Roberto Costantini

 4,2 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Du bist das Böse, Die Saat des Bösen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Roberto Costantini (© Basso Cannarsa)

Lebenslauf

Roberto Costantini erblickt im Jahr 1952 in Tripolis das Licht der Welt. Costantini hat eine erfolgreiche Laufbahn als Ingenieur und Unternehmensberater hinter sich. Heute unterrichtet er als Dozent an einer freien Universität in Rom als Dozent. Sein Debüt als Autor feiert er mit dem Werk "Du bist das Böse". Noch vor der Veröffentlichungwurde es an zahlreiche, internationale Verlage verkauft. Sofort nach Erscheinen, kletterte es an die Spitze der Bestsellerlisten. Der Roman "Du bist das Böse" ist der erste Band einer Trilogie mit dem Kommisar "Michel Belistreri" Die Filmrechte wurden bereits an Rai Cinem verkauft, die Dreharbeiten sind für Anfang 2013 geplant. Costantini schreibt gerade am zweiten Band der Trilogie.

Alle Bücher von Roberto Costantini

Cover des Buches Du bist das Böse (ISBN: 9783442746682)

Du bist das Böse

 (32)
Erschienen am 14.10.2013
Cover des Buches Die Saat des Bösen (ISBN: 9783328101178)

Die Saat des Bösen

 (14)
Erschienen am 10.04.2017
Cover des Buches Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783328102052)

Das Böse vergisst nicht

 (8)
Erschienen am 12.02.2018

Neue Rezensionen zu Roberto Costantini

Cover des Buches Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783570102572)
abuelitas avatar

Rezension zu "Das Böse vergisst nicht" von Roberto Costantini

Der Abschluss
abuelitavor 4 Monaten

…einer Trilogie; das wusste ich leider vorher nicht. Und klar konnte ich es auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen – aber vieles blieb mir doch unklar bzw. ich hätte mir schon gewünscht, mehr über diverse Dinge zu wissen.

Jetzt sind wir Sommer 2011: Während in Libyen Bürgerkrieg herrscht, treffen sich in Rom auf einem Luxusschiff internationale Wirtschaftsbosse zu Geheimverhandlungen über den Mittleren Osten. Am nächsten Tag werden eine junge Frau und ihre kleine Tochter ermordet aufgefunden. Commissario Balistreri, desillusionierter Chef der Mordkommission, trifft bei den Ermittlungen bald auf alte Bekannte aus seiner libyschen Kindheit…

So richtig sympathisch war mir hier niemand und ich habe auch kaum jemanden bzw. dessen/deren Verhalte nachvollziehen können. Das aber wird, wie gesagt, daran liegen, dass ich die zwei vorhergehenden Bücher nicht kenne.

Zudem gibt es sehr viele Zeitsprünge; auch das ist nicht ganz einfach, all diesen zu folgen – es verwirrt einfach am Anfang.

Viele ineinander verstrickte Geschichten, die sich erst nach und nach auflösen.

Wie gesagt, hier bin ich selber schuld, und wer die ersten zwei Bücher gelesen hat, wird sicher auch dieses Finale nicht verpassen wollen.

Für mich aber war das nicht unbedingt das Wahre……

 

 

Cover des Buches Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783570102572)
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Rezension zu "Das Böse vergisst nicht" von Roberto Costantini

Interessanter Thriller mit einigen Schwächen
catching_wordsvor 7 Jahren


Charaktere


Leider waren es durchweg unsympathische Charaktere, die wenig Tiefe hatten und die kein Identifikationspotential boten.
Vielleicht muss man Teil 1 und 2 gelesen haben, um sie besser zu verstehen.
Aber gerade Mike/Michele oder wie er sonst noch genannt wurde (auch sehr verwirrend, dass ein Protagonist in verschiedenen Zeiten verschiedene Namen bekommt), war mir sehr suspekt. Erst der kriminelle junge Mann und dann bei der Mordkommission als Polizist.
Alle Charaktere waren wirklich undurchschaubar, war bei einem Thriller zwar gut sein kann, hier aber eher zur Irritation führte.


Meine Meinung


Ein Thriller, der viel politische Kritik beinhaltet, wenn es um die Affairen im Nahen Osten und um Gadaffi geht, aber leider schwach an vielen Stellen.


Besonders störend sind die ständigen Zeitsprünge. In der Mitte des Buches wechselt fast jeden Kapitel zwischen 2011 und 1969. Zu verwirrend, da man auch zu Beginn nicht wirklich versteht, in wieweit diese Ereignisse zusammenhängen.
Für den Leser ist es nur ein unzusammenhängender Wechsel.


Das Buch hat wirklich stark begonnen Man wurde in die Geschiche eingeführt, der besagte Mord geschieht aber auch erst nach etwa 100 Seiten und ist dann Auslöser für viele ineinander verstrickte Geschichten, die im Laufe des Buches alle erzählt werden.
Am meisten hat mich dabei immernoch die Entwicklung von Mike/Michele Balistreri verwirrt.


Leider waren die Geschichten am Anfang so zusammenhangslos und unverständlich, dazu all die italienischen Begriffe und die Machtspiele von Gadaffi und denen, die aufständig gegen ihn waren - das alles ergibt manchmal keinen wirklichen Sinn, dass das Lesen langatmig und anstrengend wird.


Dieser eine Mord an Bord des Schiffes ist am Ende der Auslöser dafür, dass 5 andere Geschehnisse aus der Vergangenheit (50 Jahre zuvor) endlich gelöst werden.
Teilweise war es einfach zu viel.
Und nebenbei ist dadurch auch nicht wirklich dieser Thriller-Effekt aufgetaucht.


Dennoch fiebert man mit und will wissen, warum genau all das zusammen hängt. Was ist das große Bild, wenn man alle kleinen Puzzleteile zusammensetzt?
Auch die ganzen Recherchen und Schilderungen sind wirklich sehr gut gelungen.


Das Böse vergisst nicht bildet den Abschluss der Trilogie von Roberto Constantini.
Aber es ist durchaus möglich den Teil auch einzeln zu Lesen, ohne die Vorbände zu kennen.
Vielleicht lernt man da zwar die Protagonisten besser kennen und versteht die eine oder andere Anspielung, aber auch einzeln ist der Teil ein interessantes Lesevergnügen, dass einen an so mancher Stelle zum Nachdenken anregt.

Cover des Buches Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783570102572)
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Rezension zu "Das Böse vergisst nicht" von Roberto Costantini

Für Liebhaber italien. Krimi
Kaisuvor 7 Jahren

„Ich konnte das Raunen ihrer Gedanken hören, aber ihren Lauf nicht ändern. […] Nicht einmal ein Schrei begleitete ihren Sturz. Und die Stille änderte für immer mein Leben.“ (S.7)

Michele Balestreri ist inzwischen ein Mann höheren Alters und trotzdem noch nicht alt genug, um seine letzten Lebenstage auf der Couch herumlümmeln zu können. Aktuell arbeitet er für die Mordkommission in Tripolis. Mehr recht als schlecht, denn seine Motivation der frühen Jahre ist nie so recht zurückgekehrt. Egal wie sehr sein Kollege Corvu auch an ihn glaubt, so richtig aufbauen kann selbst er ihn nicht.

Da kommt es gerade recht, dass die Journalistin und alte Bekannte Linda Nardi, einen Hinweis der Geldwäsche nachgeht, der es in sich hat. Denn statt klein anzufangen, packt sie sich direkt die großen Fische der Wirtschaft an. Während ihrer Recherche kommt eine junge Frau mitsamt Tochter ums Leben. Bei einem kurzem Hinblick könnte man denken, dass es Selbstmord gewesen ist.

Aber, wer auch immer der Täter war, hat seinen inszenierten Mord schlecht vertuscht. Oder wollte er Michele Blut schnuppern lassen? Denn je mehr er sich in den Fall vertieft – nicht gerade freiwillig – umso mehr, muss er sich mit den Schatten seiner Vergangenheit auseinander setzen. Diese huschen seit Jahrzehnten um ihn herum und kommen nicht zur Ruhe. Doch nun hat er die Chance auf den Tisch zu hauen und klar Schiff zu machen.

„Normalerweise hilft die Vergangenheit, die Gegenwart zu verstehen. Aber in diesem Fall ist es anders. Sie tun gut daran, sich damit abzufinden.“ (S.192)

Man kann es sich schon denken: Ein Spaziergang wird das nicht werden. Schließlich ist bekannt, dass ein zielgerichteter Michele äußerst hartnäckig sein kann und gerne dunkle Geheimnisse an das Tageslicht zerrt. So hat er zum Beispiel endlich die Möglichkeit zu erfahren, was denn nun damals mit seiner geliebten Mutter passiert ist. Deren Tod und seine Schuldgefühle ihn bis heute belasten. Ob man ihm diese Wahrheit nun erzählen wird?

„Das Böse vergisst nicht“ ist ein äußerst zutreffender Buchtitel. Hier sammelt sich nun alles, was in den ersten beiden Bänden offen geblieben ist. Ich kann also vorweg nehmen: Ja, es wird ein rundes Ende. Als Leser schlägt man das Buch zufrieden zu und hat nicht das Gefühl im Stich gelassen worden zu sein.

Was mir ebenso positiv aufgefallen ist, ist der Lesefluss. Hatte ich bei den Vorgängern zeitweise das Gefühl von Informationen, Macht und Gewalt erschlagen zu werden – da einfach so umfangreich und zeitnah recherchiert wurde – so war dies hier nicht der Fall. Zwar ist der Text immer noch voll mit Informationen, aber sie scheinen besser verteilt zu sein.

„Die Mank wird dort enden, der Blutspakt wird dort enden, mein Leben wird dort enden.“ (S.337)

Und was ist mit Tea? Den gibt es auch, vor allen in Libyen, wo Michele erneut einreisen muss. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Zwar seicht, aber dennoch immer im Hintergrund vorhanden. Manche Züge ahnt man und wird wirklich erst im letzten Moment bestätigt oder eben nicht. Selbst Schockmomente kommen plötzlich daher, die man so nicht gewohnt ist von Roberto Costantini.

Vom Aufbau her bleibt sich der Autor treu. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab. In dem Fall die Jahre 2011 und 1969/1970. Die Übersicht verliert man dabei nicht im geringsten, da immer mit Kapitelüberschriften, das Land, die Zeit und der Name, der sprechenden Person genannt wird. Als besonderes i-Tüpfelchen, werden die  Ereignisse der Vergangenheit, jeweils aus der Ich-Perspektive beschrieben.

Alles in allem bekommt das Buch und somit auch die Trilogie ein fettes Däumchen nach oben! Absolut lesenswert, wenn man einen Krimi lesen möchte, der mit einer Menge italienischen Temperament gefüllt ist.

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