Roberto Bolaño Stern in der Ferne

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Inhaltsangabe zu „Stern in der Ferne“ von Roberto Bolaño

'Es wird ein Bolaño-Fieber geben bei denen, die Lesen als Abenteuer begreifen.' Der Spiegel

Wie ein Meteor schlug Roberto Bolaño in unsere Literatur ein – eine Stimme vom Rand der Welt, ein unbestechlicher Blick in unsere Seelen. Seine Romane voller gebrochener Helden und verlorener Illusionen erzählen vom Überschwang der Jugend und der ironischen Weisheit der Detektive: Weltromane in einem neuen Sinn.

Bereits Jahre vor seinem Hauptwerk ›2666‹ legte Bolaño mit ›Stern in der Ferne‹ ein Meisterwerk vor: ein Flieger- und Künstlerroman um den legendären Carlos Wieder. Dessen Name schillert in der chilenischen Gegenwart immer wieder auf – als Literat, Ästhet, Pilot und als faschistische Schreckensgestalt. Aus dem Dichterfreund wird ein grässlicher Gegenspieler.

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  • Rezension zu "Stern in der Ferne" von Roberto Bolaño

    Stern in der Ferne

    Anahid

    20. July 2010 um 12:31

    Roberto Bolano ist ein Erzähler, der nicht ein Wort zuviel benutzt, aber auch nicht ein Wort zu wenig. Die Geschichte, die er hier heranspinnt, beschreicht den Faschisten Carlos Wieder. Im Chile des Jahres 1973, in dem gerade ein großer Umbruch stattfindet, gibt es viele Dichter, die über die Literatur nachdenken oder sie praktizieren. Der Erzähler selbst wird nachdem Pinochets Schatten über das Land fällt, wie viele andere ins Gefängnis geworfen. Dort wird er Zeuge, wie ein Flugzeug Wörter in den Himel schreibt. Es ist klar, dieser Mensch wird etwas verändern… Im Laufe des Buches verspürte ich den Drang zu googeln, weil Bolano sich in Aufzählungen von Dichtern dieser oder der Zeit davor verliert und ich nicht dumm bleiben wollte. So etwas hat ein Buch noch nie bei mir geschafft. Dieses frühe Meisterwerk, ich nehme diese Worte nur in den Mund, da ich sie auch wirklich vergebe, spielt mit der Macht eines einzelnen Dichters. Dabei wird dieser Dichter, eher zu einem Monster, dass die damalige Zeit zusätzlich dunkel überschattet. Die Einblicke in das Leben der gehetzten und verratenen ist so brutal und doch nüchtern beschrieben, dass der Leser nicht merkt, wie drastisch der Überlebenskampf damals gewesen sein muss. Eindrucksvoll auf wenigen Seiten wird eine ganze Lebensgeschichte erzählt, die mehr Menschen in Chile berührt, als ich es für möglich gehalten hätte. Carlos Wieder ist ein bösartiger Dämon in seiner Zeit, der töten ohne Moral und trotzdem erst sehr viel später die Quittung dafür erhält. Ich sträubte mich „2666″ zu lesen, der schwere des Buches wegen, aber nun gibt es keinen Weg mehr daran vorbei, denn wie Bolano mit der Sprache erzählt, dass ist eine Kunst, die ich nicht vergessen möchte. Trotz Hype und allem wünsche ich diesem Buch viele Leser, als Einstiegsdroge in die lateinamerikanische Literatur oder Bolano ist es sehr zu empfehlen. Bald erscheint der Roman „Lumpenroman“ bei Hanser Erscheinungsdatum: 16. August 2010! Ansonsten verweise ich natürlich noch mal auf „2666″. Da „Stern in der Ferne“ auf dem letzten Kapitel von „Naziliteratur in Amerika“ verweist, hier der Tip: Das Buch wird auch neu aufgelegt und erscheint bei Fischer am 11. November 2010.

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  • Rezension zu "Stern in der Ferne" von Roberto Bolaño

    Stern in der Ferne

    bogi

    23. June 2010 um 01:33

    Ich habe das Buch mir als Einlesen in Bolano einverleibt. Ich fürchte dabei wird es auch bleiben. Literarisch mit Sicherheit ein gutes Buch, war es für mich aber insgesamt zu hintergründig, zu sybillinisch, ja fast zu unklar. Inhaltlich dreht sich vieles um Gefühlslagen, Sein oder nicht sein, Symbolik im "neuen" Chile der Pinochet Ära. Stellvertretend sei genannt, dass es sich mir nicht recht erschlossen hat, ob der Hauptdarsteller nun als Held des neuen Regimes, als in inneren Konflikten sich befindlichen, nachdenklichen Vertreter der neuen Machthaber oder als Symbol der neuen Führung mit im Grunde schon immer vorhandenen Symphatien für die alte Regierung gesehen werden kann. Es war mir ein Bedürfnis einen Bolano zu lesen, ein Bolano-Fan werde ich wohl eher nicht werden. Aber natürlich gilt: Jeder bilde sich sein eigenes Urteil.

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