Rocky Alexander

 4.3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Rag Men.

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Rocky AlexanderRag Men
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Rag Men
Rag Men
 (16)
Erschienen am 03.07.2014

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Rezension zu "Rag Men" von Rocky Alexander

Rag Men
Virginyvor 3 Jahren

Bevor das Qilu-Virus die Welt überrollte und die Menschen in tollwütige Bestien verwandelte, hatte Colin Ross sein Boxstudio.
Inzwischen kommt natürlich keiner mehr und er spielt mit dem Gedanken, die Kleinstadt zu verlassen, bevor sie ganz von den "Zombies" überrannt wird.
Aber erstmal landet er mit seinem Zögling Andre im Krankenhaus in Quarantäne und schmiedet einen Fluchtplan.
Andre kann entkommen, er selbst wird jedoch überwältigt, kann nach einigen Tagen das Krankenhaus aber auch verlassen und so machen sich die beiden auf die beschwerliche Reise...

Auch Rooster will raus aus der Stadt und geht dafür über Leichen, im Gegensatz zu Ross, dem schon das Stehlen eines Schneemobiles Kopfzerbrechen bereitet.
Rooster hat nur ein Ziel vor Augen, er will zum Prediger, um herauszufinden, wo dieser sich aufhält, ist ihm jedes Mittel Recht und schon bald pflastern Tote seinen Weg...

In Rocky ALexanders "Rag Men" geht es weniger um die Zombies an sich, sondern viel eher darum, wie unterschiedlich Menschen in einer solchen Situation reagieren, trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern, das Ende hat mich allerdings dann doch sehr überrascht.
3,5 Sterne von 5, aufgerundet auf 4 gibts von mir dafür...

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chumas avatar

Rezension zu "Rag Men" von Rocky Alexander

"Die Welt stirbt wieder und wieder ..."
chumavor 3 Jahren

Colin Ross, ein gutmütiger Boxtrainer im Städtchen Wenatchee, hat seinen Lebenswillen beinahe verloren, nachdem seine Frau einem sich rasant ausbreitenden Virus zum Opfer gefallen ist. Über das Qilu-Virus ist wenig bekannt, nur dass es aus der Region des Gelben Flusses in China stammt und absolut tödlich ist. Die Infizierten verhalten sich wie tollwütige Tiere und sind auch durch gezielte Kopfschüsse nur schwer auszuschalten.
Sich dieser immer näher rückenden Gefahr bewusst, beschließt Colin, die Stadt zu verlassen bevor sie von den Infizierten überrannt wird, um sich in der abgelegenen Berghütte seines Onkels zu verschanzen. Der junge und naive Andre, einer seiner Boxschüler, der in Colin eine Art Vaterfigur sieht, begleitet ihn. Der beschwerliche Weg zur rettenden Hütte im eisigen Winter wird zur einzigen Überlebenschance für die Beiden. Können sie der Gefahr rechtzeitig entkommen?

Leseeindruck:

Zunächst ein paar einleitende Worte zu dem hervorragend gelungenem Cover: Phänomenal und ein absoluter Eye Catcher!
Durch dieses Cover bin ich erst auf das Buch aufmerksam geworden. Michael Schubert hat hier ganze Arbeit geleistet.

Und nun zum Buch: Alexander hat einen spannenden und wie ich finde etwas anderen "Zombieroman" geschrieben, denn die Infizierten und deren Angriffe spielen hier zwar eine Rolle und sind auch furchteinflößend, doch sind sie nicht dominierend. Vielmehr konzentriert sich Alexander auf die drei Handlungsstränge, die zunächst in keinem näheren Zusammenhang zu stehen scheinen:
Da gibt es zum Einen Colin Ross, der den Verlust seiner Frau Monica nur schwer verkraften kann und schon zu Beginn des Buches, seinen Freitod umzusetzen versucht. Doch das Schicksal hält einen anderen Weg für ihn bereit. Colin ist ein sympathischer, gutmütiger und nachdenklicher Mann, der aber auch hart und zielorientiert sein kann, wenn es darauf ankommt. Er hinterfragt sein Tun und Denken, hat gesunde Moralvorstellungen und ist so ein durch und durch angenehmer Protagonist.

"Doch nun, da die Kacke richtig am Dampfen ist, muss ich feststellen, dass nicht die Härte meinen Fortbestand soweit garantiert hat, sondern die Bereitschaft, anderen Schaden zuzufügen, um meine eigenen Interessen durchzusetzen. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, und fühle mich in der Rolle des Bösewichts nicht sonderlich wohl." (Zitat, Kapitel 27)

Ihm zur Seite steht der junge, naive und etwas dümmlich wirkende Andre, kurz Dre. Colin nimmt sich seiner an, weil er so ist wie er ist und deshalb nicht anders kann. Und so kommt es, dass die beiden sich gemeinsam auf den beschwerlichen Weg durch die Apokalypse machen.

Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit Rooster, einem gewalttätigen Verbrecher wie er im Buche steht. Er ist skrupellos und sadistisch, durch und durch böse. Auf seinem persönlichen Rachefeldzug durchs Land hinterlässt er eine blutige Spur.

Im dritten Strang, der in der Vergangenheit angesiedelt ist, erleben wir die Tortur einer Mutter und ihrer zwei Söhne, die durch häusliche Gewalt ihre ganz eigene persönliche Hölle erleben.

Rocky Alexander steigert sein Erzähltempo im Handlungsverlauf und legt sein Hauptaugenmerk auf die persönlichen Umstände seiner Charaktere. Dadurch wirken die Protagonisten Colin und Rooster sehr plastisch und tragen den Leser durch die Handlung. Nebenfiguren wie Andre oder Mickey hingegen bleiben leider etwas blass. Angenehm ist, dass der Autor nicht an überzogen dargestellten Splatterszenen mit den "Zombies" interessiert ist, was aber nicht heißt, dass es unblutig zugeht. Die Dosierung stimmt hier einfach.

Roosters Kreuzzug ist meiner Meinung nach am besten gelungen. Diese Parts fand ich durchgehend spannend. Eine Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche - faszinierend und abstoßend zugleich.

Längen gibt es bei diesem hardboiled Thriller zu keiner Zeit und man fliegt förmlich durch die Seiten. Hilfreich dabei: Der einfache Schreibstil (zugegeben keine hohe Schreibkunst) der es auf den Punkt bringt.
Das Ende vor dem Ende kommt rasant und weiß zu überraschen - ich war schockiert. Gut gemacht Mr. Alexander, ich weiß nicht, ob ich Sie dafür lieben oder hassen soll.
Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor nach anfänglichem langsamen Einfinden in die Story hier etwas zu schnell zum Ende kommen wollte. Und dabei hätte der Showdown für mein Empfinden durchaus mehr Ausbau verdient.

Fazit:

"Rag Men" (deutsch: "Lumpensammler") ist ein rasanter und kurzweiliger hardboiled Thriller im Endzeitgewand, der spannend und temporeich erzählt wird, interessante Charaktere bietet und das "Zombiethema" nicht neu aber erfrischend anders behandelt.
Lesenswerte 4 von 5 Sternen - bitte mehr davon.

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Kanjugas avatar

Rezension zu "Rag Men" von Rocky Alexander

Die Apokalypse als Nebenschauplatz
Kanjugavor 4 Jahren

Inhalt
Langsam aber stetig geht die Welt der Apokalypse entgegen. Fälle, in denen Menschen aufgrund des Quilu-Virus zu rasenden Irren werden häufen sich. Doch noch scheinen die Behörden alles im Griff zu haben.

Währenddessen hat sich Boxlehrer Ross in seinem  Studio verbarrikadiert. Als er noch einige Dinge aus seiner Wohnung holen möchte, wird er nach einem Zwischenfall direkt in die Höhle des Löwen gebracht, die Quaranänestation des Krankenhauses. Zu dem Zeitpunkt hat er nur noch einen Gedanken: dem Wahnsinn entkommen und die eigene Haut retten.

Rooster ist ein drogenabhängiger Krimineller der zu seinem eigenen Erstaunen vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde und trotz drohenden Weltuntergangs nur ein Ziel hat: Rache.

Meinung
Ich fand das Buch super! Die Personen waren mir auf Anhieb sympathisch und selbst Rooster hatte irgendwas an sich, dass mich trotz seiner sadistischen eiskalten Ader faszinierte. Der Schreibstil kommt ohne großen "Schnickschnack" aus und ist auch nicht übertrieben brutal, blutrünstig oder was man sonst manchmal in diesem Genre zu erwarten hat ;-) (wobei ich auch solche Bücher gerne lese.)

Was mir ebenfalls gut gefallen hat ist, dass die Apokalypse als solche nur eine Nebenrolle spielt. Es ging dem Autor um die Hauptprotagonisten und ihre Geschichte nicht um Hirnfressende Zombies die alles nieder metzeln.

Der Spannungsbogen war gut gehalten auch wenn ich persönlich schon recht früh geahnt habe, was es mit den beiden Kindern auf sich hat, deren Erlebnisse mit ihrem sadistischen psychisch kranken Stiefvater immer wieder eingestreut werden.

Fazit
Der Klappentext verspricht "einen spannenden Hard-Boiled Thriller im Endzeit-Gewand" und nichts anderes bekommt der geneigte Leser. Ich kann dieses Buch sowohl Zombie-Liebhabern als auch Thriller-Lesern empfehlen!

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