Robin Maxwell

 4 Sterne bei 21 Bewertungen

Alle Bücher von Robin Maxwell

Cover des Buches To the Tower Born (ISBN:0060580526)

To the Tower Born

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Erschienen am 01.10.2006
Cover des Buches The Wild Irish (ISBN:0060091436)

The Wild Irish

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Erschienen am 01.11.2004
Cover des Buches The Secret Diary of Anne Boleyn (ISBN:9781611454345)

The Secret Diary of Anne Boleyn

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Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches The Secret Diary of Anne Boleyn (ISBN:9781469204192)

The Secret Diary of Anne Boleyn

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Erschienen am 18.09.2012
Cover des Buches Signora Da Vinci (ISBN:9781433294907)

Signora Da Vinci

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Erschienen am 15.09.2009

Neue Rezensionen zu Robin Maxwell

Neu

Rezension zu "Das Vermächtnis der Anne Boleyn" von Robin Maxwell

Zäh und belanglos
Viv29vor 6 Monaten

Anne Boleyn gehört zu jenen Menschen, deren Leben tatsächlich wie ein Roman erscheint. Wenn man den König von England dazu bringt, bis dahin Unvorstellbares zu tun, in wenigen Jahren zu schwindelnden Höhen aufsteigt und dann unendlich tief fällt, dann hat man einiges zu erzählen. Insofern kann man sich von einem Roman, in dem Elizabeth I, eine ebenfalls schillernde historische Figur, das - fiktive - Tagebuch ihrer Mutter Anne erhält, viel versprechen.

Leider wird dieser eigentlich so dankbare Stoff von der Autorin verschenkt. Von Anfang an ist das Buch zäh, ertrinkt in unzähligen irrelevanten Details und inhaltlosen Dialogen. Nun kann es in historischen Romanen durchaus manchmal eine Weile dauern, bis Charaktere und historische Hintergründe vorgestellt sind, aber auch auf Seite 100 ist noch nichts Nennenswertes geschehen und letztlich hält sich die Zähigkeit das ganze Buch hindurch.

Die Rahmenhandlung widmet sich Elizabeth I zu Anfang ihrer Herrschaft. Immer wieder liest sie im Tagebuch ihrer Mutter Anne Boleyn, was den Leser in die eigentliche Handlung führt. Zudem erinnert Elizabeth sich häufig an Ereignisse aus ihrer Jugend. So erfahren wir diese eigentlich spannende Phase der Tudorzeit durch drei Zeitebenen, was an sich eine gute Idee ist. Ebenfalls positiv anmerken kann man, daß die Autorin über ausführliches historisches Wissen verfügt. Dies möchte sie allerdings auch bis ins Letzte im Buch unterbringen und so lesen wir über viele Seiten hinweg unendlich viele Details. Diese sind nicht in die Geschichte eingeflochten, sondern unterbrechen diese (und sind meistens nicht für die Geschichte relevant). Über drei Seiten hinweg erfahren wir so in einer Szene, woraus Elizabeths Gesichtspuder besteht, wie die italienische Mode der Zeit aussieht, welche Kleidungsstücke sie trägt, aus welchen Möbeln diese hervorgeholt werden, usw. usf. Es passiert aber auf diesen Seiten nichts. Das ist symptomatisch für das ganze Buch. Auch Anne Boleyns Tagebucheinträge lesen sich manchmal eher wie eine Abhandlung des Alltags zur Tudorzeit. Häufig berichtet sie uns Dinge, die den Leuten jener Zeit so selbstverständlich waren, daß sie nicht extra erwähnt oder erklärt werden würden - eine ungeschickte Form der Faktenvermittlung. Jeder Blick, jeder Gesichtsausdruck, jede Bewegung wird genau beschrieben. Auf über 400 Seiten passiert letztlich erstaunlich wenig, was angesichts der Fülle des historischen Materials schon fast unbegreiflich ist. Der Schreibstil ist zudem farblos und macht somit ebenfalls keine Freude.

Eine verschenkte Gelegenheit.

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Rezension zu "Das Vermächtnis der Anne Boleyn" von Robin Maxwell

Die Mutter der "Tudorsonne"
Ginevravor 4 Jahren

Anne Boleyn, die zweite Ehefrau von Henry VIII, war eine höchst umstrittene Person - von Henry über Jahre hinweg vergöttert, vom Volk gehasst. 
Aus der TV-Serie "Die Tudors" entstand das Bild einer eitlen, oberflächlichen, machtgierigen jungen Frau - ein Eindruck, der im vorliegenden Roman der US-amerikanischen Autorin Robin Maxwell etwas korrigiert wird. Robin Maxwell beschreibt in einem Interview ihr Schreiben als Ergebnis intensiver Recherche - aber auch als Unterhaltung. Sie liebt es, schwierige Charaktere von einer anderen Seite zeigen, was ihr in diesem Roman gut gelingt, wie ich finde.

Anne Boleyn wirkt hier ganz anders, als es uns die Überlieferung glauben lässt: sie hat ein großes Herz, besonders für ihre kleine Tochter Elisabeth. Ihr hinterlässt Anne ein Tagebuch, dass einst ihr Verehrer und Autor Thomas Wyatt schenkte, um sie zum Schreiben zu animieren.
In ihren Tagebucheinträgen von 1522 bis 1538 erzählt Anne ihr Leben: ihre Jugend am französischen Hofe, ihren Aufstieg von einer Hofdame zur Dauer-Angebeteten des englischen Königs Henry VIII, die Ehe mit Henry - und das bittere Ende.
Eingebettet werden Anne Boleyns Tagebucheinträge in Szenen aus dem Leben der jungen Königin Elisabeth, die durch ihr Temperament und ihre leidenschaftliche Liebe zu Robert Dudley Gefahr läuft, gravierende Fehler zu machen und die hart erkämpfte Krone wieder zu verlieren.
Anne sendet ihr ihr Vermächtnis - einen intensiven Einblick in ihre Seele, und eine Warnung davor, den falschen Menschen zu vertrauen (zumeist Männer). Für Elizabeth ist es auch eine Reise zu ihren Wurzeln, denn von beiden Elternteilen hatte sie nicht viel gehabt.

Ich fand diesen Roman sehr leicht und flüssig zu lesen, auch ohne Vorkenntnisse gut zu verstehen (ich brauchte z.B. keinen Stammbaum, denn die Anzahl der auftretenden Personen ist sehr eingegrenzt). Da mich die Tudor-Zeit sehr interessiert, auch die Renaissance und die Reformationszeit generell, hat der Roman meinen Vorstellungen entsprochen.
Ich hätte mir insgesamt eine anspruchsvollere Erzählsprache gewünscht, außerdem ein paar einleitende Worte der Autorin oder Quellenhinweise. Man kann einiges dazu auf der Homepage der Autorin nachlesen, auch links zu ihren Interviews und weiteren Romanen finden sich hier.
Zuletzt möchte ich das deprimierende Cover rügen - dieses schöne Buch hätte besseres verdient!

Fazit: ein interessant aufgebauter Roman, der einen mühelos in die Tudor-Zeit zurückversetzt. 4 von 5 Sternen!

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Rezension zu "Das Vermächtnis der Anne Boleyn" von Robin Maxwell

Rezension zu "Das Vermächtnis der Anne Boleyn" von Robin Maxwell
cookievor 8 Jahren

Elisabeth I, Königin von England, bekommt Besuch von einer gewissen Lady Sommerville, welche ein Geschenk für ihre Königin mitgebracht hat. Dieses Geschenk ist ein altes abgegriffenes Buch. Das Tagebuch der Anne Boleyn, Elisabeth Mutter.
Fortan ist Elisabeth förmlich in einem Rausch endlich mehr von ihrer Mutter zu erfahren, die sie nie kennenlernen durfte. Sie sucht immer wieder Momente, um mit dem Tagebuch ihrer Mutter allein sein zu können und die Chance zu erhalten, etwas von ihrer Mutter zu erfahren, außer die Geschichten, sie sei eine Hexe gewesen und habe den König verführt.
Diese Chance erhält sie und nimmt wichtige Dinge für sich mit…

Es handelt sich hier um einen Historischen Roman und keine Biografie. Dem muss man sich im Klaren sein, wenn man dieses Buch liest.
Es ist ein wirklich netter Roman über Anne Boleyn, ihren Weg nach oben und ihren Fall.
Die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist eindeutig Anne Boleyn, auch wenn wir praktisch durch ihre Tochter erst dazu Zugang erhalten.
Der Wechsel von Elisabeth mit ihren Erlebnissen und den Einträgen im Tagebuch sind gut kenntlich gemacht worden.
Die Tagebucheinträge erkennt man an der Begrüßung „Mein Tagebuch!“ und dem Datum des Eintrags. Wenn ein Wechsel zu Elisabeth erfolgt, sieht man ihre Unterschrift groß über dem Text, als eine Art Überschrift.
Dies und Robin Maxwells angenehme Art zu schreiben lassen einem das Buch flüssig lesen.
Vorkenntnisse zu der Thematik sind nicht unbedingt von Nöten, schaden aber vermutlich auch nicht dabei, die Darstellung von Anne ein wenig Kritisch zu hinterfragen. Alles in allem ein unterhaltsames Buch, welches eine andere Seite der zweiten Ehefrau von Heinrich VIII. zeigt. Obwohl ich mich letztendlich mit dieser Darstellung von ihr nicht ganz anfreunden kann…
Aber hier möchte ich nicht zu viel verraten, dass muss wahrscheinlich jeder selbst lesen und seine Schlüsse daraus ziehen.

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