Robin Alexander Die Getriebenen

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Inhaltsangabe zu „Die Getriebenen“ von Robin Alexander

Ein dramatisches Kapitel jüngster deutscher Geschichte – und ein Insider-Report aus dem Innern der Macht.
Die Grenzöffnung für Flüchtlinge im Herbst 2015 hat das Land gespalten – die einen preisen Angela Merkels moralische Haltung, die andern geißeln die Preisgabe von Souveränität. Doch was als planvolles Handeln erscheint, ist in Wahrheit eine Politik des Durchwurstelns, des Taktierens und Lavierens, befeuert von hehren Idealen und Opportunismus. Robin Alexander zeigt, dass die politischen Akteure Getriebene sind, zerrieben zwischen selbst auferlegten Zwängen und den sich überschlagenden Ereignissen.
Robin Alexander blickt als Korrespondent der »Welt am Sonntag« seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes - in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, rekonstruiert er minutiös die Schlüsselentscheidungen von sechs Schicksalsmonaten - und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird.

Ich kann von diesem Buch daher nur abraten. Objektiv geht anders.

— StMoonlight

Der Autor reflektiert die wichtigsten Entscheidungen während der Flüchtlingskrise schonungslos und ehrlich

— Curin

Facettenreiche Darstellung von Prozessen, die das Leben in Deutschland verändern. Schade, dass nicht immer Roß und Reiter genannt werden.

— klausschulzvobach

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  • Objektiv geht anders.

    Die Getriebenen

    StMoonlight

    24. September 2017 um 14:05

    Es werden viele Nichtigkeiten erwähnt (z.B. ein aufgebrochenes Faxgerät), wirklich wichtige Dinge – z.B. der Einfluss von „Merkels Flüchtlingspolitik“ u.a. auf Parteien wie z.B. der AfD bleiben dagegen komplett unerwähnt. Ein Journalist sollte, gemäß seinem Kodex, faktisch und nicht persönlich (also ohne Wertung) berichten. Dieser Punkt wird hier, meiner Meinung nach, nicht erfüllt. Ich bin leider nicht so recht warm geworden, mit diesem Buch. Das liegt nicht so sehr an der Thematik, als vielmehr an dem Schreibstil des Autors. Zusammenfassend ist es für mich leider nur der Vorwurf des Autors an die Bundesregierung. Robin Alexander bezeichnet hier alle Menschen, die nach Deutschland gezogen sind (im Rahmen der „Flüchtlingskrise“). Nicht jeder Asylsuchende ist aber ein Flüchtling. Alles was Merkel gemacht hat wird kritisiert. Oft hatte ich das Gefühl, dass der Autor hier bewusst ein falsches Bild sendet und damit aufhetzt. Ich kann von diesem Buch daher nur abraten. Objektiv geht anders.

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  • Flüchtlingskrise als Herausforderung

    Die Getriebenen

    Curin

    03. June 2017 um 18:35

    Seitdem im September 2015 die Grenzen geöffnet wurden und tausende Flüchtlinge nach Deutschland strömten, stehen unsere Politiker vor einer riesigen Herausforderung. Robin Alexander versucht in diesem Buch zu zeigen, wie die Entscheidungen vor und nach dem Flüchtlingsstrom getroffen worden sind und gibt dabei einen besonderen Einblick in ein schwieriges Kapitel deutscher Geschichte.Der Autor Robin Alexander ist Journalist, der schon seit Jahren über das politische Berlin und Angela Merkel berichtet. Durch seine Schilderungen und Einschätzungen erhält man ein fundiertes Bild über die Aktionen und Entscheidungen, die unsere Politiker getroffen haben.Sehr anschaulich und nachvollziehbar wird zunächst erklärt, wie es überhaupt zur Grenzöffnung kommen konnte. Wer die Nachrichten verfolgt hat, wird natürlich viele Punkte, die im Buch angesprochen werden, zwar schon kennen, aber kann dennoch auch hier schon durch das Reflektieren des Autors etwas Neues erfahren. Dieser zeigt schonungslos auf, wie Politiker sich ihrer Verantwortung entzogen haben und offenbar nicht in der Lage waren, gemeinsam wichtige Entscheidungen bezüglich des Flüchtlingsstroms zu treffen. Dass die Unterbringung und die Versorgung der Geflüchteten gelungen ist, verdankt man letztendlich den vielen Kommunen und Bürgern, die ehrenamtlich geholfen haben.Auch mit Seehofer hat sich Herr Alexander eingehend beschäftigt und seine Rolle in der Krise ausgelotet. Auch er wird genauso wie Angela Merkel kritisch unter die Lupe genommen. Besonders interessant ist allerdings die Betrachtung der politischen Beziehung zwischen Merkel und Erdogan. Dieser wird in der Flüchtlingskrise gebraucht und nutzt seine Chance, um die Beitrittsverhandlungen in die EU zu beschleunigen. Während mit ihm verhandelt wird, beschließen andere Staaten die Balkanroute zu schließen, was letztendlich auch Realität wird.Robin Alexander hat hier ein wichtiges politisches Buch geschrieben, indem wirklich konkret und ohne etwas zu beschönigen die Flüchtlingskrise beleuchtet wird. Man sieht, dass unsere Politiker leider oft nicht schnell genug auf die Ereignisse reagieren konnten und auch nicht immer die Verantwortung, die sie mit ihrem Amt übernommen haben, wahrnehmen.Für mich ist ,,Die Getriebenen" ein sehr aufschlussreiches Buch, dass mich bis auf ein paar Aspekte überzeugt hat. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch vor der Wahl zu lesen.

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  • Es gibt noch keine Lösung

    Die Getriebenen

    WinfriedStanzick

    19. April 2017 um 10:17

    In einer in solcher Qualität lange nicht erlebten journalistischen Recherche zeichnet der Hauptstadtkorrespondent der WELT, Robin Alexander, in dem vorliegenden Buch ein Gesamtbild dessen, was zwischen dem September 2015 und dem März 2016 unter deutschem Regierungshandeln geschehen ist. Ein dramatisches Kapitel deutscher Geschichte wird hier mit zahlreichen der Öffentlichkeit bisher nicht bekannten Details erzählt, das erst mit der von anderen Ländern durchgesetzten Schließung der Balkanroute vorerst beendet wurde.Am 12.9. 2015 gab es eine Vereinbarung der Spitzen der Großen Koalition, die besagte, dass man vom nächsten Tag an die deutsche Grenze für Flüchtlinge schließen wollte, und Menschenmassen nach Österreich zurückzuschicken. In seltener Einigkeit hielten Merkel, de Maizière, Altmaier, Gabriel, Steinmeier und Seehofer das für geboten. Doch wohl aus Angst vor der öffentlichen Meinung  und vor Gerichtsentscheidungen wurde dieser Plan nie umgesetzt. Niemand wollte zu diesem Zeitpunkt dafür die politische Verantwortung übernehmen.Das Buch von Robin Alexander schildert minutiös, was damals geschah, reflektiert das Handeln der Akteure und beleuchtet im zweiten Teil das Verhältnis von Angela Merkel zur Türkei und zu Erdogan, das in diesen Tagen wieder brandaktuell geworden ist. Immer wieder geht es um die Konkurrenz zweier Lösungsansätze: EU-Türkei-Abkommen einerseits und Grenzschließung andererseits.Er sitzt sozusagen zwischen den Stühlen mit seiner Darstellung: „Die Anhänger beider Sichtweisen werden von diesem Buch enttäuscht sein. Es erzählt weder eine Heiligengeschichte noch ein Schurkenstück.“Das Buch ist spannend zu lesen, weil es bei aller Differenziertheit nicht mit Kritik an Angela Merkel spart. Und eines ist sicher: nicht nur wegen des fragilen Verhältnisses zur Türkei nach dem Referenden und den ihm vorangehenden Unverschämtheiten, sondern auch wegen der immer größer werdenden Zahl von Flüchtlingen, die zu Tausenden jeden Tag über das Mittelmeer kommen und von denen keiner in Italien bleiben will.Es gibt noch keine Lösung, und der angestrengte Versuch, dieses Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten, wird scheitern..

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  • Die Getriebenen noch vertrauenswürdig?

    Die Getriebenen

    klausschulzvobach

    16. March 2017 um 16:36

    Will man Bismarcksche Maßstäbe anlegen und Politik als Kunst des Möglichen erachten, dann hat Robin Alexander ein vernichtendes Urteil über die Flüchtlingspolitik der GROKO gefällt. Zu viele Akteure haben mitgemischt, quergeschossen oder sich rar gemacht, sodass klare Linien nicht erkennbar sind. Im Innersten der Macht habe es Bankrott-Erklärungen der politischen Elite gegeben. Die Kanzlerin sei überfordert und feige gewesen. Die „humanitäre Flüchtlingspolitik“ sei das Ergebnis von unentschlossenem, taktierendem Handeln sowie parteiübergreifender Weigerung, politische Verantwortung zu übernehmen. Zwar habe die Regierung in Berlin Gesetzesbrüche vermeiden wollen. Doch am Ende habe der Gesetzesbruch gestanden: Das Dublin-Abkommen, das die Registrierung von Flüchtlingen bei ihrer Ankunft in Europa regeln soll, wurde eigenmächtig außer Kraft gesetzt. Wir haben also eine Bundeskanzlerin, die es mit Gesetzen nicht so genau nimmt. Es steht in Rede, dass sich ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit den Vorgängen im September 2015 in Budapest, Wien, München und vor allem in Berlin befassen soll. Zu Beginn der Flüchtlingswelle stand wohl die Mehrheit der Bevölkerung hinter der sogenannten Willkommenskultur. Die Stimmung schlug um, als auf dem Höhepunkt der Krise die Herausforderungen nicht mehr beherrschbar erschienen. Möchten Sie nicht auch gerne wissen, wie Ihre Nachbarn mit den Wirrnissen umgehen? Wie sie Angst und Schrecken verkraften, seitdem der Terror des 'Islamischen Staates' nach Europa übergeschwappt ist? „Tu was gegen Terror, Sicherheitswahn und Fremdenhass!“ ist ein Fact-and-Fiction-e-book von Klaus Schulz-Vobach, das die Ereignisse aus der Sicht einer deutschen Großstadtfamilie beschreibt. Die Familie übernimmt ehrenamtliche Hilfe, um Überlebende von Krieg und Terror bei ihren ersten Schritten im neuen Leben zu begleiten. „Tu was!“ ist ein Weckruf – eine anschauliche Ergänzung zu den „Getriebenen“.

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