Roberto Cotroneo Diese Liebe

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Inhaltsangabe zu „Diese Liebe“ von Roberto Cotroneo

Anna und Edo sind glücklich. Sie haben eine kleine Buchhandlung im Süden Italiens, zwei wunderschöne Töchter, ihre Leidenschaft für die Poesie, und sie haben sich. Doch als Edo eines Morgens erwacht, hat er alles vergessen: seine Kinder, ihr gemeinsames Leben und sie, Anna. Als er dann auch noch spurlos verschwindet, zieht Anna sich immer tiefer in ihre eigene Welt der Erinnerungen zurück. Dreiundzwanzig lange Jahre widmet sie dieser verlorenen, aber für sie gerade deshalb so realen – und glücklichen – Liebe. Aber wie auch im wahren Leben ist am Ende alles ganz anders, als man denkt. Ein ergreifendes und kluges Buch und ein wunderschöner Roman über die Macht der Liebe und die Kraft der Poesie.

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    tedesca

    tedesca

    02. September 2011 um 10:33

    Roberto Cotroneo verzaubert den Leser mit seiner Poesie. Zitierter und selbst verfasster gleichermaßen. Er erzählt die berührende Geschichte von Anna, die ihren Edo verloren hat, ohne je wirklich daran zu glauben, dass er für immer verschwunden sein könnte. Und letztendlich nimmt die Geschichte eine Wendung, bei der einem das Herz stehen bleibt. Eigentlich lese ich keine Liebesgeschichten, aber bei dieser hat mich schon der Klappentext in seinen Bann gezogen, unterscheidet sie sich doch so wohltuend von dem, was man dem Genre so allegemein zuschreibt. Cotroneo rollt das Leben dieses Paares, das sich gesucht und gefunden hat, sehr vorsichtig auf, im Grunde wartet man immer darauf, endlich zu erfahren, wie es denn jetzt weitergeht, ob sich Annas unbeinflussbare Hartnäckigkeit irgendwann einmal lohnt. Und auf eine gewisse Weise tut sie das, nur nicht auf die, mit der man gerechnet hätte. Ein faszinierendes Bändchen, das man in einem durchlesen muss, das man mit Wehmut weglegt und am liebsten gleich noch einmal lesen würde. Eine Zufallsentdekckung, die sich gelohnt hat, ein Autor, von dem Ihr hier sicher noch öfter hören werdet.

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    Buchmarie

    Buchmarie

    23. October 2010 um 17:47

    Flatternde Poesie eingefangen zwischen Buchdeckeln, ein Buch dessen Zeilen klingen. Edo liebt Anna und Anna liebt Edo. Gemeinsam führt das Paar eine Buchhandlung im Süden Italiens, hält die Poesie am Leben und zieht zwei kleine Töchter groß. Doch eines Morgens wacht Edo auf und hat alles vergessen, zwei Tage später ist er verschwunden, unauffindbar. Eine Geschichte des Wartens, des Hoffens und eine Sammlung vieler kleiner Liebeserklärungen. Anna zehrt von ihrer Liebe zu Edo und gestaltet sich eine Zukunft, aus Vergangenheit gemacht. Da sind die Erinnerungsorte, die sie besucht, seine Bücher in denen sie ihn wieder findet, ein Holzstöckchen am Strand mit dem er gezeichnet hat, ein Lächeln. Das Etikett seiner Whiskeyflasche, das schwarze Telefon im Flur, aus dem so oft seine Stimme kam. Anna bildet einen Baum aus seinen Fotos, aus all den gesammelten Augenblicken. „In meiner Einrichtung des Nichts“, „In meine Einrichtung des Wartens“, sammelt sie Momente, Gegenstände, alles was sie erinnert und die gemeinsame Vergangenheit ausmacht. Am Ende des Buches gewinnt man noch einmal einen ganz anderen, überraschenden Blick auf die Geschichte von Anna und Edo. Aber dieses Büchlein ist nicht melancholisch, wie es vielleicht gerade anmutet, sondern es ist die Geschichte einer große Liebe, die Anna glücklich macht, auch als sie nicht mehr unmittelbar greifbar ist. Sie erinnert das Kennen lernen zwischen Fußballpoeten und Griechischlehrerin , die Eröffnung der Buchhandlung, den ersten Tag am Strand und all die vielen kleinen Momente und Augenblicke zwischen ihnen. Eingebettet in die erinnerten Momentaufnahmen sind zahlreiche poetische Buchzitate, die Edo und Anna sich gegenseitig zum Geschenk gemacht haben. Es war genau der richtige Zeitpunkt für mich und diese kleine Buch, es bringt etwas in einem zum Schwingen, in Leuten, die Worte lieben. Die Wörter umfließen einen, umschweben einen und öffnen einen für die Wunder der Sprache. Roberto Cotroneo ist es gelungen die Schönheit der Poesie erfahrbar zu machen und die Wahrnehmung für sie beim Leser zu schärfen. Suhrkamp TB, 2009 153 Seiten von Buchmarie www.buecher-entdecken.de

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    21. March 2010 um 15:54

    Trotz der Schwere des Themas liest sich die Geschichte leicht und schnell und ist sehr feinfühlig geschrieben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen weil es zum träumen und nachdenken einlädt. Nicht selten neigt man beim lesen dazu melancholisch zu werden. Man fühlt einfach mit und stellt sich die Frage "Was würde man selber tun? Was würde dies für mich bedeuten? Wie würde ich mich verhalten?" Auf der einen Seite kann man kaum erwarten, wie die Geschichte ausgeht und auf der anderen Seite möchte man ewig weiter lesen. Und wenn man sich dann den letzten Seiten nähert und sich ein glückliches Ende herbei sehnt - denn genau das wünscht man sich, alles soll sich zum Guten wenden. Aber meistens kommt alles anders als man denkt! Einfach empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    Anita27a

    Anita27a

    16. July 2009 um 21:04

    Anna liebt Edo und Edo liebt Anna. Sie führen ein glückliches Leben, mit ihren zwei Töchtern und ihrer Buchhandlung. Doch eines Morgens erwacht Edo und leidet an einem unerklärlichen Gedächtnisschwund. Bevor er noch zu einem Spezialisten nach Rom gebracht werden kann, ist er spurlos verschwunden. Anna lebt in den kommenden 23 Jahren von Ihren Erinnerungen und der Hoffnung, dass Edo eines Tages wiederkommt. Ein kleines, wunderbar poetisches Buch. Aus zahlreichen Gedanken, Sequenzen, Erinnerungen erfährt der Leser langsam alles über die Liebe, die Anna mit Edo verbindet.Anna läßt den Leser teilhaben an ihrer philosophischen Sicht der Dinge und des Lebens. Dabei ist der Text mit Zitaten italienischer Klassiker wie Oviid oder Horaz durchsetzt. (In der deutschen Übersetzung werden im Gegensatz zum italienischen Original die Fundstellen der zitierten Verse angegeben) Anna will kein neues Leben beginnen, will nicht abschließen. Die Liebe ist für sie wie Poesie, wie ein "ununterbrochenes Gedicht" . Zuguterletzt erfährt das Buch noch eine nicht zu erwartende Wendung. Wer Poesie mag, wird diesen Cotroneo lieben.

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    bubu

    bubu

    05. March 2009 um 21:48

    Die verborgene Zeit des Traums ist die einzige Zeit, die mir noch gewährt wird. Meine einzige Zeit." Anna und Edo sind glücklich: Sie haben ihre kleine Buchhandlung im Süden des Landes, mit der sie sich einen Lebenstraum erfüllt haben; sie haben ihre beiden Töchter Laura und Margherita - und sie haben sich. Doch von einem Moment auf den anderen leidet Edo unter einer unerklärlichen Amnesie. Der Spezialist in Rom kann nicht helfen, denn bevor es zu einer genauen Diagnose kommen kann, ist Edo verschwunden. Anna verrennt sich immer mehr in die Suche nach ihm. Aber auf rätselhafte Weise verlieren sich alle Spuren im Nichts. Vom Suchen verlegt sie sich aufs Warten. Sie wäscht zweimal im Jahr seine Kleider, wenn sie Winter- und Sommerbestand in seinem Schrank austauscht. Von niemandem läßt sie sich die Hoffnung auf Edos Rückkehr ausreden. Anna widmet ihr ganzes Leben dieser verlorenen, aber gerade deshalb unglaublich realen und - trotz allem - glücklichen Liebe, einer Liebe, die außerhalb der Zeit stattzufinden scheint. Bis man zum Schluß merkt, daß dahinter eine ganz andere Geschichte steckt. Eine sehr berührende Geschichte mit einer weichen, fühlenden Sprache.

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  • Rezension zu "Diese Liebe" von Roberto Cotroneo

    Diese Liebe
    HeikeG

    HeikeG

    19. August 2008 um 16:53

    "Und würdest du fliehen ... was machte es mir aus" (Mário de Sá-Carneiro) "Anna welchen Unterschied gibt es zwischen sterben und nicht mehr gefunden werden?" "Das Warten, Giovanni. Er könnte an mich denken. Es ist nicht so, dass nur ich ständig an ihn denke." Anna wartet und das schon seit dreiundzwanzig Jahren. Sie wartet auf Edo, ihren geliebten Mann, der eines Tages überraschend an Amnesie erkrankt und niemanden mehr erkennt, seine Frau nicht, nicht seine beiden Mädchen Laura und Margherita und auch nicht sein eigenes Haus. "Ich war verzweifelt, weil ich die Welt nicht mehr finden konnte, in die ein graues Schicksal ihn mit Gewalt gestoßen hatte.", erzählt Anna. Herbeigezogene Ärzte sind machtlos, ein Neurologe in Rom gilt als letzte Hoffnung. Doch am Morgen vor der Untersuchung verschwindet Edo spurlos, dreiundzwanzig Tage vor ihrem zehnten Hochzeitstag. Alle Suchaktionen verlaufen im Sande. Der ehemalige Fußballprofi und jetzige Buchhändler, mit einer großen Liebe für Lyrik, bleibt wie vom Erdboden verschluckt und taucht nicht wieder auf. Anna klammert sich verzweifelt an die Fäden des Schicksals. Hoffnung ist ihr ständiger Begleiter. In kurzen Episoden und Splittern und ständig wechselnden Zeitebenen, berichtet die schöne "Professoressa" - Lehrerin für alte Sprachen - von ihrer großen Liebe. Nach seiner sportlichen Karriere will Edo seine Schulbildung abgeschlossen wissen und seinen Traum verwirklichen, eine eigene Buchhandlung zu eröffnen. Dazu holt er bei Anna das altsprachliche Abitur nach. Und: Edo verliebt sich in Anna und Anna verliebt sich in Edo. "Was war die Liebe zuvor gewesen?", sinniert Anna, "Wo war sie mir begegnet? Diese Frage hatte sich die meiste Zeit meines Lebens nicht oft gestellt. Ich denke nicht, dass die Liebe an und für sich existiert, ich glaube, sie ist ein Kleid, das man sich auf den Leib schneidert, und dies über einen Zeitraum, der lange währen kann. Hin und wieder ein Nadelstich, und gelegentlich vielleicht sogar die eine oder andere aufgetrennte Naht, die in Ordnung gebracht werden muss. (...) vielleicht liegt das Ewige gerade in der Fähigkeit, einen flüchtigen Horizont lebendig zu halten und darauf zu warten, dass er noch einmal erscheint." Diesen flüchtigen Horizont öffnet sie für den Leser und lässt ihn in kleinen Portionen an den tausenden kleinen Splittern ihres kleinen, großen Glücks, deren Scherben immer noch in ihren Erinnnerungsfantasien Reflektionen hervorrufen, gerade so, als ob ein Sonnenstrahl lebendige Muster an die Wand zaubert, teilhaben. In einfachen und zärtlichen Bildern, immer durchwebt mit lyrischen Zitaten von Horaz, Ovid und anderen großen italienischen Schriftstellern wie Eugenio Montale, der 1975 den Literaturnobelpreis erhielt, erzählt sie von Ausflügen ans Meer, Spuren im Sand, Liebe unter Pinien, dem Aufbau des gemeinsamen Buchladens und immer wieder von der Kraft der Literatur. "Vielleicht ist es an uns, in den Dingen der Welt eine Spur des Paradieses wiederzufinden. Wie Archäologen, die ihre Fundstücke mit einem Pinsel säubern. / Ich wusste immer, dass unsere Buchhandlung das Paradies ist, eine Kabbala aus Sätzen; Kombinationen, die es zu finden gilt, Glückssplitter in Buchstabenform. Starkes Licht von Bedeutung." Obwohl Edo nicht wiederkommt, lebt er in Anna weiter. So wie ihr palindromer Name, hat auch ihre Liebe und ihre Hoffnung auf seine Rückkehr keinen Anfang und kein Ende. Ihre Sehnsucht gleicht einer Odyssee des Wartens und der Zuversicht. Die immer mehr verblassende Vergangenheit schreibt sie einfach neu, "als wäre auch ich eine Dichterin." In der Wohnung verändert sie jedoch nichts. Alles bleibt so wie es ist. Edos Kleidung wird regelmäßig gewaschen und gebügelt, selbst die Zahnbürste steht immer noch an ihrem Platz. Nicht zufällig scheint der rückwärts gelesene Name ihres geliebten Mannes das Wörtchen Ode zu ergeben. Cotroneo lässt vergangene und zukünftige Zeit harmonisch in einer Gegenwart zusammenfließen. "Es ist schon sonderbar, wie die Zukunft sich dehnt, je mehr sie sich mit Vergangenheit füllt. Ich habe viel Zeit darauf verwendet, diese Vergangenheit aufzufüllen. Anfangs war sie nicht so voll. Ich musste erst die fehlenden Teile zusammensuchen. (…) Jedes Teil, das ich wiederfand, war ein Weg, die Zukunft ein wenig weiter wegzuschieben." Die kurzen Sequenzen aus Annas Erinnerungen, die wie die anagrammatischen Namen der Protagonisten wild durcheinander geschüttelt werden können, unterliegen keiner Analogie. Die Botschaft bleibt trotzdem immer die gleiche: auch wenn die Liebe verloren geht, in Büchern kann sie überdauern und wieder neu erstehen. Wörter können die Dinge bewegen. "Sie stützen die Wirklichkeit, geben den Häusern Halt." Letztendlich erfährt das Buch noch eine überraschende, aber gelungene Wendung von unglaublicher Intensität. In einer wunderschönen Sprache, verwebt mit lyrischen Fäden voller Poesie und zarter Bilder, mit vielen philosophischen Denkansätzen, liest sich Roberto Cotroneos Buch selbst wie ein Poem, ein ununterbrochenes Gedicht, "ein Epos in Versen". Der Roman offenbart auf buchstäblich jeder Seite Sätze oder Gedanken, die man sich rahmen möchte. Wie treffend passt der im Buch zitierte Satz des Portugiesen Fernando Pessoa: "Lerne, mit der Seele zu atmen", den sich gleichwohl der Leser zu Eigen machen sollte. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil hat sicherlich die Übersetzerin Karin Krieger geleistet, die Cotroneos Worte empathisch ins Deutsche übertrug und so die feinfühlig-funkelnde Melange aus Gefühlen, Glaube, Hoffnung, Erinnerung, Abschied und Liebe zu einem Menschen und vor allem zur Literatur, fühlbar macht. Fazit: "Diese Liebe" ist ein ergreifendes und kluges Buch über die Macht der Liebe und über die Kraft der Poesie. Schon über sein erstes Buch "Wenn ein Kind an einem Sommermorgen" urteilte Umberto Eco: "Roberto Cotroneo zeigt, dass er wirklich weiß, wie Bücher gelesen werden sollten." Auch dieses Buch offenbart sich als unerschöpfliche Quelle der Inspiration und als absoluter Lesegenuss. "Du warst Klarheit, jetzt bist du nur Rätsel noch, dort, wo die Erde endet, wie der schroffe Rand einer Klippe." (Yves Bonnefoys)

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