Roberto Ampuero

 4 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Der letzte Tango des Salvador Allende, Der Fall Neruda und weiteren Büchern.

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Der letzte Tango des Salvador Allende

Der letzte Tango des Salvador Allende

 (11)
Erschienen am 11.08.2014
Der Fall Neruda

Der Fall Neruda

 (10)
Erschienen am 16.08.2011
Tod in der Atacama

Tod in der Atacama

 (2)
Erschienen am 14.05.2013
Der Fall Neruda: Kriminalroman

Der Fall Neruda: Kriminalroman

 (2)
Erschienen am 13.10.2014
Bolero in Havanna

Bolero in Havanna

 (0)
Erschienen am 01.07.1999
Der Pfirsichkrieg

Der Pfirsichkrieg

 (0)
Erschienen am 01.01.1986
Der Schlüssel liegt in Bonn

Der Schlüssel liegt in Bonn

 (0)
Erschienen am 01.05.1997
Tod in der Atacama

Tod in der Atacama

 (0)
Erschienen am 01.03.2015

Neue Rezensionen zu Roberto Ampuero

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Flamingos avatar

Rezension zu "Der letzte Tango des Salvador Allende" von Roberto Ampuero

lesenswerter politischer Roman
Flamingovor einem Jahr

„Der letzte Tango des Salvador Allende“ erzählt eine Geschichte in zwei Zeitsträngen. Einmal befinden wir uns zu Beginn der 1970er Jahre, am Ende der Präsidentschaft von Salvador Allende, damals demokratisch gewählter Präsident von Chile ist. Wer nichts über Chile weiß, kann einiges lernen. Wir lernen Salvador Allende aus der Sicht von Allendes Koch kennen, der heimlich Tagebuch über seine Zeit in Allendes Diensten schreibt. Diese Einblicke wechseln sich ab mit der Geschichte des Ex-CIA-Agenten David Kurtz, der über zwanzig Jahre später – wir sind also Mitte der 1990er Jahre – nach Chile reist, um den letzten Willen seiner verstorbenen Tochter zu erfüllen.
Natürlich führt sich das ganze irgendwann zusammen. Aber wie, das muss man selber lesen ;)
Die Geschichte zieht sich am Anfang unglaublich. Inbesondere, wenn man schon viel über die neuere Geschichte Chiles weiß. Und wenn man die Einmischung der USA damals für zum Kotzen findet und sich denkt, „Karma“, wenn sich jetzt die Russen in den USA einmischen. Aber dann so nach der Hälfte der Geschichte, wenn David Kurtz zu Recherche-Zwecken nach Leizig reist, platzt der Knoten der Langeweile und es wird spannend und interessant und sehr lesenswert. Dafür gebe ich dann auch sehr gerne begeisterte vier Sterne. Für den fünften Stern hätte es einfach am Anfang mehr Tempo gebraucht. Ich verstehe zwar, warum Ampuero den Leser erstmal langsam in alles einführt, aber naja, es zog sich schon arg.
Auch wenn die Geschichte schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, an Aktualität hat sie nichts verloren. Ob man nun z.B. nach Venezuela schaut oder in die USA oder auch hier in Europa bleibt, diese grundsätzlichen politischen Themen werden wohl immer aktuell bleiben. Und das macht das Buch dann auch für alle Leser interessant und regt zum Nachdenken an. Und das ist ja immer gut. 

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Marjuvins avatar

Rezension zu "Der letzte Tango des Salvador Allende" von Roberto Ampuero

"Der letzte Tango des Salvador Allende" - Roberto Ampuero
Marjuvinvor einem Jahr

Klappentext:
Der ehemalige CIA-Agent David Kurtz reist nach Chile, um den früheren Geliebten seiner Tochter zu finden. Die einzige Spur: das Tagebuch des Mannes, der 1973 Salvador Allendes Koch und Freund war. Dieser Rufino hat darin sowohl ihre gemeinsame Geschichte als auch die dramatischen Ereignisse vor Allendes Sturz festgehalten. Für Kurtz beginnt eine Suche, die ihn auch in die Abgründe der eigenen Vergangenheit führt.

Rezension
Wenn man sich für politische Dinge interessiert und auch einen Sinn für die Thematik hat, kann man hier eine Leseempfehlung aussprechen. Ich persönlich bin leider politisch übersättigt bzw. von Grund auf zu wenig interessiert, als dass ich so richtig für die Geschichte im Buch in Leidenschaft entbrannt wäre. Aber davon abgesehen, ließ es sich sehr angenehm lesen, der Stil war flüssig und angenehm geschrieben. 

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Rezension zu "Der letzte Tango des Salvador Allende" von Roberto Ampuero

Ein holperiger Tango.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Chile, am 11. September 1973.
Es herrscht Bürgerkrieg im Land, das Militär putscht gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende. Unterstützt werden die Militärs durch die USA und dort vor allem durch die CIA, denen Allendes demokratischer Sozialismus ein Dorn im Auge ist.

Mehr als 20 Jahre später versucht David Kurtz, der den letzten Wunsch seiner sterbenden Tochter erfüllen will, nur mit einem Tagebuch im Gepäck, ihre Spuren im Chile der frühen 70er zu rekonstruieren. Wer ist der Mann, von dem sie ihm auf dem Sterbebett erzählt hat? Gibt es eine Verbindung zum Tagebuch, welches von niemand Geringerem stammt, als vom Koch und Bäcker Salvador Allendes persönlich.
Die Reise gestaltet sich umso schwieriger, als Kurtz mit seiner eigenen Vergangenheit in Chile konfrontiert wird. Denn in den frühen 70ern war er für die CIA im Land aktiv ... .

Der Roman ist gegliedert in Passagen, in denen man in die Sichtweisen des Vaters eingeführt wird und in solche, in denen man Passagen aus dem Tagebuch des Kochs (mit Namen Rufino) zu lesen bekommt. 

Wer einen durchgehend politischen Roman erwartet, wird hier zu großen Teilen enttäuscht werden, es geht weniger um die politischen Ansichten und Umsetzungen des demokratischen Sozialisten Allende, als viel mehr um seine Persönlichkeit und das Private, die der Autor versucht in den Tagebuchpassagen zu vermitteln und zu entwickeln. Leider wirken grade in diesen Abschnitten die Dialoge häufig sehr konstruiert für mich, er zeichnet ein Bild von Allende, das ich ihm nur schwer abnehmen kann. Im Verlauf des Romans hat man zusätzlich das Gefühl, das es eine Art Unausgeglichenheit des Augenmerks gibt, manche Situationen wirken oft, wie über "das Ziel hinausgeschossen". An anderer Stelle würde man dann gerne mehr erfahren, erwartet weiter Informationen und Sichtweisen, weil es interessant zu werden scheint. Ich bin mit dem Gefühl zurückgeblieben, das es dem Autor nicht ganz gelingt seine Botschaften zu vermitteln.

Seine starken Momente hat der Roman für mich eindeutig in den Passagen des Vaters und ehemaligen CIA-Agenten Kurtz, dem ich die Entwicklung im Roman nachempfinden kann und sie auch glaubwürdig finde. Auch das Umgebungssetting aus einem unruhigen Chile in den 70er Jahren, in dem Proteste, Lebensmittelknappheit, Verleumdung und Resignation an der Tagesordnung sind, ist perfekt gezeichnet worden vom Autor. Durch die kurzen Kapitel kann man der Handlung gut folgen und verliert nicht die Lust am Roman.

Alles in allem ist es für mich ein Roman, von dem ich etwas anderes erwartet hatte, bei dem für mich das Gefühl bleibt, man hätte mehr aus der Thematik machen können. Deswegen ist der Roman aber nicht schlecht und durchaus lesenswert.


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