Robyn Carr Herz auf falscher Spur

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Inhaltsangabe zu „Herz auf falscher Spur“ von Robyn Carr

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  • Rezension zu "Herz auf falscher Spur" von Robyn Carr

    Herz auf falscher Spur
    luckydaisy

    luckydaisy

    04. June 2011 um 19:16

    Klappentext: Die junge und hübsche Chelynne hat früh ihre Eltern verloren und wurde von ihrem Onkel Sheldon aufgenommen der an dem liebenswürdigen Mädchen hängt wie an einer leiblichen Tochter. Um ihr eine glänzende Zukunft zu ermöglichen will er Chelynne mit de reichen Erben Chad Hawthorne dem zukünftigen Earl of Bryant verheiraten. Chelynne stellt sich ihren Ehemann schrecklich vor doch auch Chad ist alles andere als begeistert von dieser Ehe die ihm vom Vater aufgezwungen wird. Werden die Herzen der beiden unwilligen Ehekandidaten am Ende doch zueinander finden Das Original des Romans stammt aus dem Jahr 1980 - also einer Zeit, als der "Liebesroman" gerade eben das Laufen lernte. Daß die damaligen Autorinnen den ein oder anderen literarische Faux Pas begangen haben, liegt auf der Hand. Man sollte sich also klar sein, daß man mit diesem Roman einen echten "Oldie" in der Hand hält. Dies ist an sich nicht weiter schlimm und so ein Ausflug in die Vergangenheit kann ja an und für sich recht amüsant sein. Aber dieser Roman von Robyn Carr kann höchstens als Lehrstück herhalten, wie man es besser nicht machen sollte. Um es kurz zu machen: Robyn Carr ist eine wirklich gute Schriftstellerin und ihr etwas eigenwilliger Schreibstil gefällt mir generell sehr gut. Sie schreibt zwar für einen Frauen/Liebesroman etwas "trocken" aber anderseits bin ich ganz froh, daß ihre Helden nicht zwischen jede Menge Schmalz hängenbleiben. Ich würde sogar sagen, daß Robyn Carr eine gute Alternative darstellt für Leserinnen, welche eigentlich dem "Historischen Roman" zugeneigt sind und mal einen Abstecher zum "historischen Liebesroman" wagen wollen. Das warŽs aber dann auch schon mit den positiven Aspekten der Geschichte. Nun beginnt mein Verriss: Die Heldin Chelynne ist 16 Jahre alt als sie mit dem Helden verheiratet wird. Für die Zeit, in der der Roman spielt, ein durchaus heiratsfähiges Alter. Für meinen Geschmack jedoch ist eine 16-jährige Heroine die den IQ eines Regenwurms hat eine echte lesetechnische Herausforderung. Chelynne ist dermaßen gnadenlos naiv, daß es mir phasenweise schon fast körperliche Schmerzen bereitet hat. Mit großen Geschick manövriert sie sich ständig in die unmöglichsten Situationen nur um hinterher loszuflennen und rumzuquengeln wie ein Kindergartenkind. Dieses Verhalten kann ich mit ihrer Jugend entschuldigen. Nicht entschuldigen konnte ich jedoch den Helden Chad. Helden aus den früheren Romanen neigen ja erfahrungsgemäß zur Dominanz. Sie schikanieren ihre Heldin, haben einen fatalen Hang zur Selbsgerechtigkeit und halten sich bekanntermaßen für den Nabel der Welt. Auch Chad ist mit diesen Kinderkrankheiten geschlagen. Aber völlig unverzeihlich fand ich sein Gesamtverhalten Chelynnes gegenüber: Er betrügt sie, straft sie mit Nichtachtung, faucht sie ständig und völlig ungerechtfertigt an usw. usw. Zwar mag der Held durchaus dem damaligen Zeitkollorit entsprechen, ich mag sowas aber in einem Unterhaltungsroman echt nicht lesen. Chads Verhalten war einfach nur widerlich. Nun zur Storyline selbst: Ich finde es angenehm, daß der Plot in einer Zeit spielt (Charles II) die ansonsten von den meisten Autorinnen etwas stiefmütterlich behandelt wird. Zwar findet die ein oder andere höfische Intrige statt, die Heldin ist jedoch in das Geschehen nicht im geringsten eingebunden. Sie stolpert völlig unqualifiziert durchs Bild, verzehrt sich nach ihrem Mann (warum weiß kein Mensch) und baut einen Blödsinn nach dem anderen. Eine echte charakterliche Entwicklung oder eine mitreissende Storyline sucht man als Leserin vergeblich. Dies alles ist für mich besonders enttäuschend, da ich andere Romane der Autorin als sehr spannend und gut empfunden habe. Zwar habe ich das Buch tapfer bis zum Ende durchgestanden, war aber eherlich gesagt froh, als das Elend ein Ende gefunden hat. Für Leserinnen, die Robyn Carr noch nicht kennen, würde ich in jedem Fall einen anderen Roman der Autorin empfehlen.

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