Robin Alexander

 4 Sterne bei 38 Bewertungen
Autor von Die Getriebenen, Letzte Chance und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Robin Alexander, geboren 1975 in Essen, aufgewachsen in Wanne-Eickel, arbeitet als Journalist in Berlin. Nach dem Studium der Geschichte war er von 2001 bis 2006 Redakteur bei der «tageszeitung», danach bei der deutschen Ausgabe von «Vanity Fair». Seit Juni 2008 ist er Redakteur bei «DIE WELT» und «WELT am SONNTAG». Robin Alexander ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Getriebenen (ISBN: 9783328114499)

Die Getriebenen

(15)
Neu erschienen am 16.04.2026 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Robin Alexander

Cover des Buches Die Getriebenen (ISBN: 9783328114499)

Die Getriebenen

(15)
Erschienen am 16.04.2026
Cover des Buches Letzte Chance (ISBN: 9783827502001)

Letzte Chance

(11)
Erschienen am 25.06.2025
Cover des Buches Machtverfall (ISBN: 9783328109419)

Machtverfall

(5)
Erschienen am 07.09.2022
Cover des Buches Wenn Eltern laufen lernen (ISBN: 9783644103610)

Wenn Eltern laufen lernen

(1)
Erschienen am 11.11.2009
Cover des Buches Machtverfall (ISBN: 9783844543636)

Machtverfall

(3)
Erschienen am 01.06.2021

Neue Rezensionen zu Robin Alexander

Cover des Buches Letzte Chance (ISBN: 9783827502001)
Liebes_Buchs avatar

Rezension zu "Letzte Chance" von Robin Alexander

Liebes_Buch
Überblick

Das Buch bietet einen Überblick über die Leistungen und das Zerbrechen der Ampel. 

Wenn man bedenkt, wie fragwürdig Lindner und Merz sich verhalten haben, dann erwartet man wenig Gutes von Merz als Kanzler. 

Robin Alexander versucht ausserdem zu analysieren, wie Politiker den politischen Diskurs wieder in die Mitte ("Altparteien") holen könnten. Aber Merz  hat sich schon von der AfD übertölpeln lassen. Das wird hier in aller Dramatik beschrieben und schockiert. Zumal Merz ja Jurist/Richter ist. 

Ich habe nicht mehr den Eindruck, dass die CDU auf Dauer die AfD abwehren will oder kann. Eine Radikalisierung der Mitte hat schon lange stattgefunden, jetzt kommt auch Ahnungslosigkeit hinzu.

Cover des Buches Letzte Chance (ISBN: 9783827502001)
M

Rezension zu "Letzte Chance" von Robin Alexander

M.Lehmann-Pape
Zu martialischer Titel. Im Einzelnen mit präzisen Analysen

Vor welchen Herausforderungen steht das Land? Diese Frage ist, zumindest grob in den großen Themen, seit Monaten durch Printmedien, Fachveröffentlichungen, Ergebnisse von Konferenzen der einzelnen Beteiligten (Deutsch Wirtschaft, IHK, wirtschaftliche Institute, Talk-Shows und auch ansonsten an allen Orten laut in der Diskussion. Die politischen (Verlust der liberalen Ausrichtung) hin zum Mittelstand samt ganzer Wirtschaft unter Druck durch erratische Zölle, Produktionskosten, Energiekosten u.v.m) bis hin zum Sozialstaat (der größer Posten der Finanzen, aber auch der Posten einer der Hauptaufgabe des Staates „Volk“).

 

Das benennt Alexander natürlich in Teilen je mit, wendet sich aber seinem Hauptthema der politischen Ebene, dem Zustand der und der Gefahren für die Demokratie, zu.

 

Dem er das „Personal“, die „Mannschaft“, die all diese Probleme erfolgreich einer konstruktiven Veränderung zuführen sollen gedanklich gegenüber. Mitsamt deren „Kapitän und Spielführer“. Friedrich Merz.

 

Nicht nur, weil Alexander es pointiert darlegt, sondern weil es einfach ein Fakt ist: Merz ist ja bereits beschädigt in sein Amt gestartet (Wahlgänge) und hat durch seine manchmal, nennen wir es klassisch männliche Dominanz, aus einer etwas angestaubten gesellschaftlichen Vorstellung und Verhaltensweisen, die in der Vergangenheit entstanden sind, aber immer noch, wie zu sehen, aktuell.

 

Die kernige Aussage. Das sich zeigen als 2souveränder und starker Mann“ der mutig nach vorne geht. Samt typisch „Merz´scher“ verbaler Schnellschüsse, die nur mühsam wieder einzufangen waren oder noch sind.

 

Das Ganze schreibt Alexander wie gewohnt souverän und mit Verve. Nicht nur die „Hintergrundgeschichten“ des Buches sind ob der Fakten und neuen Informationen interessant zu lesen, das gesamte Buch hat einen solche unterhaltsamen Stil, so das es schnell und verständlich gelesen werden kann, ohne je in Seichte zu verfallen.

 

Natürlich ist das schon wieder Vergangenheit, was konkret an Beispielen angeführt wird, aber das Prinzip hinter Entscheidungsfindungen, Nachtsitzungen bei Bic Mac und Weißwein, Interessenhandel zwischen „Partner“, wer was brauch und das bekommt und dafür was abgibt. Und vieles mehr. Wie es sowieso hier und da ärgerlich zu lesen ist, auf wie „platten“ wegen und „platten“ Gedanken manche Persönlichkeiten der Politik srhr eng im Kopf unterwegs sind.

 

Das ändert aber nichts an der faktischer Einsicht in die aktuelle Lage der Politik im Land und der drängenden Gefahr für das gesamte Gesellschaftssystem Demokratie. 

 

Wie Alexander es vor Augen führt und argumentativ unterlegt: Demokratie wird dysfunktional. Und das nicht erst unter Kanzler Merz.

 

Ob dieser aber „das Zeug dazu „hat“, führend mit seinen Ministern und Teams, den konstruktiven (statt einem plakativen „harter-Mann-Weg“ den Vorzug zu geben) Plan und die dynamische und dennoch zum Mitnehmen der Menschen einladende Variante sieht, ergreifen und gestalten kann, darin bleibt das Buch am Ende offen.

 

Denn Alexander findet auch Hoffnungslichter. Trotz und gegen die nicht wenigen Themen und Beispiele, die er aufführt, und die an der Kompetenz von Friedrich Merz als Bundeskanzler in genau dieser Zeit Zweifel durchaus sät.

Cover des Buches Letzte Chance (ISBN: 9783827502001)
Josseles avatar

Rezension zu "Letzte Chance" von Robin Alexander

Jossele
Interessante Lektüre aus dem Politikbetrieb

Das Buch des bekannten Journalisten und Autors erschien 2025, kurz nachdem sich nach der Bundestagswahl 2025 die Regierung gebildet hatte. Der Autor ist stellvertretender Chefredakteur der Welt und einer der renommiertesten Hauptstadtjournalisten der Republik.

Der Autor ist sehr gut informiert und im politischen Betrieb offenbar gut vernetzt, so dass er über Sachverhalte schreibt und Begebenheiten ans Tageslicht bringt, von denen auch der gut informierte politische Beobachter keine Ahnung gehabt haben dürfte, z.B. Robert Habecks frühen Einsatz für die Ukraine, noch bevor der Krieg dort überhaupt losging. Das macht die Lektüre interessant, zumal er immer wieder die manchmal verschlungenen Wege beleuchtet, auf denen bestimmte Entscheidungen zustande kommen oder eben nicht getroffen werden.

An den Stellen, an denen es um die Motive von Handlungen geht, wird es aus meiner Sicht aber insoweit ein wenig problematisch, dass der Autor diese zwar benennt, aber über die Quelle schweigt. Ein Beispiel ist die (behauptete) Befürchtung von Friedrich Merz, der amerikanische Präsident könnte den Austritt der USA aus der NATO verkünden. Ich verstehe durchaus, dass Journalisten ihre Quellen schützen müssen, damit sie weiter sprudeln und nicht versiegen, aber in diesem Fall (und einigen anderen in dem Buch) habe ich mich schon gefragt, ob der Autor nicht nur spekuliert hat. 

Bemerkenswert finde ich die Überlegung, dass unter den Bedingungen von Populismus, der vor allem Social Media Anklang findet, eine Profilierung auf Kosten eines Koalitionspartners nicht mehr möglich ist. Robin Alexander formuliert das so: „Jeder lancierte oder zur Schau gestellte Hinweis auf die Schwachstellen des Partners wird von destruktiven Akteuren sofort krass verstärkt und gegen die Regierung als Ganzes gewendet.“ (Siedler Verlag, 1. Aufl. 2025, S. 211)

Den Titel finde ich etwas missglückt, denn der Schwerpunkt der Erörterungen des Autors liegt auf dem Scheitern der Ampelkoalition und was Merz daraus lernen kann, gipfelnd in einer Sequenz ziemlich am Ende des Buchs: „Wer mit Richtlinienkompetenz und Vertrauensfrage hantiert, ist in Wahrheit schon nicht mehr zu retten. Für Friedrich Merz und jeden zukünftigen Kanzler sollte das eine Mahnung sein.“ (ebd., S. 348) Mit den rechtsextremen und linksextremen Parteien und inwiefern sie eine Gefahr für unsere Demokratie und unsere Verfassung darstellen, beschäftigt sich Robin nur am Rande. Drei Sterne.

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