Roberto Bolano Amulet

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Inhaltsangabe zu „Amulet“ von Roberto Bolano

September 1968: die Konfrontation zwischen mexikanischer Studentenbewegung und der rechten Regierung eskaliert - bald werden hunderte sterben. Im vierten Stock der Universität versteckt sich eine Frau auf der Damentoilette. Zwölf Tage lang harrt sie allein auf dem Campus aus , und erzählt sich von ihrem Leben unter jungen Dichtern in der Boheme von Mexico City. Dabei werden ihre Erinnerungen immer mehr zu Erfindungen, zu Mythen und schließlich zu finsteren Prophezeiungen. (Quelle:'Flexibler Einband/01.06.2010')
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  • Literarischer Irrweg durch die Strassen von Mexico City

    Amulet

    awogfli

    Wenn ich mit einem so dünnen Büchlein gar so lange brauche, dann habe ich meistens ein Problem. Zuerst muss ich gestehen, dass ich ein Faible für lateinamerikanische Autoren habe, seitdem ich Gabriel Garcia Marquez 1982, als er Literaturnobelpreisträger wurde, entdeckt habe. Anschließend habe ich einige Autoren aus diesem Kultukreis regelrecht verschlungen und fast alle genossen. Mir kommt vor, fast alle südamerikanischen Autoren schreiben wunderschön, der Plot und die Sprache haben meist etwas mystisches, die Zeiten in der Handlung verschwimmen, die Figuren sind immer sehr politisch und revolutionär auch wenn sie nur auf die Toilette gehen. Auch dieses Buch fing grandios gemäß meiner Erwartungen eben auf einer solchen Toilette an. Die junge Frau Auxilio Lacouture wird beim Überfall der Soldaten auf die Universität im Rahmen des Militärputsches übersehen, da sie auf dem Klosett Lyrik gelesen hat. Was für ein Einstieg! Der hat alles! Humor, Intellektualität und Relvolution. Die Künstler-Intellektuellen und Poeten Lateinamerikas sind auch ganz anders, authentischer und interessanter als diese satten Europäer, die mit ihrem Vermögen ein bisschen auf kultiviert und Künstler machen. In Mexiko wird im Namen der Kunst gehungert, ins Gefängnis gegangen, gekämpft sich gelegentlich auch prostituiert und zudem manchmal auch gestorben. ...und dann passierte gar nix mehr: weder eine nennenswerte Handlung noch ein paar revolutionär-philosophische Gedanken von Substanz, sondern nur ständig sich wiederholendes Gebrabbel, Dichteraufzählungen, im Kaffehaus sitzen, Essen, durch die Stadt irren, und die sauschlechte Nacherzählung einer griechisch mythologischen Geschichte, die jeder Belesene in- und auswendig kennt. Nix, Verzeihung: NADA. Dies aber in dieser wunderschönen lateinamerikanischen mystischen Sprache, die Zeiten und Orte ineinander fließen läßt. Dafür und für die Toilettenszene gibt es den 2. Stern Fazit: Entbehrlich - ich hoffe, das epische Meisterwerk von Bolano 2666 hat mehr Substanz :-)

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    • 5

    awogfli

    12. November 2015 um 13:51
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