Neue Rezensionen zu Rodger Simons

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Boris Petrovs beste Zeiten beim KGB sind längst vorbei und so sitzt er sich seinen Hintern seit einigen Jahren an einem Schreibtisch der Polizei platt. Die politischen Veränderungen in Russland sind damit auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen. Alles was Boris eigentlich mit seinen 60 Jahren noch geblieben ist, sind nervende Kollegen, belanglose Anzeigen und die junge Nadja aus der Notrufabteilung, mit der er sich täglich einen wahren verbalen Kleinkrieg leistet. Der Notruf, der ihm auf den Tisch flattert ist schon etwas merkwürdig, denn wirklich schlau wird man aus den darin befindlichen Daten nicht. Statt einer Adresse wurden nur Längen- und Breitengrade angegeben um zum Zielpunkt zu gelangen und unterzeichnet wurde das ganze schlicht mit dem Namen Emma.

Da ihm keine freie Streife zur Verfügung steht, muss Petrov sich selbst etwas widerwillig zum Einsatzort bemühen. Später, an einem einsam stehenden Herrenhaus sieht er sich mit einem Komplex konfrontiert, der vollgestopft ist mit modernster Technik. Auch Sewjesch, ein arroganter junger Schnösel, der diese Forschungsanlage leitet ist ihm keine wirkliche Hilfe. Vielmehr belauert man sich zuerst, bis das es zu einer für Petrov gefährlichen Auseinandersetzung kommt. Doch dies ist nur ein Vorgeschmack auf den blutigen Schrecken, der sich Petrov innerhalb der Forschungseinrichtung offenbart und bald merkt er das es für ihn keinen Weg zurück mehr gibt, denn Emma hat längst alle Fäden in der Hand und bestimmt nun über Leben und Tod. Das Problem ist nur, dass Emmas zu Tode gefolterte und gehäutete Leiche direkt in seinem Blickfeld liegt.

Welchem Zweck diente diese Einrichtung und was hat dies alles mit den Seelen ihrer grausam ermordeten Opfer zu tun? Warum hat Emma die Polizei mit dieser höchst mysteriösen Nachricht kontaktiert und warum weiß dieses Wesen so viel aus der blutigen Vergangenheit des alten KGB-Agenten?

 

Der Härtegrad dieses Horrorthrillers bewegt sich dabei etwas über dem allgemein mittleren Niveau mancher anderer Thriller, so das man nicht unbedingt einen starken Magen benötigt, aber andererseits den einen oder anderen Schockmoment durchaus genießen kann. So bin ich (irgendwie hin und her gerissen) durchaus geneigt, dem Gesamtpaket EMMA (einschließlich der mir gesondert vorliegenden Vorgeschichte) noch drei von fünf möglichen Punkten zu geben. Dies liegt zum Teil daran, dass der Autor Rodger Simons es versteht, manchen kritischen Punkt schnell mit einer vorzüglichen Weiterführung der Story vergessen zu machen und damit dann durchaus schriftstellerisches Potential zeigt. Andererseits hätte die Wertung auch noch höher ausfallen können, wenn es eben dann nicht an manchen Ecken (Nachvollziehbarkeit, Handlungsdichte und Charakteraufbau) des durchaus spannenden Thrillers doch etwas zu auffällig geschwächelt hätte.

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Virginys avatar

Boris Petrov, ehemaliger KGB Mitarbeiter, ist inzwischen 60 und Polizist, als ein merkwürdiger Notruf eingeht, der nur aus einem Längen- und Breitengrad, sowie dem Namen Emma besteht.
Da Petrov der einzige verfügbare Polizist ist, fällt ihm die Überprüfung zu.
Die Koordinaten führen ihn zu einer eingezäunten Anlage im Hinterland, wo ihm ein schmieriger Professor öffnet.
Nach einigem Smalltalk fragt er diesen nach Emma, von dem Moment an weiß er, das hier etwas nicht stimmt.
Nachdem ihm eine Angestellte umbringen will, erschießt er sie und den Professor und macht sich durch eine Stahltür auf, das Geheimnis der Anlage zu erkunden und Emma zu suchen.
Im Keller trifft er auf das pure Grauen...

Rodger Simons "Emma" erinnerte mich mit jeder Seite irgendwie immer mehr an den Film "Martyrs", der ja dieselbe Thematik hat, trotzdem hat das Buch etwas eigens, auch wenn mir keine der Figuren besonders sympatisch war.
Das rachsüchtige Mädchen bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen, aufgerundet auf 4.

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