Roberto Cotroneo

 4.3 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Diese Liebe, Wenn ein Kind an einem Sommermorgen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Roberto Cotroneo

Sortieren:
Buchformat:
Diese Liebe

Diese Liebe

 (17)
Erschienen am 16.11.2009
Wenn ein Kind an einem Sommermorgen

Wenn ein Kind an einem Sommermorgen

 (4)
Erschienen am 14.08.2002
Die verlorene Partitur

Die verlorene Partitur

 (3)
Erschienen am 23.05.2005
Frag mich, wer die Beatles sind

Frag mich, wer die Beatles sind

 (1)
Erschienen am 15.02.2006
Otranto

Otranto

 (1)
Erschienen am 31.08.1998
Das vollkommene Alter

Das vollkommene Alter

 (0)
Erschienen am 27.02.2000
Tempestad

Tempestad

 (0)
Erschienen am 03.03.2003
Die Jahre aus Blei

Die Jahre aus Blei

 (0)
Erschienen am 11.10.2010

Neue Rezensionen zu Roberto Cotroneo

Neu
kingofmusics avatar

Rezension zu "Frag mich, wer die Beatles sind" von Roberto Cotroneo

Mehr Leidenschaft geht nicht, die zweite!
kingofmusicvor 3 Jahren

Ein Mann schreibt einen Brief an seinen Sohn. Klingt erst mal nicht weiter ungewöhnlich. Einen Brief aber über 156 Seiten zu strecken und ihn "nur" über ein zentrales Thema, nämlich die Musik, zu schreiben ist schon etwas ungewöhnlicher. Wenn dabei dann auch noch ein Buch herauskommt, in dem sich jeder Musik-Nerd zweifelsfrei wiedererkennt und nebenbei auch noch was lernt, dann ist das - ja, mir fehlen die Worte *g*.

Okay, ich will jetzt weder anfangen zu übertreiben, noch will ich, dass Robert Cotroneo mit seinem Buch "Frag mich wer die Beatles sind - Brief an meinen Sohn über die Liebe zur Musik" nachträglich den Literaturnobelpreis erhält. Tatsache ist jedoch, dass dieser "Brief" neben dem Buch "Passione" von Elke Heidenreich eines der leidenschaftlichsten Plädoyers für die Musik ist, die ich kenne. Und Roberto Cotroneo scheut sich nicht, sowohl von der "klassischen Musik" als auch von der "E-" bzw. "U-Musik" zu schreiben. Jede Musik hat ihre Daseinsberechtigung - auch wenn wir nicht alles mögen (müssen) und sich bei manch einem die Zehennägel hochziehen, wenn er Schlager, Techno und Konsorten hört (ja, auch der König der Musik hört nicht alles, was ihm zu Ohren kommt *g*).

Cotroneo schafft es, dass man sich mit den von ihm angesprochenen Komponisten und Musikern näher befasst. So lässt er seinen Sohn Andrea an einem Traum teilhaben, in welchem er in einer Herberge neben dem Detmolder Schloss!!! übernachtet, dabei auf dem Flur mit Johannes Brahms zusammenprallt und die Notenblätter seines 1. Klavierkonzerts durch die Gegend fliegen *g*.

Kurze Zeit später hört man aus dem Schloss die ersten Klänge und Roberto und Andrea werden Zeugen einer "Probe" des Stückes (mit Brahms am Klavier). Ich habe beim Lesen dieses Abschnitts mir alles lebhaft vorstellen können und hatte dabei ´ne ziemliche Gänsehaut. Mein nächster klassischer CD-Kauf wird also eine Aufnahme von diesem Werk sein, da ich Klaviermusik ohne Ende liebe und ich dieses Stück bisher (Schande über mich *g*) nicht kenne.

Und so hangelt sich Roberto Cotroneo Kapitel für Kapitel an "seiner" von ihm so verehrten Musik entlang, erklärt seinem Sohn, dass man als Musikliebhaber nicht unbedingt Bücher über Musikgeschichte lesen muss, da man die Musik sowieso in seinem Herzen trägt und führt so Sigmund Freud´s These "...in der Musik bin ich fast genussunfähig. Eine rationalistische oder vielmehr analytische Anlage sträubt sich in mir dagegen, dass ich ergriffen sein und dabei nicht wissen solle, warum ich es bin und was mich ergreift." ad absurdum.

Außerdem bekundet er seinen Unmut darüber, dass viele Menschen die Musik nicht mehr "kultivieren" sondern als Nebensache abtun - ein Negativtrend, der sich (in meinen Augen) bis heute fortgesetzt hat.

Einzig und allein die Antwort auf die Frage im Titel, wer die Beatles sind, bleibt Roberto Cotroneo dem Leser und seinem Sohn schuldig. Zwar wird immer wieder John Lennon und sein Song "Imagine" erwähnt (Andrea hat den Song zusammen mit seiner Klasse in der Schule aufgeführt), aber bekanntermaßen bestanden die Pilzköpfe aus vier kreativen und großartigen Musikern und "Imagine" stammt aus John Lennons Solokarriere.

Trotzdem bleibt es ein leidenschaftliches Plädoyer für die Musik - und nur das zählt letztendlich!

Kommentare: 2
73
Teilen
tedescas avatar

Rezension zu "Die verlorene Partitur" von Roberto Cotroneo

Rezension zu "Die verlorene Partitur" von Roberto Cotroneo
tedescavor 7 Jahren

Für echte Musikkenner ist dieser Roman sicher eine Perle. Gespickt mit zahlreichen technischen Details und Erwähnungen unzähliger Werke erfordert es im Grunde vom Leser schon einiges an Fachwissen. Menschen wir mir, die sich grundsätzlich mit klassischer Musik beschäftigen, aber eben nicht aktiv und auch nicht besonders intensiv, zaubert es trotzdem unzählige musikalische Erlebnisse in den Kopf.
Der Ich-Erzähler ist Pianist, ein Genie, wie er nicht unbescheiden von sich sagt - es wird schon stimmen. Trotzdem hadert er ein Leben lang mit sich, mit der Einsamkeit, die diese Begabung mit sich bringt, aber auch mit diesem Konflikt zwischen dem reinen Ausführen und dem kreativen Schaffen, das letztendlich doch dem Komponisten vorbehalten ist.
"Die Musik der Leidenschaft" ist ein zentrales Thema, das sich immer wieder um Chopins 4. Ballade dreht, die dem Pianisten in einer bislang unbekannten Neufassung angeboten wird. Für alle, die das Stück nicht kennen: hier kann man es sich in den unterschiedlichsten Versionen anhören und herunterladen:
http://www.mp3mixx.com/search/search?search=chopin+ballade+4

Schritt für Schritt wird die Lebensgeschichte Chopins aufgerollt, durchaus nicht objektiv oder gar unparteiisch - George Sand schneidet in den Augen des Erzählers garnicht gut ab. Dafür spielt ihre Tocher Solange eine nicht unwesentliche Rolle in dieser rätselhaften Geschichte um die verloren gegangen Endfassung der 4. Ballade.

Ich habe mir auch die Bilder von Delacroix gesucht, die der Erzähler immer wieder erwähnt, wobei ich bei der "Frau mit dem Hut" nicht eindeutig fündig geworden bin.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/ChopinSandDelacroix.jpg
http://picture.yatego.com/images/4cdc1c666d0e95.3/41_00303653.jpg

Ein anspruchsvolles Buch, das viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt!

Kommentieren0
6
Teilen
tedescas avatar

Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo
tedescavor 7 Jahren

Roberto Cotroneo verzaubert den Leser mit seiner Poesie. Zitierter und selbst verfasster gleichermaßen. Er erzählt die berührende Geschichte von Anna, die ihren Edo verloren hat, ohne je wirklich daran zu glauben, dass er für immer verschwunden sein könnte. Und letztendlich nimmt die Geschichte eine Wendung, bei der einem das Herz stehen bleibt.

Eigentlich lese ich keine Liebesgeschichten, aber bei dieser hat mich schon der Klappentext in seinen Bann gezogen, unterscheidet sie sich doch so wohltuend von dem, was man dem Genre so allegemein zuschreibt. Cotroneo rollt das Leben dieses Paares, das sich gesucht und gefunden hat, sehr vorsichtig auf, im Grunde wartet man immer darauf, endlich zu erfahren, wie es denn jetzt weitergeht, ob sich Annas unbeinflussbare Hartnäckigkeit irgendwann einmal lohnt. Und auf eine gewisse Weise tut sie das, nur nicht auf die, mit der man gerechnet hätte.

Ein faszinierendes Bändchen, das man in einem durchlesen muss, das man mit Wehmut weglegt und am liebsten gleich noch einmal lesen würde. Eine Zufallsentdekckung, die sich gelohnt hat, ein Autor, von dem Ihr hier sicher noch öfter hören werdet.

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 65 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks