Roberto Zapperi Eine italienische Kindheit

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Inhaltsangabe zu „Eine italienische Kindheit“ von Roberto Zapperi

<p>Ein acht Jahre alter Junge erlebt erst in Sizilien, dann in der italienischen Hauptstadt die Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Seine Erfahrungen mit deutschen Soldaten, die keineswegs nur negativ waren, eröffneten ihm einen Zugang zur deutschen Kultur, die sein ganzes Leben prägen sollte.<br /> Roberto Zapperi schildert den Zusammenprall zweier Welten, den Eindruck, den die technisch perfekten Deutschen in der vormodern geprägten Vorstellungswelt eines Jungen hinterließen, der in Catania, einer armen und provinziellen sizilianischen Stadt geboren wurde und dort aufwuchs; er führt uns über die Flucht von der Insel in die Toskana und dann ins von den Amerikanern bombardierte Rom. Seine Erlebnisse verschränken sich mit denen des immer verheerenderen Krieges und differenzieren seine ursprünglich uneingeschränkte Bewunderung für die deutschen Soldaten. Eine bewegende Geschichte, die das Leben einfacher Leute im Italien der 40er Jahre wiederaufleben lässt.</p>

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  • Rezension zu "Eine italienische Kindheit" von Roberto Zapperi

    Eine italienische Kindheit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    08. February 2012 um 10:45

    Als Autor großer historischer Werke vor allem zu Goethe und zu berühmten Malern ist er bekannt geworden, der italienische Privatgelehrte Roberto Zapperi. Während er für diese Werke oft sehr lange in den Archiven forschte, musste er sich für sein hier vorlegendes Buch „Eine italienische Kindheit“ „auf ein Archiv eigener Art verlassen, das Archiv meines Gedächtnisses“. Und er geht weit zurück bis in seine Kindheit. Er wurde in Catania auf Sizilien geboren, einer damals sehr armen Stadt. Als er acht Jahre alt war, begegnet er zum ersten Mal den vorrückenden deutschen Soldaten. Sie repräsentieren für den kleinen Jungen eine andere Welt. Selbst in einer noch vormodernen Umwelt groß geworden, sind die Deutschen mit ihrer technischen Ausrüstung, aber auch mit ihrer Disziplin und Ordnung, für ihn Vorbilder an Perfektion. Roberto Zapperi erzählt, wie er mit seiner Familie von der Insel flüchten muss, zunächst in die Toskana, und dann in das von den Amerikanern besetzte Rom kommt. Nach wie vor hegt er eine stille Bewunderung für die Deutschen, die sich aber mit zunehmender Reife differenziert. Er lernt die Gräueltaten der Deutschen kennen, irgendwann nach dem Krieg bekommt er auch Kenntnis vom Holocaust. Doch auch diese Ernüchterung kann nicht seine Bewunderung und seine Liebe für die deutsche Sprache und die deutschen Kultur schmälern, der er später seine schönsten Werke widmen wird. Zapperis persönliche Erinnerungen lassen nicht nur das Leben der einfachen Menschen im Vor- und Nachkriegsitalien wieder aufleben, sondern sie sind auch ein überzeugendes Beispiel für frühes Europäertum und Völkerverständigung. Gleichzeitig ist das Buch eine faszinierende Reise durch die europäische Geschichte mit überraschenden Erkenntnissen.

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