Roberto Bolano

 4.3 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor von Chilenisches Nachtstück, Telefongespräche und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Roberto Bolano

Roberto Bolaño Ávalos wurde am 28. April 1953 in Santiago de Chile geboren. Seine Jugend verbrachte er hauptsächlich in Mexiko, kehrte ab 1972 nach Chile zurück um sich politisch gegen die Regierung Salvador Allendes zu engagieren. Nach dem Militärputsch 1973 wurde er inhaftiert und ging anschließend ins Exil nach Mexiko und 1976 nach Spanien. Bolaño begann als surrealistischer Lyriker, begann aber sich in Spanien mit Prosa auseinanderzusetzen, mit der er seit den 90er Jahren wachsenden Erfolg erzielte. Er erhielt einige der angesehensten lateinamerikanischen Literaturpreise. Er litt Zeit seines Lebens an einer Leberzirrhose und starb im Alter von 50 Jahren während er auf eine Lebertransplantation wartete. Bolaño war Vater zweier Kinder, Lautaro und Alexandra, denen sein letzter zu Lebzeiten publizierter Roman »Lumpenroman« gewidmet ist. Er starb am 15. Juli 2003 in Barcelona, Spanien.

Alle Bücher von Roberto Bolano

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Chilenisches Nachtstück

Chilenisches Nachtstück

 (24)
Erschienen am 01.05.2010
Telefongespräche

Telefongespräche

 (16)
Erschienen am 01.07.2008
Der unerträgliche Gaucho

Der unerträgliche Gaucho

 (10)
Erschienen am 21.05.2015
Exil im Niemandsland

Exil im Niemandsland

 (7)
Erschienen am 05.03.2008
Amulet

Amulet

 (2)
Erschienen am 01.05.2008
Distant Star

Distant Star

 (1)
Erschienen am 28.10.2004
Estrella distante/ Distant Star

Estrella distante/ Distant Star

 (1)
Erschienen am 04.05.2010

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Neue Rezensionen zu Roberto Bolano

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awogflis avatar

Rezension zu "Amulet" von Roberto Bolano

Literarischer Irrweg durch die Strassen von Mexico City
awogflivor 3 Jahren

Wenn ich mit einem so dünnen Büchlein gar so lange brauche, dann habe ich meistens ein Problem.

Zuerst muss ich gestehen, dass ich ein Faible für lateinamerikanische Autoren habe, seitdem ich Gabriel Garcia Marquez 1982, als er Literaturnobelpreisträger wurde, entdeckt habe. Anschließend habe ich einige Autoren aus diesem Kultukreis regelrecht verschlungen und fast alle genossen. Mir kommt vor, fast alle südamerikanischen Autoren schreiben wunderschön, der Plot und die Sprache haben meist etwas mystisches, die Zeiten in der Handlung verschwimmen, die Figuren sind immer sehr politisch und revolutionär auch wenn sie nur auf die Toilette gehen.

Auch dieses Buch fing grandios gemäß meiner Erwartungen eben auf einer solchen Toilette an. Die junge Frau Auxilio Lacouture wird beim Überfall der Soldaten auf die Universität im Rahmen des Militärputsches übersehen, da sie auf dem Klosett Lyrik gelesen hat. Was für ein Einstieg! Der hat alles! Humor, Intellektualität und Relvolution. Die Künstler-Intellektuellen und Poeten Lateinamerikas sind auch ganz anders, authentischer und interessanter als diese satten Europäer, die mit ihrem Vermögen ein bisschen auf kultiviert und Künstler machen. In Mexiko wird im Namen der Kunst gehungert, ins Gefängnis gegangen, gekämpft sich gelegentlich auch prostituiert und zudem manchmal auch gestorben.

...und dann passierte gar nix mehr: weder eine nennenswerte Handlung noch ein paar revolutionär-philosophische Gedanken von Substanz, sondern nur ständig sich wiederholendes Gebrabbel, Dichteraufzählungen, im Kaffehaus sitzen, Essen, durch die Stadt irren, und die sauschlechte Nacherzählung einer griechisch mythologischen Geschichte, die jeder Belesene in- und auswendig kennt.

Nix, Verzeihung: NADA.

Dies aber in dieser wunderschönen lateinamerikanischen mystischen Sprache, die Zeiten und Orte ineinander fließen läßt. Dafür und für die Toilettenszene gibt es den 2. Stern

Fazit: Entbehrlich - ich hoffe, das epische Meisterwerk von Bolano 2666 hat mehr Substanz :-)

Kommentare: 4
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Ronnes avatar

Rezension zu "2666" von Roberto Bolano

Rezension zu "2666" von Roberto Bolano
Ronnevor 7 Jahren

1183 Seiten. Einschüchternd. Lohnend!
Die erste Geschichte über die Dreiecksbeziehung der Kritiker fängt sehr angenehm an. Da es von der Geschichte her nicht zu verworren ist, kommt man so schnell in den Schreibstil Bolanos. Die 5 gesammelten Geschichten hängen zusammen und stehen doch für sich. Die roten Fäden sind hierbei Frauenmorde die in Santa Teresa stattfinden, ein deutscher Autor und zumindest durch 3 Geschichten, Teile aus dem Leben eines ausgewanderten Spaniers.
Seltsamerweise gefiel mir die letzte am schlechtesten, da sie ca. zur hälfte aus Krieg besteht. Doch diese ca. 150 Seiten wirken sich nich auf die unglaubliche Genialität des Buches aus.
Die Geschichten wollte Bolano gesammelt in einem Werk veröffentlichen wie es geschehen ist, in Romane wollte er es kurz vor seinem Tod nur deshalb unterteilt haben, damit seine Erben länger finanziel Abgesichert sind.
Ich bin komplett begeistert und würde sogar gerne noch weiter lesen obwohl ich auch erst eingeschüchtert war. Man sollte sich Zeit nehmen und dann in die Welt Bolanos eintauchen.

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Rezension zu "2666" von Roberto Bolano

Rezension zu "2666" von Roberto Bolano
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Ausgehend von einem fiktiven Autor entsteht vor dem Leser eine Welt in fünf lose zusammenhängenden Romanen. Im ersten findet man sich mit vier Literaturwissenschaftern auf der Suche nach Benno von Archimboldi, einem geheimnisvollen, da untergetauchten Autoren. Die Spur führt schliesslich nach Mexico, in die Grenzstadt Santa Teresa im Bundesstaat Sonora. Dort treffen die vier auf einen Wissenschafter, der mit seiner Tochter nach Santa Teresa gezogen ist. Diese Geschichte wird im zweiten Roman erzählt. Im dritten Teil erscheint ein amerikanischer Journalist, der in Santa Teresa einen Boxkampf kommentieren soll, dabei aber auf eine Reihe von Frauenmorden stösst. Auch die Tochter des oben genannten Wissenschafters lernt er kennen und da diese in äusserst dubioser Gesellschaft verkehrt, lässt er sie mit Einverständnis des Vaters ausser Landes bringen. Im vierten Abschnitt, dem anstrengendsten, werden minutiös die Frauenmorde, so ca. 300 an der Zahl, aufgelistet. Dabei werden zahlreiche Verdächtige festgenommen, die Morde gehen aber dauernd weiter. Schliesslich wird ein Deutscher verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Im fünften und letzten Teil, der Biographie des anfänglich gesuchten Dichters, stellt sich heraus, dass dieser Deutsche dessen Neffe ist. Es entsteht ein abgerundetes Bild. Spannend, streng zu lesen, aber wahnsinnig viel bleibt einem tief drin hängen und beschäftigt einen.

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Roberto Bolano wurde am 28. April 1953 in Santiago de Chile (Chile) geboren.

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