Der Comic beschränkt sich auf relativ wenig Text zu den Bildern. Vermutlich rührt das von dem Bekanntheitsgrad der Geschichte her. Aber selbst Leser, die noch nie etwas von Lewis Carrolls Roman gehört haben, werden kein Problem damit haben, die Story zu verstehen.
In diesem ersten Band folgen die Leser Alice auf ihrem wundersamen Weg durch das Wunderland, bis sie die Raupe kennenlernt. In Band zwei, der 2008 veröffentlicht wurde, wird die Geschichte fortgesetzt. Entsprechend ist noch nicht viel passiert; auf die Teegesellschaft und die Herzkönigin beispielsweise trifft Alice erst in späteren Bänden.
Und jetzt komme ich direkt zu dem großen Problem, das ich mit diesem Comic hatte. Die Bilder sind nett gezeichnet, Alice sieht süß und ansprechend aus. Aber! Alles andere bleibt blass und beliebig, die vielen bizarren Figuren, denen das Mädchen begegnet, bleiben kaum im Gedächtnis, die Hintergründe sind sparsam gezeichnet und meist recht dunkel.
Gerade wenn man bedenkt, wie viel Fantasie, Absurdität und Vielfalt in Carrolls Geschichte steckt, ist das sehr enttäuschend. Auch im Vergleich zu den anderen Adaptionen hinkt Espinosas Comic nur hinterher.


