Roberto Ampuero Der letzte Tango des Salvador Allende

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Tango des Salvador Allende“ von Roberto Ampuero

Der ehemalige CIA-Agent David Kurtz reist nach Chile, um den früheren Geliebten seiner Tochter zu finden. Die einzige Spur: das Tagebuch des Mannes, der 1973 Salvador Allendes Koch und Freund war. Dieser Rufino hat darin sowohl ihre gemeinsame Geschichte als auch die dramatischen Ereignisse vor Allendes Sturz festgehalten. Für Kurtz beginnt eine Suche, die ihn auch in die Abgründe der eigenen Vergangenheit führt.

Politischer Roman - angenehm zu lesen!

— Marjuvin

Ein Vater folgt nach vielen Jahren seinem Herzen, um seiner Tochter ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Er begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und entdeckt in Chile ein weiteres Vermächtnis.

— Annette69

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  • "Der letzte Tango des Salvador Allende" - Roberto Ampuero

    Der letzte Tango des Salvador Allende

    Marjuvin

    12. June 2017 um 15:22

    Klappentext:Der ehemalige CIA-Agent David Kurtz reist nach Chile, um den früheren Geliebten seiner Tochter zu finden. Die einzige Spur: das Tagebuch des Mannes, der 1973 Salvador Allendes Koch und Freund war. Dieser Rufino hat darin sowohl ihre gemeinsame Geschichte als auch die dramatischen Ereignisse vor Allendes Sturz festgehalten. Für Kurtz beginnt eine Suche, die ihn auch in die Abgründe der eigenen Vergangenheit führt.Rezension: Wenn man sich für politische Dinge interessiert und auch einen Sinn für die Thematik hat, kann man hier eine Leseempfehlung aussprechen. Ich persönlich bin leider politisch übersättigt bzw. von Grund auf zu wenig interessiert, als dass ich so richtig für die Geschichte im Buch in Leidenschaft entbrannt wäre. Aber davon abgesehen, ließ es sich sehr angenehm lesen, der Stil war flüssig und angenehm geschrieben. 

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  • Ein holperiger Tango.

    Der letzte Tango des Salvador Allende

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2016 um 21:30

    Chile, am 11. September 1973. Es herrscht Bürgerkrieg im Land, das Militär putscht gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende. Unterstützt werden die Militärs durch die USA und dort vor allem durch die CIA, denen Allendes demokratischer Sozialismus ein Dorn im Auge ist. Mehr als 20 Jahre später versucht David Kurtz, der den letzten Wunsch seiner sterbenden Tochter erfüllen will, nur mit einem Tagebuch im Gepäck, ihre Spuren im Chile der frühen 70er zu rekonstruieren. Wer ist der Mann, von dem sie ihm auf dem Sterbebett erzählt hat? Gibt es eine Verbindung zum Tagebuch, welches von niemand Geringerem stammt, als vom Koch und Bäcker Salvador Allendes persönlich. Die Reise gestaltet sich umso schwieriger, als Kurtz mit seiner eigenen Vergangenheit in Chile konfrontiert wird. Denn in den frühen 70ern war er für die CIA im Land aktiv ... . Der Roman ist gegliedert in Passagen, in denen man in die Sichtweisen des Vaters eingeführt wird und in solche, in denen man Passagen aus dem Tagebuch des Kochs (mit Namen Rufino) zu lesen bekommt. Wer einen durchgehend politischen Roman erwartet, wird hier zu großen Teilen enttäuscht werden, es geht weniger um die politischen Ansichten und Umsetzungen des demokratischen Sozialisten Allende, als viel mehr um seine Persönlichkeit und das Private, die der Autor versucht in den Tagebuchpassagen zu vermitteln und zu entwickeln. Leider wirken grade in diesen Abschnitten die Dialoge häufig sehr konstruiert für mich, er zeichnet ein Bild von Allende, das ich ihm nur schwer abnehmen kann. Im Verlauf des Romans hat man zusätzlich das Gefühl, das es eine Art Unausgeglichenheit des Augenmerks gibt, manche Situationen wirken oft, wie über "das Ziel hinausgeschossen". An anderer Stelle würde man dann gerne mehr erfahren, erwartet weiter Informationen und Sichtweisen, weil es interessant zu werden scheint. Ich bin mit dem Gefühl zurückgeblieben, das es dem Autor nicht ganz gelingt seine Botschaften zu vermitteln. Seine starken Momente hat der Roman für mich eindeutig in den Passagen des Vaters und ehemaligen CIA-Agenten Kurtz, dem ich die Entwicklung im Roman nachempfinden kann und sie auch glaubwürdig finde. Auch das Umgebungssetting aus einem unruhigen Chile in den 70er Jahren, in dem Proteste, Lebensmittelknappheit, Verleumdung und Resignation an der Tagesordnung sind, ist perfekt gezeichnet worden vom Autor. Durch die kurzen Kapitel kann man der Handlung gut folgen und verliert nicht die Lust am Roman. Alles in allem ist es für mich ein Roman, von dem ich etwas anderes erwartet hatte, bei dem für mich das Gefühl bleibt, man hätte mehr aus der Thematik machen können. Deswegen ist der Roman aber nicht schlecht und durchaus lesenswert.

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  • Ein Buch über die Macht von Liebe und Poesie

    Der letzte Tango des Salvador Allende

    Annette69

    15. October 2014 um 17:03

    Der letzte Wunsch seiner kürzlich verstorbenen Tochter führt den pensionierten CIA-Agenten David Kurtz nach Chile. 30 Jahre sind vergangen, seitdem er dort im Auftrag der “Firma” am Sturz der Regierung Allende mitgewirkt hat. Nun soll er in Santiago die große Liebe seiner Tochter finden. Ein schwieriges Unterfangen, denn Kurtz weiß so gut wie nichts über Victorias Vergangenheit, und die einzigen Wegweiser sind ein verblasstes Foto und die Aufzeichnungen eines Bäckers, die ihm Victoria hinterlassen hat. Das auf Spanisch verfasste Tagebuch, dass sich Kurtz mühsam erschließt, öffnet seinen Blick für eine völlig gegensätzliches Leben und führt in das damalige Zentrum der Macht, den Präsidentenpalast, und zu Salvador Allende. Es ist die unglaubliche Geschichte eines Bäckers und Jugendfreundes Allendes, dem das Mehl ausgeht und der notgedrungen im Präsidentenpalast als Koch beginnt. Da sich die alte Vertrautheit schnell wieder einstellt, wird der Tangoliebhaber Rufino zu einer Art Seelentröster des Präsidenten, redet mit ihm über die Liebe, das Leben und Gesellschaftsutopien. Roberto Ampuero erzählt von da an auf zwei Ebenen. Temporeicher ist die Suche des  ehemalige CIA-Agenten Kurtz. Er muss alte Kontakte bemühen und reist über Belgien bis nach Leipzig, wo er beinahe ums Leben kommt.  Bei seinen Recherchen kommt Kurtz, mit seiner Vergangenheit konfrontiert, letztlich auch bei sich an. Die Suche des Vaters wird immer wieder unterbrochen von den Aufzeichnungen Rufinos, einer Chronik der sich zuspitzenden Staatskrise, die mit dem Putsch gegen die Regierung Allende endet. Roberto Ampuero, weit gereist und derzeit einer der erfolgreichsten Schriftsteller seines Landes, gewährt einen differenzierten Einblick in die verschiedenen politischen Lager jener Zeit. Einer Zeit, die seine Jugend beschreibt. Auch er könnte auch ein Freund Victorias gewesen sein.

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  • Buchverlosung zu "Der Besuch" von Hila Blum

    Der Besuch

    Berlin_Verlag

    Nachdem die Plätze für die Leserunde leider alle bereits vergeben sind, wollen wir euch weitere 10 Exemplare unseres derzeitigen Lieblingsbuchs schenken: Hila Blums DER BESUCH.  Und das müsst ihr tun: Schreibt uns eine Geschichte!  Thema:  Ein traumhafter Abend, der dich teuer zu stehen kam. Egal ob erfunden oder wahr, ungeschminkt oder über die Maßen geschönt: Wir freuen uns auf eure Erzählungen, der Form sind keine Grenzen gesetzt!  Unsere fünf Favoriten veröffentlichen wir in unserem Magazin. Die Urheber erhalten ein schickes Buchpaket, natürlich ist DER BESUCH inklusive. Wir verlinken auch gern auf euren Blog, auf eure Autorenseite oder euer Facebookprofil, da richten wir uns nach euren Wünschen.  Weitere fünf Exemplare werden unter allen Teilnehmern verlost.  Und alle Gewinner sind natürlich herzlich eingeladen, an unserer Leserunde zu Hila Blums Debütroman teilzunehmen. Und so stellen wir uns das vor :-)   Nati und Nili am letzten Abend ihrer Paris-Reise: Nach einem Opernbesuch leisten sie sich ein Diner im »La Soupière d’Or, dem angesagtesten Lokal der Stadt, einem Königreich aus Licht und Marmor« – es ist kurz vor Mitternacht ... » Paris entschleunigt sich vor der Nacht. Sie sind nicht traurig, nicht erschrocken; mehr noch, es kommt ihnen vor, als wäre es übertrieben, wenn sie noch einen Tag länger in der Stadt blieben. So war es genau richtig. Sie diskutieren erneut ohne Angst: Warum hat Nili gestichelt – sie gibt zu, dass sie es getan hat. Warum hat Nati übertriebene Empfindlichkeit demonstriert – auch er gibt das zu. Vielleicht hat Miep tatsächlich mal so etwas zu ihm gesagt, etwas, was all die Jahre in ihm geschlummert hat, obwohl er sich nicht an einen bestimmten Vorfall erinnern kann. Sie analysieren die Tatsache, dass sie analysieren, und sie segnen sich selbst für die Fähigkeit, zu streiten und sich wieder zu versöhnen, und sie bekennen, dass sie beide nicht einfach sind. Um kurz vor zwölf schaut Nati auf die Uhr und sagt: »He, fünf Minuten vor Mitternacht.« »Wirklich?«  »Gehen wir?«  »Ja gern.«  Beide denken an den langen Weg zum Hotel, sieben Stationen mit der Metro, ein langer Weg, eine lange Zeit unter der Erde – obwohl Nili die Widerspiegelung ihrer Gesichter auf einer Außen- welt aus Glas und Beton liebt: ohne Pickel, ohne Poren, etwas, was der Vollkommenheit von Schatten am nächsten kommt. Wie schön wäre es, wenn sie jetzt schon in ihrem Hotelzimmer wären, nackt im Bett, eine Wange ins Kissen geschmiegt, ein Auge platt gedrückt, so würden sie sich anschauen, einander streicheln, vielleicht mitei- nander schlafen, vielleicht über ihre Kindheit reden, deren Wunder, deren Sünden, eine Papiergirlande von Geschichten. Vielleicht wer- den sie keine Liebe machen, vielleicht werden sie Nase an Nase ein- schlafen und um vier Uhr morgens wird einer von ihnen aufwachen und das Licht ausmachen. Nati winkt dem Kellner – eine kleine Zeichnung seiner Finger in der Luft – und der Kellner kommt den ganzen Weg zu ihnen, nur um zu sagen: »Ja, mein Herr? Die Rechnung, mein Herr? Selbstverständlich.« Und jetzt warten sie. Nati zündet sich eine letzte Zigarette an und leert sein Weinglas bis auf den letzten Tropfen. Sie sind satt, weich vom Alkohol, warm, müde. Nili gähnt wieder. Sie sieht ein bisschen krank aus, sie braucht frische Luft. »Monsieur«, der Kellner verneigt sich wieder vor ihnen und stellt ein kleines, vergoldetes Tablett vor sie hin. Nati beeilt sich, die Ziga- rette abzulegen, und greift in seine Tasche. Er richtet sich auf und wühlt auch in den hinterenTaschen. »Was?«, fragt Nili gähnend. »Mein Portemonnaie«, sagt er. »Ich finde es nicht.« « (Hila Blum: Der Besuch, S. 94 f.) Und jetzt seid ihr dran. Und wir sind gespannt...

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  • Das Ende eines politischen Aufbruchs

    Der letzte Tango des Salvador Allende

    michael_lehmann-pape

    18. March 2013 um 14:57

      „Los geht´s! Beladen mit Schatten der Erinnerung...... Los Geht´s! Zum Klang deiner schweren Schritte“.   Die Melancholie des Tango Argentino, die Schwermut der Texte, das „losgehen“ in den Tanzschritten, Schritt für Schritt, ohne zu wissen, wohin der Tanz einen tragen wird, jene Tangotexte sind es, die Roberto Ampuero jenem Erzählstrang in seinem Roman vorweg setzt, der sich mit den letzten Tagen Allendes, mit der Hoffnung, die damals in Chile politisch aufgeflackert war und die doch an der wirtschaftlichen Realität zerschellte, beschäftigt.   Kongenial zu diesem Strang steht moderne Rocklyrik je als Leitwort über jenen Kapiteln des zweiten Erzählstranges, der aus der Gegenwart heraus sich dieser Vergangenheit nähert. So, wie eben zwei Welten im Buch aufeinander prallen (ebenso, wie es der politischen Realität damals entsprach) und doch sich ineinander als verflochten darstellen werden.   Der ehemalige CIA Agent David Kurtz ist noch einmal, nach Jahrzehnten, wieder in Chile. Auf persönlicher Mission. Bei sich trägt er ein wenig der Asche seiner verstorbenen Tochter.  Die damals, als die ganze Familie in Chile lebte und Kurtz auftragsgemäß alles daran setzte, diesen „sozialistischen Versuch“ in Chile zu behindern, zu torpedieren, zum Scheitern zu bringen. Ganz im Sinne der Politik der USA. Und erfolgreich hat er gearbeitet, keine Frage. Gegen die Wirtschaftsmacht im Hintergrund und die vielen Stecken, die in das Getriebe Chiles verdeckt geworfen wurden, hatte der „Doktor“ Allende keine wirkliche Chance.   Eine Geschichte „hoher Politik“, die, so wird David Kurtz schmerzlich, begleitet war von Grausamkeiten, Folter, vom Verschwinden hunderter unliebsamer Menschen. Hat er gar selber Anteil gehabt an dramatischen Ereignissen, an der Zerstörung des Glückes seiner damals jungen Tochter?   Bei seiner Suche findet Kurtz das Tagebuch Rufinos. Koch und Assistent Allendes, ehemals selbstständiger Bäcker (aber wie will man ohne Mehl Brot herstellen?). Und folgt auch diesen Spuren aus der Vergangenheit der frühen 70er Jahre. Spuren des Tangovirtuosen Allende, Spuren des Frauenliebhabers Allende, Spuren des Präsidenten eines wankenden Landes, der versuchte, die bürgerliche Freiheit zum Leben zu erwecken und die Gewalt einzudämmen. Einer, der sich nachher von den Stützen seines Staates verraten sah und den unvermeidlichen Weg in den Tod ging. Wie so viele andere zu jener Zeit in Chile.   Ganz hervorragend versteht es Ampuero, die Atmosphäre, die innere Zerrissenheit Chiles jener Jahre lebendig vor Augen zu führen. Er nimmt den Leser mit auf diese Spurensuche, die auch zeigt, wie von außen alles dafür getan wurde, dass Allende scheitert und wie Grausamkeit und Gewalt als Mittel von Kapital und „großer Weltpolitik“ bedenkenlos eingesetzt wurden.   Aber ebenso hervorragend führt Ampuero auch die Personen vor Augen, zeigt auf, wie alles mit allem verbunden ist (auf verblüffende Weise zum Ende des Buches hin) und lässt einen tiefen Einblick zu in den Menschen Allende, in seine Vertrauten, in das Leben und die Ideale, die damals „auf den Weg gebracht wurden“.   „Der letzte Tango des Salvador Allende“ ist ein grandioser Roman über ein ganzes Land, der mit seiner bildkräftigen Sprache und seinen differenziert dargestellten Personen besticht. Ein Buch, das Zusammenhänge im kleinen und großen deutlich macht und sprachlich ausgereift eine ganz hervorragende Lektüre darstellt. Sehr empfehlenswert.

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