Robin Jarvis Dancing Jax

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Inhaltsangabe zu „Dancing Jax“ von Robin Jarvis

A brilliant supernatural thriller with a modern twist, and a triumphant return from one of Britain's best-loved writers.
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  • Rezension zu "Dancing Jax" von Robin Jarvis

    Dancing Jax

    Shiku

    09. December 2012 um 10:53

    Worte sind mächtig und mache Bücher sind so gefährlich, dass sie nie gelesen werden dürfen. Das der Dancing Jacks gehört dazu, doch das weiß niemand. Als es eines Tages in Umlauf gebracht wird, haben die meisten zunächst wenig Interesse und bemerken gar nicht, wie sich die Leser verändern: Manisches Vor- und Zurückwippen beim Lesen, eine altertümliche Ausdrucksweise, unlogisches und vollkommen überzogenes Handeln sind nur die auffälligsten Symptome. Die Leute beginnen zu glauben, dass sie eigentlich ein Charakter aus dem Buch sind und die momentane Realität nur träumen. Nur wenige können sich dem verschließen und werden verfolgt, notfalls mit Gewalt von der „Wahrheit“ überzeugt. Den Leuten rennt die Zeit davon, noch etwas dagegen unternehmen zu können, doch kaum jemand nimmt Notiz von der Veränderungen und ihrer Ernsthaftigkeit. Nur dem Jungen Paul dämmert, was vor sich geht, aber wer schenkt schon einem Kind Glauben, wenn es eine solch fantastische Geschichte erzählt? „Dancing Jax“ ist so ein Buch, das viel möchte und wenig schafft. Um die positiven Dinge vorweg zu nennen: Es werden nicht undumme Dinge angesprochen, oftmals auch nur in Nebensätze und Bemerkungen eingearbeitet, was aber das Gute daran ist. So kommt es nicht allzu lehrhaft daher, sondern wie einfache Gedanken, die weitere anregen können. Außerdem hat dieses Buch eine Art negativer Präsenz. Im Text finden sich immer wieder Hinweise auf ein kommendes Unheil und auch ansonsten bietet „Dancing Jax“ nicht viel zum Lachen, dafür gibt es gleich zu Beginn eine Szene, die selbst mir schwer zu verdauen vorkam, weil die Situation so perfide geplant und in ihren Ausmaßen schlichtweg grausam ist. Auch das Buch im Buch scheint erst einmal recht interessant zu sein, mehr lässt sich dazu allerdings noch nichts sagen. Am Anfang jedes Kapitels gibt es zwar einen kleinen Ausschnitt, was zunächst aber sehr verwirrend ist, und später, wenn man ein wenig Orientierung gewonnen hat, sind die Details längst vergessen worden. Es bleiben also nur die späteren Passagen und die, die direkt in den Text eingearbeitet sind – viele sind das aber nicht. Ein ganz großes Problem des Buches ist, dass es zu viele Charaktere gibt, die allesamt nur ansatzweise vorgestellt werden. Bei keinem geht das Buch in die Tiefe, obwohl das Potential dazu da wäre, denke ich. Ich hatte nie das Gefühl, dass es sich hier um Klischeefiguren handelt, aber mehr als ein flüchtiges Interesse konnte ich für niemanden aufbringen. So gibt es auch keinen Ausgleich für die Teile der Erzählung, in denen Charaktere zu Wort kommen, die mir relativ egal waren. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Handlung an sich nie richtig in Fahrt kommt. Es ist eine Einführung, das Grundproblem wird in die Welt getragen und etabliert, und das leider in aller Ausführlichkeit. Dabei verfolgt der Autor das immer wieder gleiche Schema. Die Leute geraten entweder gleich in den Bann des Buches, manch einer wehrt sich und schafft es am Ende doch nicht, dagegen anzukommen. Wenn das Ganze dann zum dritten oder vierten Mal wiederholt wird, kann ich nicht mal mehr so tun, als wäre ich überrascht – es wird langweilig, was nicht weiter überraschend ist. Am Ende bleibt ein wenig Interesse für den Fortgang der Geschichte übrig, aber das war’s dann auch. Es ist außerdem nicht so groß, dass ich auch nur ansatzweise das Bedürfnis verspüre, mir irgendwann den nächsten Band zuzulegen. Wirklich schade, wenn man bedenkt, wie spannend es hätte werden können, hätte sich Robin Jarvis auf weniger Charaktere konzentriert und das Ganze etwas mehr gerafft. Eine gute Idee, die leider nicht zufriedenstellend umgesetzt wurde: Zu viele Charaktere, eine kaum nennenswerte und zudem sich selbst wiederholende Handlung nehmen oftmals den Spaß am Lesen. Mir tut es für die guten Momente im Buch leid, die es durchaus gibt. Insgesamt ist es kein schreckliches Buch, es hinterließ mich aber unbeeindruckt.

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