Robyn Young Die Blutsfeinde

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Inhaltsangabe zu „Die Blutsfeinde“ von Robyn Young

Liebe, Abenteuer und Intrigen! 1275 nach Christus: Das Heilige Land liegt in Ruinen, die Überlebenden des letzten Kreuzzugs sind auf dem Rückweg in ihre Heimat. Unter ihnen befindet sich der junge Ritter Will Campbell, dessen größtes Ziel es ist, Rache zu nehmen an König Edward I., den er für den Tod seiner Geliebten Elwen verantwortlich macht. Doch während Will seine Pläne verfolgt, entgeht ihm eine weit schlimmere Gefahr: Auf dem Thron Frankreichs sitzt ein skrupelloser Mann, der in seinem Streben nach Macht vor nichts zurückschreckt auch nicht vor Wills Tochter Rose ...

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  • Rezension zu "Die Blutsfeinde" von Robyn Young

    Die Blutsfeinde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. October 2012 um 09:29

    Inhalt: Will versucht mit allen Mitteln, den Templerorden vor seinem Untergang zu bewahren. Er schmiedet Pläne, sucht Verbündete und versucht den Papst selbst davon zu überzeugen, dass die Beschuldigungen, die dem Orden vorgeworfen werden, nichts anderes als unhaltbare Gerüchte sind. Begleitet wird er von seinen Freunden Robert und Simon. Seine Tochter begeht hingegen Verrat... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Das Buch und ich hatten deutliche Einstiegsschwierigkeiten: Nach dem im zweiten Band Akkon gefallen war, war die Orientierungslosigkeit des Ordens (was sind nun, nach dem Scheitern der Kreuzzüge, die neuen Ziele und Aufgaben des Ordens?) auch hier im Buch wieder zu finden. Will dümpelt von einer Aufgabe zur nächsten, und sei sie noch so im Widerspruch zu seinen Templeraufgaben, oder gar zu seinem (von mir empfundenen) Charakter. Wie ein Fähnchen im Wind, wird die Figur Will mal den Historischen Gegebenheiten geschrieben, mal den Interessen der Autorin... Das Ende dann doch noch in Freundschaft ausklingend und "Hollywood-süß". Der Charakter Simon und seine Freundschaft zu Will wären m.E. deutlich ausbaufähig gewesen. Für mich als Leser war nie nachzuvollziehen, wieso Will diese Freundschaft so hat negieren können. Eine nette Ferienlektüre. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Die Blutsfeinde" von Robyn Young

    Die Blutsfeinde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2011 um 14:23

    Meine Meinung Ein wirklich gelungener Abschluss der Blut-Triologie. Auch wenn die drei Bücher zusammengehören, kann man nach meiner Meinung, alle für sich lesen. In jedem einzelnen Roman kann man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen und mit ihnen fühlen und leiden. Die Autorin schafft hier ein wirklich "fast" detailgetreues Epos aus einer Zeit, um der sich noch heute viele Legenden ranken. Noch heute stehen viele Fragen offen, was nun wirklich geschah. Wie verlief der Untergang der Tempelritter wirklich? Das Buch wird durch Machtspielchen und Intrigen gezeichnet, in deren Mittelpunkt immer Frankreich, England und Schottland auftauchen. Ein Freiheitskampf für die Schotten, ein Kampf gegen die Fesseln der Kirche, ein Kampf gegen leere Schatztruhen. Will, ein desertierter Templer, bekommt hier einen besonderen Status. Aus meiner Sicht die wichtigste Figur in diesem Buch. Man darf mit ihn fühlen und seine Wandlung miterleben. Am Anfang doch von Hass und Rache gegen Edward angetrieben, sieht er zum Schluss doch das wirkliche Ziel. Dreizehn Jahre zeigt die Autorin das Leben des bereits 48 jährigen Wills. Wirklich sehr gut herausgearbeitet, wobei doch dadurch der ein oder andere Charakter untergeht. Seine Tochter Rose, die ihn für den Tod der Mutter verantwortlich macht und ihren Vater an König Phillipp IV. verrät, wäre sicher der ein oder andere Satz mehr wert gewesen. Sehr gut finde ich die Herausarbeitung der Schlachtszenen. Ja klar, es ist nicht jedermanns Sache, jegliches Gemetzel zu lesen, aber ich empfinde es für diese Zeit nicht störend. Es gehörte dazu und wozu sollte man beschönigen, was damals sich auch so zutrug. Die wirklichen geschichtlichen Details finde ich wunderbar recherchiert und geben einen Einblick in eine unruhige Zeit des 17. Jahrhunderts. Besonders die französischen Verhältnisse werden beleuchtet. Philipp der nach der ultimativen Macht strebt und seinen eigenen Papst auf den Trohn sitzen haben möchte und auch daran zum Schluss scheitert. Ich fühlte mich beim Lesen nicht von den vielen Informationen erschlagen. Die Autorin schafft es mit einem flüssigen Schreibstil alles zu lesen, ohne das es sich in die Länge zieht. Fazit: Die Autorin hat ein wirklich packendes und spannendes Epos geschaffen, das sich durch einen flüssigen Schreibstil, durch gut ausgearbeitete Charaktere, durch geschichtliche Details gemischt mit ein wenig Fiktion und tollen Bildern auszeichnet. Meinen besonderen Dank gilt dem Blanvalet-Verlag, für die Bereitstellung des Leseexemplares!

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  • Rezension zu "Die Blutsfeinde" von Robyn Young

    Die Blutsfeinde
    nelloroso

    nelloroso

    19. January 2010 um 17:43

    Ein sehr gutes Ende der Blut-Trilogie von Robyn Young. Meiner Meinung nach sogar das beste der drei Bücher. Nach dem Fall Akkons und dem Ende der Kreuzzüge kehrt Will Campell als gebrochener Mann nach Frankreich zurück. Seine heißgeliebte Elwen in Akkon gestorben, der Geheimbund Anima Templi, dem er noch vorsteht, hat nur noch wenige Mitglieder und seine Tochter Rose macht in für den Tod ihrer Mutter verantwortlich und spricht kein Wort mit ihm. Zu allem Überfluss lässt sich sein Freund und Mitwisser um den Geheimbund, der Visitator des Templerordens, Hugues de Pairaud zu einem Bündniss mit Englands König Edward I. ein. Edward will Schottland erobern und bittet den Templerorden um Hilfe bei dem Feldzug. Im Gegenzug soll der Orden ein Stück Land in Schottland erhalten, um sich dort anzusiedeln. Da Wills Hass auf Edward sehr gross ist und er ihm nicht traut, desertiert er und flieht nach Schottland zu den Resten seiner Familie. Er schliesst sich William Wallace an und kämpft gegen Edward und seine Armee. Nach Achtungserfolgen der Schotten, mischt sich Frankreichs König Philipp IV. ein, den er sieht eine Chance Edward in Schottland zu binden, um seine Ziele auf dem europäischen Festland gegen die Engländer durchzusetzen (Flandern, Guyenne). So kehrt Will nach Paris zurück, um als Verbindung zwischen Wallace und Philipp zu fungieren. Nach und nach entdeckt Will aber welche Ziele Philipp wirklich verfolgt und versucht sie zu sabotieren. Der verschlagene Anwalt und Berater des Königs, Guillaume de Nogaret (herrlich fies in dem Buch), hat den Plan erarbeitet, den Templerorden zu stürzen, um das Vermögen des Ordens in die leere Staatskasse zu spülen. De Nogaret schreckt dabei auch vor Papstmord, Kindesentführung und Erpressung nicht zurück. Als Gerüchte über ketzerische Rituale im Templerorden auftauchen, scheint er am Ziel. In diesem ganzen Durcheinander und Wirrwar, versucht Will und seine alten Freunde Robert und Simon den Orden zu retten. Sie retten den unehelichen Sohn des Papst, damit dieser von Philipp und Nogaret nicht mehr unter Druck gesetzt werden kann, weil ja nur der Papst den Orden auflösen kann. Sie versuchen den Orden zu warnen, und schaffen sogar ein Teil des Vermögen ausser Landes. Nebenbei muss sich Will auch noch um seine schwangere Tochter kümmern, die ihm endlich vertraut. Auch sie schafft er nach Schottland, wird dann aber selber verhaftet. Nach jahrerlanger Folter und Verhören durch die Inquisiton, gelingt im mit der Hilfe seiner Familie und der Freunde die Flucht. Aber das Ende des Templerorden konnten sie nicht verhindern und müssen mit ansehen wie der letzte Großmeister Jacques de Molay öffentlich als Ketzer verbrand wird. Aber Will und Robert gönnen sich eine letzte Rache???, um dann ihren Lebensabend im schottischen Norden bei Wills Familie zu verbringen. So schliesst sich der Kreis für Will Campbell. Ein gutes Buch, welches sich sehr flüssig lesen lässt, weil nie Langeweile aufkommt. Auch gefiel mir wie Robyn Young die fiktiven Figuren mit den real existierenden historischen Persönlichkeiten verbindet. Es passt Alles in Alllem in diesen Buch.

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  • Rezension zu "Die Blutsfeinde" von Robyn Young

    Die Blutsfeinde
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    26. May 2009 um 12:47

    Der Templerorden war nach dem Fall von Akkon in die Kritik geraten. Für viele einfache Menschen war dieser Order mysteriös und allzu geheimnisvoll. Doch die Ritter waren geachtet von Freund und Feind, und genossen bis Akkon den Ruf die Christenheit im Heiligen Land zu beschützen. Mit Akkon fiel einer der letzten Stationen edler Ritterschaft und die Hoffnung auf die Eroberung des Heiligen Ende endete auf den Ruinen von Idealen und den Träumen von Reichtum. Die Kreuzritter aus vielen christlichen Ländern wie England, Frankreich, Deutschland zogen (nieder)geschlagen zurück in ihre Länder. Nur wenige konnten sich im Alltag wieder zurechtfinden, zu viel an erlebten Grausamkeiten und Blutvergießen verfolgte sie weiterhin traumatisch. Aber auch die Könige der europäischen Länder verloren mit dem Verlust von Jerusalem und anderen Städten die Aussicht auf Reichtum und Anerkennung. Hinzu waren die Kreuzzüge auch ein finanzielles Desaster, statt Gold und Diamanten, Ländereien und Titel zu gewinnen, verloren sie mit Ausrüstung ihrer Ritter und auch deren Verpflegung ihre letzten Goldstücke aus den königlichen Schatzkammern. Das hatte zur folge, das es nationale Schwierigkeiten in ihren Königreichen gab. Das Volk war unzufrieden, hatten sie doch durch Erhebung höherer Steuern ihren schon so niedrigen Lebensstandart weiter einschränken müssen. Ganze Gehöfte gingen zu Grunde, die Männer in den Kreuzzügen gestorben, dass Vieh vom Staat mit seinen Rittern annektiert standen so manche königliche Herrscher vor Trümmern. Weitere Konflikte zwischen europäischen Ländern z.B. England und Frankreich, deren Erzfeind immer wieder aufflammte kündigten sich an. Auch Schottland wollte seine Unabhängigkeit und kämpfte verzweifelt mit seinem Nachbarn und hoffte auf die Hilfe Frankreichs. Eines hatten England und Frankreich zusammen: Ihre finanzielle Lage war dramatisch. Und es gab weiteren Druck von Seiten der katholischen Kirche, die das Heilige Land noch immer nicht als gänzlich verloren sehen wollten. Lauthals riefen sie nach dem nächsten Kreuzzug und stießen schnell auf taube Ohren. Zu groß waren die Probleme und Sorgen der Königshäuser und zu leer ihre Kassen. König Philipp von Frankreich, genannt der schöne, schmiedete intrigante Pläne gegen den Orden der Templer um ihren Großmeister Jaques de Molay. Der Orden der sogenannten Kriegermönche war reich, nicht umsonst gewährten sie ganzen Königshäusern und Staaten hohe Kredite. Freitag der 13 Oktober 1307 war der Anfang vom Ende des ehemals geachteten Ordens der Tempelritter. In einer brillant geplanten Polizeiaktion gelang es König Philipp von Frankreich quasi zu vernichten und ihre Besitztümer und Konten zu beschlagnahmen. Die Legende berichtet weiterhin von einem sagenhaften Schatz der Templer, aber die konnten diesen in Sicherheit bringen. Nur wohin...? Robin Young hat mit ihrer Trilogie um die Templer in ihrem letzten Roman „Die Blutsfeinde“ den Krieg in Schottland und das Ende der Templer packend erzählt. Inhalt 1295 - Will Campbell ein Tempelritter hat alles verloren was ihm etwas bedeutet hat. Akkon, die letzte christliche Bastion im Heiligen Land gilt als verloren. Unter großen Verlusten haben die christlichen Königreiche und der Templerorden die letzte Hoffnung das Grab Christi für sich zu sichern verloren. Seine „Frau“ Elwen ist getötet worden und seine Tochter, jetzt eine erwachsene Frau, gibt Will ihren Vater die Schuld. Will der von Trauer und Sorge nicht mehr ein und ein aus weiß, hat nur noch ein Ziel vor Augen: Rache an König Edward von England zu nehmen, der große Schuld trägt am Tod einiger seiner Freunde und an dem Tod seiner Geliebten. Will ist unsicher geworden in seinem Glauben an Gott, und an seiner Position in einem templerinternen Zirkel, der es sich zur Aufgabe gemacht habt, Christen und Moslems näher zu bringen damit sie vereint und friedlich im Heiligen Land leben können. Auch in dieser Verantwortung ist er persönlich gescheitert und zu dem fühlt er sich dem Orden und seiner Tochter verpflichtet. Zurück aus dem Heiligen Land ist die Atmosphäre in England und Frankreich angespannt. Zwischen den beiden europäischen Königshäusern gibt es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen. König Edward (the Longshanks) kämpft aber gleich an mehreren Fronten. Sein Interesse an seinem Nachbarn, den Königreich Schottland ist groß und mit seiner Brutalität und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem schottischen Adel schafft er sich auch hier neue Feinde. Als König Edward mehr und mehr an seinen Kriegsplänen gegen Schottland arbeitet und den Templerorden für diese Auseinandersetzung gewinnt, fasst Will einen folgenschweren Entschluss. Schottland ist Wills Heimatland und da er König Edward die Schuld an seinem Schicksal und das seiner Tochter gibt, sieht er keinen Weg für sich, als zu desertieren und sich einer Widerstandsbewegung anzuschließen, die unter William Wallace zu einer nicht unterschätzenden Gefahr für das Englische Königreich werden kann. Will gewinnt das Vertrauen des jungen Schotten und mit seinem taktischen und strategischen Wissen, seiner ganzen militärischen Erfahrung, wird Will zu einem der wichtigsten Gefolgsleute. Seine Tochter Rose indes befindet sich aber als Hofdame der französischen Königin, nichts ahnend, dass auch sie für Intrigen benutzt werden könnte. Philipp der König von Frankreich ist ein ehrgeiziger Mann der mit allen Mitteln seine Macht ge- und missbraucht und für seine Ziele ist er bereit andere zu vernichten. Zunehmend unter Druck gesetzt von seinem Volk und der Kirche die ihn schon auf einen neuen Kreuzzug schicken möchte, sieht er nur einen Ausweg. Irgendwie muss er die Schatzkammern füllen und das nötige Geld kann er nur von den ehemals mächtigen Templern bekommen. Durch Verleumdung und Intrigen spielt er ein waghalsiges doppelte Spiel mit der Kirche um sich den Reichtum der Templer zu sichern.... Doch Will der zwar desertiert, sich immer noch den Templern angehörig führt, erfährt von den Plänen des französischen Königs und versucht diese zu vereiteln.... Kritik Der dritte und letzte Teil „Die Blutsfeinde“ von der Autorin Robin Young, steht den anderen vorherigen Teilen „Die Blutschrift“ und „Die Blutsritter“, aller erschienen bei Blanvalet, an Spannung in nichts nach. Robin Young gibt dem Orden der Templer ein recht ordentliches, historisches Bild, auch wenn es einige Defizite und Versäumnisse gibt. Die Organisation und Struktur des Ordens wird thematisch nur angerissen und geht nicht wirklich in die Tiefe. Ging es in den ersten beiden Teilen primär nur um den Orden und die Kreuzzüge im Heiligen Land, so ändert sich das in dem hier vorliegenden Band. Neben Will Campbells Laufbahn im Orden und seinen schwierigen familiären Beziehungen, begegnen uns neben den großen Europäischen Königen Edward und Philipp, auch der Nationalheld Schottland William Wallace. Die Geschichte spielt in den Jahren von 1295 – 1314, für einen historischen Roman sind diese 20 Jahre eine enorme Spanne. Europa war im Umbruch, in einer Neuorganisation deren Anfänge dramatisch, tragisch und militärisch durch Kriege geführt eine neue Epoche einläuteten. Die Ereignisse überschlugen sich, zumal parallel Kriege und Intrigen, mit und ohne Billigung der mächtigen katholischen Kirche geführt wurden. Robin Young hat es geschafft diese Thematik eine wuchtige und eindrucksvolle Sprache zu geben. Die Handlungen und Motivationen der Königlichen Herrscher, ihre Politik sind erschreckend geschildert, aber sehr real erzählt. Der Haß den Will auf Edward und später auch auf Philipp hat, ist verständlich, aber auch deren Entscheidungen muss man Respekt und Verständnis geben. Macht korrumpiert und verführt, sie waren für ihre Zeit große Staatslenker, aber Robin Young verklärt ihre historische Darstellung. Edward und Philipp werden charakterlich als einseitig böse konzipiert. Keine Handlung oder Entscheidung der beiden Herrscher werden facettenreich erzählt. Für die Geschichte vielleicht notwendig, nimmt es ihr auch nicht die Spannung vorweg. Der Roman ist spannend und manches Mal auch sehr reich an Actionelementen, doch steht im Vordergrund die englische und französische Politik mit all ihren Intrigen auf nationaler und internationaler Ebene. Will Campbell kämpft auf vielen Schlachtfeldern, nicht zuletzt gegen und mit sich selbst. Zurück in Schottland bei seiner Schwester holt ihn ein Stück Vergangenheit ein. Seine charakterliche Figur ist mit Abstand die vielschichtigste und menschlichste. Auch er begeht aus Dummheit, oder falsches Ehrgefühl verhängnisvolle Fehler, die aber schneller entschuldigt werden. In den beiden vorherigen Teilen hatte Will einen persönlichen Erzfeind der nicht nur ihn bedroht und manipuliert hat. In „Die Blutsfeinde“ macht sich Will mehr Feinde als Freunde und stellt fest, dass Blut dicker ist als Wasser. Und doch bleibt er wie in den anderen zwei Bänden auch ein in einem kleinem Raum gezwängter Ball der mal hier, mal dorthin geschleudert wird. Und immer wieder verletzt an Körper und Geist, muß er Entscheidungen treffen und Partei ergreifen Als Kritikpunkt empfinde ich die vielen Ereignisse die sich die Hand geben; Erst der verlorene Kreuzzug, danach der Krieg zwischen England und Frankreich, parallel dazu die Konfrontation mit Schottland und letztlich die Vernichtung des Templerordens. Fürs Luft holen und inne halten also etwas schwierig. Das Tempo ist wahnsinnig schnell, fast schon zu schnell. Für jedes große Ereignis wird sich aber Zeit genommen und geschrieben aus der Sicht des gerade aktiven Charakters wird mit viel Liebe fürs Detail eine atemberaubende Geschichte verfasst. Den militärischen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich wird wenig Aufmerksamkeit gegeben. Viel mehr in dem Roman kommt das aufrührerische Schottland zur Geltung mit den beiden tragischen Schlachten in Stirling und Falkrid, die unter der Führung von William Wallace stattgefunden haben. Dessen historisches Bild ist den Wissenschaftlichen Fakten zu Gute sehr korrekt gehalten und nicht überzeichnet wie z.B. in dem Film „Braveheart“. Robin Young schreibt aus perspektivischer historischer Sicht, einwandfrei, spannend und gut nachvollziehbar. Im Nachwort geht sie auf einzelne schriftstellerische Freiheiten ein, so das sich manche Ungereimtheiten, und das sind nicht viele, auflösen. Fazit Die Trilogie von Robin Young ist mit das eindrucksvollste, mehrteiligste Historisches Werk in der Historischen Belletristik. Packend, spannend, abwechslungsreich lassen diese drei Teile den Leser nicht mehr los. Äußerst positiv empfand ich die Beschreibung des Protagonisten Will Campbells, seines Reifeprozesses vom ersten bis hin zum dritten Teil. In jedem Teil tauchen zwar neue und für die Geschichte wichtige Protagonisten auf, doch die Hauptdarsteller, und dazu gehört König Edward mit, ist dieser ein formvollendeter Erzfeind. Spannend gehalten sind auch die Dialoge der großen Staatsherren und ihre oftmals verklärte und komplizierte Wahrnehmung. Als König hatte man es eben nicht leicht und mußte nicht nur regieren, sondern auch die Grenzen sichern und wenn es geht erweitern, dass Volk respektieren und achten, diplomatische Beziehungen und Kompromisse mit anderen Königshäusern führen und nicht zuletzt die ständige Ermahnungen und Bitten der Kirche nachzukommen. Kein Kinderspiel – sondern ein makabres Theater des Adels. Auch dieser Part der Politik ist interessant und abwechslungsreich erzählt. So das der Leser auch verstehen kann, warum Edward Schottland annektieren wollte und auch warum Philipp von Frankreich die Vernichtung des Templerordens durchgeführt hat. Die Autorin unterlässt es schlauerweise aber, eine emotionale Wertung ihrer Figuren zu geben, auch wenn man zwischen den Zeilen die beiden Könige nicht als Sympathiefiguren empfindet. Robin Youngs Konzept der Trilogie geht auf und findet in „Die Blutsfeinde“ einen nachvollziehbaren, spannenden Höhepunkt. Wer historisch interessiert ist an der Politik in der Epoche wird vielleicht nach dem lesen der Romane selbst recherchieren um herauszufinden: War es wirklich so? Im Anhang und Nachwort gibt es noch ein historischen Personenverzeichnis und Erklärungen zu verschiedenen Begrifflichkeiten. Die Autorin hat für die drei Werke an Recherchen und Schreiben ca. 10 Jahre verbracht und es hat sich wirklich gelohnt. Zwar ist der Roman „Die Blutsfeinde“ der schwächste Teil der Saga, aber als Trilogie gesehen kann hier nur die Bestnote aussprechen und es absolut empfehlen. Produktinformation • Broschiert: 704 Seiten • Verlag: Blanvalet Verlag GmbH (April 2009) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3442366593 • ISBN-13: 978-3442366590 Michael Sterzik

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