Viel Glück hatte er nicht gehabt in seinem Leben, aber damit, dass er keine Geschwister hatte, schon. Das war Joaquin klar. Er hatte gesehen, was derartige Situationen mit anderen Kindern anrichteten, die darum kämpften, zusammenzubleiben, und dann am Boden zerstört waren, wenn sie am Ende doch getrennt wurden. Er hatte mitterlebt, wie große Brüder sich verzweifelt darum bemühten, von Familien adoptiert zu werden, die eigentlich nur kleine Schwestern wollten; er hatte große Schwestern gesehen, die von ihren kleinen Brüdern weggerissen wurden, weil im Haus der Pflegefamilie kein Platz für drei Kinder war. Und manchmal trennte das Jugendamt auch einfach nach Geschlecht. Es fiel Joaquin schon schwer genug, auf sich allein aufzupassen und den Kopf über Wasser zu halten in einem Strudel, der unbarmherzig versuchte, ihn in die Tiefe zu reißen. Niemals hätte er sich dabei noch um jemand anderen kümmern können, und er war froh, es nicht zu müssen, froh, dass er ungebunden war, wurzellos. Auch wenn er manchmal fürchtete, einfach davongetrieben zu werden, ohne dass irgendwer merkte, dass er verschwunden war, ohne dass jemand nach ihm suchte.
Wie werden aus drei Fremden Geschwister? Vor dieser Frage stehen Grace, Maya und Joaquin, als sie einander kennenlernen. Eigentlich war Grace auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter, doch dann erfährt sie von ihren beiden Halbgeschwistern. Maya ist sofort Feuer und Flamme für ihre neuen Familienmitglieder, denn als einzige Dunkelhaarige in einer Adoptivfamilie voller Rotschöpfe sucht sie schon lange nach jemanden, dem sie tatsächlich ähnlich sieht. Joaquin ist eher zurückhaltend, nach einem Leben in unzähligen Pflegefamilien und Heimen weiß er, dass er sich nur auf sich selbst verlassen kann. Beide sind nicht begeistert von Grace‘ Wunsch, nach ihrer gemeinsamen Mutter zu suchen, denn sie fühlen sich von ihr im Stich gelassen. Aber Grace hat einen guten Grund dafür. Und als Maya und Joaquin die Wahrheit erfahren, lassen sie sich darauf ein. Doch was werden sie finden?
Wir drei verzweigt wurde im US-amerikanischen Original mit dem National Book Award 2017 ausgezeichnet.
Nach Stationen als Buchhändlerin und Buchjournalistin beschloss Robin Benway, selbst Bücher zu schreiben – mit großem Erfolg. Die Werke der Autorin wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Robin Benway lebt mit Hudson, ihrem extrem dickköpfigen Shih Tzu, in Los Angeles. Sie hat eine Schwäche für Kochen, Hundewelpen und Kaffee – wenn auch nicht in dieser Reihenfolge.
Hier könnt Ihr 10 Exemplare von Wir drei verzweigt gewinnen. Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet uns einfach bis 22.11.2018 folgende Frage:
Grace und Maya lernen sich bei einem krampfhaften Abendessen mit ihren Eltern kennen, obwohl Maya lieber Pizza bestellt hätte. Wie sähe eure erste Begegnung mit euren Geschwistern aus, wenn ihr euch zum ersten Mal kennenlernen würdet?
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Mitmachen!
Euer Magellan-Team