Robin Hobb Die Schamanenbrücke

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Inhaltsangabe zu „Die Schamanenbrücke“ von Robin Hobb

Der fesselnde Auftakt der atemberaubenden neuen Saga

Eine glänzende Zukunft liegt vor dem jungen Nevare Burvelle: Gut vorbereitet durch eine strenge Erziehung und die harte Schule des alten Kidona-Häuptlings Dewara, reist er gen Westen in die Hauptstadt des Reiches, um an der Akademie des Königs seine Ausbildung zum Kavallerieoffizier zu absolvieren. Doch tief in sich trägt er – noch ohne es zu wissen – die Magie eines alten Volkes ...

Wunderschöne Geschichte

— cat10367

Sehr guter Anfang einer sehr durchdachten Fantasytrilogie

— rallus

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  • Nevares Erwachen

    Die Schamanenbrücke

    rallus

    19. July 2016 um 15:32

    Im Königreich Gernien sind die Aufgaben der männlichen Erbnachfolger der Edelmänner klar umrissen. Der erste beerbt den Vater und führt den Namen fort, der zweite wird Soldat, der dritte wird Priester. Nevare ist der zweite Sohn eines Edelmannes des neuen Adels, sein Vater ist nicht durch Geburt sondern durch seine Leistungen im Krieg vom König zu einem Edelmann gemacht worden.Es ist klar was Nevare wird, Soldat wie sein Vater. Er soll auf die Kavallaakademie in der Hauptstadt Alt-Thares. Wir sind in einer höher entwickelten mittelalterlichen Welt, mit viktorianischen Andeutungen, in der Reste von Magie noch am Werk sind. Kleine Reste wie der 'halt fest' Zauber existieren noch, doch das Wissen ist fast verloren gegangen in dem Königreich. Andere wildere Völker, die Flachländer, bedienen sich noch dieser Macht, doch diese wurden zurück gedrängt, durch schiere Waffengewalt. Nevare wird von seinem Vater, bevor er zu Akademie an seinem 18 Geburtstag kommt, zu dem Flachländer Deware geschickt, der ihn in seine Welt, auch die der Traumwelt einführt. Etwas irritierend ist dies für den doch recht einfach gestrickten Nevare, der als Ich-Erzähler, an seine Welt und deren Ordnung glaubt. "Geisterreisen zu Baumfrauen und meinen Vater anzulügen - das passte und gehörte nicht zum Alltagsverständnis meines Daseins. Ich glaube, dass die meisten Menschen auf diese Weise von einem Tag zum nächsten schreiten. Sie schieben alle Erfahrungen und Erlebnisse beiseite, die sich nicht mit ihrem Selbstbild vertragen. Wie anders wäre unsere Wahrnehmung der Realität doch, schöben wir stattdessen die irdischen Ereignisse beiseite, die nicht neben unseren Träumen bestehen können! Aber das war ein Gedanke, der mir erst viele Jahre später kam." Auf der Flussreise nach Alt Tharen zu der Akademie, erlebt er plötzlich andere Eindrücke, eine fremde Ahnung, fremde Gedanken durchwehen seinen Geist: "Ich wandte den Blick von der schaurigen Szenerie ab. Mir war übel, und ich fror. Eine furchtbare Vorahnung durchzuckte mich. So wie dieser Berghang würde die ganze Welt enden. Ganz gleich wie sehr sie den Berg auch schindeten, es würde diesen Männern niemals reichen. Sie würden mit ihrem grausigen Werk überall auf dem Antlitz der Erde foprtfahren und eine Schneise der Entweihung und der Verheerung hinterlassen, wo immer sie auftauchten. Sie würden den Wald verschlingen und Berge von Häusern ausscheiden, gebaut aus dem Stein, den sie der Erde abangen, und aus dem Holz, das sie aus toten Bäumen gewannen. Sie würden Pfade aus blankem Stein zwischen ihre Häuser hämmern und die Flüse verdrecken und das Land unterjochen, bis es sich nur noch an den Willen des Menschen erinnern konnte." In dieser Szene wird dem Leser klar, dass die Autorin noch viel in der Hinterhand hat und es beizeiten aufdecken wird. "Der Mensch konnte den Menschen nicht länger aufhalten, es würde die Kraft eines Gottes erfordern, ihn aufzuhalten. Aber ein Mensch metzelte gedankenlos den einzigen Gott nieder der vielleicht die Kraft gehabt hätte, ihm in den Arm zu fallen." In der Akademie wird er durch harten Drill zum Offizier ausgebildet. Auch wenn dies ein sehr ausgiebig beschriebener und für viele Leser bestimmt ein zu langer Abschnitt ist, vergleichbar mit den Schul-Beschreibungen in Harry Potter, ist der Teil gerade durch die klare Sprache Hobbs immer noch sehr interessant. Man erfährt jetzt auch viel über die politischen Reibereien im Königreich. Man lernt sozusagen mit dem doch etwas ländlichen denkenden Charakter Nevare die Welt kennen. Auch die Mitstreiter in seinem Jahrgang sind alles ausgefeilt dargestellte Charakter, so der dicke Gord im Gespräch mit Nevare: "Du suchst nach einem Weg, deinen eigenen angeschlagenen Stolz zu retten, weil du Hilfe von jemandem annehmen musst, der dick und unansehnlich ist. Irgendwie glaubst du, dass das ein schlechtes Licht auf dich wirft, und deshalb kann Trist dich zum Kämpfen aufstacheln. Aber ich werde meine eigenen Schlachten schlagen, und zwar auf meine Weise. Und ich werde sie gewinnen." Der erste Band endet mit einem Cliffhanger der Lust auf mehr macht. Alleine die Sprache von Robin Hobb hat mich schon in dem Schiffszyklus begeistert. Zwar ist der Anfang dieser Trilogie etwas schwerfällig, aber Hobb setzt immer wieder einzelne Akzente in ihrer Erzählung, dass es einem nie langweilig wird. Gerade dass der Charakter erst etwas unbeholfen und fast schon unsympathisch wirkt (Zitat aus phantastik-couch: "Seine Gedankenwelt hat die Komplexität einer Dosenöffnergebrauchsanweisung"), aber mit der Zeit an Reife gewinnt, zeigt den Mut dieses Buches , da viele die Güte eines Buches an den Charaktern festmachen. Ein toller Anfang einer interessanten Fantasyerzählung, die Beachtung verdient, bei der der Leser aber viel Standhaftigkeit braucht. Bestens geeignet für den Strandurlaub!

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  • Bildgewaltig, drückend, magisch...

    Die Schamanenbrücke

    MiniKampfkeks

    20. August 2013 um 11:50

    - "Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich die Magie der Flachländer sah." - Nevare, der Zweitgeborene eines "neuen" Edelmannes, ist zum Soldatensohn auserkoren und wird auch dementsprechend erzogen. Sein Leben in der Prärie ist etwas abgeschieden, wenngleich sein Vater über mächtige Beziehungen zum König und ähnlichen verfügt. Er lernt, zu reiten, und zu kämpfen, wie es für jemanden seines Standes angemessen ist. Ebenso wird er darin geschult, ein Gentleman zu sein, sich Damen gegenüber ehren- und tugendhaft zu verhalten. Die "Fleckseuche", eine Krankheit, die von einer "niederen" Rasse übertragen wird, scheint für Nevare sehr weit weg zu sein; sie bricht an den Grenzen aus, wirkt dort verheerend und tödlich, und doch beachtet man sie nicht weiter. Nevares Ziel ist es, an der Kavallaakademie zu studieren und seinen Vater stolz zu machen.  Doch mit Studieren allein ist das nicht getan. Sein Vater war Kriegsherr, bevor er in den Adelsstand erhoben wurde; ein Offizier in der Schlacht, in der er sein eigenes Zuhause, Breittal, eroberte. Und er weiß, dass es Dinge gibt, die ein Mann nur von seinem Feind lernen kann. So gibt er seinen Sohn Nevare für einige Zeit in die Obhut eines Flachländers - Dewara.  Bei ihm lernt Nevare, wie ein Flachländer zu reiten, zu denken, zu jagen, zu überleben und zu kämpfen. Immer mehr wird er von Dewara in die magische Welt seiner Feinde hineingezogen, bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem Nevare beschließt, mehr ein "Eingeborener" zu werden denn ein richtiger Soldatensohn. So betritt er das magische Reich der Flachländer - und verlässt es gekennzeichnet. Wilde, seltsam reale Träume plagen ihn, auch, nachdem er den Eintritt in die Königliche Kavallaakademie geschafft hat. Seinem Lebenstraum, Offizier zu werden, steht nichts mehr im Wege - oder etwa doch? Nicht nur die steigende Rivalität zwischen altem und neuem Adel scheint seine Zukunft zu beeinträchtigen...  Was haben diese seltsamen Träume, in denen er sich selbst zu widersprechen scheint, zu bedeuten? Was hatte sein Ausflug in das Reich der Kidona-Flachländer für Folgen?  Ist Nevare noch er selbst? Und was hat seine durchgedrehte Base, Epiny, damit zu tun? Das gesamte Werk ist in einer sehr ausschweifenden, bildlichen und teilweise höhergestochenen Sprache geschrieben. Es kommt nicht selten vor, dass halbe bis ganze Seiten nur der Beschreibung der Umgebung dienen, allerdings verfügt die Autorin über ein solches Repertoire an Worten, dass es selten langweilig wird. Robin Hobb erschafft unwirkliche Szenen, die einem doch seltsam real erscheinen, und reißt den Leser mit sich in diesen Strudel. Das Dunkle, Böse, was auf Nevare lastet, ist manchmal etwas bedrückend und erschlägt den Leser. Allerdings versteht sich die Autorin darauf, einen Ausgleich zu schaffen.  Besonders gelungen finde ich ihre Beschreibungen, die sie teilweise kaum auffällig einbaut und andersrum mit solcher Macht Bilder vor dem inneren Auge hervorruft, dass man diese erst auf sich wirken lassen muss. Dennoch ist es wirklich gelungen, und es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich persönlich werde mir auch die beiden Folgebände zulegen, sollte ich sie noch irgendwo auftreiben können. ;D  

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