Der Weitseher

von Robin Hobb 
4,3 Sterne bei76 Bewertungen
Der Weitseher
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Positiv (64):
kornmuhmes avatar

Etwas schwerfälliger und zäher Anfang, doch hinterher Hofintrigen vom Feinsten!

Kritisch (4):
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Der Anfang war noch ganz gut statt besser ist es aber nur schlechter geworden. *Gähn* Mir gings echt nicht anders als Streuner. Ich weiß nic...

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Inhaltsangabe zu "Der Weitseher"

Die Abenteuer von Fitz dem Weitseher

Es gibt Fantasy-Helden, die man nie vergisst. Helden, deren magische Gabe Kontinente bewegt, deren Mut den Lauf des Schicksals verändert. Wie J. R. R. Tolkiens Ringträger Frodo oder Sonea, Trudi Canavans mutige Magier-Schülerin. Einer darf hier nicht fehlen: Fitz, Bastard eines Prinzen, und auserwählt, das Erbe der legendären Weitseher anzutreten.

Mit „Der Weitseher“ beginnt eines der erfolgreichsten und beliebtesten Fantasy-Epen aller Zeiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453524811
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:621 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:06.04.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2016 bei Ronin - Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    kornmuhmes avatar
    kornmuhmevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas schwerfälliger und zäher Anfang, doch hinterher Hofintrigen vom Feinsten!
    Fitz, der Bastard ...

    Inhalt:

    Fitz ist 6, als er an den Hof von König Listenreich gebracht wird. Da er der Bastardsohn des Prinzen Chivalric ist, soll gefälligst er sich um seinen Spross kümmern. Doch Fitz bekommt seinen leiblichen Vater nie zu Gesicht, stattdessen wächst er bei dessen Stallmeister Burrich zwischen Pferden und Hunden auf. Erst nach mehreren Jahren interessiert sich Listenreich für ihn, hofft er doch, aus Fitz ein nützliches Werkzeug machen zu können. Fitz wird heimlich in die Lehre bei Chade, Giftmischer und ebenfalls ein royaler Bastard, geschickt und lernt dort das Handwerk eines Meuchelmörders. Doch immer wieder wird Fitz in die Intrigen des Hofes hineingezogen, muss Loyalität beweisen und hinterfragen, wem er eigentlich trauen kann. Zudem verfügt er über eine Macht, die ihn auf eine Bewusstseinsebene mit Tieren bringen kann; die "Gabe" jedoch, eine Art Telepathie, über die seit jeher die Mitglieder der Königsfamilie verfügen, scheint bei ihm nur spärlich zu fließen ...

    Meinung:

    Dies ist eigentlich Fantasy nach meinem Geschmack: Junger Bursche kommt als Ausgestoßener an den Königshof und muss sich dort seinen Platz erkämpfen, während sich Intrigen um ihn herum spinnen und Gefahren im Reich drohen.

    Doch leider fängt der Roman recht behäbig an. Der geneigte Leser folgt Fitz bei seinen ersten Gehversuchen am Hofe König Listenreichs - und verweilt vor allem im Stall, denn als Ziehsohn und Lehrling Burrichs muss er sich um die Pferde und Hunde kümmern. Und wenn er denn mal frei hat, wandert er in die Stadt hinunter und tut, was Lausebengel im Alter von 6 eben tun. Dieser Teil zieht sich einfach. Es passiert nichts Aufregendes, Gefährliches oder Geheimnisvolles.

    Erst als Fitz älter wird und bei Chade in die Lehre geht, werden Intrigen am Hofe offenbar, politische Zusammenhänge deutlich und Fitz wird langsam, aber sicher zu einem Rädchen im Gefüge des großen Ganzen. Das liegt nicht nur daran, dass er bei dem widerlichen Galen antanzen muss, um bei ihm den Gebrauch der Gabe zu lernen, sondern auch daran, dass im Reich die Roten Korsaren ihr Unwesen treiben: Sie überfallen Dörfer entlang den Küsten und hinterlassen als Opfer seelenlose Menschen, "Entfremdete", die Zombies ähneln.

    Mehr und mehr Geheimnisse tun sich auf. Hinzu kommen interessante Figuren wie bspw. der Narr, der immer dann auftaucht, um Fitz irgendwie zu helfen, auf welche krude Art auch immer. Von ihm würde ich gerne im nächsten Teil der Reihe noch mehr lesen. Auch Prinz Veritas ist vielversprechend.

    Leider gibt es für mich auch einige Punkte, die sich mir einfach nicht erschließen, z.B. warum Prinz Edel Fitz so dermaßen hasst oder warum der Gebrauch der alten Macht so in Verruf steht. Doch vielleicht darf man auch da auf Band 2 hoffen.

    Fazit:

    Dieses Buch ist ein sehr vielversprechender Auftakt zu einer Trilogie um den Weitseher Fitz in den Sechs Provinzen. Wer Hofintrigen, politische Ränkespiele und ein wenig Magie oder wundersame Gaben mag, liegt hier goldrichtig. Allerdings sollte man zu Anfang ein wenig Geduld mitbringen, bis die Geschichte sich warmgelaufen hat.

    4 von 5 Sternen

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    ErleseneBuechers avatar
    ErleseneBuechervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es ist schön geschrieben, die Geschichte ist spannend und die Charaktere machen Spaß, da sie vielschichtig sind, ans Herz wachsen.
    Giftmischer, Rote Kosaren & Bastard

    Da ich Fantasy-Romane und historische Bücher liebe, war dieses genau das richtige für mich. Es ist eine gute Mischung aus beidem. Man bekommt einige Fantasyelemente, allerdings bleibt es im Rahmen. Es kommen keine Drachen, Zwerge, Orks oder Elfen vor. Allerdings gibt es eine solide, wirklich gute Geschichte mit einem herausragenden Protagonisten. Der Leser begleitet den Bastard Fitz Chivalric durch seine Kindheit. Er wird von der Familie seiner Mutter am Königshof abgegeben, da der Kronprinz sein Vater ist. Als Stallbursche am Hof entdeckt er eine besondere Fähigkeit. Er kann mit Tieren eine geistige Verbindung aufbauen, vor allem zu Hunden. Jedoch nicht allen gefällt diese Eigenart…

    Später wird er heimlich zum Giftmischer und Assassine des Königs ausgebildet. Er lernt viel von dem alten Chade und bekommt die ersten Aufträge. Sein Vater verlässt den Hof und verzichtet auf den Thron ohne seinen Sohn vorher zu treffen. Auf Fitz wartet jedoch die Ausbildung zum Weitseher. Eine sagenumwobene Gabe, die nur Auserwählten vorbehalten ist. Sein Lehrer entpuppt sich allerdings als böser Gegner, so dass Fitz einige Schwierigkeiten hat. Dann bekommt er einen großen Auftrag. Die Braut des neuen Kronprinzen soll aus dem Bergreich abgeholt werden. Kann Fitz den Gefahren trotzen, die auf ihn warten?

    Ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen, da es eine Wohltat war. Es ist schön geschrieben, die Geschichte ist spannend und die Charaktere machen Spaß, da sie vielschichtig sind, ans Herz wachsen und sich prächtig entwickeln. Es ist interessant zu sehen, dass so ein dickes Buch auch ohne Drachen, ewigen Schlachten und mehreren Handlungssträngen funktioniert (wobei gegen all dies nichts einzuwenden ist).

    Gerade die letzten Episoden rund um das Bergreich nahmen nochmal an Fahrt auf, wobei es dann auch etwas holperig wurde mit den vielen Angriffen und etwas seltsamen Wendungen. Aber die Geschichte rund um Fitz wird ja fortgesetzt und da bin ich gern dabei.

    Bewertung: 5 von 5 Punkten

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    JanineTs avatar
    JanineTvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, wenn auch etwas mit Handlungsstraengen, Beschreibungen und langatmigen Dialogen ueberladen.
    Definitiv lesenswert!!

    Sehr detailgetreue Welt und Figuren, wobei es manchmal etwas zu viel wird mit dem Blablabla. Auch sind es an Handlungsstraengen etwas zu viel des Guten.  Man muss immer schoen aufpassen,  mit dem Wer, Wann, Was und Warum. Weniger waere mehr gewesen. Vieles haette kuerzer und damit rasanter ausfallen koennen. Trotzdem ein tolles Buch, das mich sehr gefesselt hat. Viele Intrigen, tolle Figuren, spannend, bewegend. Definitiv lesenswert und definitiv werde ich die zwei weiteren Buecher dieser Trilogie lesen.

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    Avalaias avatar
    Avalaiavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine tolle, tiefsinnige Fantasy-Geschichte, die mit starken Charakteren und einer beinah real wirkenden Welt glänzt!
    Von des Prinzen Bastard zu des Königs Mann.

    "Ich weiß nicht einmal, wem ich mich zu offenbaren versuche. Mein Leben ist ein Netz von Geheimnissen gewesen; Geheimnissen, die auch jetzt noch besser im Dunkeln bleiben. Soll ich sie alle dem geduldigen Papier anvertrauen, auf dass daraus Feuer und Asche entstehen?" (S.8f)


    Die Geschichte beginnt damit, dass ein scheinbar in die Jahre gekommener Mann die Chroniken seines Heimatlandes - der Sechs Provinzen - aufschreiben will, dabei allerdings wieder und wieder scheitert. Egal, wann und mit wie viel Ernst er beginnt zu schreiben, immer endet es damit, dass er sich urplötzlich in seiner eignen Geschichte wieder findet. Und so beschließt der Schreiber, sich sein ganzes Leben von der Seele zu schreiben - das Leben von FitzChivalric Weitseher. Ein hartes, oft ungerechtes Leben, geprägt von Einsamkeit und daraus erwachsendem Unmut, aber auch Stärke, von Tod und Verrat; von Loyalität und Freundschaft, von Giften und von Klingen. 

    Da ich bereits Robin Hobbs Roman "Die Schamanenbrücke" kannte, wusste ich, dass die Sprache in diesem Werk wohl keine allzu leichte Kost sein würde, dafür tief und bewegend. Ich wurde nicht enttäuscht. Zwar fehlt Fitz' Erzählung hier die betörende, magische Art, in die ich mich bei der Schamanenbrücke verliebt habe, aber nichtsdestotrotz weiß Robin Hobb ihre Leser mit Worten zu verführen. Wer allerdings nicht gerne mit Wortgewalt und sich verspinnenden Satzgefügen überrascht wird, wird hier keine Freude an Hobbs Schreibstil finden. 

    Ich finde das Buch sehr gelungen. Fitz' Geschichte hat alles, was es braucht - stark gezeichnete Charaktere, eine real wirkende, durchdachte Welt, Spannung und Zeit zum Nachdenken. Besonders Fitz, die Hauptfigur, lernt man sehr gut und sehr intensiv kennen. Dies kostet aber leider auch Längen, und so erscheinen manch ruhige Abschnitte sehr gestreckt. Dadurch, dass auch sehr viel auf die Politik des Landes eingegangen wird, was nun vielleicht nicht für jeden Leser interessant ist, zeichnet sich zwar ein scharfes Bild von Fitz' Heimat, aber auch dies kostet wieder Längen. Wer also auf rein spannungsgeladene Abenteuer steht, wird hier nicht so ganz auf seine Kosten kommen. Auch mir, die ich eigentlich sehr gerne viel über alle möglichen Charaktere und Hintergründe erfahre, war es stellenweise einfach einen Tick zu lang. Ansonsten eine wundervolle Geschichte über das harte Leben eines Bastardsohns, der sich - gewollt oder ungewollt - bis zum Königsmann hochgearbeitet hat. Bin sehr gespannt auf Band 2. 

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    zickzacks avatar
    zickzackvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Junge, der von Anfang an ein schweres Leben hat.
    Fitz der Weitseher

    Klappentext
    Als der junge Fitz Chivalric an den Hof gebracht wird, wartet ein schweres Schicksal auf ihn: Er ist der Bastardsohn des Kronprinzen. Seine bloße Existenz ist ein Skandal und seine verborgene Gabe der Weitsicht vielen ein Dorn im Auge. Einzig der alte König erkennt seine wahren Fähigkeiten – und macht Fitz zu seinem Werkzeug. Denn das Königreich der Sechs Provinzen ist in großer Gefahr, und nur die magischen Weitseher können dem Verderben trotzen ...

    Ich mag dieses Buch sehr. In diesem wird sehr genau beschrieben, wie das Leben von Fitz verläuft, als Kind und als Jugendlicher, wie er sich mit der Rolle als Bastard herumschlägt und keinen wirklichen Freund finden, niemand bei dem er sich geborgen fühlen kann. Darum flüchtet er immer wieder zu Tieren insbesondere Hunde. Er kann sich gedanklich mit ihnen verbinden, fühlt und erlebt, was sie erleben. Fitz wird durch die Ich-Form stark gezeichnet. Ich konnte ihn mir bildlich vor mir sehen. Er ist als Hauptcharakter sehr stark, was zu den ganzen anderen Figuren eher weniger ist. Burrich kommt natürlich öfters vor und zu ihm hatte ich eher eine wechselseitige Meinung. Am Anfang hat er sich für den Jungen gar nicht interessiert. Nachdem ihm ein Licht aufgegangen war, dass er sich um den Jungen kümmern sollte, war er meist ziemlich streng, seine gute Seite, dass er auf Fitz eingehen konnte, zeigte er eher selten.

    Ansonsten traten die anderen Figuren meist zu wenig auf, man erfuhr nur über Fitz über sie und konnte sich nur durch seine Beschreibungen ein Bild machen.
    Chade und Galen waren natürlich noch wichtige Figuren, obwohl ich bei Chade noch nicht ganz dahinter gestiegen bin wie ehrlich er es mit Fitz meint oder ob er nur seinem König dient. Weil bei der Sache mit Galen hat er ihn einfach allein gelassen.
    Und Galen war natürlich der Oberfiesling und Mistkerl.
    Mir ist es ein paar Mal passiert, dass ein Kloß in meinem Hals steckte und ich beinahe angefangen hätte mit weinen, aber da ich das nicht gerne macht, habe ich es zurück gedrängt.
    Aber es bedeutet einfach, dass dieses Buch intensiv geschrieben ist und mich sehr tief berührt hat. An manchen Stellen ist es ziemlich brutal, was mich persönlich aber nicht stört.

    Teilweise kam mir das Buch durch das detailierte Beschreiben aller Ereignisse die Fitz erlebt hat langatmig vor, aber am Ende finde ich es wieder gut so, denn so kann man die Charakterentwicklung von Fitz gut nachvollziehen und eigentlich, wenn ich es mir genau überlege, war nie etwas unspannend geschrieben. Es gab halt wie in jedem Buch die ruhigen Entspannungsphasen und die wo man richtig mitfieberte. Man taucht ganz tief in Fitz Welt hinein und es ist mir jedes Mal schwer gefallen wieder in die Realität zurück zu keheren.

    Allerdings blieben alle Figuren außer Fitz, wie ich es bereits angedeutet habe, ziemlich farblos und einseitig. Das war einfach schade, denn über den einen oder anderen hätte ich gern mehr erfahren. Daher "nur" vier Sterne.

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    Argents avatar
    Argentvor 5 Jahren
    Interessante Fantasy-Geschichte mit neuen Aspekten

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Fitz dem Prinzenbastard erzählt. Der Leser wird behutsam an sämtliche Figuren und die Story herangeführt. Relativ schnell wird klar, dass Fitz über eine besondere Gabe verfügt. Wie gross ihr Ausmass ist, erfährt der Leser jedoch nur Stück für Stück und ich denke in den weiteren Bänden wird da noch einiges mehr kommen ...

    Robin Hobb beschreibt sehr genau und sehr gut. Besonders schön gelingt ihr die Verbindung zwischen Fitz und Nosey (einem Hund)dem Leser greifbar zu machen.
    Beeindruckt war ich auch wie meisterhaft sie die Ich-Erzählung hinbringt und ich als Leser zum Teil nicht einmal bemerkte das die Geschichte in der 1. Person geschrieben ist.

    Hobb erzählt eine Fantasy-Geschichte ohne mit Elfen, Trollen und viel Magie aufzufahren. Magie gibt es, aber in kleinen Dosen. Die Idee mit den Entfremdeden (dazu möchte ich nichts verraten) finde ich auch ausgezeichnet.

    Zu bemängeln habe ich lediglich, dass es zum Teil etwas langatmige, zu genau ausgeschilderte Szenen gibt. Das Ende ist jedoch sehr emotional und hat mich begeistert. Deshalb werde ich sicherlich auch noch die anderen Bänder lesen. Ich bin neugierig darauf, was Fitz noch alles erlebt und wie sich die Gabe bei ihm weiterentwickelt.


     

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    N
    Nessie1980vor 6 Jahren
    Eigenartig

    Eigenartig, ich kann mich an kaum etwas aus "Der Weitseher" erinnern. Normalerweise spricht das klar gegen ein Buch. Nicht so bei diesem.
    Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte um den königlichen Bastard Fitz gefesselt. Nicht in dem Sinne, dass ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern konnte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Auch nicht in dem Sinne, dass ich nächtelang wach gelegen hätte, weil ich in Gedanken bei den Gefahren und Intrigen festhing, die Fitz' Leben bedrohten. Aber Hobbs Art zu schreiben, ist unglaublich packend. Man liest und liest und liest - und taucht irgendwann benommen aus der Geschichte auf, die einen gefangen genommen hat. Von meinen "Tauchgängen" habe ich, wie gesagt, keine Erinnerungen mitgebracht, aber Gefühle. Während des Lesens hat sich eine latente Melancholie meiner bemächtigt, die wohl zum Grossteil daher rührte, dass ich durch den Prolog wusste, wie Fitz' Leben enden wird. Zum anderen ist der Grundtenor durch das gesamte Buch hinweg eher melancholisch. Selbst die Dialoge mit dem geheimnisvollen Narren waren weniger erheiternd, als vielmehr mysteriös, mehrdeutig und verwirrend.
    Mir hat dieser erste Teil der "Weitseher"-Trilogie trotz allem jedenfalls so gut gefallen, dass ich mir auch die Folgebände gekauft habe. Ausserdem habe ich "Der Weitseher" einem Freund geschenkt. Als dieser mich fragte, worum es darin geht, musste ich stutzen - ich konnte mich nicht erinnern.

    Kommentare: 2
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    Feuerfluegels avatar
    Feuerfluegelvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Weitseher" von Robin Hobb

    Ich war begeistert, wie Hobb es schafft aus den Einfachsten Dinge, solche Wunder zu schaffen. Ich war sowohl vom Aufbau der Geschichte begeistert, als auch von den Landschaften und natürlich auch von den Charaktern die sie erschafft.
    Schon auf den ersten Seiten ist es nicht schwer sich in das Buch fallen zu lassen. Der Ich-Erzähler Fitz, erzählt seine Geschichte im Rückblick. Am Anfang jedes Kapitels wird das sehr deutlich, auch seine eigenen Schwierigkeiten, die er hat, wenn er an seine Vergangenheit zurück denkt.
    Und es bleibt nachvollziehbar an allen Stellen, warum er so fühlt, warum er so handelt etc.
    Vorallem die Beschreibung des Heimatortes von Kettricken hat es mir angetan. Eine Welt in der auch ich gerne leben würde.
    Die Hierarchie, die dort herrscht, die Ausübung der Politik, die Beschreibungen der Gärten, die Könige, die sich selbst an Opfernde sehen, das alles war herrlich. Die Chyurda sind ein sehr spannendes Volk und auch ein sehr liebenswertes.
    Auch wenn Fitz in seiner Heimat Blocksburg bei Burrich in den Ställen übernachtet, kann ich die Geborgenheit, die er dort erfährt fast mitfühlen.
    Hobb erschafft an allen Stellen eine dichte Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann.
    Ich mag die meisten Charaktere sehr gerne, denn nicht nur die "Protagonisten", sondern auch die "Antagonisten" sind sehr schön in Szene gesetzt. Alle bleiben glaubwürdig, und keiner Person kann man ohne Gefühle begegnen.
    Zu meinen Lieblingen zählen Fitz, Burrich und Jonqui (die leider nur im ersten Teil, am Rande, eine Rolle spielt, aber eine nicht weniger Wichtige)
    Ich mag auch Kettricken und Veritas. Wenn mir auch Veritas noch ein bisschen zu blass bleibt.
    Chade und der Narr sind beides sehr spannende Charaktere, die bei mir mehr mit einer starken Aufregung einhergehen, wenn sie auftauchen, weniger mit Sympatie. Beide formen Fitz auch ein Stückchen mit. Sie sind wohl auch die geheimnisvollsten Charaktere des ganzen Buches. Der Narr noch mehr als Chade.
    Auch wenn Galen und Edel, beides Charaktere sind, die ich verachte. So weckt Edel in mir mehr Hassgefühle als Galen, weil er hinterrücks bösartig ist und nicht so offen wie Galen. Auch ist Edel mehr für die Ewigkeit angelegt. Galen scheint als Marionette zu dienen. Hobb schafft es aber allen Figuren und ihrer Handlung am Ende eine gewisse Rolle zuzuspielen, die an manchen Stellen mehr als überraschend ist.
    Am Ende kamen mir ein zwei Tränen. Hobb spart nicht an emotionalen Szenen und auch nicht mit den Begriffen für Ehrgefühl und Aufopferung.
    Generell fasziniert war ich sowieso von der alten Macht und der Gabe. Die magischen Teile des Buches. Die alte Macht, eine verbotene Magie, die hilft, sich an Tiere zu binden und sie besser zu verstehen.Vorallem dass Fitz die alte Macht beherrscht, macht mich neidisch, so etwas würde ich auch sehr gern können. Burrichs Abneigung dagegen konnte ich teilweise nicht begreifen. Dennoch machte ihn das zu einem sehr ausgereiften Charakter. Und ich hoffe, noch Vieles über ihn lesen zu dürfen, denn diesen alten Mann hatte ich von Anfang an in mein Herz geschlossen, mit all seinen Stärken und all seinen Fehlern.
    Mein FAZIT also:
    Glaubwürdige Weltengestaltung, ausgereifte Charakterprägung, interessanter Erzählstil, mit spezieller Erzählperspektive. Altes scheint neu zu werden, nichts wirkt übertrieben. Die Geschichte bleibt von Anfang an spannend, ohne sich dabei zu verlaufen, sie lebt von einer Ausgewogenheit von actiongeladenen Szenen und ruhigeren Stellen.
    Emotionalität kommt definitiv nicht zu kurz.
    Ein Buch dass ich empfehlen würde, außer man kann mit wechselhaften Gefühlen überhaupt nicht umgehen.

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    Windpferds avatar
    Windpferdvor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Weitseher" von Robin Hobb

    Robin Hobb erzählt die Geschichte eines "Bastards", der erst aufwächst wie ein Stalljunge, geduldet und nicht viel Wert. Später jedoch entsinnt sich der König, dass er doch einen Wert für ihn haben könnte und bietet ihm eine Ausbildung an, im Tausch dafür will er die Treue von Junge, Fitz, Thomas, "Bastard", Fitzchivalric, oder wie er auch von den verschiedenen Menschen genannt wird. So wird er zusätzlich zu seinen Fähigkeiten im Versorgen und Heilen der Tiere (Pferde, Hunde, Falken) auch in der Kampfkunst, im lesen und schreiben, und viel wichtiger auch in der Kunst der Assassinen unterwiesen. Später erhält er auch noch Unterricht in diversen höfischen Künsten, was jedoch nur wenig Erfolg zeigt: tanzen, musizieren, singen, Gedichte schreiben...
    Zu guter Letzt soll er auch im Umgang mit der Gabe geschult werden, eine Art Gedankenkraft, Gedankenübertragung, mentale Beeinflussungskraft. Hier denkt er kläglich zu versagen, doch in Wirklichkeit hat er so ein großes Talent, dass sein Lehrer ihm die Ausbildung verweigert, aus Angst, er könne sonst zu mächtig werden, außerdem auch aus Hass Fitz gegenüber.
    Fitz beißt sich durch viele Widrigkeiten, einer seiner Feinde, der mehrmals versuchte, ihn umzubringen, meint, er hätte mehr Leben als eine Katze.
    Die Aufträge seines Königs führt Fitz gewissenhaft aus, er zieht im verborgenen an Fäden um die Ziele des Königs durchzusetzen. Doch eine Mission steht unter einem schlechten Stern. Er soll den Bruder der neuen Königin töten, doch noch vor seiner Ankunft hat ein Prinz, Sohn seines Königs, schon angekündigt, dass Fitz ein Meuchelmörder sei und gedenke, den Bruder der zukünftigen Königin zu töten. Irgendwie gelingt es ihm, aus diesem Intrigenspiel lebend zu entkommen, auch wenn es ihn viel kostet...
    Meine Meinung:
    Ich muss gestehen, ich wollte das Buch, weil ich das Cover so toll fand. Aber schon nach den ersten Seiten wurde mir bewusst, dass ich einen wahren Schatz an Land gezogen habe. Die Geschichte ist fesselnd erzählt, in jedem Kapitel gibt es einen kurzen Vorspann, der allgemein über die Kultur oder Geschichte erzählt, dann setzt sich die Geschichte um den dunklen Helden fort. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich bin kurzerhand noch heute - Samstag nachmittag - in die Buchhandlung geeilt, damit ich heute Abend noch lesen kann, wie es weitergeht.
    Ich finde es besser als Herr der Ringe, weil es irgendwie immer spannend bleibt und weil ich es besser finde, das nicht seitenlang die Landschaft beschrieben wird, sondern kurz und prägnant.

    Kommentare: 1
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    Buecherviechs avatar
    Buecherviechvor 8 Jahren
    Kurzmeinung: freue mich auch auf die Fortsetzung "Schattenbote"
    Rezension zu "Der Weitseher" von Robin Hobb

    Ein ganz wunderbares Fantasybuch, dass ich nur von Herzen weiterempfehlen kann! Man versinkt völlig in der Welt der sechs Provinzen, erlebt die Bedrohung durch Piraten, riecht, schmeckt, sieht all die Details, verschmilzt regelrecht mit Fitz, der Hauptfigur, der als Bastard am Königshof unterdrückt und ausgenützt wird. Wir erleben seine Kindheit mit, seinen Weg, eigentlich will ich nicht zuviel erzählen, sondern das Geniessen dieses Fantasyklassikers von Robin Hobb nicht verderben, sondern empfehle es einfach.

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