Roberta Recchia

 4,3 Sterne bei 73 Bewertungen
Autor*in von Endlich das ganze Leben, Endlich das ganze Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Roberta Recchia stammt aus Rom, wo sie Literatur und interkulturelle Beziehungen studierte. Nach Stationen in Großkonzernen lehrt sie heute an einer römischen Schule Englisch und lebt an der Küste von Latium. Ihr Roman »Endlich das ganze Leben« wurde auf Anhieb in Italien zum Bestseller und fand auch bei uns große Anerkennung, ebenso wie ihr zweiter Roman »Ciao bis zu den schönen Tagen«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Roberta Recchia

Cover des Buches Endlich das ganze Leben (ISBN: 9783949465154)

Endlich das ganze Leben

(64)
Erschienen am 16.10.2024
Cover des Buches Ciao bis zu den schönen Tagen (ISBN: 9783758700330)

Ciao bis zu den schönen Tagen

(3)
Erschienen am 27.08.2025
Cover des Buches Endlich das ganze Leben (ISBN: B0DBZPDBZK)

Endlich das ganze Leben

(6)
Erschienen am 16.10.2024

Neue Rezensionen zu Roberta Recchia

Cover des Buches Endlich das ganze Leben (ISBN: 9783949465154)
ratherbehappythandignifieds avatar

Rezension zu "Endlich das ganze Leben" von Roberta Recchia

ratherbehappythandignified
Eine Liebesgeschichte und eine Familie, deren Leben in tiefster Tragödie endet

Dieses Buch hat mich so richtig mitgenommen, positiv wie negativ - und hat mich erst einmal in eine saftige Leseflaute gezogen. :) Ich denke, mein Kopf musste mit „Endlich das ganze Leben“ so viel verarbeiten, dass ich gar nicht mehr so richtig klar kam und schon gar nicht für Neues aufnahmebereit war.

Doch worum geht es? In erster Linie erfahren wir die unfassbar schöne Liebesgeschichte der Familie Ansaldo. Ich war hin und weg von diesen Zeilen, denn der großartige Schreibstil von Roberta Recchia lässt einen mitfühlen und mitlieben. Doch dann geschieht das Schreckliche: Marisas und Stelvios Tochter Betta kommt auf dem Weg zu einem Strandfest ums Leben und nichts ist mehr wie es ist. Die Familie wird auseinandergerissen und jedes einzelne Familienmitglied geht anders mit dieser unfassbaren Trauer um. Doch was hat Bettas Cousine Miriam mit dieser Tragödie zu tun, deren Leben ebenfalls aus den Fugen geraten ist?

Ich mochte den ersten Teil des Romanes sehr. Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen, diese schöne Liebesgeschichte näher zu bringen. Es hat mich so unfassbar in den Bann gezogen und ich wollte mehr solcher großartigen Zeilen lesen. Doch dann kommt die Wendung und diese hat es definitiv in sich. Es nimmt einem erst einmal das gute Lesegefühl, was es auch soll. Roberta Recchia ist dieser emotionale Wendepunkt super gelungen. Ich mochte die außerdem die distanzierte Schreibweise der Autorin, denn diese lässt das Grauen erträglicher machen.

Was meine Lesefreude dann etwas gekippt hat, waren für mich die Geschehnisse danach. Die Autorin möchte für meinen Geschmack viel zu viel und lässt einem damit auch völlig verwirrt zurück. Das letzte Drittel des Buches war für mich aufregend und zäh und kitschig und übertrieben zugleich. Am Ende hat gerade das mich so leer zurückgelassen, denn es passieren unglaublich viele Dinge, schöne wie traurige wie übertriebene. Man lernt liebe und grauenvolle Menschen kennen und lässt sie wieder gehen und ich blieb danach völlig leer zurück. Roberta Recchia ist aber definitiv eine Autorin, die ich gerne weiterverfolgen würde.

Cover des Buches Ciao bis zu den schönen Tagen (ISBN: 9783758700330)
Hannelore_Seidels avatar

Rezension zu "Ciao bis zu den schönen Tagen" von Roberta Recchia

Hannelore_Seidel
Einfühlsam erzählt

„Im Sommer, als er zehn war, wurde Luca Nardulli vom Blitz getroffen.“  Betta war es, von der er seinen Blick nicht abwenden konnte, die ihn sofort fasziniert hatte und genau in diesem Moment begriff er, dass er sie liebte. Die Sommer verbringt die um einige Jahre ältere Betta im Ferienhaus ihrer Eltern in Torre Domizia, einem kleinen Ferienort an der italienischen Küste und diesen Sommer, Luca ist nun zwölf, sollte er sie zum letzten Mal sehen. Denn eines Nachts geschieht ein Unglück, die sechzehnjährige Betta wird tot aufgefunden.

In ihrem Debütroman „Endlich das ganze Leben“ erzählt Roberta Recchia von dieser schicksalhaften Nacht, vom Davor und dem Danach. Von den Ansaldos, Bettas bis dahin glücklicher Familie und von den Nardullis, denn Lucas älterer Bruder Maurizio wird zwei Jahre danach mit zwei anderen Jugendlichen für die Tat zur Verantwortung gezogen.

Und hier knüpft „Ciao bis zu den schönen Tagen“ an das damalige Drama an. Man muss das hier erwähnte Vorgängerbuch nicht gelesen haben, Roberta Recchia erzählt in ihrem zweiten Roman von Luca, von seiner Mutter und von seinem Vater und davon, wie sie an Maurizos Schuld zerbrechen.

Um Luca vor den Schuldzuweisungen, die seine ganze Familie betreffen, zu schützen, setzt seine Mutter ihn in den nächsten Zug nach Bergamo zu seinem Onkel Umberto und seiner Familie. Zunächst wird er herzlich aufgenommen, aber später dann, als Umbertos Töchter heranwachsen, duldet seine Frau Mara Luca nicht mehr in der Nähe ihrer Kinder. So setzt sich das Drama fort, das ihn immer wieder einholt. Es sind Jahre der Verzweiflung, es geht um Schuld und um Schuldgefühle. Die Jahre vergehen, Luca meint, endlich angekommen zu sein, als ihn wieder ein Schicksalsschlag aus der Bahn zu werfen droht. Gibt es ein Verzeihen? Kann man irgendwann vergeben?

Dieser Roman hat mich tief berührt. Die Autorin weiß jede einzelne Figur in feinen Nuancen zu beschreiben, sie zum Leben zu erwecken. Hier ist sie über Betta Ansaldos Drama hinausgegangen, um von Luca zu erzählen. Er ist ihr nicht mehr aus dem Sinn gegangen, sie musste einfach diese Geschichte aus Lucas Sicht wiedergeben, um ihn, den Zwölfjährigen, hin zum Erwachsenwerden und darüber hinaus zu begleiten. Und es ist eine so eindringlich erzählte, eine so aufwühlende Geschichte, die nicht nur ihn betrifft, denn die ganze Familie wird mit hineingezogen.

„Ciao bis zu den schönen Tagen“ ist ein ergreifender, ein behutsam erzählter Roman, der trotz allen Widrigkeiten aufzeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in der Familie ist und man doch zueinander finden kann. Sehr lesenswert, absolut empfehlenswert.

Cover des Buches Ciao bis zu den schönen Tagen (ISBN: 9783758700330)
Judithas avatar

Rezension zu "Ciao bis zu den schönen Tagen" von Roberta Recchia

Juditha
Kann man von Leid genesen?

Es ist der zweite Roman von Roberta Recchia, ich weiß nicht, ob man von einer Serie sprechen kann, aber einige Protagonisten aus „Endlich das ganze Leben“ tauchen wieder auf und nehmen einen ganz besonderen Platz ein. Heutzutage ist es ja bereits als ungewöhnlich anzusehen, wenn die Hauptperson eines Romans keine unterdrückte oder anderweitig geschädigte Frau ist. Den Leser erwartet trotz des romantischen und traurig klingenden Titels aber auch eine geballte Portion Feminismus, jedoch kein geschlechtergerechtes Gendern oder Doppelpunkte. Schon deshalb gefiel mir der Roman so gut, ich konnte den Text lesen und genießen und mir meine Gedanken machen, ohne mich gegängelt zu fühlen.

An Dramatik fehlt es diesem Buch auch nicht, die Wendungen, die sich urplötzlich ergeben, sind einfach atemberaubend. Und dabei fängt alles ganz still und unspektakulär an, Luca, noch 12, verliebt sich zum ersten Mal, beginnt sich für Mädchen zu interessieren. Besonders Betta, die für ihn noch Unerreichbare, hat es ihm angetan. Lucas kleine Familie lebt ein normales, bescheidenes Leben unter der südlichen Sonne Italiens. Der Verlag schreibt in seinem Werbetext „Der bewegende Roman der italienischen Bestsellerautorin – mit dem Flair eines italienischen Spätsommerabends.“ So habe ich das auch empfunden, Luca wird zuerst langsam erwachsen und dann erlebt er unbeschreibliches Unglück. Seine Angebetete Betta wird tot aufgefunden, für ihn ist es ein Sturz ins Bodenlose. Als zwei Jahre später sein Bruder dafür verantwortlich gemacht wird, zerbricht sein gesamtes Dasein. Von einer Stunde zur anderen muss er fortan bei seinem Onkel Umberto und dessen Familie in Bergamo leben. Die Dramatik der folgenden Jahre wird so lebendig beschrieben, dass ich als Leser mit Luca mitgelitten, mitgehofft und geliebt habe. Weitere Spoiler liefere ich nicht!

Die Autorin beschreibt diesen Bruch in Lucas Leben sehr anschaulich und mit viel Empathie. Im Nachwort klingt das so „Letztlich haben wir (ich und Luca) seine Geschichte gemeinsam erzählt: Ich habe ihn an die Hand genommen und ihm zugehört wie einem Sohn. Deshalb bin ich ihm dankbar, dass er nie lockergelassen hat. …“ Aber sie zeichnet nicht nur Luca, sondern jede Figur mit feinsten Pinselstrichen, wenn man das bei einem Schriftsteller so sagen darf.

Fazit: Ich habe das Buch sehr gern gelesen und empfehle es unbedingt weiter. Es ist ein Buch wie gemacht für diesen Sommer, einfach perfekt!

Gespräche aus der Community

Im Rom der 80er Jahre führen Marisa und Stelvio ein glückliches Leben. Der unerwartete Tod ihrer Tochter Betta ändert diese Idylle, die Trauer treibt einen Keil zwischen die Eheleute.
Roberta Recchias "Endlich das ganze Leben" ist ein wundervoller Roman über Liebe, Geheimnisse und seelischen Schmerz, aber auch über Hoffnung und
darüber, wie wir wieder zu uns selbst finden können.

1.918 BeiträgeVerlosung beendet
jtk_0701s avatar
Letzter Beitrag von  jtk_0701
An Schwester Bertilla - ich bin mir sicher, da bin ich nicht allein - doch kaum ein Leser noch erinnert.

Ja, ich konnte mich wirklich kaum noch an Bertilla erinnern.

Auf der anderen Seite paradoxerweise viel zu viel "Happy End": Liebe heilt alle Wunden, Miriam und Leo im Glück, Marisa und Stelvio haben meiner Meinung nach in Rekordzeit den Verlust ihrer Tochter überwunden und der Kreis schließt sich: Leo tritt in Stelvios Fußstapfen. Das war mir tatsächlich zu viel des Guten.

Deckt sich absolut mit meinem Leseeindruck.

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