Roberto Lopes

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Das Hexenbuch.

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Das Hexenbuch

Das Hexenbuch

 (4)
Erschienen am 22.01.2015

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Rezension zu "Das Hexenbuch" von Roberto Lopes

Rezension zu "Das Hexenbuch"
Zsadistavor 3 Jahren

Das Buch erzählt das Zusammentreffen einer sehr eigenen Patientin mit ihrem Arzt. Die ältere Dame zeigt dem Herrn Doktor die Schönheiten des Lebens, die man ach so schnell vergisst und übersieht. Sie zeigt ihm, wie man Dinge auch von anderen Seiten betrachten kann, damit man die verschiedenen Seiten bemerkt und nicht immer so gradlinig denkt und sieht. Sie führt den starren Arzt mit Liebe und Geduld zurück zu freiem Denken und fallen lassen.

„Das Hexenbuch“ ist für jene Leser, die gerne noch einmal zurück zum natürlichen Denken geführt werden würden. Die vergessen haben, wie schön eine Blume sein kann und dass man nicht immer über einen Stau meckern muss.

Im Grunde hat das Buch einen sehr schönen Hintergrund. Wobei mir die Ansichten „Der Hexe“ auch so schon klar waren. Ich selbst gehe nicht sehr gradlinig und mit Scheuklappen durch die Welt. Ich lasse mich selbst immer wieder von Wundern und kleinen Dingen vom starren Pfad abbringen.

Was mir nicht so schlüssig war, warum der Autor die Dame immer „Die Hexe“ nannte. Nur weil die Frau Augen für Details hatte und ein bisschen weiter dachte, ist sie für mich keine Hexe gewesen. Wobei das Wort „Hexe“ bei mir auch nicht für eine negative Person steht. Nur die Verbindung konnte ich nicht verstehen.

Das Buch ist mit seinen 120 Seiten und kleinen Kapiteln recht schnell gelesen. Aber hier geht es nicht um die Masse sondern um den Inhalt und dass man auch mal darüber nachdenken sollte.

Was mir hier allerdings nicht so lag, war das zeitweise schlechte Lektorat. Des Weiteren bin ich auch immer noch der Meinung, dass man nicht jedes Wort eindeutschen sollte. Mir tun Wörter wie „Komikheft“ einfach weh. Zumal ich als erstes an einen Zusammenhang mit „Komiker“ denke und nicht mit „Comic“. 

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Rezension zu "Das Hexenbuch" von Roberto Lopes

Gegen Nebel
hegevor 4 Jahren

Kreise, Kreise … störet sie! Brecht aus!

Wer kennt nicht das Sich-drehen im „Teufelskreis“. Warum also nicht brechen mit alten Gewohnheiten? Man kann nicht am gleichen Ort Glück finden, an dem man unglücklich ist.

Aber der Reihe nach:

Ein Arzt trifft auf eine sechsundachtzigjährige Patientin im Krankenhaus, die er wegen einer Lungenentzündung behandelt. Im Verlauf dreht sich die Perspektive des Ich-Erzählers und der Arzt wird zum „Patienten“, der das Sehen lernt und die nette Patientin gibt sich als Hexe zu erkennen. Der Lernprozess beginnt und ich begann sehnlichst, mich an die Stelle des Arztes zu wünschen, denn eine Begegnung wie diese gibt es nur eine unter millionen. Wenn man derart liebenswerte, hilfreiche, Augen öffnende, weise Menschen trifft, dann bleibt eine Wende im eigenen Leben nicht aus. Aus dem vorherigen Winden wird ein Wenden zum Guten. Geduldig lehrt sie ihren Schüler, klärt ihn am praktischen Beispiel des Hummers über „Rüstungen“ auf, über den Rhythmus des Universums, Gruppen, Nebel(-schleier/Sicht) und Perspektivwechsel.

Nachdem sie Roberto verlässt, spürt dieser Leere, Verunsicherung und der Alltag holt ihn mit seiner Hektik schnell wieder ein. Bis plötzlich eines Tages am Beispiel des Nebels alle ihre Worte wieder zu ihm zurück fliegen und er sich endlich aufmacht. Er malt nicht mehr die Landkarte seines Lebens, sondern wandert los, hat Mut zum vertretbaren Risiko und schreibt endlich ein Buch. Das Ergebnis liegt uns hier im „Hexenbuch“ vor.

Ich habe noch nie so viele Markierungen in einem Buch vorgenommen, wie in diesem. Man möchte sie sich als Lebensregeln einhämmern und nie mehr vergessen!!!! Auf jeder Seite sind rote, blaue und gelbe Markierungen. Jedes Mal, wenn ich sie wieder nachlese, schmunzele ich und bin dankbar. Auf diesem Weg habe ich die Bestätigung erhalten für meine eigenen Schlussfolgerungen und bisherigen Lebenserfahrungen.

Fazit:
Eine Geschichte, die den Leser daran erinnert, Risiken einzugehen, nach Alternativen zu suchen, indem man den Blickwinkel oder die Perspektive ändert, und das Leben voll zu leben. D.h., auch in kleinen alltäglichen Dingen das Schöne zu sehen, und sich daran zu erfreuen. Mut haben, aus der Gruppe auszubrechen, um sich selbst treu zu bleiben ... langsamer ... bewusster ... stärker.

Unbedingt fünf von fünf Sternen! 

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