Roddy Doyle Paula Spencer

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(10)
(3)
(0)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Paula Spencer“ von Roddy Doyle

Direkt und kraftvoll erzählt Booker-Prize-Träger Roddy Doyle von der 48-jährigen Paula Spencer, die seit wenigen Monaten trocken ist und – immer kurz vor dem Rückfall – um Normalität in ihrem Leben ringt. Ein schwieriges Unterfangen, da ihr die alltäglichen Handlungen zunehmend befremdlich erscheinen.Doyles zugleich knapper und authentischer Stil bringt den Leser so dicht an die Figur der Paula heran, dass sich all ihr Tun unmittelbar zu vergegenwärtigen scheint.

Stöbern in Romane

Die goldene Stadt

Indiana Jones oder Welt der Wunder? Auf jeden Fall ein außergewöhnliches Buch!

Lieblingsleseplatz

Die Tänzerin von Paris

Streckenweise langatmige Analyse der Lucia Joyce zwischen Fiktion und Wahrheit.

SinjeB

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

Lovely_Lila

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Thomas_Kastura

    Thomas_Kastura

    Bewegend, aber man sollte den Roman nicht auf die Alkoholikerperspektive von Paula reduzieren (obwohl die wahnsinnig gut dargestellt ist). Ein Familiendrama, heutzutage erzählt ja kaum jemand noch von den "kleinen Leuten", für die immer fiesere Begriffe gefunden werden à la "Prekariat" etc. Doyle ist übrigens ein Meister des Dialogs, schön verknappt, schreibt nur das Nötigste, keine Adverbien außenrum, alles geht aus dem Gesagten hervor.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Phil Decker

    Phil Decker

    01. December 2010 um 10:39

    Mich hat das Schicksal von Paula Spencer schon in seinem ersten Buch sehr berührt. Es ist ihm dieses Mal wieder gelungen und ich bewundere sein Einfühlungsvermögen als Mann und seine einfache Sprache, mit der er die Gesamtzusammenhänge wieder gibt. Ich hoffe, daß es eine Fortsetzung gibt und empfehle allen Interessierten mit dem ersten Buch von Doyle über Paula zu starten und auch seine (Weihnachts-)Kinderbücher nicht außer acht zu lassen.

    Mehr
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Huebner

    Huebner

    12. November 2010 um 14:28

    Paula ist Alkoholokerin, hat das Problem erkannt, kann es aber nicht lösen, weil es in Dublin nicht viel Anderes zu tun gibt außer trinken und Putzengehen. Paula hat Kinder und eine Ehe hinter sich, die alles andere als gewöhnlich auseinanderging. Die unglaubliche Sprachgewalt Roddy Doyles macht dieses Buch so authentisch, so dramatisch und so entsetzlich ehrlich. Paula möchte man gern an den Schultern packen und ordentlich durchschütteln, damit sie sich auf ihre Kinder, ihre Schwestern und vor allem ihr Leben konzentriert, was sie durch den Fuselnebel eben nicht schafft. Eine seltenes Komplimeent geht auch an die Layouter dieser Ausgabe, der mit beiden Fäusten gestraffte Morgenrock ist so sagenhaft treffend!

    Mehr
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Juana

    Juana

    16. November 2008 um 10:55

    Wer Roddy Doyles Roman "The Woman who walked into doors" geliebt hat, wird auch dem rauen Charme der Fortsetzung erliegen. Paula Spencer, Putzfrau, Mutter von vier Kindern, im ersten Teil Opfer ihres prügelnden Ehemanns und seit vier Monaten trocken, versucht nun im Wirtschaftswunder-Irland ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Den Kampf dieser Frau aus einfachen Verhältnissen mit sich selbst, beschreibt der Dubliner Roddy Doyle so hautnah und sehr anrührend, wie nur jemand es kann, der das Milieu sehr gut kennt und sich fast unheimlich überzeugend iin Frauenfiguren hineinversetzen kann. Zudem gibt Doyle Einblicke ins heutige Alltagsleben der Dubliner Unterschicht und - über Paulas Schwestern und Kinder - in die neue Mittelschicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    13. November 2008 um 09:59

    Vor gut zehn Jahren hat Roddy Doyle Paula Spencer bereits einen Roman gewidmet: „Die Frauen, die gegen Türen rannte“. Ihr Körper war übersät mit blauen Flecken, die sie sich von den regelmäßigen Prügeln ihres sadistischen Mannes Charlo zuzog. Durch die ständigen Erniedrigungen und der stets drohenden Armutsverwahrlosung wurde sie alkoholabhängig. Nun ist Charlo als flüchtiger Mörder erschossen worden und Paula seit mehr als vier Monaten „trocken“. Die vom Schicksal gebeutelte Frau erzählt erneut von ihrem Kampf, das Leben aus der Unterschicht zu bewältigen. Sie jobbt als Putzfrau und versucht mit ihren vier Kindern ins Reine zu kommen. Hier werden die ersten bedeutsamen Schritte einer 48jährigen Frau geschildert, die anfängt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und dabei Stück für Stück erstmals die Kontrolle über ihr Leben entwickelt. Es sind die kleinen Siege im täglichen Alltagskampf, die Paula neues Selbstvertrauen geben: „Sie könnte aufstehen und zur der Stelle gehen, wo sie lag, wenn Charlo sie zusammengeschlagen hatte. Sie könnte sich hinlegen und Arme und Beine in die Stellung von damals bringen, als hätte jemand ihren Umriss mit Kreide auf den Teppich gemalt, und würde nichts dabei empfinden. Doch, es liegt bestimmt am Leben ohne Alkohol. Es ist eine andere Welt. Dass sie ihr besonders gut gefällt, könnte Paula nicht behaupten. Aber mit dieser neuen Frau, die allmählich leben lernt – mit der lässt es sich aushalten.“ Durch diese inneren Monologe erfährt der Leser viel über die traurige Vergangenheit der tapferen Frau, aber auch über ihre Hoffnungen und Träume. Hier werden schonungslos und offen die Anstrengungen des mühsamen Weiterlebens eingefangen, denn der drohende Rückfall in die verheerende Sucht ist allgegenwärtig, dem Paula aber mit aller Kraft widersteht. So erarbeitet sie sich und ihren Kindern einen bescheidenen Wohlstand, führt erste zaghafte Familiengespräche über die verlorenen Jahre und kommt dabei ihren Kindern immer etwas näher. Roddy Doyles Roman „Paula Spencer“ besticht durch glaubwürdige Beschreibungen, die nie kitschig, rührselig oder gefühlsduselig sind. Seine Schilderungen wirken absolut echt, sein Anliegen ist zutiefst menschlich und seine Sprache schnörkellos und direkt. Es ist meisterlich, wie er durch Dialoge Charakterisierungen vornimmt, Stimmungen erfasst und innere Zustände sichtbar werden lässt. Er bewertet nicht, er beschreibt nur; fast emotionslos aber gelegentlich auch humorvoll. Gerade durch diese Reduziertheit wird der Roman so ergreifend und auf eine stille Weise berührend. Roddy Doyle ist und bleibt das Sprachrohr der Unterdrückten und Betrogenen, der Gedemütigten und Ungetrösteten. Ein wahrer Chronist der Unterschicht, dem mit Paula Spencer ein überzeugendes Buch aus der Sicht einer gedemütigten Frau gelang, die sich ihre Würde zurück erkämpft. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir eine Romanfigur jemals so nahe stand, mich so beschäftigte wie Paula Spencer.

    Mehr
  • Rezension zu "Paula Spencer" von Roddy Doyle

    Paula Spencer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. October 2008 um 22:40

    Eines der berührendsten und emotionalsten Bücher, welche ich gelesen habe. Ein Buch voller Tragik - aber unsagbar groß und hoffnungsvoll. Es sind die leisen Töne, die berühren, die zeigen, welch unsagbare Kraft die Protagonistin hat - ein Mensch, ein Leben, vor dem man nur Achtung haben kann. Und ein wundervoll offenes Ende ...