Roberto Ampuero Der Fall Neruda

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Inhaltsangabe zu „Der Fall Neruda“ von Roberto Ampuero

Welches Geheimnis verbindet Pablo Neruda und die Frau, die er nicht vergessen kann? Als der berühmte Dichter 1973 nach Jahren als Botschafter alt und krank in seine Heimat Chile zurück - kehrt, spürt er, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Er beauftragt Cayetano Brulé mit Nachforschungen über eine geheimnisvolle Frau. Die Suche nach ihr führt Cayetano von Mexiko nach Kuba, dann in die DDR. Immer wieder scheint sie ihren Namen, ihre Identität gewechselt zu haben ...

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Origin

Sehr spannend, gut geschrieben, kleinere Schwächen. Empfehlenswert!

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Dunkel Land

Spannender Fall. Die Ermittler etwas zu brav, hätten mehr Ecken und Kanten vertragen.

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Schatten

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  • Roberto Ampuero - Der Fall Neruda

    Der Fall Neruda

    miss_mesmerized

    04. May 2014 um 16:29

    Ein warmer Februarmorgen in Valparaíso. Cayetano Brulé sitzt in einem Café und wartet auf einen Termin mit drei berühmten Beratern. Er hatte schon einmal in dieser Stadt einen Auftrag als Ermittler, in den chaotischen Endtagen der Allende Regierung. Sein Auftraggeber damals: kein geringerer als Pablo Neruda. Was sich simpel anhörte – er solle eine Frau ausfindig machen, die der Autor 30 Jahre zuvor in Mexiko kennen und lieben gelernt hatte – wurde für ihn zu einer globalen Suche nach einem Phantom, das die Länder und Identitäten in einem Tempo wechselte, dass dem frischgebackenen Detektiv fast schwindelig wurde. Als er sich endlich am Ziel sah und die ominöse Beatriz gefunden hatte – drohte das Land im Umsturz zu versinken und er war nicht sicher, ob er dem berühmten Schriftsteller seinen letzten Wunsch würde erfüllen können. Ampueros Roman führt zurück in eine turbulente Zeit Südamerikas. Die politischen Ereignisse werden ebenso mit der Handlung verflochten wie das Leben Pablo Nerudas. Fakt und Fiktion spielen hier unterhaltsam zusammen und erzählen nebenbei noch eine detektivische Geheimdienstgeschichte. Unterhaltsam zu lesen, hätte sicher mit mehr Wissen um Neruda und Chile noch mehr Eindruck hinterlassen.

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  • Rezension zu "Der Fall Neruda" von Roberto Ampuero

    Der Fall Neruda

    fima

    30. June 2010 um 15:25

    Ich habe „der Fall Neruda“ in der Krimiabteilung meiner Buchhandlung gefunden. Das Cover und der Name „Neruda“ haben mein Interesse geweckt. Der Klappentext klang zwar nicht gerade nach Krimi aber mich hat das Buch irgendwie angesprochen. Und was soll ich sagen: Ich bin nicht enttäuscht worden. Es ist zwar kein klassischer Krimi aber es ist eine Detektivgeschichte der anderen Art. Ein Mann wird kurz vor dem Tod Nerudas von diesem beauftragt eine Frau zu finden, mit der er vor langer Zeit eine kurze Liebesaffäre hatte. Inspiriert von den Maigret-Krimis Simenons macht er sich auf die Suche. Die Reise führt ihn nach Mexiko, Kuba, Bolivien und in die damalige DDR. Zum Schluss findet er die gesuchte Person aber es ist zu spät! Das Buch zeigt gut den Zustand und die Stimmung in Chile kurz vor dem faschistischen Putsch 1973. Gut gefallen hat mir auch der Teil wo der Held in Ostberlin auf der Suche nach der Unbekannten ist. Das Hauptthema und was sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist Pablo Neruda und dessen Verhältnis zu den wichtigsten Frauen seines Lebens.

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  • Rezension zu "Der Fall Neruda" von Roberto Ampuero

    Der Fall Neruda

    Clari

    15. May 2010 um 23:10

    Politischer Umbruch und das Geheimnis einer großen Liebe. Valparaiso im Sommer 1973. Die Stadt gleicht einem Hexenkessel. Noch herrscht Allende in Chile, doch die Gerüchte um einen Militärputsch wollen nicht verstummen. Sozialisten, Kommunisten und aufmüpfige Bürger suchen einen Ausweg aus der Lage. Gerade zu dieser Zeit begegnet Gayetano Brulé dem alten und kranken Dichter Pablo Neruda auf einem Fest bei Freunden. Anschließend bittet Neruda den jungen Mann, für ihn nach Mexiko zu reisen, um einen Arzt zu suchen, der sich mit Kräutern und Heilmethoden gegen Krebs auskennt. Neruda hatte ihn aus den Augen verloren. Gayetano schließt daraus, dass Neruda Hilfe für die eigene Krebserkrankung sucht. Weit gefehlt aber bekommt er nur geheimnisvolle Aufträge, ohne das Ziel der Suche wirklich zu kennen. Er macht sich auf eine Reise, die ihn außer nach Mexiko noch nach Kuba, in die DDR und nach Bolivien führt. Abenteuerlich und spektakulär mutet die Reise an, in der Gayetano mit zahlreichen Menschen ins Gespräch kommt und Erfahrungen macht,von denen er zuvor keine Vorstellung hatte. Schließlich erfährt der Reisende, dass er eine ehemalige Geliebte des Dichters ausfindig machen soll! Um den Plot einer Liebesaffäre Pablo Nerudas ist ein fiktiver Roman entstanden, der kriminalistische Ausmaße gewinnt. Die politischen Machtstrukturen in den unruhigen Regionen Südamerikas bieten den Handlungsstrang, der um die persönliche Geschichte Pablo Nerudas in seinen letzten Lebensjahren kreist. Chile und die kurze Zeit unter Allendes Führung mit dem anstehenden Militärputsch durch das Militär sind ebenso Teil der Erzählung, wie Mexiko mit seiner langen Kulturgeschichte und den prachtvollen Bauten und Bildnissen aus der Zeit der Azteken. In der DDR findet Gayetano ein strenges Regiment mit bedrängender Beaufsichtigung vor, und in Bolivien wird es erst recht mühsam mit der Suche nach der unbekannten Frau aus Nerudas Vergangenheit. Der Dichter ist krank, und die Zeit drängt, was zur Steigerung der Spannung beiträgt. Roberto Ampuero hat einen gehaltvollen und mit kriminalistischen Spuren ausgestatteten Roman entworfen. Geschichte und politische Verhältnisse zu Zeiten Allendes und Pinochets in Chile bekommen Gestalt und Stimme, so dass man sich lebhaft in die Region hinein versetzt fühlt. Die vollen Strassen, das gesellige Treiben und die versteckte Angst vor dem, was kommen wird, machen sich an der Handlung der Figuren und anhand der politischen Vorkommnisse fest. Bunt und lebhaft ist das Treiben in den Strassen und Gassen, sind die verfallenen Häuser in Kuba und die farbige Vielfalt in Mexiko. Mit einer immer wieder kehrenden Geste erkennt man den Hauptdarsteller, der sich versonnen über den Schnurrbart streicht. Anklänge an Maigret in Frankreich sind unübersehbar, wenngleich hier ein Laie agiert, der nicht vertraut mit der Arbeit eines Detektivs ist. Brulé lernt ständig dazu und man beobachtet seinen Werdungsprozess, der ihn klüger und täglich vorsichtiger werden lässt. Dieser Roman bietet eine Fülle von Anschauungsmaterial und ist dicht und aufregend konzipiert. Sprachschönheit ist gekoppelt an eine anspruchsvolle Handlung, die jeden Literaturfreund begeistern wird.

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  • Rezension zu "Der Fall Neruda" von Roberto Ampuero

    Der Fall Neruda

    HeikeG

    14. May 2010 um 15:08

    Auf der Suche nach Nerudas letztem großen Gedicht . Der Sohn eines chilenischen Eisenbahnarbeiters sah sich als Erneuerer der Dichtung seiner Heimat und zugleich als Sprachrohr des kleinen Mannes. Durch seine Liebesgedichte und Erzählungen stieg er zum anerkannten Dichter und Diplomaten nicht nur des chilenischen Volkes auf. Pablo Neruda verstand es auf einzigartige Weise, Lyrik und Politik zu einem beeindruckenden Werk mit universaler Aussagekraft für ein weltweites Massenpublikum zu verbinden. 1971 wurde sein Lebenswerk durch die Verleihung des Nobelpreises für Literatur gekrönt. Sein Leben war geprägt von der Suche nach dem richtigen Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit, aber er verirrte sich des Öfteren in Abwege und Widersprüche. . Niemand anderer als dieser chilenische Intellektuelle wird der Auftraggeber für Cayetano Brulés ersten Fall. In einem Café seiner Wahlheimat Chile, in dem Hafenstädtchen Valparaíso, erinnert sich der gebürtige Kubaner, mittlerweile ein recht erfolgreicher Privatdetektiv, an seine 33 Jahre zurückliegenden Anfänge, die alles andere als rosig waren. In einer großen Rückblende schaut er auf das schicksalhafte Jahr 1973. . Salvador Allende und die Unidad Popular leiten zwar noch die Regierungsgeschäfte, aber erste Anzeichen des Militärputsches sind allerorts zu spüren. In den Tagen des zügellosen sozialen Aufbegehrens, das jedoch nicht in das mündete, was das Volk sich erträumte, sondern in die Diktatur des Generals Pinochet, lernt Brulé bei einer Gartenparty den chilenischen Dichter kennen, der ihn für einen seltsamen Auftrag gewinnen möchte. Er soll einen Arzt ausfindig machen, von dem sich Neruda Heilung für seine fortgeschrittene Krebserkrankung erhofft. Doch auf der Suche nach dem ominösen Mann, die ihn zuerst nach Mexiko, dann nach Havanna, in die DDR und schließlich nach Bolivien führt, wird immer ersichtlicher, dass es dem sterbenden Dichter um etwas ganz anderes geht: eine ehemalige Geliebte und deren gemeinsames Geheimnis - ein Kind. . Die Idee zum Roman, der bereits der sechste Teil einer Cayetano-Brulé-Serie ist, zog der Autor aus einem Vers von Nerudas Gedichtband „Die Verse des Kapitäns“ (Versos del capitán, 1953). Dort fragt das lyrische Ich nach dem Verbleib seines Sohnes. Ampuero überträgt dieses Sehnen nach einem Nachkommen auf seinen fiktionalisierten Neruda. Das Kind soll ihm ein fleischliches Weiterleben garantieren, das sich von der Unsterblichkeit seines Werks substanziell unterscheiden würde. . Mit einfachen Worten, aber trotzdem viel Feingefühl, entwirft Roberto Ampuero Nerudas Charakterbild. Er zeichnet eine widersprüchliche Figur, politisch wie im Privatleben: sehr menschlich, sehr ehrgeizig und großzügig, sehr leidenschaftlich und dabei fähig, Frauen auszunutzen. Wohltuend verzichtet der chilenische Autor auf Anklage und Rechtfertigung. Gleichzeitig vermag er durch eine klar verständliche Darstellung der Inhalte die politische Stimmung des Jahres 1973, das gesellschaftspolitische Umfeld der rastlosen Umbruchszeit vor der Machtergreifung Pinochets eindrucksvoll wiederzugeben. Mit der Figur des Cayetano Brulé arbeitet Ampuero wiederum die verschiedenen Seinsweisen und Gefühlslagen der Lateinamerikaner heraus. . Fazit: „Der Fall Neruda“ ist keine klassische Detektivstory und schon gar kein Genreroman, sondern eine Ermittlung in der Zeitgeschichte: ein ruhiges, reflexives und stimmungsvolles Buch, ein „Defilee von Masken“, menschlicher wie auch gesellschaftspolitischer. Geschickt verknüpft Roberto Ampuero geschichtliches Wissen einer anarchistischen Zeit mit einer großen Figur dieser Epoche - den chilenischen Dichter und Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda.

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