Der Koffer

von Robin Roe 
4,7 Sterne bei52 Bewertungen
Der Koffer
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"Der Koffer" ist ein großartiges Buch, das dem Leser eine wahre Gefühlsachterbahn beschert! Absolute Leseempfehlung.

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Wirklich bedrückend und schön

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Inhaltsangabe zu "Der Koffer"

»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551560292
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:24.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    An-chans avatar
    An-chanvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: "Der Koffer" ist ein großartiges Buch, das dem Leser eine wahre Gefühlsachterbahn beschert! Absolute Leseempfehlung.
    Der Koffer

    "Der Koffer" ist eine bedrückende Geschichte mit ruhigen, ernsten Tönen, aber auch witzigen Momenten, die die Stimmung immer wieder kurz auflockern. Und es ist eines der Bücher, bei denen die Handlung fassungslos ans Buch fesselt, bis man es am Ende mit einem mulmigen Gefühl, aber auch erleichtert zuklappt.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Julian und Adam erzählt. Julian ist ein schmächtiger, blasser Junge, der kaum spricht und sich in den Schulpausen am liebsten in seinem Versteck hinter der Theaterbühne, in einer Art vergessenen Abstellraum, verbirgt. Seit seine Eltern bei einem Unfall gestorben sind, lebt er bei seinem Onkel und alles, was ihm von früher geblieben ist, sind Notizbücher seiner Mutter und ein alter Koffer.
    Adam ist so ziemlich das komplette Gegenteil. Er war kurzzeitig Julians "Bruder", als dieser bei ihm und seiner Mutter als Pflegekind lebte bevor er zu seinem Onkel kam. Adam hat ADHS und ist deswegen ständig unruihg, hibbelig, immer in Bewegung. Zusammen mit seiner fröhlichen, offenen, häufig scherzhaften Art ist jeder sofort angetan von ihm.
    Nach Jahren, in denen Julian und Adam kaum Kontakt hatten, nähern sie sich durch Adams Aushilfsarbeit bei der Schulpsychologin, die Julian regelmäßig besuchen muss, langsam wieder an. Adam versucht, Julian mit in seinen Freundeskreis zu integrieren und schafft es dabei, dass Julian nach und nach wieder lebensfroher wird.
    Doch zeitgleich kommt Adam auch immer näher an die Wahrheit dessen, was Julian bei seinem Onkel durchlebt... und versucht, ihm so gut wie möglich zu helfen - was leichter gesagt als getan ist.

    Wer zu "Der Koffer" greift, muss sich auf ein paar unschöne, grausame Szenen einstellen, die auch nach dem Lesen noch im Gedächtnis bleiben. Aber zeitgleich gelingt der Wechsel mit humorvollen, lockeren Szenen perfekt, sodass man von der Handlung nicht zu sehr runtergezogen wird. Es wird gut aufgezeigt, wie wichtig Freundschaft und Liebe sind und das "Familie" nicht nur aus Verwandtschaft besteht. Das Ganze wird durch authentische Charaktere getragen, die man einfach sofort ins Herz schließt und mit denen man gerne mitfiebert.

    Einzig das Ende fand ich letztlich etwas überdramatisiert und es passte nicht 100%ig zur vorherigen Erzählweise bzw. wirkte weniger authentisch, aber das schmälert den Gesamteindruck kaum.

    "Der Koffer" ist ein großartiges Buch, das dem Leser eine wahre Gefühlsachterbahn beschert! Absolute Leseempfehlung.

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    Azalees avatar
    Azaleevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich berührendes Buch, das einen auch nach dem Lesen nicht loslässt
    Menschliche Abgründe verfolgen den Leser auch hinterher

    Der Koffer von Robin Roe ist ein sehr schwierig zu rezensierendes Buch. Nicht weil es schlecht war - ganz im Gegenteil. Vielmehr ist es das Thema, das den Leser auch nach Beenden des Buches nicht loslässt.
    Robin Roe widmet sich in ihrem Debütroman den Abgründen menschlichen Handelns. Ihr Schreibstil ist sehr klar, gerade dadurch gelingt es ihr, dem Leser das Thema noch näher zu bringen. Gerade durch diese Sprache zieht sie den Leser in den Bann, erschafft eine bedrückende Atmosphäre und weckt die unterschiedlichsten Gefühle beim Leser.
    Es geht um die zwei Jungen Julian und Adam.
    Julian ist ein sehr schüchterner und introvertierter Junge, der in seiner Klasse keine Freunde findet und sich von allen abgrenzt. Das liegt vor allem an seiner Vergangenheit und seinen momentanen Lebensumständen. Bei einem Autounfall hat er seine Eltern verloren und lebt jetzt bei seinem gewalttätigen Onkel. Durch seine Erfahrungen verhält er sich, als wäre um einiges jünger als seine 14 Jahre. Er flüchtet sich in die Fantasiewelt eines Kinderbuches. Julian ist sehr gut ausgearbeitet und ein Charakter, den man einfach nur gern haben kann. Vor allem gegen Ende des Buches hat er mir so unglaublich leid getan und die Geschichte hat mir die Tränen in die Augen getrieben.
    Ebenso gut ausgearbeitet ist Adam. Er ist für Julian so etwas wie ein großer Bruder und das komplette Gegenteil von ihm. Adam hat ADHS, ist beliebt und immer gut gelaunt. Für Julian setzt er sich bedingungslos ein und stellt seine eigenen Bedürfnisse hinten an. Gerade das macht die Freundschaft zwischen den beiden so einzigartig und das Buch so besonders. Adams Verzweiflung über Julians Leben kann man sehr gut spüren und nachvollziehen, auch weil so ein unglaubliches Durchaltevermögen an den Tag legt.
    Robin Roe hat Charaktere erschaffen, die ohne die üblichen Klischees auskommen und sich dabei unglaublich weiterentwickeln. Das gilt auch für Charlie, Adams besten Freund, der eben nicht nur ein Nebencharakter ist.
    Das Buch beginnt mit dem Schulalltag der beiden, was mir sehr gut gefallen hat. Gerade diese Alltäglichkeiten machen es umso authentischer und wecken beim Leser immer wieder Hoffnung. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto düsterer wird sie und läuft schließlich auf einen tragischen Höhepunkt zu. Auch dann gibt es aber noch eine schreckliche Wendung, die meiner Meinung nach gut zum Rest passt und dem Buch das Ende gibt, dass es verdient. Robin Roe nimmt sich am Ende ausreichend Zeit, die Figuren weiterzuentwickeln und ihre Reaktionen auf die Ereignisse auszuarbeiten.

    Der Koffer ist ein Buch, das sich einem sehr schweren Thema widmet, aber unglaublich gut umgesetzt ist. Es hat mich auch nach dem Lesen nicht losgelassen und macht es mir schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen. Für mich gehört es daher schon jetzt zu den Highlights des Jahres.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder ein Buch aus dem Königskinder-Verlag, das mich sehr begeistert und tief berührt hat. Sehr lesenswert!
    Eine Geschichte, die tief berührt

    Ein Koffer voller Erinnerungen…

    Vier Jahre ist es her, als das Unglück mit aller Macht über Julian hereinbrach – er verlor seine Eltern bei einem Autounfall. Seitdem lebt er bei seinem grausamen Onkel Russell. Aus seiner einst glücklichen Kindheit ist nichts geblieben, außer Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Julian vermisst seine Eltern sehr und zieht sich immer weiter zurück. Doch eines Tages trifft er auf Adam, mit dem ihn viel verbindet. Adam hat eine fröhliche und unbeschwerte Art an sich und war eine Zeitlang für Julian wie ein Bruder. Doch Julian schafft es einfach nicht, mit Adam über die Sachen zu sprechen, die er am liebsten für immer vergessen würde. Doch als Adam endlich hinter Julians Geheimnis kommt, ist es schon fast zu spät…

    „Ich lasse den Rucksack auf den Boden fallen und hebe den schweren Deckel des Koffers an. Beim Anblick all der Dinge, die mir im Leben wichtig sind, zieht sich mein Herz zusammen: die Fotoalben und die Elian-Mariner-Bücher und das grüne Notizheft mit der Spiralbindung, das meiner Mutter gehört hat.“ – Seite 15/16

    „Der Koffer“ ist ein sehr berüherendes Buch. Es geht um den vierzehnjährigen Julian, der seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat. Dieses schreckliche Ereignis hat er nie wirklich überwunden – nun lebt er bei seinem Onkel und distanziert sich mehr und mehr von seinem Umfeld. Doch dann taucht Adam auf – der Ältere war immer wie ein Bruder für ihn. Schafft er es, wieder etwas Glück in Julians Leben zu bringen? Was niemand weiß: Julian muss nicht nur den Tod seiner Eltern verarbeiten, sondern auch noch etwas ganz anderes – er hütet ein erschütterndes Geheimnis…
    Das Buch ist abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben: Julian, eher sensibel und ängstlich, und Adam, der beliebt und schlagfertig ist. In die Leben beider Charaktere bekommt man durch die Ich-Perspektive einen detailreichen Einblick – auch wie sie denken, handeln und fühlen – neben kleinen schönen Momenten wird es oft sehr berührend, traurig und auch dramatisch.
    Neben den aktuellen Geschehnissen werden auch immer wieder Erinnerungen von Julian an glückliche Momente aus seiner Kindheit und die gemeinsame Zeit mit seinen Eltern beschrieben:

    Und wenn mein Vater mich dann ins Bett bringt, fragt er: „Wie viele Sterne?“ Wenn es ein schöner Tag war, sage ich „neun“ oder „zehn“. Aber wenn es ein sehr schöner Tag war, vielleicht sogar der schönste Tag meines Lebens, darf ich übertreiben und irgendwas Verrücktes sagen wie „zehntausend Sterne“. – Seite 14

    Das Cover ist eher dunkel gehalten – neben dem abgebildeten Sternenhimmel passt auch das schwarz-weiß gehaltenen Bild der beiden Jungen sehr gut. Eine passende und sehr schöne Gestaltung.

    Mein Fazit: „Der Koffer“ ist ein Buch, das berührt. Es ist sehr gut geschrieben – die Geschichte überzeugt mit zwei starken Hauptcharakteren, die dem Leser sofort ans Herz wachsen. Einige Abschnitte sind sehr erschütternd, traurig und dramatisch – dazwischen gibt es aber immer wieder kleine Lichtblicke. Wieder ein Buch aus dem Königskinder-Verlag, das mich sehr begeistert und tief berührt hat. Sehr lesenswert!

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 9 Monaten
    Der Koffer

    "Der Koffer" ist ein Jugendroman der Autorin Robin Roe. Bei diesem Buch hat mich der interessante Klappentext direkt angesprochen und ich habe mich auf eine tiefgründige und emotionale Geschichte gefreut. 

     

    In dieser Geschichte geht es um den Protagonisten Julian. Julian's Eltern sind gestorben und seit dem Tod der beiden lebt Julian bei seinem Onkel. Geblieben sind ihm lediglich ein Koffer und die Erinnerungen, die sich darin befinden. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet ist er zunächst voller Glück, denn Adam ist nett und er gehört, trotz seiner Tollpatschigkeit, zu den coolen Kids. 


    Doch für Julian ist es sehr schwer Vertrauen zu fassen und als es ihm endlich gelingt, muss er merken, dass Adam nun auch hinter seine Geheimnisse kommt. Und diese Geheimnisse bringen die beiden Jungen in große Gefahr ...

    Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Der Schreibstil von Robin Roe ist jugendlich, aber nicht kindlich, was ich toll fand. Es gibt einige Aspekte, die die Charaktere reifer erscheinen liessen, als sie eigentlich sind, aber das war sicher auch ihren Erfahrungen geschuldet. Erzählt wird die Geschichte in Ich - Form, abwechselnd aus der Sicht von Julian und Adam, was dem Leser/der Leserin einen tollen Rundumblick beschert. 


    Die Handlung ist sehr emotional und besticht durch tragische Geschehnisse und Schicksalsschläge, oder Erkrankungen, mit denen sich die beiden Protagonisten immer wieder auseinandersetzen müssen. Die Inhalte waren oft dramatisch und mir persönlich, war es manchmal ein bisschen zuviel des Guten. Etwas weniger wäre hier, in meinen Augen, durchaus mehr gewesen.

     

    Die Spannung wurde von der Autprin gut augebaut, was ich prima fand. Besonders das letzte Drittel der Geschichte hat mich absolut gefesselt und es gab nicht nur einen schockierenden und sehr bewegenden Moment. Die Charaktere wurden von Robin Roe liebevoll gezeichnet und ich fand es schön, dass sie ihnen auch einiges an Tiefgang mitgegeben hat. Die beiden Protagonisten sind so verschieden und doch finden sie eine gemeinsame Ebene, die mich schon berührt hat. Dadurch, dass Julian und Adam auch die Ich - Erzähler der Geschichte sind, habe ich zudem einen tollen Einblick in ihre Gefühls - und Gedankenwelt bekommen.

    Positiv: 

    * emotionaler und flüssiger Schreibstil

    * schöne Ausarbeitung der Charaktere

    * interessante und bewegende Handlung

    * einige Inhalte werden mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben 


    Negativ: 

    * in manchen Momenten hätte mir etwas weniger Drama auch gut gefallen


    "Der Koffer" ist eine schöne und nachdenklich stimmende Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist ein besonderes Buch, für das ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

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    CorniHolmess avatar
    CorniHolmesvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein großartiges Buch, welches mich schockiert, zutiefst berührt und mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert hat!
    Zutiefst berührend und sehr schockierend. Ein ganz wundervolles Buch aus dem Königskinder Verlag!

    Wer meine Rezensionen verfolgt, der wird wohl mittlerweile wissen, dass ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag liebe! „Der Koffer“ fehlte bis vor kurzem noch in meiner Sammlung, was sich aber in diesem Monat geändert hat. Ich war schon mega gespannt auf dieses Buch und habe es, kurz nachdem es bei mir eingezogen, endlich gelesen!


    Mit neun Jahren hat der heute 14-jährige Julian seine Eltern bei einem Autounfall verloren. Seitdem lebt er, nach einem kurzen Zwischenstopp bei einer Pflegefamilie, bei seinem gewalttätigen Onkel. Das Einzige, was dem Jungen noch geblieben ist, ist ein alter Koffer voller Erinnerungen. Diese geben ihm die Kraft, die er braucht, um sein alles andere als leichtes und schönes Leben zu überstehen. Ein neuer Lichtblick bietet es sich ihm, als er seinen ehemaligen Pflegebruder Adam wiedertrifft. Dieser ist heute 18 und gehört, trotz seiner aufgedrehten und etwas tollpatschigen Art, zu den Coolen und ist bei allen beliebt. Dass er immer mehr Zeit mit dem stillen und merkwürdigen Julian verbringt, können seine Freunde zunächst nicht verstehen. Auch Julian kann sein Glück erst kaum fassen und es fällt ihm schwer, Adam an sich heranlassen. Dieser fasst aber immer mehr Vertrauen zu dem kleinen, dünnen Jungen. Allerdings stößt er dabei auch auf schlimme Geheimnisse, die nicht nur Julian, sondern auch ihn selbst in große Gefahr bringen...


    Ich habe nun wirklich schon recht viele Königskinder gelesen, ganz besonders in der letzten Zeit. Ich kann daher auch gar nicht so richtig sagen, welches denn nun mein absolutes Lieblingskönigskind ist. „Der Koffer“ zählt auf jeden Fall zu meinen Favoriten. Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, hat mich zutiefst berührt und mir ein einzigartiges Leseerlebnis beschert!


    Robin Roe hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, welcher mich geschockt, bewegt und nachdenklich gestimmt hat. Die Thematik in dem Buch ist eine sehr ernste und auch berückende, die einem nur zu deutlich vor Augen führt, dass wir oft ein ganz falsches Bild von unseren Mitmenschen haben und viel zu schnell über andere urteilen.


    Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch berührt hat und wie unglaublich toll ich es fand! Die Geschichte ist sehr emotional und geht ganz sicher jedem unter die Haut. Mich haben viele Szenen in dem Buch fassungslos und schockiert zurückgelassen. Was dem Protagonisten Julian alles Schlimmes angetan wird, mag man sich gar nicht näher vorstellen. Ich hatte beim Lesen einen riesengroßen Hass auf Julians Onkel und war entsetzt darüber, zu was dieser Mensch alles in der Lage ist.


    Ich kann euch aber beruhigen. So erschütternd vieles in dem Buch auch ist, dem Autor ist es wunderbar gelungen, die Handlung nicht zu bedrohlich und schockierend werden zu lassen, sondern hat diese mit einem liebenswerten Humor und großartigen Charakteren ausgestattet.


    Fangen wir mal bei Julian an. Dieser ist am Anfang des Buches vierzehn Jahre alt, wirkt aber durch sein Aussehen und sein Verhalten deutlich jünger. Er ist klein, blass dünn und wird aufgrund einer Lernschwäche von vielen für dumm und zurückgeblieben gehalten. Etwas merkwürdig mag Julian vielleicht wirklich sein, dies liegt aber daran, dass er den Tod seiner Eltern immer noch nicht verarbeiten konnte und sein Zuhause alles andere als schön und liebevoll ist. Julian hat sich aber irgendwie mit seiner Lebenssituation arrangiert, hat Plätze gefunden, wo er sich wohl fühlt und wo er alles für eine Weile vergessen kann.

    Ich habe den kleinen Julian sofort fest in mein Herz geschlossen. Das Wort „klein“ habe ich hier bewusst gewählt, denn obwohl Julian eigentlich ein Teenager ist, vergisst man dies beim Lesen immer wieder und ich habe mich öfters dabei ertappt, dass ich mir Julian als einen kleinen sechs- oder siebenjährigen Jungen vorgestellt habe.


    So wirkt er auf viele seiner Mitmenschen, auch auf Adam, unseren zweiten Protagonisten in dieser Geschichte. Adam ist bereits 18, geht auf dieselbe Schule wie Julian und war für ein paar Monate sein Pflegebruder. Als er Julian wiederbegegnet, entwickelt er sofort einen Beschützerinstinkt für diesen kleinen schmächtigen Jungen.

    Adam ist ebenfalls ein großartiger Charakter! So einen wie ihn hätte wohl jeder liebend gerne als großen Bruder. Er ist hilfsbereit, humorvoll und besitzt einen herrlich liebenswerten Charme, sodass er allseits sehr beliebt ist. Ihn muss man einfach gern haben. In seiner Gegenwart taut sogar der stille Julian merklich auf und ist ein ganz andere Junge, als er es sonst ist.


    Immer abwechselnd erfahren wir die Geschichte aus Julians und Adams Sicht. Mir haben diese Wechsel unglaublich gut gefallen. Das Buch hat eine richtige Sogwirkung auf mich ausgewirkt und da die Kapitel auch recht kurz sind, flogen die Seiten bei mir nur so dahin.

    Neben Julian und Adam wurden auch die Nebencharaktere wundervoll ausgearbeitet und machen dieses Buch rundum perfekt.


    Fazit: „Der Koffer“ erzählt eine Geschichte voller Schmerz und Leid. Das Buch erzählt aber auch eine Geschichte über eine wundervolle Freundschaft, über Liebe und Hoffnung. Robin Roe beschert uns mit seinem Roman ein schreckliches und zugleich wunderschönes Leseerlebnis, welches uns schockiert, uns aber auch berührt und unterhält. Ich kann euch das Buch sehr ans Herz legen. So ein bewegendes Buch muss man einfach gelesen haben! In meinem Augen ist „Der Koffer“ eines der besten Werke aus dem Königskinder Verlag. Ich vergebe nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine ganz besondere Geschichte, die ans Herz geht. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!
    DER KOFFER von ROBIN ROE

    DER KOFFER von ROBIN ROE

    »Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

    „Der Koffer“ ist das Debüt der Autorin Robin Roe und wie ich finde ein sehr besonderes Buch. Schon zu Beginn versinkt man förmlich in Julians Melancholie und erlebt seine Gefühle, sein ganzes Wesen hautnah mit. Er hat in seinem jungen Leben bereits viel erleben und mitmachen müssen und ich denke jeder würde ihm einfach nur gutes wünschen wollen. Doch wie das Leben eben manchmal so ist, spielt das Schicksal einem immer und immer wieder die dunklen Wege zu, die das Leben alles andere als glücklich und leicht machen. Doch dann ist da Adam, ein Lichtblick, der für Julian kaum zu fassen ist …
    Weiter möchte ich auf den Inhalt nicht eingehen, denn es würde zu viel verraten, was doch viel lieber gelesen werden sollte! Es lohnt sich, denn das Buch liest sich wirklich schön, manchmal leicht poetisch und schafft ganz schnörkellos eine Ebene, auf der man Julians Achterbahnfahrt der Gefühle und seine Geschichte miterleben kann.
    Mich hat das Buch emotional sehr ergriffen und nicht zuletzt auch sehr traurig gemacht. Doch die Hoffnung, der Mut und die tiefe freundschaftliche Verbindung in dieser Geschichte lassen einen letztlich mit einem kleinen Lächeln zurück. Denn dort wo Dunkelheit herrscht lohnt es sich für den kleinen Lichtschimmer zu kämpfen...


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    Cadnesss avatar
    Cadnessvor einem Jahr
    Wie viele Sterne?

    „Der Koffer“ ist das erste Werk, das ich aus dem Königskinder Verlag gelesen habe und es zählt für mich zu dieser besonderen Art von Büchern, die selbst nach Beendigung noch einige Zeit in einem Nachhallen. Bei dem einen schier die Worte fehlen, um auch nur eine ansatzweise eine passende Rezension schreiben zu können. Die Geschichte ist so ehrlich, tragisch und wundervoll zugleich, dass sie mich mit Haut und Haar verschlungen hat. Mein Herz war bis zum Rand mit den verschiedensten Arten von Emotionen gefüllt und mehr als einmal musste ich das Buch kurzzeitig beiseite legen, weil es mich an meine Grenzen gebracht hat. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich am liebsten zu den Figuren hineingeklettert wäre und sie in den Arm genommen hätte. Ihnen gesagt hätte, wie wichtig sie sind und das es immer jemanden gibt, der sie gerne hat. Der sieht, wie toll und liebenswürdig sie sind. Dass auch bessere Zeiten kommen werden, ach was, kommen müssen und dass sie niemals die Hoffnung verlieren dürfen. 

    „Als ich klein war, hatte ich immer tausend Gedanken im Kopf, weil ich wusste, dass Mom und Dad nach der Schule alles ganz genau hören wollten. Wenn man weiß, dass man anderen alles erzählen wird, sieht man den Tag nicht nur durch die eigenen Augen, sondern auch durch die Augen dieser Menschen. Es ist, als wären sie immer an deiner Seite. Und wenn sie dann plötzlich nicht mehr da sind, ist man von heute auf blind. Denn wenn sie nichts mehr sehen, siehst du selbst auch nichts mehr.“ - S. 118 

    Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes, ein wahrer Schatz, eine Reise ins Unvergessliche.

     

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor einem Jahr
    Einfach herzzerreißend

    Dass ich eigentlich an der Carlsen-Lesechallenge teilnehme erscheint mir schon fast wie ein Witz. Viel zu lange ist es her, dass ich nach einem Buch aus dem Verlag gegriffen habe! Dabei schlummern noch ein paar Schätze aus dem Hause Königskinder auf meinem SuB. Daher hatte ich mir für meinen „WTR Juli“ dieses Buch vorgenommen.
    Am Abend das Buch begonnen und dann…dann konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen.

    Verrückt, auf wie viele verschiedene Arten man Menschen vermissen kann. Man vermisst all die Dinge, die diese Menschen getan haben. Man vermisst die Menschen an sich. Und man Vermisst die Bedeutung, die man selbst für diese Menschen gehabt hat.

    Mir war schon durchaus bewusst, dass es sich hierbei nicht um keine leichte Sommerlektüre oder dergleichen handelt, doch was mich erwartet hat, habe ich nicht geahnt.
    Gleich zu Beginn bin ich in eine sehr bedrückende Stimmung beim Lesen gekommen. Das große Ganze konnte man zwar noch nicht greifen, aber worauf das alles hinauslaufen sollte, konnte einfach nichts Gutes sein.
    Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzähl.
    Julian, ein Junge, der wie man schon am Anfang merkt, mehr durchgemacht hat, als ein kleiner Mensch aushalten sollte. Gefangen in seiner ganz eigenen Welt merkt man schnell die Unterschiede in seinem Verhalten, die ihn so besonders, anders machen. Von kindlicher Naivität brauch man hier nicht zu sprechen, es ist eher etwas, das kaputt gegangen und wohl nie wieder zu reparieren ist.
    Adam stellt das genaue Gegenteil dar. Aufgeschlossen, impulsiv, anerkannt. Und mit einer Herzensgüte ausgestattet, wie ich sie noch nicht erlebt habe. Ein so einzigartiger Charakter, von dem man sich wünscht, dass es ganz viele auf der Welt geben würde, damit jeder Julian eine Chance bekommt.

    „Meine Oma sagt immer, wer so lächelt, hat eine große Seele. Sie sagt auch, manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.“

    Die Altersempfehlung ist meiner Meinung nach zurecht etwas weiter Oben angesetzt. Ich muss zwar gestehen, dass ich immer relativ schnell beim Lesen weine, aber nicht so wie hier.
    Das Geschehene hat mich so sehr mitgenommen, dass nicht nur ein paar Tränen gekullert sind, sondern ich wirklich über eine Stunde richtig dolle weinen (ich würde es schon eher als lautes Aufheulen bezeichnen) musste.
    Einfach nur richtig schlimmer Herzschmerz. Der Autor hat es geschafft, mir das Gefühl zu vermitteln, als wenn ich das Alles mit hätte ansehen müssen. Oftmals werden schlimme Ereignisse eher aus der Vergangenheit geschildert, hier muss man sie mit den Protagonisten zusammen erleben.
    Wer also eher zart besaitet ist, gerade was das Schicksal von Kindern angeht, sollte es sich vielleicht noch einmal durch den Kopf gehen lassen, ob er diesen Inhalt verarbeiten kann.

    FAZIT

    Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der schweren Thematik, ist es in meinen Augen eine unglaublich starke und wichtige Geschichte. So viel Tiefgang hätte ich gar nicht erwartet und vor allem nicht so viel Leid.
    Die Königskinder beweisen auch hiermit mal wieder, was für unglaubliche Geschichten noch auf einen warten können. Eine klare Leseempfehlung, auch wenn man sich auf das Leid und eine schwierige Thematik auf jeden Fall einstellen sollte.

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    FrauNightingales avatar
    FrauNightingalevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Robin Roe verleiht dieser schwierigen Erzählung durch ihre wunderbare Schreibe die nötige Sensibilität. Ein ganz besonderer Roman!
    Schockierend, aufwühlend und fantastisch geschrieben

    Meine Meinung

    Auf den ersten Blick liest sich die Handlung in DER KOFFER ja schon wie ein durchschnittlicher zeitgenössischer Jugendbuch-Roman, dachte ich mir. Aufwühlende erste Leserstimmen folgten und dann geschah, womit ich anfangs gar nicht gerechnet hatte; ich wurde von einer gänzlich anderen Stimmung überwältigt als ich sie bei Jugendbüchern gewohnt bin.

    In Wechselperspektiven schildert Robin Roe aus dem Leben der beiden grundverschiedenen Jungen Adam und Julian, deren Wege immer wieder zueinander führen.

    Als man zum ersten Mal Julian vorgestellt wird, merkt man unmittelbar, dass er kein durchschnittlicher vierzehnjähriger Teenager ist. Er ist nicht nur von seinen Lehrern verkehrt eingeschätzt und vernachlässigt worden, weil er Lernschwierigkeiten hat, sondern trauert noch immer sehr tief um seine Eltern. Julian ist einsam, eingeschüchtert und wird von seinen Mitschülern gehänselt. Er hat nicht das Gefühl, jemandem vertrauen zu können. Vom ersten Moment an wusste ich, dass mein Herz für diesen Jungen bluten wird. Es sind seine Unschuld und seine Verwundbarkeit, die mir den Atem von der allerersten Seite geraubt haben.

    Und dann ist da noch Adam, der zu 150 Prozent im Leben steht. Er lebt mit seiner Mutter allein, aber erfährt viel Geborgenheit und Zuneigung. Mit seiner offenen, aufmerksamen Art ist er überall beliebt und willkommen. Adam selbst ist wohl der netteste Charakter, den ich seit langem in einem Jugendbuch erleben durfte. Seine Persönlichkeit hat mich verzaubert. Von ihm kann man noch viel lernen, wie zum Beispiel sein Verhaltensmuster zu überdenken. Auch die Lehrer sehen in ihm eine Vertrauensperson. Dies ist auch der Grund, weshalb er gebeten wird, Julian ein wenig unter seine Fittiche zu nehmen. Für Adam ist dies mehr als erfreulich, da er für den Jungen fast brüderliche Zuneigung empfindet. Vor Jahren nahmen er und seine Mutter Julian nach dem Tod seiner Eltern kurzzeitig auf, bevor dieser zu seinem Onkel ziehen musste und sie sich aus den Augen verloren haben.
    Zwischen beiden Jungs entsteht bald wieder die alte Vertrautheit, doch auch Adam kann nicht das Gefühl abschütteln, dass bei Julian etwas schief läuft.

    Auch die Nebenfiguren, insbesondere Adams Clique, wurden sehr schön in die Handlung gewoben. Sie sind ein nicht unwichtiger Teil der Geschichte. Durch sie zeigt die Autorin, wie wichtig Freundschaften für die eigene Entwicklung sind.

    Der Schreibstil Roe’s ist auf den Punkt. Die Umschreibungen wirken sehr gut formuliert und sind an den richtigen Stellen gefühlvoll untersetzt, wirken jedoch nicht überzogen. Es ist ein fast perfekter Mix aus gefühlvoll und schlichte Einfachheit. Aber wieso ‚fast‘? Nun, meiner persönlichen Meinung nach hätte man die Romanze weglassen können. Sie fühlte sich im Kontrast zum Rest als unwichtig an.

    Dieses Jugendbuch beschäftigt sich mit einer sehr sensiblen Thematik, die mich in seiner geschilderten Form zutiefst erschreckt und verstört hat. Robin Roe bringt mit ihren Schilderungen absolute Albtraum-Szenarien und Traumatas hervor. Mir lief es beim Lesen dieser Momente eiskalt den Rücken hinunter.

    In dieser Geschichte geht es nicht nur um Freundschaft, sondern auch darum, Vertrauen in das Gute im Leben zu haben und dass dir Menschen auch wohlgesonnen sind.

     

    Fazit

    „Der Koffer“ beinhaltet thematisch und daraus resultierend emotional, kein leichtes Gepäck. Man durchlebt mit Adam und insbesondere Julian, eine wahre Achterbahn der Gefühle. Zwischen Hoffen und Bangen ist alles dabei. Robin Roe verleiht dieser schwierigen Erzählung durch ihre wunderbare Schreibe die nötige Sensibilität und den entsprechenden Respekt. Ein ganz besonderer Roman, der mich mit seiner Intensität überraschte.

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    Niccitrallafittis avatar
    Niccitrallafittivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste...
    Eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste


    Eigentlich hatte ich dieses Buch für den August eingeplant. Dank einer Twitter-Umfrage nahm ich es mir als nächste Lektüre vor. Am 30.07. dachte ich dann, ich lese mal rein. Kann ja nicht schaden. Und gestern, am 31.07. war ich durch. Im wahrsten Sinne des Wortes, übrigens.


    Eine emotionale Geschichte voller Schmerz und Liebe, wobei ich nicht sagen kann, was überwogen hat. Die Geschichte wurde aus zwei Sichtweisen erzählt, Adam und Julian. Die Kapitel waren überwiegend recht kurz. Es gab eine Stelle, die mich so schockiert hat, dass mir die Luft wegblieb und ich die Hand vor den Mund schlug. Wenn ich darüber nachdenke, wiederholt sich der Effekt abgeschwächt. Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben, wissen vielleicht wovon ich spreche. Vermutlich war ich genauso schockiert wie Julian, nur nicht so ängstlich, denn zum Glück stand ich nicht an seiner Stelle. Noch lange wird dieses Erlebnis, diese Geschichte nachhallen und mich beschäftigen.


    Geweint habe ich nicht, wie viele andere es prophezeit haben. Nimm dir auf jeden Fall Taschentücher zur Hand, wurde mir geraten. Ich hatte keine zur Hand. Aber ich brauchte sie auch nicht. Die Geschichte war unglaublich traurig, unglaublich schockierend und schmerzhaft. Durch meine Arbeit in der Psychiatrie habe ich jedoch sicherlich eine gewisse Distanz, sodass ich es aus einem anderen Blickwinkel betrachten konnte. Die Rolle von Russel fand ich grausam, aber gelungen dargestellt und integriert. Sein Auftreten sorgte nicht nur bei Julian für Gänsehaut.


    Julian war ein interessanter Protagonist. Er war eigenartig, liebenswert und besonders. Auch Adam fand ich sympathisch. Durch seine Symptomatik hatte er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, er fand im Laufe seines Lebens aber einen guten Weg, mit ihnen umzugehen und seinen Alltag sowie soziale Kontakte zu meistern. Er war ein Sonnenschein in der dunklen Welt von Julian. Adams Freunde fand ich allesamt einzigartig, jeder hatte seine eigene interessante Geschichte, die in den Verlauf Einfluss nahm. Charlie durchlebte meiner Meinung nach die bemerkenswerteste Entwicklung.


    Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten. Ich denke, dass die Altersangabe treffend gewählt wurde. Jüngeren Menschen würde ich nicht dazu raten, die Geschichte zu lesen. Älteren auf jeden Fall, jedoch sollte man sich über die Emotionalität und Grausamkeit der Thematik im Klaren sein. Es handelt sich keinesfalls um ein leichtes, lockeres Jugendbuch.


    Der Koffer ist eine emotionale Geschichte über einen besonderen Jungen, der Grausamkeit erfahren musste und durch das Erfahren von Freundschaft & Liebe langsam zurück ins Leben findet. Ich kann sie jedem empfehlen, der nicht vor der Darstellung langfristig traumatischer Erlebnisse, die der Protagonist durchlebt, zurückschreckt und damit umgehen kann. Für mich ist es durch die Besonderheit der Thematik, den fesselnden Schreibstil und die gelungen gezeichneten Charaktere ein Liebling. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    »Wie viele Sterne?«

    Du liebst Lesestoff, der tiefsinnig ist & dich zum nachdenken anregt?
    Dann bist du bei der Königskinder-Leserunde zu "Der Koffer" von Debütautorin Robin Roe genau richtig.
    Bewerbe dich für eines der 10 Rezensionsexemplare und schreib uns deine Meinung!


    Lesealter ab 16 Jahre

    »Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

    Leseprobe

    Mehr Königskinder kennenlernen

    Robin Roe hat an der Cornell Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman.

    Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Büchern für junge Erwachsene schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten.

    Bewerbungsaufgabe: Schildere uns deinen Eindruck zur Leseprobe

    Viel Spass

    *** Wichtig ***

    Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches.
    E rwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt
    Gewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.
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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    10 Millionen Sterne
    Als Adam seinen Pflegebruder wiedertrifft, ist ihm zunächst nicht klar, wie sehr Julian einen Freund, ja einen Bruder braucht.

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