Roberta Marasco

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Roberta Marasco

Gefühle auf Papier: Roberta Marasco wurde in Mailand geboren und lebt heute in Spanien in einem kleinen Ort am Meer. Sie arbeitet als Übersetzerin, hat aber irgendwann gemerkt, dass sie ihren Gefühlen im Alltag nicht genügend Platz lässt. Mit ihrem ersten Roman, »Der Duft der weißen Kamelie«, hat Roberta Marasco genau das gelernt – wieder auf ihr Herz zu hören und an ihre Träume zu glauben.

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Der Duft der weißen Kamelie

Der Duft der weißen Kamelie

 (5)
Erschienen am 15.10.2018

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Rezension zu "Der Duft der weißen Kamelie" von Roberta Marasco

Ein Universum aus Tee
BettinaR87vor 6 Tagen

Elisa hat kein glückliches Händchen bei der Suche nach der großen Liebe, aber momentan ist sie eh mit anderen Dingen beschäftigt: Die Wohnung ihrer just verstorbenen Tante ausräumen, beispielsweise. Dort findet sie eine schwarze Teedose, die sie stark an ihre ebenfalls verstorbene Mutter erinnert – bis sie erkennt, dass sie genau von dieser stammt. Unter der Dose klebt ein Etikett, das den Namen eines kleinen Bergdorfes in Italien trägt – vielleicht ein Hinweis auf eine völlig unbekannte Teesorte, vielleicht aber auch einer, der Elisa auf die Spur ihres unbekannten Vaters bringen könnte …Von ihren Freundinnen unterstützt macht Elisa sich auf zu einem alles entscheidenden Rechercheurlaub.

Die Kritik

Die Inhaltsangabe auf der Rückseite ist wunderbar – ein Hauch Exotik, ein bisschen Feelgood und ein bisschen persönliches Drama umwehen die Nase des neugierigen Lesers. Er verspricht leichte Lektüre für zwischendrin. Allerdings geht es vorrangig um zwei Liebesgeschichten, weswegen ein Blick auf die Autorenvita an dieser Stelle ganz hilfreich ist: Roberta Marasco “arbeitet als Übersetzerin und hat irgendwann gemerkt, dass sie ihren Gefühlen im Alltag nicht genug Raum lässt.” Also schüttet sie all die “romantischen Gedanken” in ein Buch und wirft mit Plattitüden um sich, dass es eine wahre anti-Freude ist.

Da wird sich geliebt, “getrieben von dem Wunsch, sich zu finden”. Da entwickelt die Protagonistin toxische Verhaltensmuster, um “ihm” bloß keinen Vorwurf machen zu müssen – lieber denkt sie sich absurde Gründe aus, weswegen er sich streckenweise mies verhält. Nachdem sie eine Nacht miteinander hatten und sich Wochen später wiedersehen, ist sie enttäuscht, dass er sie seinem Vater (mit dem er sich chronisch streitet) nur als “eine” Freundin vorstellt. Als sie sich nach 9 Jahren wiedersehen, er ausgerechnet an der Seite einer ihrer Freundinnen, schwankt sie innerhalb eines Absatzes zwischen “Schock”, “keine Hoffnung” und “der Schmerz war mit einem Mal fortgespült” sowie “vielleicht gibt es eine zweite Chance”. Respekt, diesen Gefühlstornado muss man sich erst einmal ausdenken. Diese tomantischen Überfälle konzentrieren sich auf das erste Buchdrittel – sobald die Autorin einfach nur Elisas Geschichte erzählt, ganz ohne Mann im Hintergrund, entwickelt die Geschichte sich ganz wunderbar. Leider ist auch das Ende wieder toxisch (der nächste Halbsatz könnte als Spoiler gewertet werden!), denn er bekommt seinen Traum, sie wirft alle Prinzipien über Bord und passt sich vollständig ihm an.

Dazu übertreibt die Autorin es etwas mit dem Fokus auf Tee. Die Idee, dass die Mutter eine spezielle Lieblingssorte hat, die Elisa auf die Spur eines Familiengeheimnisses bringt, hätte vollkommen ausgereicht und wäre eine ganz wunderbare Idee gewesen, aber nein:

Sie selbst liebt Tee, arbeitet in einem Verlag, der sich nur auf Bücher über Tee fokussiert, hält Teekränzchen mit ihren Freundinnen ab sortiert Menschen in Teesorten ein hört sich CDs an, in denen die Geräusche von Teesalons aufgezeichnet werden und stellt fest, dass natürlich Daniele derjenige ist, der diese CDs produziert.

Das ist summa summarum zu viel und macht ganz viel Lust auf Kaffee. Das Buch ist schnell gelesen, lohnt sich aber leider trotzdem nicht.

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Rezension zu "Der Duft der weißen Kamelie" von Roberta Marasco

Warmherzige Hommage an Tee, Kamelien und die Liebe
Fanti2412vor 2 Monaten

Zum Inhalt:
Die Liebe ist wie eine Tasse Tee – das Geheimnis liegt in der perfekten Mischung.

Von ihrer Mutter hat Elisa ihre Leidenschaft für Tee geerbt und von ihr weiß sie auch, dass man dem Glück und der Liebe nicht über den Weg trauen kann. Als sie eines Tages eine wunderschöne goldverzierte Teebüchse findet, ist sie sicher: Dort drin befindet sich der Lieblingstee ihrer verstorbenen Mutter, eine verbotene Sorte, die sie erst einmal in ihrem Leben probiert hat. Auf dem Etikett ist eine alte, herrschaftliche Villa abgebildet – vielleicht ein Hinweis auf ihre eigene Vergangenheit, die sie nie hat ergründen können? Elisa begibt sich auf eine Reise, die ihr Schicksal für immer verändern wird …
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Roberta Marasco wurde in Mailand geboren und lebt heute in Spanien in einem kleinen Ort am Meer. Sie arbeitet als Übersetzerin, hat aber irgendwann gemerkt, dass sie ihren Gefühlen im Alltag nicht genügend Platz lässt. Mit ihrem ersten Roman, »Der Duft der weißen Kamelie«, hat Roberta Marasco genau das gelernt – wieder auf ihr Herz zu hören und an ihre Träume zu glauben.
(Quelle: Blanvalet Verlag) 


Meine Meinung:
Elisa hat eine ganz besondere Leidenschaft für Tee, die sie vermutlich von ihrer Mutter geerbt hat. Sie liebt die verschiedenen Sorten, deren Zubereitung und Wirkungsweise und beschäftigt sich auch beruflich mit Tee.
Nun sichtet sie den Nachlass ihrer verstorbenen Tante, der Schwester ihrer ebenfalls bereits verstorbenen Mutter Daria.
Erinnerungen an ihre Mutter beschäftigen sie und sie erhofft sich, im Nachlass der Tante Hinweise zu finden, warum ihre Mutter immer so distanziert und leicht kühl war. Ebenso erhofft sie sich Informationen zu ihrem Vater zu entdecken, über den sie gar nichts weiß.
Sie findet eine alte, edle Teedose, die noch aus dem Besitz ihrer Mutter stammt. Offenbar ist der „verbotene Tee“ ihrer Mutter noch immer darin, ein Tee den niemand trinken durfte, selbst Elisa bekam ihn nur ein einziges Mal zum Probieren. Auf dem Boden der Dose findet sie ein altes Etikett auf dem „Roccamori“ steht.
Sie recherchiert und findet ein Dörfchen mit diesem Namen aber keinen Tee. Dennoch beschließt sie, nach Roccamori zu fahren, in der Hoffnung, dort etwas herausfinden zu können.
Ohne es zu ahnen, begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit…

Die Autorin erzählt die Geschichte auf drei Zeitebenen. Neben der Gegenwart führt sie uns 31 Jahre zurück in das Leben von Elisas Mutter Daria und 9 Jahre zurück in die Zeit, als Elisa Daniele kennenlernte und sich verliebte.
Die Wechsel zwischen den drei Zeitebenen sind wunderbar gelungen und finden jeweils an passenden Stellen statt. So erfährt man als Leser ebenso wie Elisa nur Stück für Stück, was sich vor vielen Jahren in Roccamori abgespielt hat. Das sorgt für Spannung und hat mich beim Lesen tief in die Geschichte und das Leben der Protagonistinnen eintauchen lassen.
Besonders begeistert hat mich der lebendige und mitreißende Schreibstil sowie die ausdrucksvolle Sprache.
Ich sah das pittoreske Dörfchen Roccamori mit seinen alten Häusern in einer schönen Landschaft vor mir und roch die Kamelien im Garten des herrschaftlichen Hauses „Casa delle Camelie“.
Elisas Reise in die Vergangenheit ist geheimnisvoll und berührend. Die Bewohner von Roccamori wissen offenbar schnell, dass sie Darias Tochter ist, lassen sich das aber zunächst nicht anmerken. Aber schnell ist klar, was für eine verschworene Gemeinschaft die Bewohner des Dorfes sind. Auch wenn sie manchmal etwas sonderbar wirken, halten sie offenbar zusammen und lieben ihr abgelegenes kleines Dorf.
Und sie alle kennen die Vergangenheit, die sich dem Leser und Elisa nur langsam offenbart.
Aber auch Elisas Beziehung zu Daniele gestaltet sich nicht einfach und so verändert sich für Elisa während ihres Aufenthalts in Roccamori so einiges, das sich auf ihre Zukunft auswirkt.

Dieser wunderschöne Roman ist eine liebevolle Hommage an Tee und die Zucht von Kamelien.
Jedes Kapitel, das in der Gegenwart spielt, hat eine besondere Einleitung, in der eine Teesorte mit Herkunft, Zubereitung, Aromen und Wirkung vorgestellt wird. Das hat mir gut gefallen, denn hier waren viele interessante Informationen enthalten ohne dass es wie ein „Lehrbuch“ klingt.
Außerdem gibt es noch Auszüge aus „Über den Tee und die Liebe“, die sich ebenso liebevoll mit dem Tee und seinen Eigenschaften befassen.
Aber daneben ist der Roman auch eine fesselnde Geschichte über die Liebe und Geheimnisse, die oft nach vielen Jahren noch ihre Auswirkungen haben.

Mich hat Elisas und Darias Geschichte berührt und sehr gut unterhalten und ich empfehle, dazu unbedingt eine gute Tasse Tee zu trinken!


Fazit: 5 von 5 Sternen



© Fanti2412

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Rezension zu "Der Duft der weißen Kamelie" von Roberta Marasco

Ein stimmungsvoller Blick in die Vergangenheit... bei einer guten Tasse Tee
Kamimavor 3 Monaten

„Der Weg der Liebe und des Tees...<..> Wir suchen alle nach den Antworten, aber es sind die Fragen, die uns am Leben erhalten, nicht die Antworten...“ (S. 293, letzter Absatz)


Elisa hat eine ganz besondere Leidenschaft: sie liebt Tee, die Zubereitung, die Auswahl, die Zeremonie und diese Leidenschaft hat sie von ihrer Mutter Daria, die vor ein paar Jahren verstorben ist. Zu ihrer alleinerziehenden Mutter hatte sie ein zwiegespaltenes Verhältnis: einerseits die kindliche Bewunderung; andererseits die Suche nach der Ursache, warum ihre Mutter scheinbar unglücklich und distanziert war. Über Umwege kommt Elisa nach und nach dem Geheimnis ihrer Mutter auf die Spur, denn sie folgt einem besonderen Tee-Etikett und ihrer inneren Stimme nach dem Ursprung dieses Tees. Sie findet die Quelle einer einzigartigen Kamelie in einem einzigartigen Garten, umgeben von Menschen, die mehr zu wissen scheinen und deren wahres Wesen sich erst am Ende des Buchs zeigt.


Eine Reise in die Vergangenheit und doch auch in die Zukunft. Eine Reise mit zögerlichem Anfang und einem rasanten, ans Herz gehenden Endes. Eine Reise, die Lust auf eine gute Tasse Tee macht... und genauso erging es mir beim Lesen dieses Erstlingsromans von Roberta Marasco, denn nach den ersten Seiten habe ich mich erst einmal in die Küche begeben, mich durch meine Teedosen „geschnuppert“, den mir passend erscheinenden Tee aufgebrüht, um mich dann ins Abenteuer Roccamori zu stürzen.


Der Roman ist liebevoll mit dem Thema Tee und Kamelie verbunden: schon das Cover ist wunderschön gestaltet, auch wenn die Kamelie erst einmal wie ein Fremdkörper erscheint – aber nach dem Lesen bekommt das Arrangement einen Sinn. Jedes Kapitel aus der Gegenwart wird mit einer kurzen Teebeschreibung eingeleitet, wie man es auch guten Teehäusern kennt: Herkunftsland, Erscheinungsbild, Zubereitungsart und Wirkungsweise. Die Rückblicke in zwei verschiedene Ebenen (einmal Elisas Kinderheit, einmal Darias Erlebnisse) beginnen ohne Einleitung, aber es gibt noch Auszüge bzw. Kapitel aus einem Heftchen, an welchem Daria schreibt „Die Regeln des Tees und der Liebe“.


Ich muss sagen, mich hat der Roman wirklich gepackt und mitgenommen; sicherlich kommt dies einerseits durch die ansprechende Sprache bzw. gute Übersetzung aus dem Italienischen (von Ingrid Ickler), aber die Autorin schreibt bildhaft und so entsteht schnell ein Film vor meinem inneren Auge.: das herrschaftliche Haus mit dem schönen Kameliengarten im scheinbaren Kontrast zu dem abgelegenen Bergdorf und seinen sonderbaren Bewohnern; ich fühle mich rasch heimelig und begleite die Protagonistin gerne auf ihrem Weg in die Vergangenheit.


Elias Zukunft in Form von Daniele macht anfangs für mich keinen Sinn, aber irgendwann sind die Parallelen zu ihrer Mutter unübersehbar und die Geschichte schließt sich im Kreis.


Alles in allem ein wirklich unterhaltsamer Roman mit allem, was ich mir für eine fantasievolle Unterhaltung wünsche. Gerne habe ich mich mitnehmen lassen und mit leisem Bedauern das Buch am Ende geschlossen, denn zu gerne hätte ich Elisa noch eine Weile länger begleitet...


Auf jeden Fall ein Buchtipp für den Herbst – am besten mit einer guten Tasse Tee, einer Kuscheldecke und viel Lesezeit...

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