Robin Felder Unsympath

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Inhaltsangabe zu „Unsympath“ von Robin Felder

Peter Weidner hat einen Job im Musikbusiness, ein hohes Einkommen, einen Jaguar, viel Freizeit und eine massive Persönlichkeitsstörung. Seine aktuelle Lieblingsbeschäftigung sind Frauen, die per Kontaktanzeige die große Liebe suchen. Ein perfekt oberflächliches Leben. Wären da nicht seine unüberwindbare Abneigung gegenüber seinen Mitmenschen, sein neurotischer Perfektionismus und sein massiver Selbstekel. Während er sich nach außen hin freundlich und zurückhaltend gibt, werden in seinem Inneren Widerwillen und Hassgefühle immer stärker. In seinem Romandebüt gelingt es Robin Felder, die Leere seiner Hauptfigur mit einer Fülle von Beobachtungen zur Musikbranche, zum Alltags- und zum Liebesleben zu verbinden, die in ihrer schmerzhaften Genauigkeit ebenso verstörend wie amüsant sind.

Der Name ist Programm, ein bisschen American Psycho auf Deutsch, mir gefällt es

— ichundelaine
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  • Ein wahrhaftes Ekelpaket mit lichten Momenten

    Unsympath
    ichundelaine

    ichundelaine

    24. June 2016 um 13:03

    Bei dem Protagonisten ist der Titel des Buches Programm - ein erfolgsverwöhnter Ex-Workaholic aus der Musikbranche fertigt alles und jeden um sich herum gedanklich knallhart und zynisch ab. Peter Weidner ist ein Arschloch wie es im Buche steht und - er kommt damit eigentlich immer davon.Wer nun an American Psycho denkt, der denkt so ziemlich in die richtige Richtung, Patrick Bateman stand definitiv Paten für den cholerischen, dauergenervten, leicht authistischen Peter, der sich gerne in detailreiche Beschreibungen seiner Umgebung ergeht und obsessiv seine Bude putzt.Peter ist nicht politisch korrekt, tut aber so. Hinter jedem "Klar gerne!" denkt er sich "Geh sterben!" Das mag für einige Zartbesaitete unmöglich klingen, aber wem Gedankengänge über den Zusammenhang zwischen Sozialstatus und Anzahl versendeter sms sowie bösartige Bemerkungen über den Musikgeschmack (bzw. dessen Nicht-Vorhandensein) anderer nicht fremd sind, der wird hier wirklich großartig unterhalten. Peters Hobby ist das Daten von Frauen die er samt und sonders verarscht. Äußerlich der höfliche junge Mann, fühlt er sich den Damen haushoch überlegen, wenn diese eine Helene Fischer CD besitzen und ihn mit uninteressanten Büro-Geschichten nerven. Dabei schafft es der Autor wirklich verdammt gut, dass man Peter irgendwie verstehen kann.Ähnlich wie bei American Psycho fügt Felder ebenfalls gewaltsam pseudo-delirische Effekte ein, die ich jetzt ehrlich gesagt etwas erzwungen fand, ebenso das Ende des Buches, nichts desto trotz war es die Sorte Buch, die mich gut unterhalten und zum Lachen bringen kann, weshalb ich hier 4 Sterne vergebe.

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  • Besser nicht ....

    Unsympath
    lerurahn

    lerurahn

    22. March 2013 um 21:51

    Meine erste besser-die-Finger-von-Lassen-Empfehlung:  Die Hauptperson, der Unsympath, bemüht sich zu unterstreichen, warum er besser ist als andere, sein Leben schöner ist als andere und er meint es sich leisten zu können, andere Menschen (in den meisten Fällen Frauen) eher herablassend als wertschätzend zu behandeln. Dabei gelingt es dem Autor nicht, glaubhaft herauszuarbeiten und zu unterstreichen, dass einem Charakter dieser Prägung eine psychische Störung zugrunde liegen muss.   Ein inhaltlicher roter Faden, eine Story oder auch nur ein kleines Stück Inhalt blieb mir leider nicht im Gedächtnis. Die Story kreist um One-Night-Stands und das Gelangweilt-sein am nächsten Morgen, Bars und Diskotheken, Frauen und krankhaften Ehrgeiz im Berufsleben der Hauptperson, die jede Gefühlsregung oder Nachdenken im Keim erstickt. Dieses Bloß-Nicht-Nachdenke und fehlende Reflektieren macht das Buch zu einem seichten, nichts-sagenden Roman, der keinen Tiefgang hat.  Mein Fazit: Ich habe wirklich schon viel gelesen und dabei jedes Buch bis zum Ende, auch wenn es mich nicht immer ganz überzeugt hat. Hier habe ich leider nicht bis zum Ende durchgehalten. 

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  • Rezension zu "Unsympath" von Robin Felder

    Unsympath
    Leseglueck

    Leseglueck

    18. January 2013 um 17:28

    Erster Satz: Wenn ich noch langsamer gehe, könnte es sein, dass mich ein Passant anspricht und fragt, ob er mir helfen kann. Cover: Das Cover ist schlicht. Darauf ist der Umriss eines Mannes zu sehen. Da der Hintergrund schwarz ist wird mit dem pink der Titel gekonnt in Szene gesetzt, was eigentlich ganz gut aussieht. Meinung: Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich dieses Buch wirklich durchgelesen habe. Meinen Geschmack hat es leider überhaupt nicht getroffen. Auf Unsympath aufmerksam geworden, bin ich durch eine Freundin, die nachdem sie es gelesen hat nicht so richtig wusste was sie davon halten soll und der Meinung war ich muss dieses Buch nun auch unbedingt lesen. Den Schreibstil fand ich am Anfang anstrengend. Es gibt kurze Sätze im Überfluss und dadurch bin ich überhaupt nicht in einen richtigen Lesefluss gekommen. Ich hatte schon nach den ersten zehn Seiten Bedenken, ob ich dieses Buch überhaupt bis zum Ende durchlesen werde. Nach und nach gibt es dann aber Passagen in denen es besser wird und mir das Lesen auch etwas mehr Spaß gemacht hat. Die Grundidee des Buches finde ich gar nicht so schlecht. Peter ist Musikproduzent und von seinem Leben anscheinend sehr gelangweilt. Er beantwortet Kontaktanzeigen um Frauen kennenzulernen. Diese bekommen alle eine Nummer und einen Spickzettel mit den wichtigsten Daten über sie. Zu den Frauen mit denen er sich trifft und auch zu seinen anderen Mitmenschen ist er immer nett, doch innendrin sieht es ganz anders auch. Seine wahren Gedankengänge erfährt man als Leser, aber seine Bekanntschaften leider nicht. Peter ist sehr selbstbewusst und sieht auf alle anderen von oben herab. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem der Hauptprotagonist so ein Großkotz und so unsympathisch ist. Der Titel passt also super zur Geschichte. Ich fand die Geschichte überwiegend langweilig. Die arrogante Art, wie Peter auf die Welt blickt, mag an einigen Stellen sogar witzig und unterhaltsam sein, empfand ich es aber schnell als nervig. Als es so scheint, dass Peter bald einen schlimmen Schicksalsschlag hinnehmen muss, hat er sich ein wenig ins positive verändert. Das ging aber auch schnell vorüber. Im Laufe der Geschichte gibt es sehr viele Wiederholungen, die natürlich so gewollt sind. Ich dachte oft: wenn ich jetzt noch einmal lesen muss, dass Peter guckt ob seine Hose in den Schuh gerutscht ist weil das ja blöd aussieht, pfeffere ich dieses Buch in die Ecke und lese nicht mehr weiter. Das habe ich dann aber natürlich nicht gemacht. Ich habe auch an einigen Stellen gelacht, aber dieser Hauptprotagonist ging mir ziemlich schnell auf die Nerven. Mit seiner immerzu depressiven Art und seiner Erhabenheit über alles und jeden, verbreitet er leider nur schlechte Laune. Fazit: Unsympath konnte mich nicht gut unterhalten und es ist das erste Buch das es geschafft hat mir beim Lesen schlechte Laune zu machen. Da die negativen Dinge überwiegen vergebe ich 2 von 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Unsympath" von Robin Felder

    Unsympath
    Rautavist

    Rautavist

    29. August 2012 um 22:26

    unnötig

  • Rezension zu "Unsympath" von Robin Felder

    Unsympath
    jujamon

    jujamon

    22. June 2010 um 21:17

    "Der Unsympath" machte auf mich, allein durch den Buch-Titel schon Eindruck. Als ich dann aber noch den Klappentext las, dachte ich nur: Endlich bringt es jemand auf den Punkt! Mit Humor, Ehrlichkeit und sehr real, erzählt Robin Felder das Leben eines Musikproduzenten, der auf die ganze Welt eine sehr kritische Sichtweise hat und es gerne sehr übtreibt. Zu dem kommt auch noch ein ganz reizender Ordnungswahn. Dieses Buch hat mir zwischendurch immer wieder ein Lächeln gezaubert und mir das Gefühl gegeben, nicht ganz paranoid auf der Welt zu sein. Kann es aus meiner Sicht nur empfehlen!

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  • Rezension zu "Unsympath" von Robin Felder

    Unsympath
    lesemaz

    lesemaz

    05. April 2010 um 20:18

    Für Leser, die Interesse an einer "spannenden" Geschichte haben, ist dieses 350 Seiten dicke Werk nicht gerade geeignet. Denn die Story von Felders Roman ist schnell erzählt und ohne echte Dramatik. Vielmehr geht es um die "Einsichten" eines Menschen, der mit dem Leben mehr oder weniger abgeschlossen hat und in teilweise schonungsloser Offenheit über seine Eindrücke beim präzisen Beobachten seiner Mitmenschen berichtet. Permanent fühlt man sich beim Lesen von Felders "Unsympath" bestätigt und durchlebt kleine "Deja vu"s! Auch wenn Felder es teilweise auf die Spitze treibt, so gibt das Buch genügend Anstösse zum Nachdenken. Was passiert hinter der Stirn meines Gegenübers, während er mir gegenübersitzt und vielleicht nur Interesse heuchelt? Eine kleine Schreckensvorstellung, wenn man das zu Ende denkt. Einen Punkt Abzug, weil sich das Buch trotz der flüssigen Sprache und der zahlreichen Lacher doch ein wenig "zieht" und das Ende etwas enttäuschend ist ....

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  • Rezension zu "Unsympath" von Robin Felder

    Unsympath
    LeseAnne

    LeseAnne

    10. March 2010 um 18:50

    Nach dem neuen Buch von Magnusson fiel mir "Der Unsympath" in die Hände und kleine Parallelen sind mir da schon aufgefallen: Pärchen-Abende, auf denen man nicht sein will und deren Gespräche sich um Pfeffermühlen, Hypotheken und Eigenheimen sowie Babys etc. drehen.Bei "Das war ich nicht" noch im lustigen Rahnem, sprengt der Unsympath alles! Er sieht das Leben durch eine "graue Brille" und stellt alles in Frage, findet alles öde und alles eklig. Selten wurde in einem Buch solch eine depressive Weltsicht dargestellt,aber:echt gut.Witzig vorallem.Mit ein paar Ausnahmen.Lacher auf den ersten Seiten machen ein Buch meistens schon zu einem Erfolg, und so wars bei mir!Geheimtipp und bitte nicht vom kitschigen Cover täuschen lassen!

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