Robin Roe Der Koffer

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Inhaltsangabe zu „Der Koffer“ von Robin Roe

»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.

Dieses Buch lässt einen auch nach dem Lesen nicht los!

— merle88
merle88

Von unglaublicher Intensität

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

Keine leichte Kost, aber ein unglaubliches, mitreißendes Leseerlebnis! Unbedingt lesen!

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!

— Belladonna
Belladonna

Mein Highlight im Jahr 2017. Dramatisches und wunderschönes Buch zugleich.

— Schnudl
Schnudl

Ein wirklich erscheckendes Buch, aber gleichzeitig auch ein Buch voller Hoffung und Glaube an die Freundschaft.

— eulenmatz
eulenmatz

Das Buch war wunderschrecklich. Es hat mir die Tränen in die Augen getrieben und mich grinsen lassen.

— EleazarSouris
EleazarSouris

Dieses Buch brennt sich in Herz und Hirn. Es ist ein wunderschönes, einfühlsames Werk über die eigene Stärke & die Kraft der Freundschaft.

— LESETANTE_CARO
LESETANTE_CARO

"Der Koffer" ist ein Lesehighlight 2017! Ein unglaublich berührendes, emotionales, beklemmendes, mutmachendes Jugendbuch!

— Lienne
Lienne

Ein absolutes Must-Read! Emotional, tiefgehend, berührend, erschütternd. Das alles ist "Der Koffer". Und noch mehr!

— Mareia
Mareia

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  • Dieses Buch lässt einen auch nach dem Lesen nicht los!

    Der Koffer
    merle88

    merle88

    30. May 2017 um 14:36

    Inhalt:»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.Meinung:Seit dem Tod seiner Eltern vor vielen Jahren ist Julian nicht gerade vom Glück verfolgt. Erst durfte er bei Adam und seiner Mutter als Pflegekind leben, doch dann trat eines Tages ein entfernter Verwandter auf und nahm ihn mit zu sich nach Hause. Hier erwartet Julian ein ganz anderes - liebloses - Leben ohne Freude. Sein Onkel scheint zu keinen positiven Gefühlen fähig zu sein und sieht in ihm nur eine Belastung. Eines Tages treffen Julian und Adam wieder aufeinander und eine besondere Beziehung entsteht zwischen den Beiden.Schon viel hatte ich im Vorfeld über dieses Buch gehört. Es sollte emotional und sehr berührend sein und einen nicht mehr loslassen. All dies wusste ich bereits, doch hätten mich keine Hinweise der Welt auf das vorbereiten können was mich in diesem Buch erwartet hat. Ich wurde wirklich auf eine wahre Fahrt durch die inneren Ängste mitgenommen. Furchtbare und grausame Dinge geschehen in diesem Buch. Und doch ist auf der anderen Seite dieses helle Aufblitzen von Hoffnung. Man bangt und zittert mit Julian mit und hat aufgrund vieler Stellen im Buch immer wieder das Gefühl, dass letztendlich doch alles gut werden könnte.Ich muss gestehen, dass ich mich an kein Buch erinnern kann, dass mich auf diese Art und Weise gefesselt, berührt und erschaudert hat. Dieses Buch ist definitiv nichts für zart besaitete Seelen. An einer Stelle ist mir wirklich schlecht geworden und das, wo ich schon das ein oder andere aus Büchern gewohnt bin.Den Zauber dieses Buch komplettieren die beiden herzergreifenden Charaktere: Julian und Adam. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer beiden Sichtweisen erzählt.Julian ist, man kann schon sagen, ein wenig zurückgeblieben. Aufgrund seiner schwierigen Kindheit sieht er manche Dinge einfach komplett verkehrt. Er sieht sich selbst nur als eine Marionette, die seinem Onkel zur Last fällt. Daher ist Julian, was andere Menschen angeht, sehr wortkarg und zugeknöpft. Es fällt ihm schwer irgendeine Art von Freundschaft aufzubauen.Adam ist das genaue Gegenteil von Julian. Er ist lebensfroh und bringt einfach jeden Menschen der ihm begegnet zum Lächeln. Zudem hat er einen recht großen Freundeskreis, die Adam ebenfalls vergöttern. Mit seiner positiven Art schafft er es Julian aus seinem Schneckenhaus zu locken.Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich aber auch. Zu Beginn des Buches gab es für mich viele Alltäglichkeiten (besonders in Adams Sichtweise) die meinen Lesefluss ein wenig hemmten. Für mich hätte es nicht ganz so viel Schulalltag und Co. sein müssen.Zudem lässt mich das Buch mit ein paar Fragen zurück die leider nicht beantwortet wurden und eine Entwicklung gegen Ende des Buches fand ich etwas too much. Dennoch kann ich das Buch einfach jedem empfehlen der Lust auf eine traurige, berührende und zu Herzen gehende Geschichte hat.Fazit:"Der Koffer" ist nicht wie jedes andere Buch. In ihm steckt so viel Tiefe, so viele tragische Botschaften und so viel Herzenswärme. Selten habe ich ein Buch gelesen was mich emotional so packen konnte. Aufgrund kleinerer Kritikpunkte vergebe ich am Ende sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

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  • Erschreckend und berührend

    Der Koffer
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    30. May 2017 um 13:17

    Auch, wenn es nun schon eine Weile her ist, seit ich Der Koffer gelesen habe, schaffe ich es noch nicht wirklich, meine Gefühle zu diesen Buch in Worte zu fassen. Vor dem Lesen habe ich von mehreren Seiten gehört, ich solle mir Taschenbücher bereit legen, denn die Geschichte hätte viele zum Weinen gebracht. Tatsächlich habe ich keine einzige Träne vergossen, an dieser Stelle lag nur ein Gefühl: Schock. Wir erleben die Geschichte hinter Der Koffer aus zwei Sichten. Julian ist 14, fast 15, und wohnt nach dem Tod seiner Eltern bei seinem gewalttätigen Onkel. Alles, was ihm von seinem alten Leben bleibt ist ein Schrankkoffer mit wichtigen Erinnerungen. Adam ist 18 und lebt mit seiner Mutter, die Sozialarbeiterin ist, zusammen. In der Schule ist er beliebt und hat keine weiteren Probleme. Adam und Julian kennen sich, denn kurz nach dem Tod von Julian wunders Eltern, hat Julian bei ihnen gewohnt. Doch seit einiger Zeit haben die beiden keinen Kontakt und wir als Leser dürfen zum einen herausfinden, wieso das so ist und zum anderen, wie sich das zu Beginn der Geschichte ändert und was damit einhergeht. Ich habe sowohl Julian als auch Adam sofort in mein Herz geschlossen. Julian ist ein süßer Junge und Adam, in Adam habe ich mich tatsächlich sofort verliebt. Die beiden sind toll gezeichnet und vielschichtig und man kann sich trotz ihrer unterschiedlichen Situationen sofort mit ihnen identifizieren. Auch alle Charaktere drum herum geben zusammen mit Julian und Adam ein wunderbar geschlossenes Bild ab und das ist einer der Gründe, weshalb das Buch eine enorme Sogwirkung auf mich entwickelte. Einmal angefangen habe ich, vermutlich auch Dank der recht kurzen Kapitel, einfach nicht mehr aufhören können und obwohl die Geschichte sehr ruhig konzipiert ist, schwingen viele Emotionen und damit eine enorme Kraft mit. Zur Geschichte selbst möchte ich an dieser Stelle nicht viel mehr verraten. Der Klappentext und alles weitere hier Geschriebene geben sicher schon genug Eindruck und der Schrecken, der mich beim Lesen dieses Werkes erfasst hat, sollte euch am besten genauso treffen. Dennoch schwingt in Der Koffer noch so viel mehr mit: Das Suchen und Finden eines Zuhauses, der unerschütterliche Zusammenhalt zwischen Brüdern und eine ganze Menge Hoffnung. Fazit: Der Koffer hält nicht nur eine erschreckende und zugleich Hoffnung machende Geschichte für den Leser bereit, die Story um Julian und Adam berührt auf tragische Weise und die Autorin Robin Roe konnte mich mit ihrem Schreibstil voll und ganz überzeugen. Ein Must Read aus dem Programm des Königskinder Verlags.

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  • Keine leichte Kost, aber ein unglaubliches, mitreißendes Leseerlebnis!

    Der Koffer
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    28. May 2017 um 19:01

    Klappentext „»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.“   Gestaltung Das Cover finde ich großartig! Die dunklen Farben erzeugen ein sehr stimmungsvolles Gesamtbild, das vor allem den Sternenhimmel richtig schön zur Geltung bringt. Das Schwarz-Weiß-Foto der beiden Jungs passt sich auch richtig schön in das Bild ein. Zudem passt es klasse zur Handlung des Buches. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch ein wahrer Augenschmaus, denn – parallel zum Titel – verbirgt sich ein farblich passender Koffer unter dem Umschlag! Die Buchdeckel sehen so richtig klasse aus!   Meine Meinung Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich an dieser Rezension gesessen und gefeilt habe…aber es war eine lange, lange Zeit. Ich wollte, dass meine Rezension rüber bringt, was ich beim Lesen von „Der Koffer“ empfunden habe. Dass jeder, der meine Rezension liest, spürt, wie unfassbar berührend und toll dieses Buch ist, damit er oder sie es selber auch unbedingt lesen möchte. Aber es fällt mir schwer so ein komplexes, vielschichtiges Buch in nur wenigen Worten zu umfassen und ihm gerecht zu werden, ohne mich immer erneut zu wiederholen.  Aber eins kann ich klar und deutlich sagen: lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen!   „Der Koffer“ beinhaltet eine so intensive, aufrührende und emotionale Geschichte, dass ich mir sicher bin, dass sich kaum ein Leser ihrer Wirkung entziehen kann. Mir zumindest ging es so schon nach den ersten Seiten. Die Geschichte hat sich wie ein magischer Schleier um mich gelegt und ich war sofort in ihr versunken. Dies lag vor allem an der Kombination verschiedener Gefühle, die der Debütroman von Robin Roe in mir ausgelöst hat. Hier erwarten den Leser eine Mischung aus Freude, Trauer und Hoffnung!   Dies liegt vor allem an Protagonist Julian. Direkt zu Beginn wird spürbar, dass er anders ist als seine gleichaltrigen Mitschüler. Er ist introvertierter, distanzierter und ruhiger. Bei mir hat er direkt etwas ausgelöst, denn er ist mir sprichwörtlich unter die Haut gegangen. Ich hatte Mitleid mit ihm und habe gespürt wie mein Herz angesichts seiner Situation und seiner schweren Bürden ebenfalls schwer wurde. Dass ich auf diese Weise mit einer Figur mitfühle und meine Empathie sofort so intensiv einsetzt, erlebe ich selten. Allein deswegen ist „Der Koffer“ ein grandioses Buch, denn es ist eine Seltenheit auf dem Buchmarkt, dass einem eine Geschichte begegnet, die so viel in einem auslöst.   Gleichzeitig verkörpert dieses Buch aber auch positive Gefühle, sodass ich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt wurde, denn es gibt immer wieder kleine Hoffnungsschimmer in der Geschichte, die mich haben dahinschmelzen lassen. Neben Julian gibt es nämlich noch Adam, den Pflegebruder von Julian. Er wird im Laufe der Geschichte zu Julians Halt. In schweren Situationen gibt Adam Julian Kraft und das hat mein Herz einfach erwärmt. Die Beziehung zwischen den beiden jungen Männern ist so herzergreifend und von der Autorin auch absolut authentisch und echt dargestellt worden. Sie sind eigentlich sehr unterschiedlich und doch ist zwischen ihnen eine so tiefe, innige und feste Verbindung, dass ich beim Lesen den Eindruck hatte, dass ich sie spüre und dass sie nichts erschüttern kann.   Diese Intensivität, die zu spüren war, lag meiner Meinung nach auch daran, dass das Buch aus den Ich-Perspektiven der beiden Jugendlichen erzählt wird. Der Fokus liegt zwar eher auf Julians Sichtweise, aber auch Adam kommt nicht zu kurz, sodass Robin Roe in beide Charaktere Einblicke gewährt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Autorin die Seelen beider Jugendlichen offen legt, denn für mich fühlte es sich wirklich so an, als würde ich in das tiefste Innere beider Figuren blicken und sie so richtig kennen lernen. Die Autorin hat den Charakteren eine unglaubliche Tiefe verliehen, sodass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Adam und Julian sind keine 0815 Figuren, sie haben Charakter, sind besonders und stechen einfach hervor. Beide haben zudem schwere Lasten mit sich zu tragen, die mich oftmals zum Schlucken gebracht haben.   Dies führt auch direkt zum letzten Punkt meiner Rezension - der Handlung  - über. Die Handlung ist alles andere als leicht. Vielmehr ist sie voller tragischer, grausamer Momente, die das Herz schwer machen und einen Klos im Hals erzeugen. Gleichzeitig sind immer wieder auch Hoffnungsschimmer in die Handlung eingestreut, die für Ruhepausen gesorgt und mir ein sanftes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. So erzeugt „Der Koffer“ eine eindringliche Sogwirkung, die mich kaum losgelassen hat, denn manche Szenen sind wirklich schwer zu ertragen, sodass meine Gefühle hier wirklich mit mir Achterbahn gefahren sind.   Fazit Für mich ist „Der Koffer“ eine durchdringende, eindringliche Geschichte, die vor allem meine Gefühle angesprochen, angeregt und in ein wahres Auf und Ab geschickt hat. Selten kommt mir ein Buch in die Finger, das so viel in mir auslöst und bewegt! Von einem Klos im Hals bis hin zu Glücksgefühlen und einem sanften Lächeln im Gesicht war alles dabei. Meine Begeisterung für diese intensive, emotionale Geschichte kann ich wirklich kaum in Worte fassen, denn das Buch reißt den Leser einfach mit sich und zieht ihn schon nach wenigen Seiten in ein Wechselbad der Gefühle durch das man alles um sich herum vergisst! Dieses Buch ist einfach atemberaubend und überwältigend! 5 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Meine Rezension zu "Der Koffer" von Robin Roe

    Der Koffer
    Belladonna

    Belladonna

    26. May 2017 um 09:36

    Beschreibung Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt. Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis. Meine Meinung "Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen." (Seite 76)Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman „Der Koffer“ ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen. "Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist." (Seite 216) Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt. "Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch." (Seite 256) Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die „ab 16 Jahren“ liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde. "»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«" (Seite 407) Fazit Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft! --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 26.05.2017

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  • Emotional und aufwühlend

    Der Koffer
    Enaria

    Enaria

    12. May 2017 um 08:33

    „Der Koffer“ ist wieder einmal ein Königskinder-Buch, das sich mit seiner Thematik fern von Alltäglichem bewegt. Es ist ein Buch, das mich selbst nach Tagen noch beschäftigt. Das Cover ist hierbei Programm, denn die düstere Farbgestaltung spiegelt die Gefühle zwischen den Buchdeckeln wieder, während die beiden Jungs eine besondere Freundschaft verbindet und in ihrer Pose unter dem Baum Hoffnung und Ruhe vermitteln. Stimmig und gelungen - mehr gibt es nicht zu sagen.Es ist fünf Jahre her, dass der zurückhaltende Julian seine Eltern verloren hat und damit seine Welt in den Grundfesten erschüttert wurde. Während er erst bei einer Pflegefamilie lebt und schließlich zu seinem Onkel umzieht, verfolgen ihn weiterhin die Trauer um seine Eltern und die Erinnerungen an eine schöne Kindheit. Doch das Leben wird nicht einfacher, denn Zuhause und in der Schule läuft es gar nicht gut. So unberechenbar wie das Leben ist, trifft er plötzlich auf seinen vier Jahre älteren, ehemaligen Pflegebruder Adam. Adam ist offen, versucht Julian in sein Leben zu integrieren und schließlich auch herauszufinden was mit Julian los ist. Was sich dabei enthüllt und in welch schrecklicher Situation sich Julian befindet, schockiert und erschüttert.Julian und Adam sind sympathische Figuren, die mit Authentizität überzeugen. Beide haben ihre Päckchen zu tragen, doch jeder auf seine eigene Art. Von Seite zu Seite erfahren wir Leser mehr von den Umständen in Julians Leben, sehen aber auch zu wie sich eine besondere Freundschaft zwischen den beiden Jungs entwickelt. Dieses Buch ist keine lustige, fröhliche Geschichte, sondern herzzerreißend, traurig und lebt von den Charakteren sowie deren Persönlichkeiten. Es geht um Verlust, Trauer, Angst und Missbrauch. Daneben ist „Der Koffer“ in seiner Thematik realitätsnah und geht damit direkt unter die Haut. Es verursacht einen Nachhall, bleibt in Erinnerung und schürt den Wunsch all den Julians auf dieser Welt etwas Gutes tun zu wollen und sie aus ihrer Situation zu befreien.Robin Roe hat dieses Buch aus wechselnden Ich-Perspektiven geschrieben. Wir Leser erleben so die Dinge aus der Sicht von Adam und Julian, wobei sich die beiden Stimmen in der Atmosphäre und den transportierten Gefühlen unterscheiden. Adams Sicht bringt mehr Leichtigkeit mit sich, was ich sehr genossen habe, denn bei Julian hatte ich ständig einen bedrückenden Kloß im Hals. Diese Abwechslung tut dem Buch wirklich gut und lockert immer wieder etwas auf. So lässt sich „Der Koffer“ auch in einem Rutsch lesen.FazitDieses Buch ist aufwühlend, berührend, traurig und überzeugt durch die Emotionen, die einen während dem Lesen ergreifen und auch danach nicht mehr loslassen. Robin Roe zeigt uns mit ihrem Debüt wie wichtig Freundschaft ist und, dass Hoffnung auch in ausweglos erscheinenden Situationen möglich ist. „Der Koffer“ ist eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die emotionale Jugendbücher schätzen.

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  • Mein Highlight im Jahr 2017

    Der Koffer
    Schnudl

    Schnudl

    09. May 2017 um 10:00

    Weiß gar nicht, was man zu diesem Buch schreiben soll bzw. kann. Dieses Buch muss man einfach lesen. Ich hab es im Rahmen des JdKöki gelesen, dieses Buch war für den Monat April bestimmt.Es ist ein dramatisch aber wunderschönes Jugendbuch. Man möchte unbedingt wissen wies weitergeht und trotzdem gibt es Momente da traut man sich nicht weiter zu lesen. Wieder einmal hat der Königskinderverlag ein wunderschönes Cover erstellt sowohl mit Schutzumschlag als auch ohne. Ich muss immer wieder sagen, dass ich es total schade finde, dass man diese Bücher leider nicht oft in den Buchhandlungen sieht. Bitte lest dieses Buch! Es gehört wahrlich zu meinen Highlights im Jahr 2017.

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  • Der Koffer: sehr emotionale Geschichte, welche für mich durch die tollen Figuren ein Jahreshighlight

    Der Koffer
    Tiffi20001

    Tiffi20001

    08. May 2017 um 19:53

    Klappentext:Seit Julian seine Eltern bei einem Autounfall verloren hat und er zu seinem grausamen Onkel ziehen musste, ist ihm nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Erinnerungen an Zehn-Millionen-Sterne-Tage, die die schönsten und glücklichsten Tage überhaupt waren. Doch die gibt es nicht mehr. Bis Julian eines Tages zufällig Adam wiedertrifft. Denn der unbeschwerte Adam ist fast so etwas wie ein großer Bruder für ihn und nichts braucht Julian gerade dringender. Allerdings ist für ihn schwer, über das zu sprechen, was er am liebsten für immer vergessen würde. Und als Adam endlich dahinterkommt, was Julian so verzweifelt zu verbergen versucht, ist es schon fast zu spät. Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Der Koffer“ das Foto zweier Jungen und ist überwiegend in Schwarz- und Grautönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir an sich ganz gut, da ich die Farbgestaltung zum Buchinhalt passend finde. Ich muss allerdings auch sagen, dass durch die recht dunkle Gestaltung das Buch nur bedingt ins Auge fällt, was ich als sehr schade empfinde. Das Foto der beiden Jungen gibt einen Einblick in die Geschichte und ermöglich es, einen ersten Eindruck von den Figuren zu erhalten. Auch hier muss ich aber leider bemerken, dass die Darstellung mein Interesse nicht vollkommen wecken konnte und ich während des Lesens einen anderen Eindruck von den Figuren erhalten habe.Der Titel dagegen gefällt mir sehr gut, da er einen direkten Bezug zum Buchinhalt hat und zugleich durch seine Kürze neugierig auf die Geschichte macht.Der Klappentext des Buches konnte mich ebenfalls überzeugen, da er das Buch anschaulich darstellt und auch von der Länge her passend ist.Insgesamt gesehen leider nur eine bedingt gelungene Buchgestaltung, die zwar durchaus Interesse weckt, dem tollen Buchinhalt aber nicht gerecht wird. Eigene Meinung:Die Buchgestaltung hatte mich durchaus neugierig gemacht, die Geschichte selbst aber konnte mich dann völlig begeistern und stellt eines meiner Lesehighlights aus diesem Jahr dar.Der Einstieg in die Geschichte ist mir dabei gut gelungen und ich konnte mich von Anfang an sehr gut in der Handlung zu Recht finden. Dabei hat mich vor allem überzeugt, dass ich mich sofort mit den Figuren identifizieren und ihre Gefühle zu einhundert Prozent nachempfinden und mitfühlen konnte. Die Handlung hat es zudem geschafft mich von Beginn an zu fesseln und ich konnte dieses Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Während des Lesens hat man durchwegs die Vermutung, dass hinter dem zunächst dargestellten Szenario noch viel mehr liegt, das tatsächliche Ausmaß dessen hat mich aber dann doch sehr überrascht und auch schockiert. Das Buch schafft es dabei, dass trotz der extremen Dinge, die geschehen, auch immer wieder eine hoffnungsvolle Atmosphäre zu schaffen, was mir sehr gut gefallen hat. Lediglich das Ende der Geschichte hätte ich mir etwas anders und vor allem ruhiger gewünscht, dennoch konnte mich die Geschichte absolut begeistern.Besonders überzeugen konnten mich die Figuren des Buches und vor allem die beiden Hauptcharaktere Julian und Adam. Julian ist eine ganz spezielle Figur, in die ich mich vollkommen hineinversetzen konnte und dessen Entwicklung ich gelungen empfand. Auch die zweite Hauptfigur Adam ist etwas ganz besonderes und vor allem seine sehr offene und herzliche Art hat mich überzeugt, da ich solch positive Charaktere in Büchern eher selten erlebt habe. Sehr passend fand ich dabei auch, wie sich die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt, da dies auch vom Tempo her realistisch war. Die Nebenfiguren sind zudem sehr anschaulich dargestellt, sodass man auch von ihnen einen gutes Bild erhält, hierbei war es vor allem toll, dass einige der Nebencharaktere ebenfalls eine Wandlung erlebt haben.Der Schreibstil des Buches ist sehr flüssig zu lesen und ich konnte mich sofort durch die angenehme Sprache in die Handlung hineinfühlen. Sehr gelungen empfand ich es dabei, dass die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Adam und Julian erzählt wird, da man dadurch noch einmal einen besseren Einblick in die beiden Hauptcharaktere erhalten hat. Sehr angenehm war auch der relativ große Zeilenabstand, der das Lesen erleichtert hat. Fazit:Ein Jugendroman, der mich durch die besonderen Figuren, in die ich mich von Anfang an absolut hineinfühlen konnte, und einer wundervollen aber auch drastischen Handlung begeistern konnte. Zudem war auch der Schreibstil sehr flüssig, weshalb ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es für mich zu einem echten Jahreshighlight wurde. Ich kann das Buch jedem zu 100% empfehlen. Autor:Robin Roe hat an der Cornell-Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman.Allgemeine Infos:Titel: Der KofferAutor: Robin RoeVerlag: KönigskinderSeitenzahl: 416Preis: 19,99 EURISBN: 978-3551560292

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  • Wunderschrecklich ;)

    Der Koffer
    EleazarSouris

    EleazarSouris

    08. May 2017 um 15:57

    In Robin Roes Buch ,,Der Koffer", welches im Königskinderverlag erschien, geht es um zwei Jugendliche. Einmal Adam (17-18) und dann noch Julian (14-15). Die Beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Adam das pure Leben ist und auch versprüht, verkriecht Julian sich regelmäßig in seinem Schneckenhaus. Nichtsdestotrotz, versucht Adam sich für Julian stark zu machen und zeigt dem von seinem Onkel misshandelten Jungen, wie schön das Leben sein kann. Zumindest bis es das nicht mehr ist und Julian etwas schlimmes widerfährt. Ich finde, Der Koffer ist ein wunderschönes und schreckliches Buch. Ein wunderschreckliches. Es gibt so viele Augenblicke die einem das Herz höher schlagen lassen und bei denen man sich einfach für die Protagonisten freut, aber dann sind da auch noch die Momente, in denen die Autorin mein Herz sprichwörtlich zerfetzt hat. Momente, in denen man sich einfach nur wünscht sowohl Julian, als auch Adam, ihren Schmerz einfach abnehmen zu können, weil sie das nicht verdient haben. Ehrlich gesagt musste ich mir die ein oder andere Träne aus den Augenwinkeln wischen. Der einzige Grund, warum ich nicht die vollen fünf Sterne geben konnte, war, dass man manchmal nicht unterscheiden konnte, wer was sagt. Ich musste einige Male sogar eine ganze Seite nochmal lesen, obwohl ich am liebsten schon in der Geschichte weiter wäre, um den Sinn dahinter zu verstehen. Es fehlte einfach das ,, Adam sagte: " oder das ,,Julian antwortete:". Natürlich ist dies jetzt etwas überspitzt dargestellt und auch gar nicht immer nötig, aber ab und an hätte ich es mir schon gewünscht.Ansonsten ein wunderschreckliches Buch, von dem ich gar nicht mehr ablassen konnte. Also klar zu empfehlen, allerdings nicht, wenn man keine traurigen Romane mag.

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  • Herausragende Leseempfehlung

    Der Koffer
    kleineTatze

    kleineTatze

    02. May 2017 um 16:09

    Das erste Mal bin ich auf die Bücher des Königskinder Verlags gestoßen, als Brösel ihn auf ihrem Blog vorgestellt hat. Sofort habe ich mich in die tollen Cover verliebt und bin seitdem versucht ein Buch aus dem Verlag zu lesen. Als Brösel dann auch noch mit sechs anderen Bloggern „Das Jahr der Königskinder“ ausrief, wäre das eigentlich Anreiz genug, endlich mal ein Buch aus dem Programm zu lesen, aber ich traute mich einfach nicht ran. Bis im April „Der Koffer“ von Robin Roe der Monatstitel vom Jahr der Königskinder wurde und ich überall wahre Begeisterungsstürme las. Auf der Buchmesse habe ich mir das Buch dann genauer angeschaut und es wurde mir auch noch einmal von Ramona von Kielfeder empfohlen, so dass ich endlich meine Berührungsängste überwinden konnte und „Der Koffer“ als erstes Königskind bei mir einzog. Wirkung auf mich „Der Koffer“ ist ein Roman, der absolut nicht in mein sonstiges Schema passt, und mich dennoch von Anfang an faszinieren konnte. Die Geschichte hinter diesem wunderschönen und sehr passenden Einband hat mir so manches Mal den Atem geraubt und mir genau so oft Tränen beschert. Ich habe die über 400 Seiten einfach an einem Tag durchgelesen, weil mich nicht nur die Spannung, sondern auch der Stil vollkommen für sich eingenommen haben. Ich bin so tief in das Geschehen abgetaucht, dass die Zeit wie im Flug verging und ich gar nicht mehr mitbekommen habe, was um mich herum geschieht. Auch die Charaktere – allen voran Julian und Adam – sind extremst authentisch und interessant dargestellt. Obwohl das Buch in meinen Augen einen adulten Erzählstil hat, war die Jugendlichkeit der Protagonisten durchaus greifbar. Die Thematik ist so schwer und gleichermaßen wichtig, dass man meiner Meinung nach nicht um dieses Buch rum kommt. Ganz klar eine Herausragende Leseempfehlung für jeden! Meine Gedanken Ich wusste erst gar nicht so genau, was ich von der Geschichte erwarten soll. Der Klappentext liefert eine Menge Raum für Spekulationen und ich wollte in erste Linie wissen, was für ein Geheimnis Julian hat, das Adam nicht erfahren darf. Relativ schnell habe ich dann gemerkt, dass es hinter diesem fabelhaften Cover ganz schön abgeht. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, die ich so ganz sicher nicht erwartet hätte. Trotzdem hat sie mich voll und ganz in ihren Bann geschlagen und ich wollte unbedingt wissen, wie sich die Situation auflöst.  Meine erste Reaktion nach dem Beenden des Buches war ein Kopf mit viel zu vielen Gedanken. Was in diesem Buch passiert, ist ganz sicher nicht spurlos an mir vorbei gegangen und hat mich eindeutig zum Nachdenken gebracht. Viele Situationen ließen mich zweifeln, ob so etwas wirklich passiert, aber je mehr ich drüber nachdachte, desto realer, aber auch unfassbarer wurde das Geschehen. Selbst jetzt kann ich es noch nicht wirklich ganz begreifen. Als nächstes habe ich direkt Elli angeschrieben und sie quasi gezwungen, das Buch auch zu lesen, damit wir drüber reden können. Ich bin jetzt schon gespannt, ob es Elli ähnlich ergeht wie mir.  Vom Stil her konnte mich „Der Koffer“ auch sehr überzeugen. Den Erzählstil empfand ich als erwachsen, was mir aber durchaus sehr gefallen hat. Ich hatte ja bei „Überlieben in 10 Schritten“ so meine Probleme mit der jugendlichen Ausdrucksweise, das finde ich hier wesentlich besser gelöst. Obwohl der Erzählstil adult ist, ist dennoch anhand der Gefühle und Entscheidungen der Protagonisten deutlich erkennbar, dass es sich um Jugendliche beziehungsweise manchmal auch eher Kinder handelt. Die Denkstrukturen sind da meiner Meinung nach oft noch anders und meist auch – wie in diesem Fall – beinflussbarer. Die Vielfalt der Charaktere ergab für mich ein wunderbares Zusammenspiel und eine interessante Mischung. Obwohl relativ viele Charaktere auftreten und ich anfangs, insbesondere bei den vielen Schulfreunden von Adam, erst einmal Zeit brauchte, um die verschiedenen Personen kennen zu lernen, hat meiner Meinung nach jeder Charakter seine wichtige Rolle in diesem Roman. Interessant fand ich, dass hier viel auf das Verständnis der jugendlichen Rollen gesetzt wurde und die erwachsenen Charaktere auf mich oft ohnmächtig wirkten. Beim genaueren Nachdenken erinnerte mich aber vieles an meine eigene Jugend, da erfahren die Erwachsenen auch nicht immer alles. Wie schon mehrmals erwähnt ist „Der Koffer“ ein Roman zum Nachdenken, der einen auch noch lange nach dem Beenden zum Reflektieren und Überdenken anregt. Ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht so schnell vergessen werde und es auch noch eine Weile in meinem Kopf herumspukt. Daher ist eine Herausragende Leseempfehlung mehr als berechtigt. [von Bücherquatsch]

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  • Leserunde zu "Der Koffer" von Robin Roe

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    »Wie viele Sterne?«Du liebst Lesestoff, der tiefsinnig ist & dich zum nachdenken anregt?Dann bist du bei der Königskinder-Leserunde zu "Der Koffer" von Debütautorin Robin Roe genau richtig.Bewerbe dich für eines der 10 Rezensionsexemplare und schreib uns deine Meinung!Lesealter ab 16 Jahre»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.LeseprobeMehr Königskinder kennenlernenRobin Roe hat an der Cornell Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman. Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Büchern für junge Erwachsene schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Bewerbungsaufgabe: Schildere uns deinen Eindruck zur Leseprobe Viel Spass *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. E rwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht. Merken

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    • 103
  • Berührend und wunderbar erzählt

    Der Koffer
    LESETANTE_CARO

    LESETANTE_CARO

    26. April 2017 um 18:49

    Julian hatte es in seinem Leben nicht leicht. Nachdem er seine Eltern verloren hat, muss der Junge bei seinem Onkel leben, der alles andere als liebevoll mit ihm umgeht. Kurz gehalten und total eingeschüchtert plagt Julian sich durch den Alltag. Als er Adam wieder begegnet, dauert es lange, bis er in irgendeiner Weise Vertrauen zu ihm aufbauen kann. Aber Adam ist ein guter Mensch und schafft es, dass Julian sich immer mehr öffnet. Auf seine Weise zwar, aber es klappt. Doch hat Julians Onkel entschieden was dagegen. Dieses Buch machte mich echt fertig. Das Schicksal von Julian ging mir so nahe, dass mir zeitweise die Tränen und auch blanke Wut in mir aufkam. Teilweise konnte ich mich in den Jungen und in sein Schicksal hineinversetzen und regelrecht mitleiden. Diese extreme Schüchternheit, die Julian gegenüber anderen Menschen an den Tag legte, kam mir bekannt vor. Diese Angst, etwas falsch zu machen oder einfach etwas falsches zu sagen. Nur dass ich nicht mit so schlimmen Konsequenzen rechnen musste, wie Julian. Und auch wenn Julian so ein stiller Junge ist, hört man die stummen Schreie seiner Angst deutlich heraus. Mir tat dieser Junge leid. Seinen Onkel hätte ich am liebsten auf den ersten Seiten schon das Leben zur Hölle gemacht. Wie kann man nur so grausam zu einem Kind sein? Aber Julian macht auch eine Entwicklung durch. Seine Freundschaft mit Adam ist die Kraft, die der Junge braucht, um irgendwann den Schrecken zu überleben. Ich fand es toll zu sehen, wie dieser stille Junge von der "lauten" Clique Adams herzlich aufgenommen wurde. Wie sie ihn unterstützten und sogar verteidigen. Adam ist dabei ein besonderer und starker Begleiter, der mich an vielen Stellen an eine Art Engel erinnert hat. Adam ist mutig, rastlos und ruhelos. Ein junger Mann, der nicht still stehen kann und immer auf Draht ist. Aber der so viel Ruhe ausstrahlt, dass sich Julian bei ihm geborgen fühlen kann. Robin Roe hat mit "Der Koffer" ein so schönes, wunderbar erzähltes aber auch stilles Buch geschrieben. Es ist eine besondere Geschichte, die sich in dein Herz und Kopf brennt. Von der Erzählweise kommt das Buch ein wenig kindlich daher. Das ist der Entwicklung Julians geschuldet aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Aber ich würde das Buch keineswegs als Kinderbuch einordnen, denn dafür ist die Thematik einfach zu komplex und zu ernst. Der Schreibstil der Autorin ist einfühlsam und sie schafft es, dass man sich Julian gleich verbunden fühlt. In diesem Buch begegnen einem beim Lesen viele besondere Menschen und die unterschiedlichsten Emotionen. Ein Jahreshighlight, dass ich einfach jedem ans Herz legen möchte. Lest es und ihr wisst warum. Robin Roe hat mit ihrem Debüt "Der Koffer" ein besonderes Buch über einen besonderen Jungen geschrieben. Seine Geschichte brannte sich ins Herz und ins Hirn. Dieser Junge, dessen stumme Schreie so laut aus diesem Buch krochen, findet den Mut und das Leben. Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein Jahreshighlight. Es ist ein wunderschönes, einfühlsames Werk über die Stärke der Freundschaft und das Über-Sich-Hinaus-Wachsen.

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  • Ein unglaublich berührendes, emotionales, beklemmendes, mutmachendes Jugendbuch!

    Der Koffer
    Lienne

    Lienne

    24. April 2017 um 10:56

     Inhalt:»Wie viele Sterne?«, hat Julians Vater immer gefragt, wenn er ihn abends ins Bett brachte. Zehntausend-Sterne-Tage waren die besten überhaupt. Doch Julians Eltern sind tot. Seit er bei seinem Onkel wohnt, ist ihm ist nichts geblieben als Geheimnisse und ein Koffer voller Erinnerungen. Als Julian seinem Pflegebruder Adam wiederbegegnet, ist er zunächst voller Glück. Adam, der so nett ist und so tollpatschig und trotzdem zu den Coolen gehört. Doch es ist schwierig Vertrauen zu fassen. Und je mehr Vertrauen Julian fasst, desto mehr kommt Adam hinter seine Geheimnisse. Das bringt sie beide in große Gefahr.Meine Meinung:Dieses Buch verdient mehr als Zehntausend-Sterne, denn es hat mir unglaubliche Lesestunden beschert!  Es ist kein Friede-Freude-Eierkuchen-Buch, sondern thematisiert düstere/schlimme Themen wie den Tod und Kindesmisshandlung, aber auch Freundschaft steht im Vordergrund. Das Buch macht Mut und zeigt eine wunderbare und berührende Entwicklung der Charaktere! Der Schreibstil trifft den perfekten Ton und erschafft eine unglaubliche Atmosphäre, die zum mitfiebern und mitleiden geschaffen ist. Die Handlung ist mitreißend und fesselnd! Die Protagonisten Adam und Julian sind komplett unterschiedlich, aber mir sind sie direkt sympathisch gewesen und sehr ans Herz gewachsen! Adam tut Julian sehr gut. Es ist toll Julians Entwicklung zu beobachten- da geht mir das Herz auf. Adam und seine Freunde sind unglaublich toll! Aber andererseits ist es schlimm darüber zu lesen, wie er von Russel, seinem Vormund/Onkel behandelt wird - da blutet einem das Herz und es hat mich sehr wütend gemacht! Es ist einfach schlimm zu wissen, dass es so Menschen wie diesen Russel wirklich gibt!!Die Handlung ist durchgehend interessant, spannend und fesselnd. Es wird am Ende noch einmal richtig dramatisch! Der Schluss gefällt mir sehr gut und lässt mich mit einem guten Gefühl und ganz viel Hoffnung zurück!Fazit:"Der Koffer" ist ein Lesehighlight 2017! Das Buch muss unbedingt gelesen werden!!! Ein unglaublich berührendes, emotionales, beklemmendes, mutmachendes Jugendbuch!

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    • 2
  • Einfach unvergesslich

    Der Koffer
    MissGoldblatt

    MissGoldblatt

    15. April 2017 um 20:40

    Vorneweg muss gesagt werden, dass die Themen in Der Koffer für den einen oder anderen Leser auch Trigger darstellen könnten, da manche Szenen gewisse Emotionen sehr bildlich und intensiv an den Leser herantragen. Das Buch ist nicht ohne. Es behandelt so einige Themen, die nicht unproblematisch und nicht weniger traumatisch sein könnten. Nicht umsonst ist es erst ab 16 Jahren empfohlen. Bei jemand jüngeren würde ich auch nicht wollen, dass man es „einfach so“ liest.Und verdammt ja, das macht das Buch zu dem, was es ist. Nämlich eines der besten und bewegendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Allein wenn ich an das Buch und einzelne Szenen denke, kommen mir die Tränen oder ich bekomme einen dicken Kloß im Hals. Der Koffer ist ein Buch, was dich als Leser nicht loslässt. Das fängt mit dem Lesen an. Selten lese ich ein Buch mit etwas mehr als 400 Seiten an einem Wochenende durch. Aber hier fiel es mir so leicht. Weil es wirklich gut war. Und ich permanent meine Finger nach dem Buch ausgestreckt habe und es kaum erwarten konnte endlich weiterzulesen.Klar, das kann man ganz nüchtern und objektiv betrachtet dem sehr flüssigen, wortgewandten und doch klaren Schreibstil der Autorin verdanken. Dass sie es schafft, Worte zu Bildern umzuwandeln, jedem Charakter eine eigene Stimme, eine unverwechselbare Aura zu geben. Dass durch die Perspektivwechsel zwischen Julian und Adam eine dynamische Tiefe in der Geschichte erzielt wird. Man kann auch den Lektoren und den Übersetzern ein Dankeschön zukommen lassen, die diese Geschichte im Feintuning abgerundet haben.Aber dann ist da noch der nackte Plot. Und der ist jetzt nicht auf Nervenkitzel gepolt oder überraschend. Denn nach den ersten Seiten, nach dem ersten Auftauchen aller Figuren im Buch, weiß man, wo das wohl alles endet. Dass da ein dicker Knall kommt. Und der kommt. Und der pustet deine Emotionen ordentlich durch. Es geht vielmehr darum, dass dieser Plot, diese Geschichte eine bedeutende Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die tiefschürfend ist, die grausam ist, die aber auch Hoffnung in den hintersten Winkel deiner Vorstellungskraft aufkeimen lässt.Der Koffer macht dich fertig. Die Emotionen wechseln zwischen Bedrückung, Trauer, Hoffnung, Witz und Glück und unzähmbare Wut. Oh, diese Wut.Es ist ganz grausam diese Geschichte zu lesen und nichts tun zu können. Den Figuren dabei zuzusehen, wie sie kleine und große Entscheidungen treffen, die Konsequenzen haben, die ich gar nicht erwähnen mag. Und das absurde ist, dass dich diese Geschichte eben auch so glücklich macht. Mir kullerten nicht selten dicke Tränen das Gesicht runter, während ich stumm lächelte. Es ist eine Achterbahn der Gefühle. So fürchterlich klischeehaft das auch klingt. Das Buch ist es nicht. Die CharaktereJulian ist vierzehn und von Seite eins an merkt man ihm einfach an, dass er es nicht leicht hat. Es wäre gemein zu sagen, dass ich ihn bedauere, allerdings war es eben so. Ich konnte mich in ihn zu 100 % hineinversetzen. Julian ist in sich gekehrt, wird von seinen Mitschülern gemobbt und hat eigentlich keinen Platz an dem er sich wirklich zuhause fühlt. Er ist allein. Er ist einsam. Und als wäre das nicht schon genug, hat er eine richtig dicke Niete gezogen, was seinen Vormund angeht. Onkel Russell ist nämlich nach außen hin der erfolgreiche, sehr disziplinierte Kerl, der es ja nur gut mit Julian meint. Ehm. Nein. Dem ist nicht so.Doch der Zufall, das Schicksal, was auch immer da mitgespielt hat, meint es nach langer Zeit auch endlich mal gut mit Julian. Er begegnet seinem ehemaligen Pflegebruder Adam. Adam ist ein mega Kerl. Und das meine ich zu 1000 %. Er ist all das was Julian braucht. Was jeder in so einer Situation, in der Julian ist, braucht. Adam ist der Balsam, die Seele dieses Buches, die Stimme des Lesers. Er ist für seine 17 Jahre unglaublich gelassen. Wenn ich in seinem Alter so in mir geruht hätte, hätte ich heute wohl die Gelassenheit einer 50-jährigen. Adam lockert die ganze Geschichte mit seinem Wesen auf.Besonders die Begegnungen zwischen Adam und Julian sind kleine Sonnenscheininseln im Buch. In diesen Situationen erfährt Julian Akzeptanz und Respekt, die er nicht oft erfährt. Adam mag man einfach. Jeder tut das. Alle im Buch. Trotz seiner Hummeln im Popo (er leidet an ADHS). Und im späteren Verlauf spürt man als Leser wie gut Adam die Rolle des großen Bruders steht. Und obwohl die beiden nicht blutsverwandt sind, würde Adam wirklich alles für Julian tun, damit es ihm besser geht (ich bekomme gerade wieder Tränen – es ist irre).Wie ich schon erwähnt habe, ist Der Koffer eher ruhig. Aber das ist absolut nicht negativ. Denn diese Ruhe ist wohl willkommen. Denn dazwischen liegen ganz viele düstere und bedrückende Szenen und gegen Ende zieht Robin Roe auch spannungstechnisch nochmal an. Was ich persönlich nicht gebraucht hätte. Denn die vielen sehr nahegehenden Szenen sind aufreibend genug für den Leser. Allein das Echo des Buches. Ich hab es jetzt vor fast zwei Wochen ausgelesen und es ist noch alles da. Jede Gefühlsregung.Ohne groß künftigen Lesern alles vorweg zu nehmen, lässt sich die Geschichte insoweit zusammenfassen, dass es eben um Julian und Adam geht. Beide unterschiedlich in ihren Persönlichkeiten wie Tag und Nacht. Es geht um die unterschiedlichen Facetten ihres Lebens und eine sehr schöne und rührende Verbindung, dieser beiden Leben. Und eben sehr viel Dunkelheit. Entschuldigt, wenn dieser Abschnitt sehr kurz ist, aber jeder sollte seine eigene Erfahrung mit der Geschichte und der Autorin machen. Und ich hoffe, wir bekommen als Leser die Gelegenheit mehr Bücher von der Autorin zu lesen. Denn auch wenn das hier starker Tobak ist, ist das eben die Art von Buch, die mich bis ins Mark erschüttert und die eine unvergleichliche Leseerfahrung mit sich zieht.FAZITDer Koffer von Robin Roe hat mich tief berührt, auf eine ganz besondere Art mitgenommen und wird mir noch lange im Kopf bleiben. Definitiv ein Jahreshighlight. Und so grausam und wunderschön zugleich das Buch auch ist, ich kann es nur jedem empfehlen. Lest es, fühlt es, liebt es.

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  • Bitte lest dieses großartige Werk !

    Der Koffer
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    15. April 2017 um 13:39

    Immer wieder gibt es Geschichten, die mich als Leserin wahnsinnig berühren, doch ich glaube noch niemals zuvor hat mich ein Buch, ja gar ein DEBÜTROMAN, innerlich so sehr zerrissen wie DER KOFFER von Robin Roe. Vor über zwei Wochen schon habe ich das Buch, nach nur ganz kurzer Lesezeit, beendet und nach wie vor weiß ich nicht wie ich all meine Emotionen in einer Rezension verpacken soll. Dieses Buch ist so wunderbar, aber auch so grausam, aufwühlend und dann wieder so unglaublich hoffnungsvoll. Es ist die GEFÜHLSACHTERBAHN von der man immer wieder redet, die man bis zu diesem Titel aber nur ansatzweise wirklich erfassen konnte. Das wird einem klar, wenn man erst einmal in Julians Geschichte eingetaucht ist. Julian ist 14, er ist Waise und ein sehr introvertierter und schüchterner Junge, der von seinen Mitschülern, wenn überhaupt, nur als ein perfektes Opfer für Spott wahrgenommen wird. Er hat keine Freunde, verbringt seine Pausen zurückgezogen in einem Geheimversteck und alles was ihm von seinen Eltern geblieben ist, ist ein Koffer, ein paar Notizbücher seiner Mutter und die Erinnerungen an eine wohlbehütete und schöne Kindheit. Er lebt bei seinem schrecklichen Onkel, der ihm Tag für Tag zeigt wie nutz- und wertlos er ist.Sein ohnehin geringes Selbstwertgefühl schrumpft immer weiter. Doch dann trifft er auf Adam. Adam, der nach dem Tod von Julians Eltern sein Pflegebruder war, der sich um ihn kümmerte. Ihre Wege hatten sich durch den Umzug zum Onkel getrennt und als sie jetzt wieder aufeinandertreffen, ist es Julian zunächst erst sehr unangenehm, denn er denkt, es sei seine Schuld gewesen, das sich Adam und seine Mutter nicht mehr bei ihm gemeldet haben. Adam ist das krasse Gegenteil von Julian. Er ist locker, offen. Scheint bei seinen Freunden und auch bei den Lehrern beliebt. Adam geht auf die Menschen zu; so auch auch Julian. Die beiden nähern sich wieder an und Adam verbringt viel Zeit mit Julian, der nach und nach zum Teil von Adams Clique wird und sich dadurch immer weiter öffnet, der zuässt das man ihn wahrnimmt und der beginnt, das Leben wieder zu genießen.  Doch das Glück währt nur kurz, denn zuhause da lauert erdrückende Dunkelheit und ein grausames Monster. Julian kann sich niemandem anvertrauen, nicht einmal Adam. Doch der ist ein aufmerksamer Beobachter und merkt, das irgendetwas nicht stimmt... Direkt auf den ersten Seiten entwickelt die Geschichte so einen derart krassen Sog, das man sich ihr nicht mehr entziehen kann und auch gar nicht will. Robin Roe hat einen sehr ausdrucksstarken und bildhaften Schreibstil, sie verflicht sehr ernste, düstere Themen mit ganz viel Hoffnung, Glück und mit Freundschaft. Man wird in Licht und Schatten gehüllt, deren erbitterten Kampf man förmlich fühlen kann.  Ganz besonders gefallen hat mir auch die Charakterzeichnung. Hier hat sich die Autorin wirklich viel Mühe gegeben. Ich mochte besonders Adam sehr gerne. Er ist ein offener und hilfsbereiter, aber auch ziemlich aufmerksamer Mensch. Außerdem gefällt mir gut, wie die Autorin sein ADHS einbringt. Er hat es zwar im Griff, fühlt sich gut, aber ich finde als Leser merkt man das er permanent hibbelig ist. Er kann einfach nicht stillsitzen und braucht immer Bewegung. Die Art wie Robin Roe das für den Leser hervorbringt, so das man es zwar deutlich spürt, es aber nicht im Vordergrund steht, finde ich großartig. Bei Julian merkt man, wie er sich in Adams Gegenwart immer mehr entspannt und sich Sachen traut. Trotzdem wirkte er auf mich nie wie ein normaler 14-jähriger, sondern wie ein kleines Kind. Es war wunderbar zu sehen, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden Jungs entwickelt und wie sich Julian durch Adam und seine Clique immer weiter ins Positive verändert.  Das letzte Drittel des Buches war sehr schockierend und wahnsinnig beklemmend für mich und wird mich sicher auch noch eine ganze Weile beschäftigen. Als Mutter bin ich bei solchen Wendungen ohnehin schon immer überempfindlich, aber die Situationen, die Julian hier erlebt und durchleiden muss, haben mein Mutterherz mehr als nur einmal gebrochen und das hatte auch immer wieder zur Folge, das ich beim Lesen mehrmals Weinen musste. Ein kleiner Kritikpunkt, der allerdings meine Bewertung des Buches nicht schmälern wird, war eine Situation am Ende, die auf mich zu überzogen wirkte. Ich finde, man hätte das ein wenig realistischer lösen und abschließen können.  Fazit: DER KOFFER von Robin Roe ist das wohl großartigste, emotionalste, bedrückendste, grausamste, perfekteste Debüt, das ich jemals gelesen habe ! Und das sind keine dahergesagten Phrasen, sondern es ist mein voller Ernst. Die Autorin hat hier eine Geschichte geschaffen, die mich nachhaltig noch lange beschäftigen und für immer einen Platz in meinem Leserherz haben wird. Bitte bitte lest dieses Buch  ! Anmerkung:Die Geschichte ist zuweilen sehr hart und für mich kein Jugendbuch im klassischen Sinne. Ich würde eine Leseempfehlung erst ab 15 oder 16 aussprechen und sie nach oben hin definitiv offen lassen. 

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  • Ein kleines Meisterwerk

    Der Koffer
    juliaaholic

    juliaaholic

    15. April 2017 um 11:25

    Nach "Cavaliersreise" und "Der Himmel über Appleton House", wollte ich noch so viel mehr von den Königskindern lesen. In die letzten beiden Bücher hatte ich mich Hals über Kopf verliebt und ich hatte gehofft, dass es bei diesem Buch nicht anders sein würde. Vor allem das Cover hat es mir angetan und die Tatsache, dass der Einband aussah wie ein Koffer. Als ich in eine Leseflaute gestürzt bin, hat dieses Buch mich wieder herausgeholt und ich konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören. In "Der Koffer" von Robin Roe geht es um den jungen Julian, dessen Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, und bei seinem Onkel Russel lebt. Er hatte nur noch einen Koffer voller Erinnerungen an seine Eltern und an all die wunderschönen Zehntausend-Sterne-Tage. Julians Onkel ist nämlich niemand der gut mit Kindern umgehen kann. Doch dann trifft  er seinen Pflegebruder Adam wieder und irgendwie scheint auf einem alles gut zu gehen. Julian kann wieder mehr lachen, öffnet sich ihm. Aber dies sorgt nur dafür, dass auch Adam hinter die Geheimnisse von Julian kam, was für beide nicht gut ausgehen kann. "Der Koffer" von Robin Roe hat mich auf eine emotionale Achterbahnreise mitgenommen. Ich hätte nicht erwartet, dass dieses Buch mich so fesseln und mitnehmen würde. Einerseits wollte ich das Buch aus der Hand legen um die Dinge, die Geschehen sind zu verdauen, aber ich wollte auch wissen, wie es weiter ging und musste immer weiter Lesen. Robin Roe hat dieses Buch mit sehr viel Liebe und Leidenschaft geschrieben, sodass ich die Welt vollkommen aus den Augen von Julian sehen konnte. Er war erst 14 und deshalb war es so erfrischend das Buch aus seiner Sicht zu lesen, einfach weil er noch so jung und von der Welt unverdorben ist, weil er die Welt mit komplett anderen Augen sieht. Ich hätte ihn wirklich selbst adoptiert, wenn ich in diesem Buch mitgespielt hätte.Aber auch aus der Sicht von Adam können wir die Geschichte erleben und anders als Julian war er schon volljährig, muss sich Gedanken darüber machen, wie es nach der Schule weiter geht. Adam gehört zwar zu den Coolen, aber man merkt ihm dies nicht an, weil er weder abgehoben noch oberflächlich ist! Ganz im Gegenteil, er ist total tollpatschig und immer da wenn seine Freunde ihn brauchen. Mehr kann und will ich nicht sagen, denn ich bin der Meinung, dass ihr selbst sehen müsst, wie toll dieses Buch ist. Wie wäre es nun, wenn Du einfach in die nächste Buchhandlung gehst und dir das Buch kaufst? Klingt gut, ich weiß! Also viel Spaß beim Lesen und ich warte derweil auf weitere Bücher von Robin Roe!

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