gegenüber der Bevölkerung gezeigt haben? Aus Leymahs Sicht sind die Frauen in der Rolle der Ehefrauen und Mütter der Schlüssel. Sie müssen ihren Männern, Kindern und Enkelkindern sagen, dass sie Frieden wollen. Sie müssen sich einmischen und politisch aktiv werden. Mit viel Energie und einem enormen Arbeitspensum schafft sie es zunächst Seminare für Frauen anzubieten, in denen sie mit der Traumaverarbeitung beginnen können und ihre eigenen Stärken erkennen. Sie werden zu Friedensstifterin ausgebildet und organisieren die Frauen in ihrer Umgebung für politische und gemeinschaftliche Aktivitäten. Innerhalb weniger Jahre steigt Leymah damit zu einer der wichtigsten Frauen in der liberianischen Friedensbewegung auf und organisiert groß angelegte Demonstrationen und Sitzstreiks. Sie wird auf nationalen und internationalen Kongressen gehört und mischt sich aktiv in die Friedenspolitik ein. Auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus stärkt sie die Frauenbewegung und setzt sich in Krisenregionen für den Frieden ein. letztendlich schafft sie es sogar den Friedensprozess in Liberia maßgeblich zu beeinflussen. Die Friedesnnobelpreisträgerin des Jahres 2011 zeichnet in ihrem Buch nicht nur ihren persönlichen und politischen Weg nach. Sie geht auch auf die Geschichte Liberias ein und benennt Hintergründe und Voraussetzungen, die sehr spezifisch sind un die immer wieder aufkommenden Konflikte kennzeichnen. Genau diese Punkte werden aber aus ihrer Sicht häufig missachtet, wenn ausländische Friedenstruppen in ein Land kommen. Ihre Geschichte ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Selbsthilfe in afrikanischen Ländern aussehen kann und wie mit finanzieller Unterstützung sinnvoll Aufbau betrieben werden kann. Sie macht zwar speziell den Frauen Mut sich stärker zu engagieren und ihre eigenen Ideen umzusetzen, spricht aber im Endeffekt alle Menschen an und fordert mehr Engagement. Gleichzeitig beschönigt sie aber auch nichts und beschreibt, welche Opfer man persönlich dafür bringen muss. Aus sprachlicher Sicht kommt das Buch auf den ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig daher, weil viele gedankliche Einschübe erfolgen. Nach wenigen Seiten ist man aber in dem Erzählfluß eingedrungen und hat das Gefühl, dass man gemütlich an einem Lagerfeuer sitzt und eine erstaunliche Geschichte hört, die nur verständlich ist, wenn einige Erläuterungen eingerückt werden. Zudem scheint sich der Stil mit dem Fortschreiten der Geschichte zu festigen. Ein wenig hat man den Eindruck, dass die Erzählerin zu Beginn mit sich selbst hadert und überlegt, was sie alles erzählen sollte. Kann man dem Zuhörer wirklich alle Details zumuten? Je sicherer sie selbst wird und je stärker sie auch in der jeweiligen Lebensphase ist, desto klarer erzählt sie. An manchen Stellen hat man regelrecht den Eindruck, dass sie ihre eigene Geschichte noch einmal durchlebt. Dabei sind ihre Beschreibungen sehr eindrucksvoll und schaffen es auch einem unwissenden Europäer die Situation in Liberia deutlich darzustellen. Zudem strotzt ihre Erzählung, wenn es um die politischen Aktivitäten der Frauen geht, so vor Leidenschaft, dass man am liebsten sofort selbst aktiv werden möchte. Letztendlich fragt man sich aber auch gerade als Frau, woher Leymah diese Energie genommen hat und wie sie es überlebt hat die Arbeit für den Frieden so sehr über ihre Familie zu stellen. Da sie aber wie bereits gesagt nichts beschönigt, bleiben auch diese Fragen nicht unbeantwortet. Sie gibt einen tiefen Einblick in ihre Seele und lässt uns gleichzeitig ein wenig an ihrer Leidenschaft teilhaben. Fazit: Ein ergreifendes Buch, dass einen tiefen Einblick in die liberianische Geschichte und Gesellschaft bietet und die Stärke einer ganz außergewöhnlich Frau zeigt, die nur ein Ziel hat: FRIEDEN!

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  • Rezension zu "Wir sind die Macht" von Roberta Leymah Gbowee

    Wir sind die Macht

    PoldyEsther

    02. September 2012 um 17:40

    Der Roman „Wir sind die Macht“ erzählt die berührende Autobiographie der Friedensnobelpreisträgerin Leymah R. Gbowee. Der Leser erfährt, wie Leymah ihre Kindheit und ihre Jugend verlebt als eine Zeit voller Zuversicht mit Blick auf die Zukunft. Mit 17 wird Leymah mit dem Ausbruch des Bürgerkrieges, der insgesamt 14 Jahre andauern wird, aller Hoffnungen, etwas „Richtiges“ aus ihrem Leben zu machen und Kinderärztin zu werden, schlagartig geraubt. Neben den Schrecken des Krieges, die sie täglich erfährt, gerät Leymah in eine Beziehung zu Daniel, von dem sie regelmäßig geschlagen und sexuell missbraucht wird. Und obwohl sie sich selbst der Unterdrückung bewusst ist, kann sie aus Liebe zu ihren Kindern, denen sie den Vater nicht wegnehmen möchte, diesen Teufelskreis nicht durchbrechen. Umso erstaunlicher zeigt der Roman die Entwicklung von Leymah auf, die durch soziale Arbeit mit Kindersoldaten neue Motivation und Lebenskraft findet und ihr Leben endlich in die eigene Hand nimmt. Doch der Bürgerkrieg ist noch lange nicht zu Ende und Leymah setzt sich zunehmend für Frauen ein, die wie sie selbst, Opfer häuslicher Gewalt und des Bürgerkrieges sind. Gemeinsam versammeln sie Liberias Frauen im Widerstand gegen den Diktator Charles Taylor und vollbringen dabei Veränderungen, die sie selber nie für möglich gehalten hätten! „Wir sind die Macht“ ist eine ergreifende und sehr persönliche Geschichte, die nie unglaubhaft erscheint, sondern immer Leymah und die Frauen Liberias in den Vordergrund stellt! Mit deutlichen Worten beschönigt die Autorin nichts: weder die häusliche Gewalt, die ihr widerfuhr, noch die schrecklichen Folgen des Bürgerkrieges, noch die Schwierigkeiten, eine alleinerziehende Mutter zu sein und trotzdem nicht den Beruf aufgeben zu wollen. Ein wirklich wunderbares, berührendes Buch! Jedem zu empfehlen, der mehr über die Geschichte Liberias, die Frauen dieses Landes und die Friedensnobelpreisträgerin Leymah R. Gbowee erfahren möchte!

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