Robin Roe Der Koffer

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Inhaltsangabe zu „Der Koffer“ von Robin Roe

»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Wirklich bedrückend und schön

— worttaenzerin

Ein unglaublich berührendes Buch, das einen auch nach dem Lesen nicht loslässt

— Azalee

Wieder ein Buch aus dem Königskinder-Verlag, das mich sehr begeistert und tief berührt hat. Sehr lesenswert!

— -nicole-

Ein großartiges Buch, welches mich schockiert, zutiefst berührt und mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert hat!

— CorniHolmes

was für ein tolles Buch! Ich kann es euch nur empfehlen!

— froschprinzessin

Sehr traurig, aber auch voller Hoffnung. Ein echtes Königskind, eben.

— 4Mephistopheles

Eine ganz besondere Geschichte, die ans Herz geht. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!

— gedankenlabor

Emotional aufwühlende Geschichte.

— AnnieDSH

Robin Roe verleiht dieser schwierigen Erzählung durch ihre wunderbare Schreibe die nötige Sensibilität. Ein ganz besonderer Roman!

— Nightingale78

Eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste...

— Niccitrallafitti

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  • Menschliche Abgründe verfolgen den Leser auch hinterher

    Der Koffer

    Azalee

    21. January 2018 um 16:20

    Der Koffer von Robin Roe ist ein sehr schwierig zu rezensierendes Buch. Nicht weil es schlecht war - ganz im Gegenteil. Vielmehr ist es das Thema, das den Leser auch nach Beenden des Buches nicht loslässt. Robin Roe widmet sich in ihrem Debütroman den Abgründen menschlichen Handelns. Ihr Schreibstil ist sehr klar, gerade dadurch gelingt es ihr, dem Leser das Thema noch näher zu bringen. Gerade durch diese Sprache zieht sie den Leser in den Bann, erschafft eine bedrückende Atmosphäre und weckt die unterschiedlichsten Gefühle beim Leser. Es geht um die zwei Jungen Julian und Adam. Julian ist ein sehr schüchterner und introvertierter Junge, der in seiner Klasse keine Freunde findet und sich von allen abgrenzt. Das liegt vor allem an seiner Vergangenheit und seinen momentanen Lebensumständen. Bei einem Autounfall hat er seine Eltern verloren und lebt jetzt bei seinem gewalttätigen Onkel. Durch seine Erfahrungen verhält er sich, als wäre um einiges jünger als seine 14 Jahre. Er flüchtet sich in die Fantasiewelt eines Kinderbuches. Julian ist sehr gut ausgearbeitet und ein Charakter, den man einfach nur gern haben kann. Vor allem gegen Ende des Buches hat er mir so unglaublich leid getan und die Geschichte hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Ebenso gut ausgearbeitet ist Adam. Er ist für Julian so etwas wie ein großer Bruder und das komplette Gegenteil von ihm. Adam hat ADHS, ist beliebt und immer gut gelaunt. Für Julian setzt er sich bedingungslos ein und stellt seine eigenen Bedürfnisse hinten an. Gerade das macht die Freundschaft zwischen den beiden so einzigartig und das Buch so besonders. Adams Verzweiflung über Julians Leben kann man sehr gut spüren und nachvollziehen, auch weil so ein unglaubliches Durchaltevermögen an den Tag legt. Robin Roe hat Charaktere erschaffen, die ohne die üblichen Klischees auskommen und sich dabei unglaublich weiterentwickeln. Das gilt auch für Charlie, Adams besten Freund, der eben nicht nur ein Nebencharakter ist. Das Buch beginnt mit dem Schulalltag der beiden, was mir sehr gut gefallen hat. Gerade diese Alltäglichkeiten machen es umso authentischer und wecken beim Leser immer wieder Hoffnung. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto düsterer wird sie und läuft schließlich auf einen tragischen Höhepunkt zu. Auch dann gibt es aber noch eine schreckliche Wendung, die meiner Meinung nach gut zum Rest passt und dem Buch das Ende gibt, dass es verdient. Robin Roe nimmt sich am Ende ausreichend Zeit, die Figuren weiterzuentwickeln und ihre Reaktionen auf die Ereignisse auszuarbeiten. Der Koffer ist ein Buch, das sich einem sehr schweren Thema widmet, aber unglaublich gut umgesetzt ist. Es hat mich auch nach dem Lesen nicht losgelassen und macht es mir schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen. Für mich gehört es daher schon jetzt zu den Highlights des Jahres.

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  • Eine Geschichte, die tief berührt

    Der Koffer

    -nicole-

    09. January 2018 um 17:56

    Ein Koffer voller Erinnerungen…Vier Jahre ist es her, als das Unglück mit aller Macht über Julian hereinbrach – er verlor seine Eltern bei einem Autounfall. Seitdem lebt er bei seinem grausamen Onkel Russell. Aus seiner einst glücklichen Kindheit ist nichts geblieben, außer Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Julian vermisst seine Eltern sehr und zieht sich immer weiter zurück. Doch eines Tages trifft er auf Adam, mit dem ihn viel verbindet. Adam hat eine fröhliche und unbeschwerte Art an sich und war eine Zeitlang für Julian wie ein Bruder. Doch Julian schafft es einfach nicht, mit Adam über die Sachen zu sprechen, die er am liebsten für immer vergessen würde. Doch als Adam endlich hinter Julians Geheimnis kommt, ist es schon fast zu spät…„Ich lasse den Rucksack auf den Boden fallen und hebe den schweren Deckel des Koffers an. Beim Anblick all der Dinge, die mir im Leben wichtig sind, zieht sich mein Herz zusammen: die Fotoalben und die Elian-Mariner-Bücher und das grüne Notizheft mit der Spiralbindung, das meiner Mutter gehört hat.“ – Seite 15/16„Der Koffer“ ist ein sehr berüherendes Buch. Es geht um den vierzehnjährigen Julian, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat. Dieses schreckliche Ereignis hat er nie wirklich überwunden – nun lebt er bei seinem Onkel und distanziert sich mehr und mehr von seinem Umfeld. Doch dann taucht Adam auf – der Ältere war immer wie ein Bruder für ihn. Schafft er es, wieder etwas Glück in Julians Leben zu bringen? Was niemand weiß: Julian muss nicht nur den Tod seiner Eltern verarbeiten, sondern auch noch etwas ganz anderes – er hütet ein erschütterndes Geheimnis… Das Buch ist abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben: Julian, eher sensibel und ängstlich, und Adam, der beliebt und schlagfertig ist. In die Leben beider Charaktere bekommt man durch die Ich-Perspektive einen detailreichen Einblick – auch wie sie denken, handeln und fühlen – neben kleinen schönen Momenten wird es oft sehr berührend, traurig und auch dramatisch.Neben den aktuellen Geschehnissen werden auch immer wieder Erinnerungen von Julian an glückliche Momente aus seiner Kindheit und die gemeinsame Zeit mit seinen Eltern beschrieben:Und wenn mein Vater mich dann ins Bett bringt, fragt er: „Wie viele Sterne?“ Wenn es ein schöner Tag war, sage ich „neun“ oder „zehn“. Aber wenn es ein sehr schöner Tag war, vielleicht sogar der schönste Tag meines Lebens, darf ich übertreiben und irgendwas Verrücktes sagen wie „zehntausend Sterne“. – Seite 14Das Cover ist eher dunkel gehalten – neben dem abgebildeten Sternenhimmel passt auch das schwarz-weiß gehaltenen Bild der beiden Jungen sehr gut. Eine passende und sehr schöne Gestaltung.Mein Fazit: „Der Koffer“ ist ein Buch, das berührt. Es ist sehr gut geschrieben – die Geschichte überzeugt mit zwei starken Hauptcharakteren, die dem Leser sofort ans Herz wachsen. Einige Abschnitte sind sehr erschütternd, traurig und dramatisch – dazwischen gibt es aber immer wieder kleine Lichtblicke. Wieder ein Buch aus dem Königskinder-Verlag, das mich sehr begeistert und tief berührt hat. Sehr lesenswert!

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  • Der Koffer

    Der Koffer

    Kleine8310

    07. January 2018 um 06:31

    "Der Koffer" ist ein Jugendroman der Autorin Robin Roe. Bei diesem Buch hat mich der interessante Klappentext direkt angesprochen und ich habe mich auf eine tiefgründige und emotionale Geschichte gefreut.    In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Julian. Julian's Eltern sind gestorben und seit dem Tod der beiden lebt Julian bei seinem Onkel. Geblieben sind ihm lediglich ein Koffer und die Erinnerungen, die sich darin befinden. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet ist er zunächst voller Glück, denn Adam ist nett und er gehört, trotz seiner Tollpatschigkeit, zu den coolen Kids.  Doch für Julian ist es sehr schwer Vertrauen zu fassen und als es ihm endlich gelingt, muss er merken, dass Adam nun auch hinter seine Geheimnisse kommt. Und diese Geheimnisse bringen die beiden Jungen in große Gefahr ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Der Schreibstil von Robin Roe ist jugendlich, aber nicht kindlich, was ich toll fand. Es gibt einige Aspekte, die die Charaktere reifer erscheinen liessen, als sie eigentlich sind, aber das war sicher auch ihren Erfahrungen geschuldet. Erzählt wird die Geschichte in Ich - Form, abwechselnd aus der Sicht von Julian und Adam, was dem Leser/der Leserin einen tollen Rundumblick beschert.  Die Handlung ist sehr emotional und besticht durch tragische Geschehnisse und Schicksalsschläge, oder Erkrankungen, mit denen sich die beiden Protagonisten immer wieder auseinandersetzen müssen. Die Inhalte waren oft dramatisch und mir persönlich, war es manchmal ein bisschen zuviel des Guten. Etwas weniger wäre hier, in meinen Augen, durchaus mehr gewesen.   Die Spannung wurde von der Autprin gut augebaut, was ich prima fand. Besonders das letzte Drittel der Geschichte hat mich absolut gefesselt und es gab nicht nur einen schockierenden und sehr bewegenden Moment. Die Charaktere wurden von Robin Roe liebevoll gezeichnet und ich fand es schön, dass sie ihnen auch einiges an Tiefgang mitgegeben hat. Die beiden Protagonisten sind so verschieden und doch finden sie eine gemeinsame Ebene, die mich schon berührt hat. Dadurch, dass Julian und Adam auch die Ich - Erzähler der Geschichte sind, habe ich zudem einen tollen Einblick in ihre Gefühls - und Gedankenwelt bekommen. Positiv:  * emotionaler und flüssiger Schreibstil * schöne Ausarbeitung der Charaktere * interessante und bewegende Handlung * einige Inhalte werden mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben  Negativ:  * in manchen Momenten hätte mir etwas weniger Drama auch gut gefallen "Der Koffer" ist eine schöne und nachdenklich stimmende Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist ein besonderes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

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  • Zutiefst berührend und sehr schockierend. Ein ganz wundervolles Buch aus dem Königskinder Verlag!

    Der Koffer

    CorniHolmes

    17. December 2017 um 12:02

    Wer meine Rezensionen verfolgt, der wird wohl mittlerweile wissen, dass ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag liebe! „Der Koffer“ fehlte bis vor kurzem noch in meiner Sammlung, was sich aber in diesem Monat geändert hat. Ich war schon mega gespannt auf dieses Buch und habe es, kurz nachdem es bei mir eingezogen, endlich gelesen! Mit neun Jahren hat der heute 14-jährige Julian seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Seitdem lebt er, nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer Pflegefamilie, bei seinem gewalttätigen Onkel. Das Einzige, was dem Jungen noch geblieben ist, ist ein alter Koffer voller Erinnerungen. Diese geben ihm die Kraft, die er braucht, um sein alles andere als leichtes und schönes Leben zu überstehen. Ein neuer Lichtblick bietet es sich ihm, als er seinen ehemaligen Pflegebruder Adam wiedertrifft. Dieser ist heute 18 und gehört, trotz seiner aufgedrehten und etwas tollpatschigen Art, zu den Coolen und ist bei allen beliebt. Dass er immer mehr Zeit mit dem stillen und merkwürdigen Julian verbringt, können seine Freunde zunächst nicht verstehen. Auch Julian kann sein Glück erst kaum fassen und es fällt ihm schwer, Adam an sich heranlassen. Dieser fasst aber immer mehr Vertrauen zu dem kleinen, dünnen Jungen. Allerdings stößt er dabei auch auf schlimme Geheimnisse, die nicht nur Julian, sondern auch ihn selbst in große Gefahr bringen... Ich habe nun wirklich schon recht viele Königskinder gelesen, ganz besonders in der letzten Zeit. Ich kann daher auch gar nicht so richtig sagen, welches denn nun mein absolutes Lieblingskönigskind ist. „Der Koffer“ zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten. Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, hat mich zutiefst berührt und mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert! Robin Roe hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, welcher mich geschockt, bewegt und nachdenklich gestimmt hat. Die Thematik in dem Buch ist eine sehr ernste und auch berückende, die einem nur zu deutlich vor Augen führt, dass wir oft ein ganz falsches Bild von unseren Mitmenschen haben und viel zu schnell über andere urteilen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat und wie unglaublich toll ich es fand! Die Geschichte ist sehr emotional und geht ganz sicher jedem unter die Haut. Mich haben viele Szenen in dem Buch fassungslos und schockiert zurückgelassen. Was dem Protagonisten Julian alles Schlimmes angetan wird, mag man sich gar nicht näher vorstellen. Ich hatte beim Lesen einen riesengroßen Hass auf Julians Onkel und war entsetzt darüber, zu was dieser Mensch alles in der Lage ist. Ich kann euch aber beruhigen. So erschütternd vieles in dem Buch auch ist, dem Autor ist es wunderbar gelungen, die Handlung nicht zu bedrohlich und schockierend werden zu lassen, sondern hat diese mit einem liebenswerten Humor und großartigen Charakteren ausgestattet. Fangen wir mal bei Julian an. Dieser ist am Anfang des Buches vierzehn Jahre alt, wirkt aber durch sein Aussehen und sein Verhalten deutlich jünger. Er ist klein, blass dünn und wird aufgrund einer Lernschwäche von vielen für dumm und zurückgeblieben gehalten. Etwas merkwürdig mag Julian vielleicht wirklich sein, dies liegt aber daran, dass er den Tod seiner Eltern immer noch nicht verarbeiten konnte und sein Zuhause alles andere als schön und liebevoll ist. Julian hat sich aber irgendwie mit seiner Lebenssituation arrangiert, hat Plätze gefunden, wo er sich wohl fühlt und wo er alles für eine Weile vergessen kann. Ich habe den kleinen Julian sofort fest in mein Herz geschlossen. Das Wort „klein“ habe ich hier bewusst gewählt, denn obwohl Julian eigentlich ein Teenager ist, vergisst man dies beim Lesen immer wieder und ich habe mich öfters dabei ertappt, dass ich mir Julian als einen kleinen sechs- oder siebenjährigen Jungen vorgestellt habe. So wirkt er auf viele seiner Mitmenschen, auch auf Adam, unseren zweiten Protagonisten in dieser Geschichte. Adam ist bereits 18, geht auf dieselbe Schule wie Julian und war für ein paar Monate sein Pflegebruder. Als er Julian wiederbegegnet, entwickelt er sofort einen Beschützerinstinkt für diesen kleinen schmächtigen Jungen. Adam ist ebenfalls ein großartiger Charakter! So einen wie ihn hätte wohl jeder liebend gerne als großen Bruder. Er ist hilfsbereit, humorvoll und besitzt einen herrlich liebenswerten Charme, sodass er allseits sehr beliebt ist. Ihn muss man einfach gern haben. In seiner Gegenwart taut sogar der stille Julian merklich auf und ist ein ganz andere Junge, als er es sonst ist. Immer abwechselnd erfahren wir die Geschichte aus Julians und Adams Sicht. Mir haben diese Wechsel unglaublich gut gefallen. Das Buch hat eine richtige Sogwirkung auf mich ausgewirkt und da die Kapitel auch recht kurz sind, flogen die Seiten bei mir nur so dahin. Neben Julian und Adam wurden auch die Nebencharaktere wundervoll ausgearbeitet und machen dieses Buch rundum perfekt. Fazit: „Der Koffer“ erzählt eine Geschichte voller Schmerz und Leid. Das Buch erzählt aber auch eine Geschichte über eine wundervolle Freundschaft, über Liebe und Hoffnung. Robin Roe beschert uns mit seinem Roman ein schreckliches und zugleich wunderschönes Leseerlebnis, welches uns schockiert, uns aber auch berührt und unterhält. Ich kann euch das Buch sehr ans Herz legen. So ein bewegendes Buch muss man einfach gelesen haben! In meinem Augen ist „Der Koffer“ eines der besten Werke aus dem Königskinder Verlag. Ich vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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  • DER KOFFER von ROBIN ROE

    Der Koffer

    gedankenlabor

    04. November 2017 um 10:12

    DER KOFFER von ROBIN ROE »Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr. „Der Koffer“ ist das Debüt der Autorin Robin Roe und wie ich finde ein sehr besonderes Buch. Schon zu Beginn versinkt man förmlich in Julians Melancholie und erlebt seine Gefühle, sein ganzes Wesen hautnah mit. Er hat in seinem jungen Leben bereits viel erleben und mitmachen müssen und ich denke jeder würde ihm einfach nur gutes wünschen wollen. Doch wie das Leben eben manchmal so ist, spielt das Schicksal einem immer und immer wieder die dunklen Wege zu, die das Leben alles andere als glücklich und leicht machen. Doch dann ist da Adam, ein Lichtblick, der für Julian kaum zu fassen ist …Weiter möchte ich auf den Inhalt nicht eingehen, denn es würde zu viel verraten, was doch viel lieber gelesen werden sollte! Es lohnt sich, denn das Buch liest sich wirklich schön, manchmal leicht poetisch und schafft ganz schnörkellos eine Ebene, auf der man Julians Achterbahnfahrt der Gefühle und seine Geschichte miterleben kann.Mich hat das Buch emotional sehr ergriffen und nicht zuletzt auch sehr traurig gemacht. Doch die Hoffnung, der Mut und die tiefe freundschaftliche Verbindung in dieser Geschichte lassen einen letztlich mit einem kleinen Lächeln zurück. Denn dort wo Dunkelheit herrscht lohnt es sich für den kleinen Lichtschimmer zu kämpfen...

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  • Wie viele Sterne?

    Der Koffer

    Cadness

    16. October 2017 um 15:09

    „Der Koffer“ ist das erste Werk, das ich aus dem Königskinder Verlag gelesen habe und es zählt für mich zu dieser besonderen Art von Büchern, die selbst nach Beendigung noch einige Zeit in einem Nachhallen. Bei dem einen schier die Worte fehlen, um auch nur eine ansatzweise eine passende Rezension schreiben zu können. Die Geschichte ist so ehrlich, tragisch und wundervoll zugleich, dass sie mich mit Haut und Haar verschlungen hat. Mein Herz war bis zum Rand mit den verschiedensten Arten von Emotionen gefüllt und mehr als einmal musste ich das Buch kurzzeitig beiseite legen, weil es mich an meine Grenzen gebracht hat. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich am liebsten zu den Figuren hineingeklettert wäre und sie in den Arm genommen hätte. Ihnen gesagt hätte, wie wichtig sie sind und das es immer jemanden gibt, der sie gerne hat. Der sieht, wie toll und liebenswürdig sie sind. Dass auch bessere Zeiten kommen werden, ach was, kommen müssen und dass sie niemals die Hoffnung verlieren dürfen.  „Als ich klein war, hatte ich immer tausend Gedanken im Kopf, weil ich wusste, dass Mom und Dad nach der Schule alles ganz genau hören wollten. Wenn man weiß, dass man anderen alles erzählen wird, sieht man den Tag nicht nur durch die eigenen Augen, sondern auch durch die Augen dieser Menschen. Es ist, als wären sie immer an deiner Seite. Und wenn sie dann plötzlich nicht mehr da sind, ist man von heute auf blind. Denn wenn sie nichts mehr sehen, siehst du selbst auch nichts mehr.“ - S. 118  Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes, ein wahrer Schatz, eine Reise ins Unvergessliche.  

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  • Einfach herzzerreißend

    Der Koffer

    MosquitoDiao

    16. August 2017 um 13:57

    Dass ich eigentlich an der Carlsen-Lesechallenge teilnehme erscheint mir schon fast wie ein Witz. Viel zu lange ist es her, dass ich nach einem Buch aus dem Verlag gegriffen habe! Dabei schlummern noch ein paar Schätze aus dem Hause Königskinder auf meinem SuB. Daher hatte ich mir für meinen „WTR Juli“ dieses Buch vorgenommen. Am Abend das Buch begonnen und dann…dann konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Verrückt, auf wie viele verschiedene Arten man Menschen vermissen kann. Man vermisst all die Dinge, die diese Menschen getan haben. Man vermisst die Menschen an sich. Und man Vermisst die Bedeutung, die man selbst für diese Menschen gehabt hat. Mir war schon durchaus bewusst, dass es sich hierbei nicht um keine leichte Sommerlektüre oder dergleichen handelt, doch was mich erwartet hat, habe ich nicht geahnt. Gleich zu Beginn bin ich in eine sehr bedrückende Stimmung beim Lesen gekommen. Das große Ganze konnte man zwar noch nicht greifen, aber worauf das alles hinauslaufen sollte, konnte einfach nichts Gutes sein. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzähl. Julian, ein Junge, der wie man schon am Anfang merkt, mehr durchgemacht hat, als ein kleiner Mensch aushalten sollte. Gefangen in seiner ganz eigenen Welt merkt man schnell die Unterschiede in seinem Verhalten, die ihn so besonders, anders machen. Von kindlicher Naivität brauch man hier nicht zu sprechen, es ist eher etwas, das kaputt gegangen und wohl nie wieder zu reparieren ist. Adam stellt das genaue Gegenteil dar. Aufgeschlossen, impulsiv, anerkannt. Und mit einer Herzensgüte ausgestattet, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Ein so einzigartiger Charakter, von dem man sich wünscht, dass es ganz viele auf der Welt geben würde, damit jeder Julian eine Chance bekommt. „Meine Oma sagt immer, wer so lächelt, hat eine große Seele. Sie sagt auch, manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.“ Die Altersempfehlung ist meiner Meinung nach zurecht etwas weiter Oben angesetzt. Ich muss zwar gestehen, dass ich immer relativ schnell beim Lesen weine, aber nicht so wie hier. Das Geschehene hat mich so sehr mitgenommen, dass nicht nur ein paar Tränen gekullert sind, sondern ich wirklich über eine Stunde richtig dolle weinen (ich würde es schon eher als lautes Aufheulen bezeichnen) musste. Einfach nur richtig schlimmer Herzschmerz. Der Autor hat es geschafft, mir das Gefühl zu vermitteln, als wenn ich das Alles mit hätte ansehen müssen. Oftmals werden schlimme Ereignisse eher aus der Vergangenheit geschildert, hier muss man sie mit den Protagonisten zusammen erleben. Wer also eher zart besaitet ist, gerade was das Schicksal von Kindern angeht, sollte es sich vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen, ob er diesen Inhalt verarbeiten kann. FAZIT Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der schweren Thematik, ist es in meinen Augen eine unglaublich starke und wichtige Geschichte. So viel Tiefgang hätte ich gar nicht erwartet und vor allem nicht so viel Leid. Die Königskinder beweisen auch hiermit mal wieder, was für unglaubliche Geschichten noch auf einen warten können. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn man sich auf das Leid und eine schwierige Thematik auf jeden Fall einstellen sollte.

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    • 2
  • Schockierend, aufwühlend und fantastisch geschrieben

    Der Koffer

    Nightingale78

    07. August 2017 um 10:51

    Meine Meinung Auf den ersten Blick liest sich die Handlung in DER KOFFER ja schon wie ein durchschnittlicher zeitgenössischer Jugendbuch-Roman, dachte ich mir. Aufwühlende erste Leserstimmen folgten und dann geschah, womit ich anfangs gar nicht gerechnet hatte; ich wurde von einer gänzlich anderen Stimmung überwältigt als ich sie bei Jugendbüchern gewohnt bin. In Wechselperspektiven schildert Robin Roe aus dem Leben der beiden grundverschiedenen Jungen Adam und Julian, deren Wege immer wieder zueinander führen. Als man zum ersten Mal Julian vorgestellt wird, merkt man unmittelbar, dass er kein durchschnittlicher vierzehnjähriger Teenager ist. Er ist nicht nur von seinen Lehrern verkehrt eingeschätzt und vernachlässigt worden, weil er Lernschwierigkeiten hat, sondern trauert noch immer sehr tief um seine Eltern. Julian ist einsam, eingeschüchtert und wird von seinen Mitschülern gehänselt. Er hat nicht das Gefühl, jemandem vertrauen zu können. Vom ersten Moment an wusste ich, dass mein Herz für diesen Jungen bluten wird. Es sind seine Unschuld und seine Verwundbarkeit, die mir den Atem von der allerersten Seite geraubt haben. Und dann ist da noch Adam, der zu 150 Prozent im Leben steht. Er lebt mit seiner Mutter allein, aber erfährt viel Geborgenheit und Zuneigung. Mit seiner offenen, aufmerksamen Art ist er überall beliebt und willkommen. Adam selbst ist wohl der netteste Charakter, den ich seit langem in einem Jugendbuch erleben durfte. Seine Persönlichkeit hat mich verzaubert. Von ihm kann man noch viel lernen, wie zum Beispiel sein Verhaltensmuster zu überdenken. Auch die Lehrer sehen in ihm eine Vertrauensperson. Dies ist auch der Grund, weshalb er gebeten wird, Julian ein wenig unter seine Fittiche zu nehmen. Für Adam ist dies mehr als erfreulich, da er für den Jungen fast brüderliche Zuneigung empfindet. Vor Jahren nahmen er und seine Mutter Julian nach dem Tod seiner Eltern kurzzeitig auf, bevor dieser zu seinem Onkel ziehen musste und sie sich aus den Augen verloren haben. Zwischen beiden Jungs entsteht bald wieder die alte Vertrautheit, doch auch Adam kann nicht das Gefühl abschütteln, dass bei Julian etwas schief läuft. Auch die Nebenfiguren, insbesondere Adams Clique, wurden sehr schön in die Handlung gewoben. Sie sind ein nicht unwichtiger Teil der Geschichte. Durch sie zeigt die Autorin, wie wichtig Freundschaften für die eigene Entwicklung sind. Der Schreibstil Roe’s ist auf den Punkt. Die Umschreibungen wirken sehr gut formuliert und sind an den richtigen Stellen gefühlvoll untersetzt, wirken jedoch nicht überzogen. Es ist ein fast perfekter Mix aus gefühlvoll und schlichte Einfachheit. Aber wieso ‚fast‘? Nun, meiner persönlichen Meinung nach hätte man die Romanze weglassen können. Sie fühlte sich im Kontrast zum Rest als unwichtig an. Dieses Jugendbuch beschäftigt sich mit einer sehr sensiblen Thematik, die mich in seiner geschilderten Form zutiefst erschreckt und verstört hat. Robin Roe bringt mit ihren Schilderungen absolute Albtraum-Szenarien und Traumatas hervor. Mir lief es beim Lesen dieser Momente eiskalt den Rücken hinunter. In dieser Geschichte geht es nicht nur um Freundschaft, sondern auch darum, Vertrauen in das Gute im Leben zu haben und dass dir Menschen auch wohlgesonnen sind.   Fazit „Der Koffer“ beinhaltet thematisch und daraus resultierend emotional, kein leichtes Gepäck. Man durchlebt mit Adam und insbesondere Julian, eine wahre Achterbahn der Gefühle. Zwischen Hoffen und Bangen ist alles dabei. Robin Roe verleiht dieser schwierigen Erzählung durch ihre wunderbare Schreibe die nötige Sensibilität und den entsprechenden Respekt. Ein ganz besonderer Roman, der mich mit seiner Intensität überraschte.

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  • Eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste

    Der Koffer

    Niccitrallafitti

    01. August 2017 um 11:27

    Eigentlich hatte ich dieses Buch für den August eingeplant. Dank einer Twitter-Umfrage nahm ich es mir als nächste Lektüre vor. Am 30.07. dachte ich dann, ich lese mal rein. Kann ja nicht schaden. Und gestern, am 31.07. war ich durch. Im wahrsten Sinne des Wortes, übrigens.Eine emotionale Geschichte voller Schmerz und Liebe, wobei ich nicht sagen kann, was überwogen hat. Die Geschichte wurde aus zwei Sichtweisen erzählt, Adam und Julian. Die Kapitel waren überwiegend recht kurz. Es gab eine Stelle, die mich so schockiert hat, dass mir die Luft wegblieb und ich die Hand vor den Mund schlug. Wenn ich darüber nachdenke, wiederholt sich der Effekt abgeschwächt. Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben, wissen vielleicht wovon ich spreche. Vermutlich war ich genauso schockiert wie Julian, nur nicht so ängstlich, denn zum Glück stand ich nicht an seiner Stelle. Noch lange wird dieses Erlebnis, diese Geschichte nachhallen und mich beschäftigen.Geweint habe ich nicht, wie viele andere es prophezeit haben. Nimm dir auf jeden Fall Taschentücher zur Hand, wurde mir geraten. Ich hatte keine zur Hand. Aber ich brauchte sie auch nicht. Die Geschichte war unglaublich traurig, unglaublich schockierend und schmerzhaft. Durch meine Arbeit in der Psychiatrie habe ich jedoch sicherlich eine gewisse Distanz, sodass ich es aus einem anderen Blickwinkel betrachten konnte. Die Rolle von Russel fand ich grausam, aber gelungen dargestellt und integriert. Sein Auftreten sorgte nicht nur bei Julian für Gänsehaut.Julian war ein interessanter Protagonist. Er war eigenartig, liebenswert und besonders. Auch Adam fand ich sympathisch. Durch seine Symptomatik hatte er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, er fand im Laufe seines Lebens aber einen guten Weg, mit ihnen umzugehen und seinen Alltag sowie soziale Kontakte zu meistern. Er war ein Sonnenschein in der dunklen Welt von Julian. Adams Freunde fand ich allesamt einzigartig, jeder hatte seine eigene interessante Geschichte, die in den Verlauf Einfluss nahm. Charlie durchlebte meiner Meinung nach die bemerkenswerteste Entwicklung.Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten. Ich denke, dass die Altersangabe treffend gewählt wurde. Jüngeren Menschen würde ich nicht dazu raten, die Geschichte zu lesen. Älteren auf jeden Fall, jedoch sollte man sich über die Emotionalität und Grausamkeit der Thematik im Klaren sein. Es handelt sich keinesfalls um ein leichtes, lockeres Jugendbuch.Der Koffer ist eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste und durch das Erfahren von Freundschaft & Liebe langsam zurück ins Leben findet. Ich kann sie jedem empfehlen, der nicht vor der Darstellung langfristig traumatischer Erlebnisse, die der Protagonist durchlebt, zurückschreckt und damit umgehen kann. Für mich ist es durch die Besonderheit der Thematik, den fesselnden Schreibstil und die gelungen gezeichneten Charaktere ein Liebling. 

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  • Emotional, tiefgehend, berührend, erschütternd

    Der Koffer

    Mareia

    17. July 2017 um 22:13

    Was ich schon zu Anfang des Buches festgestellt habe (nach nur wenigen Seiten, um genau zu sein), möchte ich euch als erstes in meinem Meinungsbild schreiben: Dieses Buch ist etwas ganz besonderes. Dieser Satz mag banal klingen, weil wir das Wort "besonders" häufig ziemlich überstrapazieren, aber es trifft in meinen Augen den Nagel auf den Kopf.Robin Roe nähert sich in Der Koffer einem großen Tabuthema. Körperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist eine Problematik, die viele Menschen abschreckt und die viel zu häufig lieber totgeschwiegen wird, weil es einfacher ist. In ihrem Buch beschönigt sie nichts und trotzdem wirkt die Handlung weder aufgesetzt, noch gewollt überdramatisiert. - Denn ein solches Thema ist tragisch genug, als dass man es überziehen müsste, um eine Wirkung zu erreichen.Hinzu kommt ein Schreibstil, der mich regelmäßig geradezu in das Buch gesogen und mich in der Straßenbahn zweimal meine Haltestelle verpassen lassen hat. So in eine Geschichte versunken, war ich wirklich selten!Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Julian und Adam erzählt, zwei sehr unterschiedliche Jungen, die jeder ihren eigenen "Koffer" zu tragen haben (auch im metaphorischen Sinne). Adam ist in der Abschlussklasse und obwohl er weder unglaublich cool und draufgängerisch, noch wild und aufmerksamkeitsheischend ist, sehr beliebt. Er hat ADHS, kann das inzwischen jedoch recht gut kontrollieren. Als er nach mehreren Jahren auf seinen früheren Pflegebruder Julian trifft, merkt er ihm sofort die Veränderung zu damals an. Er ist sehr in sich gekehrt. Man kann beim lesen das Buches geradezu physisch spüren, wie sich Julian immer kleiner zumachen versucht. Das ist für Julian jedoch eine Herausforderung, denn er möchte zu Julian durchdringen und trifft dabei auf unschönere Dinge, als er vermutet hätte. Die Charaktere sind sehr stark konstruiert! Schon in ihrer Sprache merkt man die aktuellen Stimmungslagen, erkennt Gedanken, die noch gar nicht direkt angesprochen werden und bekommt einen sehr intensiven Eindruck der Charaktere. Das führt soweit, dass ich beim Lesen schon fast das Gefühl hatte, die Schmerzen und Freuden der Protagonisten direkt mitzuerleben, selbst zu spüren. Das, gepaart mit der großen Handlung, den angerissenen Themen (wie eben bspw. ADHS und welche Auswirkungen diese Krankheit auf ein Leben hat) und dem einprägsamen Schreibstil führten für mich zu einem so erlebbaren Leseereignis, dass ich selbst, wenn ich das Buch zu Seite legte noch die Gefühle wie ein Nachbeben spürte.FazitDer Koffer ist ein großes Buch! Es regt an, rüttelt auf, bringt Schmerz, Freude und Glück. Für mich war es eine ganz eigene Leseerfahrung, die mich zittern ließ, mich erschütterte, mich fallen ließ und wieder auffing. Eine Achterbahn der Gefühle und eine Freundschaft, die es so in den Büchern, die ich in meinem Leben gelesen habe, noch nicht gegeben hat. Von mir bekommt Robin Roes Der Koffer sechs von fünf Sternen und ihr eine absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Der Koffer" von Robin Roe

    Der Koffer

    kathrineverdeen

    10. July 2017 um 18:18

    Es gibt Bücher, die mich sprachlos machen können. Meist sind es Bücher, die sich mit einer sehr schwierigen und erschütternden Thematik beschäftigen und mit vielen dramatischen Ereignissen meine Emotionen aufwühlen. „Der Koffer“ von Robin Roe ist so ein Buch und es fällt mir wirklich sehr schwer die richtigen Worte zu finden, um mein Leseerlebnis zu beschreiben. Besonders, weil mir Robin Roe auf erschreckende Weise klargemacht hat, was für furchtbare Schicksale einige Menschen durchleben müssen, ohne dass jemand Außenstehendes auch nur den Hauch einer Ahnung hat, was der Betroffene gerade durchmacht. Die Ereignisse in diesem Buch haben mir auch verdeutlicht, wie vorschnell wir andere Menschen in Schubladen stecken, ohne nach einem möglichen Grund für ein bestimmtes Verhalten zu suchen. Der literarischen Hauptfigur Julian passiert es auch sehr oft, denn aufgrund einer Lernschwäche – für die sich nicht einmal die Lehrer interessieren – und seinem zurückhaltenden Wesen, wird er oft für dumm gehalten und als Sonderling abgestempelt. Keiner fragt sich, warum Julian ist, wie er ist. Dabei hätte er ziemlich viele Gründe vorzubringen, die beweisen, dass er eben nicht dumm ist.Julian trägt ein schweres Schicksal mit sich herum, denn er verlor als 9-Jähriger seine Eltern durch einen Autounfall. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer liebevollen Pflegefamilie musste er zu seinem herrschsüchtigen Onkel ziehen, dem er nichts rechtmachen kann. Wirklich verwunden oder verarbeiten konnte Julian die vergangenen Ereignisse nicht. Dafür ist die Umgebung, in der er jetzt lebt, viel zu kalt und rau. Und außer einem Koffer voller Geheimnisse und einigen Erinnerungen an seine Mutter und seinen Vater ist ihm nichts mehr geblieben. Julian hat sich mit seinem neuen Leben, das so viel liebloser ist als sein altes, arrangiert und hat hier und da einen sicheren Ort gefunden, an dem er einfach sein kann – ohne das Mobbing seiner Mitschüler oder die Maßregelungen seines Onkels. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." Seite 216Genau so könnte ich mein Gefühl beim Lesen beschreiben, denn die Atmosphäre, die zwischen den Zeilen emporsteigt, ist knisternd und bedrohlich, weil man als Leser meist ahnt, dass früher oder später etwas geschieht, von dem man wirklich erschüttert wird. Und von diesem unguten Gefühl wird man nicht betrogen. Es geschehen wirklich schreckliche Dinge, die furchtbar verstörend sind. Manchmal muss man das Gelesene auch selbst erst verarbeiten, um weiterlesen zu können.Um die Stimmung nach den wirklich bedrückenden Passagen etwas aufzulockern, hat Robin Roe eine besondere literarische Figur eingesetzt, die abwechselnd mit Julian über das Geschehen berichtet: Adam, der ehemalige Pflegebruder von Julian. Dieser warmherzige, tollpatschige und dennoch coole Junge ist ein Segen für Julian und den Leser. Mit seinem Wesen erhellt Adam die dunklen Stunden. Der sonst so verschlossene Julian ist in Adams Gegenwart ein anderer. Bei ihm ist er sicher und Julian traut sich nach und nach, dank vieler aufbauender Worte und Momente mit seinem größeren Pflegebruder, aus seiner Isolation heraus.In „Der Koffer“ lässt Robin Roe ihre beiden literarischen Hauptfiguren - sprachlich einfach und klar - eine wirklich bewegende und erschütternde Geschichte erzählen. Die Handlung wirkt sehr lebendig und wir Leser werden zu stummen Zeugen - auch wenn wir beim Lesen manchmal gerne laut aufschreien würden - von einer wunderbaren Freundschaft, aber auch von vielen verstörenden Ereignissen. "Der Koffer" ist ein Buch, das trotz der enthaltenen gewalttätigen Szenen so viel Liebe und Hoffnungen und wunderbare Botschaften enthält. All dies machte dieses Buch zu einem schrecklich schönen Leseerlebnis. Obgleich mich die verstörenden Ereignisse in der Handlung wohl noch sehr lange beschäftigen werden. www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Der Koffer

    Der Koffer

    weinlachgummi

    12. June 2017 um 20:56

    Da ich die Blogtour zu den aktuellen Königs Kindern verfolgt habe, hatte ich schon eine grobe Ahnung, um was es in dem Buch geht, aber trotzdem hat es mich dann völlig umgehauen. Ich sitze nun schon eine Weile vor dem Computer und weiß gar nicht recht was ich schreiben soll. Es gibt Bücher, da fällt einem eine Besprechung schwer. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil man nicht weiß, ob man mit seinen Worten der Geschichte gerecht werden kann. Und dies ist so eine Geschichte für mich. Der Schreibstil von Robin Roe ist sehr flüssig und sie erzählt die Geschichte von Julian und Adam spannend und fesselnd. Ich habe das Buch an einem Sonntag ausgelesen. Musste es aber immer wieder weglegen, um das gelesene erst mal Sacken zu lassen. Und um darüber nachzudenken. Mich hat die Geschichte sehr aufgewühlt und auf der Gefühlsebene voll getroffen. Öfters wäre ich am Liebsten in das Buch hinein gesprungen und hätte Julian beschützt.   Julian ist zwar schon 14 Jahre alt, erinnert einen aber eher an einen 10 jährigen Jungen, warum dies vermutlich so ist, erfährt man im Verlauf der Handlung, bzw. man schließt seine eigenen Rückschlüsse. Julian ist ein sehr ruhiger Junge, der Probleme mit dem Lesen, Schreiben und dem Sprechen hat. Mich als Legasthenikerin, die früher starke Probleme mit dem Sprechen hatte, hat dies natürlich gleich noch mal mehr aufgewühlt, da er mich unweigerlich an mich selbst erinnert hat. Und da ich genau weiß, wie es ist, tat er mir so Leid. Im Verlauf der Handlung passieren noch so einige Dinge, sodass mein Mitleid für ihn immer mehr wuchs und ich auch mal ein paar Tränchen in den Augen hatte.  Adam ist ein toller Charakter, er ist schon 17 Jahre alt und immer auf dem Sprung. Alle scheinen ihn zu mögen und er hat so eine Art, die alle aufmuntert. Sein strahlen geht in andere über. Außerdem leidet er an ADHS. Seine Mutter ist auch toll, eine richtige Löwen Mutter. Seinen Freund Charlie fand ich sehr erheiternd, er hat die Atmosphäre gerade zu Beginn sehr aufgelockert. Es gab so einige Szenen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Nicht nur einmal konnte ich nur den Kopf schütteln. Die Mitarbeiter an der Schule, auf die Adam und Julian gehen sind mir allesamt bitter aufgestoßen und hier fällt es mir, vielleicht bin ich da auch zu naiv, schwer zu glauben, dass so viele inkompetente Menschen es an eine Arbeitsstelle schaffen.Gegen Ende gab es eine dramatische Szene, die ich etwas gestellt fand. Da mussten so einige Zufälle zusammenspielen. Aber davon abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wobei dies nicht die richtige Bezeichnung ist, den es erscheint mir irgendwie falsch zu sagen, so eine Geschichte hat mir gefallen. Fazit:Ein Buch, welches mich noch lange beschäftigen wird. Zu sagen, ich fand es schön, erscheint mir falsch, den an der Geschichte von Julian ist so einiges unschön. Doch finde ich sie wertvoll und lesenswert. Emotional und aufwühlend. Schockierend. Macht nachdenklich. Klare Leseempfehlung.4,5 Sterne

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  • Dieses Buch lässt einen auch nach dem Lesen nicht los!

    Der Koffer

    merle88

    30. May 2017 um 14:36

    Inhalt:»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.Meinung:Seit dem Tod seiner Eltern vor vielen Jahren ist Julian nicht gerade vom Glück verfolgt. Erst durfte er bei Adam und seiner Mutter als Pflegekind leben, doch dann trat eines Tages ein entfernter Verwandter auf und nahm ihn mit zu sich nach Hause. Hier erwartet Julian ein ganz anderes - liebloses - Leben ohne Freude. Sein Onkel scheint zu keinen positiven Gefühlen fähig zu sein und sieht in ihm nur eine Belastung. Eines Tages treffen Julian und Adam wieder aufeinander und eine besondere Beziehung entsteht zwischen den Beiden.Schon viel hatte ich im Vorfeld über dieses Buch gehört. Es sollte emotional und sehr berührend sein und einen nicht mehr loslassen. All dies wusste ich bereits, doch hätten mich keine Hinweise der Welt auf das vorbereiten können was mich in diesem Buch erwartet hat. Ich wurde wirklich auf eine wahre Fahrt durch die inneren Ängste mitgenommen. Furchtbare und grausame Dinge geschehen in diesem Buch. Und doch ist auf der anderen Seite dieses helle Aufblitzen von Hoffnung. Man bangt und zittert mit Julian mit und hat aufgrund vieler Stellen im Buch immer wieder das Gefühl, dass letztendlich doch alles gut werden könnte.Ich muss gestehen, dass ich mich an kein Buch erinnern kann, dass mich auf diese Art und Weise gefesselt, berührt und erschaudert hat. Dieses Buch ist definitiv nichts für zart besaitete Seelen. An einer Stelle ist mir wirklich schlecht geworden und das, wo ich schon das ein oder andere aus Büchern gewohnt bin.Den Zauber dieses Buch komplettieren die beiden herzergreifenden Charaktere: Julian und Adam. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer beiden Sichtweisen erzählt.Julian ist, man kann schon sagen, ein wenig zurückgeblieben. Aufgrund seiner schwierigen Kindheit sieht er manche Dinge einfach komplett verkehrt. Er sieht sich selbst nur als eine Marionette, die seinem Onkel zur Last fällt. Daher ist Julian, was andere Menschen angeht, sehr wortkarg und zugeknöpft. Es fällt ihm schwer irgendeine Art von Freundschaft aufzubauen.Adam ist das genaue Gegenteil von Julian. Er ist lebensfroh und bringt einfach jeden Menschen der ihm begegnet zum Lächeln. Zudem hat er einen recht großen Freundeskreis, die Adam ebenfalls vergöttern. Mit seiner positiven Art schafft er es Julian aus seinem Schneckenhaus zu locken.Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich aber auch. Zu Beginn des Buches gab es für mich viele Alltäglichkeiten (besonders in Adams Sichtweise) die meinen Lesefluss ein wenig hemmten. Für mich hätte es nicht ganz so viel Schulalltag und Co. sein müssen.Zudem lässt mich das Buch mit ein paar Fragen zurück die leider nicht beantwortet wurden und eine Entwicklung gegen Ende des Buches fand ich etwas too much. Dennoch kann ich das Buch einfach jedem empfehlen der Lust auf eine traurige, berührende und zu Herzen gehende Geschichte hat.Fazit:"Der Koffer" ist nicht wie jedes andere Buch. In ihm steckt so viel Tiefe, so viele tragische Botschaften und so viel Herzenswärme. Selten habe ich ein Buch gelesen was mich emotional so packen konnte. Aufgrund kleinerer Kritikpunkte vergebe ich am Ende sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

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  • Erschreckend und berührend

    Der Koffer

    LillianMcCarthy

    30. May 2017 um 13:17

    Auch, wenn es nun schon eine Weile her ist, seit ich Der Koffer gelesen habe, schaffe ich es noch nicht wirklich, meine Gefühle zu diesen Buch in Worte zu fassen. Vor dem Lesen habe ich von mehreren Seiten gehört, ich solle mir Taschenbücher bereit legen, denn die Geschichte hätte viele zum Weinen gebracht. Tatsächlich habe ich keine einzige Träne vergossen, an dieser Stelle lag nur ein Gefühl: Schock. Wir erleben die Geschichte hinter Der Koffer aus zwei Sichten. Julian ist 14, fast 15, und wohnt nach dem Tod seiner Eltern bei seinem gewalttätigen Onkel. Alles, was ihm von seinem alten Leben bleibt ist ein Schrankkoffer mit wichtigen Erinnerungen. Adam ist 18 und lebt mit seiner Mutter, die Sozialarbeiterin ist, zusammen. In der Schule ist er beliebt und hat keine weiteren Probleme. Adam und Julian kennen sich, denn kurz nach dem Tod von Julian wunders Eltern, hat Julian bei ihnen gewohnt. Doch seit einiger Zeit haben die beiden keinen Kontakt und wir als Leser dürfen zum einen herausfinden, wieso das so ist und zum anderen, wie sich das zu Beginn der Geschichte ändert und was damit einhergeht. Ich habe sowohl Julian als auch Adam sofort in mein Herz geschlossen. Julian ist ein süßer Junge und Adam, in Adam habe ich mich tatsächlich sofort verliebt. Die beiden sind toll gezeichnet und vielschichtig und man kann sich trotz ihrer unterschiedlichen Situationen sofort mit ihnen identifizieren. Auch alle Charaktere drum herum geben zusammen mit Julian und Adam ein wunderbar geschlossenes Bild ab und das ist einer der Gründe, weshalb das Buch eine enorme Sogwirkung auf mich entwickelte. Einmal angefangen habe ich, vermutlich auch Dank der recht kurzen Kapitel, einfach nicht mehr aufhören können und obwohl die Geschichte sehr ruhig konzipiert ist, schwingen viele Emotionen und damit eine enorme Kraft mit. Zur Geschichte selbst möchte ich an dieser Stelle nicht viel mehr verraten. Der Klappentext und alles weitere hier Geschriebene geben sicher schon genug Eindruck und der Schrecken, der mich beim Lesen dieses Werkes erfasst hat, sollte euch am besten genauso treffen. Dennoch schwingt in Der Koffer noch so viel mehr mit: Das Suchen und Finden eines Zuhauses, der unerschütterliche Zusammenhalt zwischen Brüdern und eine ganze Menge Hoffnung. Fazit: Der Koffer hält nicht nur eine erschreckende und zugleich Hoffnung machende Geschichte für den Leser bereit, die Story um Julian und Adam berührt auf tragische Weise und die Autorin Robin Roe konnte mich mit ihrem Schreibstil voll und ganz überzeugen. Ein Must Read aus dem Programm des Königskinder Verlags.

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  • Keine leichte Kost, aber ein unglaubliches, mitreißendes Leseerlebnis!

    Der Koffer

    Skyline-Of-Books

    28. May 2017 um 19:01

    Klappentext „»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.“   Gestaltung Das Cover finde ich großartig! Die dunklen Farben erzeugen ein sehr stimmungsvolles Gesamtbild, das vor allem den Sternenhimmel richtig schön zur Geltung bringt. Das Schwarz-Weiß-Foto der beiden Jungs passt sich auch richtig schön in das Bild ein. Zudem passt es klasse zur Handlung des Buches. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Augenschmaus, denn – parallel zum Titel – verbirgt sich ein farblich passender Koffer unter dem Umschlag! Die Buchdeckel sehen so richtig klasse aus!   Meine Meinung Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich an dieser Rezension gesessen und gefeilt habe…aber es war eine lange, lange Zeit. Ich wollte, dass meine Rezension rüber bringt, was ich beim Lesen von „Der Koffer“ empfunden habe. Dass jeder, der meine Rezension liest, spürt, wie unfassbar berührend und toll dieses Buch ist, damit er oder sie es selber auch unbedingt lesen möchte. Aber es fällt mir schwer so ein komplexes, vielschichtiges Buch in nur wenigen Worten zu umfassen und ihm gerecht zu werden, ohne mich immer erneut zu wiederholen.  Aber eins kann ich klar und deutlich sagen: lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen!   „Der Koffer“ beinhaltet eine so intensive, aufrührende und emotionale Geschichte, dass ich mir sicher bin, dass sich kaum ein Leser ihrer Wirkung entziehen kann. Mir zumindest ging es so schon nach den ersten Seiten. Die Geschichte hat sich wie ein magischer Schleier um mich gelegt und ich war sofort in ihr versunken. Dies lag vor allem an der Kombination verschiedener Gefühle, die der Debütroman von Robin Roe in mir ausgelöst hat. Hier erwarten den Leser eine Mischung aus Freude, Trauer und Hoffnung!   Dies liegt vor allem an Protagonist Julian. Direkt zu Beginn wird spürbar, dass er anders ist als seine gleichaltrigen Mitschüler. Er ist introvertierter, distanzierter und ruhiger. Bei mir hat er direkt etwas ausgelöst, denn er ist mir sprichwörtlich unter die Haut gegangen. Ich hatte Mitleid mit ihm und habe gespürt wie mein Herz angesichts seiner Situation und seiner schweren Bürden ebenfalls schwer wurde. Dass ich auf diese Weise mit einer Figur mitfühle und meine Empathie sofort so intensiv einsetzt, erlebe ich selten. Allein deswegen ist „Der Koffer“ ein grandioses Buch, denn es ist eine Seltenheit auf dem Buchmarkt, dass einem eine Geschichte begegnet, die so viel in einem auslöst.   Gleichzeitig verkörpert dieses Buch aber auch positive Gefühle, sodass ich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt wurde, denn es gibt immer wieder kleine Hoffnungsschimmer in der Geschichte, die mich haben dahinschmelzen lassen. Neben Julian gibt es nämlich noch Adam, den Pflegebruder von Julian. Er wird im Laufe der Geschichte zu Julians Halt. In schweren Situationen gibt Adam Julian Kraft und das hat mein Herz einfach erwärmt. Die Beziehung zwischen den beiden jungen Männern ist so herzergreifend und von der Autorin auch absolut authentisch und echt dargestellt worden. Sie sind eigentlich sehr unterschiedlich und doch ist zwischen ihnen eine so tiefe, innige und feste Verbindung, dass ich beim Lesen den Eindruck hatte, dass ich sie spüre und dass sie nichts erschüttern kann.   Diese Intensivität, die zu spüren war, lag meiner Meinung nach auch daran, dass das Buch aus den Ich-Perspektiven der beiden Jugendlichen erzählt wird. Der Fokus liegt zwar eher auf Julians Sichtweise, aber auch Adam kommt nicht zu kurz, sodass Robin Roe in beide Charaktere Einblicke gewährt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Autorin die Seelen beider Jugendlichen offen legt, denn für mich fühlte es sich wirklich so an, als würde ich in das tiefste Innere beider Figuren blicken und sie so richtig kennen lernen. Die Autorin hat den Charakteren eine unglaubliche Tiefe verliehen, sodass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Adam und Julian sind keine 0815 Figuren, sie haben Charakter, sind besonders und stechen einfach hervor. Beide haben zudem schwere Lasten mit sich zu tragen, die mich oftmals zum Schlucken gebracht haben.   Dies führt auch direkt zum letzten Punkt meiner Rezension - der Handlung  - über. Die Handlung ist alles andere als leicht. Vielmehr ist sie voller tragischer, grausamer Momente, die das Herz schwer machen und einen Klos im Hals erzeugen. Gleichzeitig sind immer wieder auch Hoffnungsschimmer in die Handlung eingestreut, die für Ruhepausen gesorgt und mir ein sanftes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. So erzeugt „Der Koffer“ eine eindringliche Sogwirkung, die mich kaum losgelassen hat, denn manche Szenen sind wirklich schwer zu ertragen, sodass meine Gefühle hier wirklich mit mir Achterbahn gefahren sind.   Fazit Für mich ist „Der Koffer“ eine durchdringende, eindringliche Geschichte, die vor allem meine Gefühle angesprochen, angeregt und in ein wahres Auf und Ab geschickt hat. Selten kommt mir ein Buch in die Finger, das so viel in mir auslöst und bewegt! Von einem Klos im Hals bis hin zu Glücksgefühlen und einem sanften Lächeln im Gesicht war alles dabei. Meine Begeisterung für diese intensive, emotionale Geschichte kann ich wirklich kaum in Worte fassen, denn das Buch reißt den Leser einfach mit sich und zieht ihn schon nach wenigen Seiten in ein Wechselbad der Gefühle durch das man alles um sich herum vergisst! Dieses Buch ist einfach atemberaubend und überwältigend! 5 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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