Roberto Alajmo Mammaherz

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Mammaherz“ von Roberto Alajmo

Eigentlich betreibt Cosimo Tumminia eine Fahrradwerkstatt in Calcara, einem vergessenen Dorf auf Sizilien. Doch wegen des hartnäckigen Gerüchts, er bringe Unglück, bleiben die Kunden aus. So sitzt er den lieben langen Tag vor seinem Laden, hört Radio, löst Kreuzworträtsel und lässt sich von seiner Mamma widerwillig bekochen. Eines Tages zwingt ihn eine Gruppe Fremder, ein kleines Kind eine Zeitlang in Obhut zu nehmen. Doch die Unbekannten lassen sich nicht mehr blicken; und die Nachrichten vermelden nichts von einem entführten Kind. Schließlich nimmt Cosimos Mutter die Sache in die Hand und löst das Problem auf ihre Weise.

Stöbern in Krimi & Thriller

Die Moortochter

Mehr eine Charakterstudie als ein Thriller - starke Protagonistin, angenehmer Stil, aber einige Schwächen

Pergamentfalter

Der Totensucher

Spannend und unglaublich mitreißend bis zur letzten Seite!

leserattebremen

AchtNacht

Ordentlicher Thriller mit Fitzek typischen Schwächen

Lilith79

In ewiger Schuld

Spannung pur

MellieJo

Portugiesische Rache

Eine schöne Reihe, die sich wunderbar als Reisebegleiter für euren Sommerurlaub eignet und auch die Gelegenheitsleser schnell mitreißen wird

Anka2010

Der Mann zwischen den Wänden

Toller Erzählstil. Jedoch verliert sich das Erzählte in einem atmosphärisch dichtem Meer aus Absurditäten, für die mir die Fantasie fehlt.

Ro_Ke

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Mammaherz" von Roberto Alajmo

    Mammaherz
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    09. November 2010 um 23:35

    Cosimo ist ein Außenseiter im seinem sizilianischen Dorf. Warum, weiß eigentlich keiner so genau. Aber es führt dazu, dass sich kaum mal jemand in seine Fahrradreifenwerkstatt verirrt. Wer ihn sieht, steckt die Hand in die Hosentasche oder wechselt die Straßenseite, um Unglück abzuwehren. Mangels Kundschaft führt Cosimo ein geruhsames Leben, dessen Wochenhöhepunkt das Erscheinen seines Rätselheftes ist. Die Tage sind gefüllt mit Radiohören, Rätseln und dem Versuch, seiner überbehütenden Mutter zu entkommen, dabei aber trotzdem das von ihr gekochte Essen mitzunehmen. Um sich etwas dazu zu verdienen – und weil man gewissen Leuten keine Abfuhr erteilt –, willigt Cosimo ein, ein offensichtlich entführtes Kind bei sich aufzunehmen. Für drei oder vier Tage, hieß es. Cosimo hat einen fensterlosen Raum mit einer Katzenklappe, durch die er das Kind versorgen könnte, ohne ihm gegenüber treten zu müssen. Aber die Neugier siegt dann doch. Cosimo geht zu dem Kind hinein, das zu seiner Überraschung seine freundlich gemeinten Annäherungsversuche als Angriffe versteht. Denn wie soll ein verängstigtes Kind auch ahnen, dass sein Bewacher sich für wohlmeinend hält und ihm nichts tun will. Die Anwesenheit des Kindes wirbelt Cosimos Alltag gehörig durcheinander. Erst recht, als die Tage vergehen, ohne dass in der Zeitung von einem Entführungsfall berichtet wird und ohne dass die gewissen Leute kommen, um das Kind wieder abzuholen. Statt also die versprochene Bezahlung zu bekommen, muss Cosimo sich mit seinen wachsenden Schuldgefühlen herumschlagen. Und mit dem Kind. Dabei stellt er sich reichlich trottelig an und ist daher irgendwie froh, als seine Mutter Wind von der Sache bekommt, kurzerhand bei ihm einzieht und die Sache selbst in die Hand nimmt. Ich fand den Schreibstil sehr schön. Die Geschichte wird äußerst dicht erzählt und ließ mich bis zum glaubwürdigen Ende nicht mehr los. Die Schuldgefühle Cosimos, seine Unfähigkeit, mit einer ungewohnten Situation allein fertig zu werden und seine Unbeholfenheit im Umgang mit anderen wurden so gut beschrieben, dass ich Cosimo plastisch vor mir gesehen habe. Für einige Stunden habe ich den ungemütlichen Herbst vergessen, weil ich geistig nach Italien versetzt wurde. Ich hoffe, dass noch mehr von diesem wunderbaren Autor übersetzt wird!

    Mehr
  • Rezension zu "Mammaherz" von Roberto Alajmo

    Mammaherz
    Paula

    Paula

    06. November 2008 um 11:41

    Ein Mann mit einer dominanten Mutter, der einen Jungen für eine kurze Zeit bei sich unterbringen muss, der entführt wurde. Gegen Bezahlung natürlich, nur dass die Kidnapper nicht wiederkommen. Gut geschrieben, an einigen Stellen schlecht übersetzt. An die ausschließliche Verwendung des Präsens muss man sich allerdings erst einmal gewöhnen.