Rocko Schamoni

 3.7 Sterne bei 614 Bewertungen
Autor von Dorfpunks, Sternstunden der Bedeutungslosigkeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rocko Schamoni

Eine Rocklegende: Rocko Schamoni wird am 5. Mai 1966 in Lütjenburg in Schleswig Holstein geboren. Im Alter von 15 Jahren begann er seine Karriere als Musiker und wurde Mitglied in verschiedenen Bands. In dieser Zeit bringt er nicht nur zahlreiche Singles und Alben heraus, sondern ist nebenbei auch als Entertainer und Schauspieler tätig. Im Jahr 2000 veröffentlicht er seinen Debütroman "Risiko des Ruhms" und wird auch als Autor bekannt. Darauf folgen dann weitere Bücher, unter anderem sein Bestseller "Dorfpunks", dessen Verfilmung im April 2009 die Zuschauer begeisterte.

Neue Bücher

Große Freiheit

 (20)
Neu erschienen am 18.02.2019 als Hardcover bei hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG.

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

 (1)
Neu erschienen am 18.02.2019 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.

Große Freiheit

Neu erschienen am 18.02.2019 als Hörbuch bei Random House Audio.

Große Freiheit

Neu erschienen am 18.02.2019 als Hörbuch bei Random House Audio, Deutschland.

Alle Bücher von Rocko Schamoni

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Dorfpunks

Dorfpunks

 (310)
Erschienen am 01.11.2005
Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

 (168)
Erschienen am 01.11.2008
Risiko des Ruhms

Risiko des Ruhms

 (49)
Erschienen am 02.05.2007
Tag der geschlossenen Tür

Tag der geschlossenen Tür

 (38)
Erschienen am 17.09.2012
Fünf Löcher im Himmel

Fünf Löcher im Himmel

 (19)
Erschienen am 14.01.2016
Große Freiheit

Große Freiheit

 (20)
Erschienen am 18.02.2019
Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

 (1)
Erschienen am 18.02.2019
Dorfpunks

Dorfpunks

 (8)
Erschienen am 22.09.2005

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Rocko Schamoni

Neu

Rezension zu "Große Freiheit" von Rocko Schamoni

Auf der Großen Freiheit ist (fast) alles möglich.
evaflvor einem Tag

Wolfgang Köhler, genannt Wolli, kommt Ende der 50er Jahre nach Hamburg, genauer gesagt nach „Sankt Liederlich“, wie der Stadtteil St. Pauli auch genannt wird. Dort vertickt er Drogen, arbeitet als Koberer, hinter dem Tresen und schließlich als Wirtschafter auf der Großen Freiheit. Die Geschichte ist zum Teil fiktiv, basiert aber auch auf wahren Begebenheiten.

Die Geschichte des Buches hat mich echt interessiert, da ich St. Pauli doch auch immer wieder spannend finde – und auch die Menschen, die dort leben und arbeiten. Von Rocko Schamoni hab ich bislang noch kein Buch gelesen, muss ich ja ehrlicherweise auch mal zugeben. Der Name sagte mir natürlich was, aber gelesen habe ich bislang eben auch noch nichts von ihm.

Der Schreibstil des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, es liest sich sehr angenehm und flüssig. Es ist gut verständlich geschrieben, keine großartigen Fremdwörter. Begrifflichkeiten werden immer mal wieder erläutert (vom Koberer bis hin zu „Geldeinheiten“), was ich auch ganz spannend fand. Vom Stil her habe ich durchaus schnell ins Buch gefunden – und auch die Geschichte hat mich nicht enttäuscht.

Es ist interessant zu lesen, wie Wolli seinen Weg geht, der natürlich nicht immer so erfolgreich ist, wie man es ihm vielleicht insgeheim wünscht. Er fällt hie und da mal „auf die Schnauze“, rappelt sich aber immer wieder auf, nimmt die Dinge an wie sie kommen. Und ist dennoch auch schockiert von Gewalttaten, die auf St. Pauli so passieren. Denn damit kann er sich einfach nicht anfreunden. Insofern ist er wohl ein Anti-Held, wie es auf dem Buchumschlag auch heißt. In gewisser Weise ist es eben auch ein Entwicklungsroman, denn man darf ja im Lesen erfahren, wie sich das Leben von Wolli immer wieder weiter entwickelt.

Ebenso spannend ist es, wenn man liest, welchen Personen er so begegnet ist, mit wem er zu tun hatte. Hier habe ich unheimlich viel nachgelesen, da es mich selbst sehr interessiert hat, ob das alles so wahr ist – was immer wieder der Fall war. Auch bei Musikstücken war es für mich interessant, diese nach oder gar beim Lesen mit anzuhören, damit man einen besseren Einblick in die Szenerie kriegt. So tanzt die Cartacala, ein Wesen mit Federkleid, zum Bolero, ein anderes Mal ertönt die Götterdämmerung von Richard Wagner. Ich glaube auch daran kann man die Zerrissenheit von Wolli sehen – wie er einerseits doch die liederliche Seite von St. Pauli kennenlernen und lieben lernt, andererseits immer noch für die große Kunst offen ist.

Für manch einen mag das nicht zusammenpassen, ich kann mir schon vorstellen, dass jemand, der in einer so heftigen Branche arbeitet, einfach noch einen Ausgleich braucht. Und für mich hat es im Buch auch gepasst, dass oftmals entsprechende Szenerien geschildert wurden, natürlich geht’s auf der Reeperbahn und drumherum auch um Sex (aiaiai!), wo Wolli im Grunde genommen ja auch Geld mit verdient hat. Für mich war das alles stimmig. Amüsiert habe ich mich beim Lesen auch sehr, die Meinung von Wolli beispielsweise zu den Beatles ist die, dass die sicher nicht so erfolgreich werden. In einem Jahr kennt die niemand mehr, so ungefähr. Lustig, wie sich all das nicht als zutreffend ereignet hat und sie eine der größten Bands wurden. In ein, zwei anderen Einschätzungen liegt er ebenso daneben – was für uns heute, die wir wissen, wie die Dinge inzwischen abgelaufen sind, beim Lesen natürlich schon lustig ist.

Für mich war es ein spannender, interessanter und lustiger Roman. Ich habe für mich hier eine kleine Hamburg-Reise beim Lesen gemacht, habe immer wieder den Orten nachgespürt, die im Buch so auftauchen. Manchmal hätte ich vielleicht noch gerne mehr über den Mensch Wolli erfahren, aber es ist für mich auch in Ordnung, dass dem in diesem Buch nicht so ist. Von mir gibt es für dieses absolut lesenswerte Buch 5 von 5 Sternen und natürlich eine Empfehlung.

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Rezension zu "Große Freiheit" von Rocko Schamoni

Ich habe es trotz Schwächen gerne gelesen
Fortivor 3 Tagen

Rocko Schamoni beschreibt in "Große Freiheit" Wolli Köhlers junge Jahre in den 1960er Jahren auf St Pauli bis zu dem Zeitpunkt, als er dort Bordellbetreiber wird. Geplant ist vom Autor insgesamt eine Trilogie über das Leben der legendären Rotlicht-Größe – Wolfgang "Wolli" Köhler hat es nämlich wirklich gegeben.
Schamonis Stil ist nüchtern, kurz angebunden und nicht wertend oder interpretierend. Teilweise las sich das Buch durch diese berichtsartige Form für mich eher wie ein Sachbuch als wie ein Roman. In Episoden erfährt man als Leser, welche Stationen Wolli bei seinem Aufstieg im Mikrokosmos St Pauli geprägt haben. Einblick in Wollis Gedankenwelt erhält man als Leser allerdings nur sehr oberflächlich. Klar wird, dass er ein ungewöhnlicher Charakter für Ort und Zeit war, dennoch bleibt er dabei unscharf und nicht zu greifen.

So wie mir manchmal eine Einordnung der einzelnen Episoden aus Wollis Leben fehlte, so fehlte mir im Buch insgesamt auch die Information, wie es überhaupt zu dem Buch kam. Meine Internetrecherche ergab, dass Rocko Schamoni und Wolli Köhler bis zu Köhlers Tod befreundet waren und Schamoni seinen Nachlass geerbt hat. Ob Schamoni hier aber nur das erzählt, was Köhler selbst preisgeben wollte oder noch eigene Recherchen angestellt hat, bleibt offen. Genauso wie mir Informationen über das reichhaltige illustre Nebenpersonal fehlen. Wen gab es wirklich und was wurde aus ihnen? Manch eine dieser Figuren würde Stoff für ein eigenes Buch abgegeben und sie kommen hier fast zu kurz. So endet "Große Freiheit" sehr offen. Ein Nachwort mit den entsprechenden Informationen wäre wünschenswert.

Trotz aller Kritik habe ich "Große Freiheit" gerne gelesen. Den Einblick in das St Pauli der 1960er Jahre fand ich faszinierend und auch über Wolli Köhler würde ich gerne noch mehr erfahren.

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Rezension zu "Große Freiheit" von Rocko Schamoni

Ob du'n Mädel hast oder hast keins
TochterAlicevor 3 Tagen

Wolli Köhler hat auf jeden Fall eins, Maulwurf nämlich, genannt Mauli. Und manchmal auch ein paar mehr. Als Geliebte, aber auch zum "Verticken". Denn auf der Großen Freiheit, wo Wolli seit seinem Einzug in Hamburg ansässig ist, gehen die Frauen auf den Strich. Es braucht etwas, bis er sich daran gewöhnt, doch dann ist es auch sein Leben.

Ebenso wie weiterer Handel mit Sex: Pornodarstellungen direkt auf der Bühne, das Vorführen von besonders freizügigen Sexfilmen aus Dänemark: das ist Wollis Spezialität. Also, die Organisation derartiger Events auf der Großen Freiheit.

Wolli Köhler - ein merkwürdiger Typ ist das. Aus dem Osten kommt er und hat schon so einiges mitgemacht in seinem Leben. Politik interessiert ihn durchaus, auch eine soziale Gesellschaft. Würde man nicht so drauf kommen bei einem, der im Hamburger Rotlichtviertel Geld scheffelt und es durchaus auch für Statussymbole ausgibt. Und dann auch mal wieder ohne welches dasteht.

Ein merkwürdiger Roman, den Rocko Schamoni da verfasst hat, aber er beruht ja auch auf einer ungewöhnlichen Grundlage. Der Autor möchte damit ein Andenken setzen für jemanden, der ihm nahestand.

Sozusagen ein Denkmal für Wolli  Köhler, Kiez-Legende der 1960er. Etwas sehr persönliches also, mit dem man als Leser etwas anfangen kann oder auch nicht. Auf mich trifft eher letzteres zu. Ein spezielles Werk ist dies allemal, allerdings eines, das interessenmäßig messerscharf an mir vorbeischrammt!

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Gespräche aus der Community

Neu

Die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben

Die Welt der Nachkriegsjahre ist eng und spießig. 1962 verschlägt es Wolli Köhler nach Hamburg. Der junge Mann aus dem Nirgendwo sucht nach Abenteuer und Freiheit. Und steigt auf zur außergewöhnlichsten Kiezlegende in der Geschichte St. Paulis. Im Lichtermeer des Hamburger Viertels ziehen Nacht für Nacht Huren, Freier, Transvestiten, Schläger und Künstler wie die noch völlig unbekannte Band The Beatles, aufgeputscht von Drogen und Alkohol, durch die heruntergekommenen Straßen. Sie alle treibt die Sehnsucht nach einem grenzenlosen Leben.

Rocko Schamoni erzählt die frühen Jahre von Wolfgang „Wolli“ Köhler als Entwicklungsroman eines Antihelden.

Wolli 

»Der Himmel ist getränkt von dreckigem, verheißungsvollen Licht: St. Liederlich. Der Stadtteil der fragwürdigen Existenzen, der Verwerflichen, der Randständigen, der Aussätzigen. Wolli fühlt sich sofort zu Hause, mehr als an jedem anderen Ort der Welt.«


Neugierig geworden? Hier geht’s zur Leseprobe »
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Du willst Wolli auf seiner Kieztour begleiten? Dann bewirb Dich einfach bis zum 18. März über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* für die Leserunde – und beantworte uns dazu folgende Frage:

Was bedeutet "große Freiheit" für Dich? 


Über den Autor
Schmaoni Rocko Schamoni, geboren 1966, ist Autor, Entertainer, Musiker, Schauspieler und Bühnenkünstler. Er lebt in Hamburg. Mit seinen Romanbestsellern wie Dorfpunks füllt er Hallen. Lange Jahre betrieb er auf St. Pauli zusammen mit Schorsch Kamerun den legendären Golden Pudel Club. Auf dem Kiez lernte Rocko Wolfgang Köhler kennen, sie waren bis zu Wollis Tod befreundet. In vielen Gesprächen erzählte er aus seinem bewegten Leben.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Rocko Schamoni wurde am 08. Mai 1966 in Lütjenburg (Deutschland) geboren.

Rocko Schamoni im Netz:

Community-Statistik

in 739 Bibliotheken

auf 65 Wunschlisten

von 27 Lesern aktuell gelesen

von 21 Lesern gefolgt

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