Roger Aeschbacher Kommt Schnee

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Inhaltsangabe zu „Kommt Schnee“ von Roger Aeschbacher

Amoklauf am Bahnhof Basel SBB. Mit einem Samuraischwert wird ein Mann getötet. Der Täter verschanzt sich mit einer Geisel, einem jungen Mädchen, im Bahnhofsbistro. Kommissar Baumer ist sofort am Tatort und versucht, die gefährliche Situation zu deeskalieren. Zwar kann der Amoklauf gestoppt werden, aber es gibt einen weiteren Toten. Baumer glaubt nicht an einen willkürlichen Gewaltausbruch mit zufälligen Opfern. Gegen alle Widerstände macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Bistromorden. Hilfe bekommt er von Wachtmeister Heinzmann, Gerichtmediziner Reggazoni und Zeitungsreporter Danner – ein außergewöhnliches Team.

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  • Rezension zu "Kommt Schnee" von Roger Aeschbacher

    Kommt Schnee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. February 2012 um 11:48

    Andreas Baumer, seines Zeichens Kommissar der Basler Polizei, bläst viel Trübsal ... bis der Alarm kommt, dass ein Samurai schwingender Verrückter sich mit einer Geisel in einem Bistro verschanzt hat. Vor Ort lässt Baumer sämtliche Vorsicht sausen und betritt das Bistro, um mit dem Geiselnehmer zu sprechen. Wirklich gut geht die Aktion leider nicht aus und Baumer gerät ins Fadenkreuz des größtes Ekels des gesamten Basler Polizeiapparats, dem Chef der Kriminalpolizei Windler. Der hört gar nicht gerne, dass Baumer vom Ablauf der Geiselnahme irritiert ist und Ungereimtheiten ausgemacht haben will. Auch die Presse in Gestalt von Herrn Danner findet die Geiselnahme seltsam und bleibt Baumer an den Fersen. Der erste Fall um Andreas Baumer bietet einen spannenden Plot: Eine Kleinigkeit passt nicht recht ins Bild und löst Ermittlungen aus - dennoch schwierig zu machen, denn Windler will die Akte schließen, zumal er die Presse hinter sich sieht und meint, weitere Nachforschungen würden negatives Presseecho auslösen. Baumer und Wachtmeister Heinzmann bleiben hartnäckig und lassen sich sogar von Danner helfen, um zu verwertbaren Ergebnissen zu kommen. Interessante Details liefert zudem der Gerichtsmediziner Reggazoni, der von Baumer und Heinzmann ebenfalls für die Ermittlungen eingespannt wird. Das Quartett wird gezwungenermaßen recht kreativ, um das irritierende Bild von der Geiselnahme aufzulösen. Aus dem Angebot Schweizer Ermittler ragt Baumer mit dem ersten Band jedoch nicht heraus, denn Baumer geriet mir zu plakativ. Er suhlt sich in einem mindestens ein Jahr alten Liebeskummer, ist wortkarg und da er ansonsten wohl recht attraktiv ist, mussten so große Füße her, dass sich im Buch regelmäßig drüber lustig gemacht werden kann. Mir ist Baumer zu sehr nach dem Trend gestrickt, demzufolge Ermittler ein verkrachtes Privatleben haben und permanent als Angriffsfläche über ihre Arbeit, die persönlichen Macken oder Ähnliches herhalten müssen. Stilistisch geht Aeschbacher neue Wege: Viele Passagen werden durch einen Kleinstabsatz voneinander getrennt, der meist nur ein Wort enthält und wie eine Brücke funktionieren soll. Manche davon gefielen mir richtig gut, weil sie die Passagen deutlicher zusammenfassen als die harmlos klingende, ausformulierte Version: Aus einem netten "... versuchte Baumer sie zu beruhigen" wird "abzuwimmeln". Dafür aber vergleicht mir Aeschbacher zu viel. Baumer funktioniert wie ein Automat, Augen fliegen wie der Reisigbesen eines munteren Straßenwischers und Regenmäntel glänzen wie der Lippenstift von Bardame Irma. Nachbar Heberlein läuft mal wie eine Marionette, mal wie ein exerzierender Soldat, mal wie von einer unsichtbaren Gummischnur gezogen (und das innerhalb von nur zwei Seiten). Ich mag Vergleiche grundsätzlich schon, aber hier stapeln sie sich allzu sehr. Manchmal folgen sie auch auf eindeutige Gesten, die weiteren Text eigentlich überflüssig machen. Wenn ein Chef seine Leute mit einem Handwisch zur Tür komplimentiert, ist das eine mehr als deutliche Ansage zu dessen Charakter. Der Handwisch funktioniert bestens ohne den Vergleich der Mitarbeiter mit lästigen Fliegen. Schweizer Eigenheiten findet man eine ganze Menge: Basel wird von einer Clique hochnäsiger Reicher regiert, die Karrieren nach Gutdünken machen und zerstören, die "Dreckszürcher" können es einem Basler auch nie recht machen und alle, die jenseits des Röstigrabens aufgewachsen sind, haben gleich ganz verloren in dieser Stadt. Basel kommt extrem schlecht weg - glaubt man dem Buch, tickt diese Stadt mit eigenen Regeln als kleine, elitäre Insel. Im zweiten Band könnte es an diversen Stellen anders laufen, Anknüpfungspunkte hat Aeschbacher zu diesem Zweck ganz gut verteilt. Das in diesem Buch aufgestellte Team aus Baumer, Danner und Heinzmann sowie dem Gerichtsmediziner Reggazoni bleibt erhalten und ich bin gespannt, wie die vier den Staffelstab untereinander weitergeben werden.

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  • Rezension zu "Kommt Schnee" von Roger Aeschbacher

    Kommt Schnee
    Glenn

    Glenn

    21. December 2011 um 18:54

    Die Geschichte dreht sich um einen "Amoklauf" im Basler Hauptbahnhof. Die Sätze sind oft abgehackt und unzusammenhängend. Die Geschichte ist langweilig und wird schlecht erzählt. Ich finde zudem, dass die Kurzbeschreibung nicht auf den Inhalt des Buches zutrifft.

  • Rezension zu "Kommt Schnee" von Roger Aeschbacher

    Kommt Schnee
    Anne-Kuhlmeyer

    Anne-Kuhlmeyer

    18. January 2011 um 23:17

    Kommt Schnee" ist ein ausgesprochen unterhaltsamer und spannender Krimi, den ich mit Freude gelesen habe. Besonders gelungen ist der unprätentiöse und authentische Charakter des Protagonisten. Kommissar Baumer ist kein Held und schon gar kein Antiheld. Er ist ein ganz normaler Typ, der fast stoisch seiner Aufgabe folgt, sicher mit gutem Grund, denn sein Privatleben bietet wenig Erfreuliches, keine Katastrophen, nur die kleinen Kränkungen und größeren Schicksalswendungen, die jeder hinnehmen und durchstehen muss. Neben seiner gepflegten Erscheinung macht ihn das ausgesprochen sympathisch. Er ermittelt in einem Fall, der gar keiner sein dürfte, wenn es nach den Wünschen seines autoritären und manipulativen Chefs ginge. Doch er und sein Kumpel und Kollege Heinzmann haben nichts zu verlieren, weil sie nichts zu gewinnen haben in diesem System von Vetternwirschaft und Seilschaften. Also tun sie ihre Arbeit. Und die tun sie auf eine lesenswerte Weise. Das Besondere an diesem Regio-Krimi ist der schweizerische Sprachgebrauch, der den Ort für einen Ortsunkundigen wunderbar bezeichnet und eine Reihe von hübschen Begriffen und Redewendungen bietet. Auf den nächsten Fall von Kommissar Baumer bin ich schon neugierig.

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  • Rezension zu "Kommt Schnee" von Roger Aeschbacher

    Kommt Schnee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. September 2010 um 23:14

    Kommt Schnee ist der erste Krimi von Roger Aeschbacher mit dem sympathischen Basler Kommissar Andi Baumer. Er macht nicht viele Worte und ist ein Einzelkämpfer, doch der Autor lässt mit jedem Kapitel mehr Einblicke in die Gedanken und Gefühlswelt zu. Seinen Liebeskummer ertränkt er in Espresso und so kommt auch ohne viel Blut zu vergießen genug Spannung auf, um dem Kriminalroman fesselnd zu folgen. Basel ist die drittgrößte Stadt der Schweiz, ein Wirtschaftsstandort und auch hier gilt es Verbrechen zu klären. Ein Amoklauf im Basler Bahnhof SBB, bei dem ein Mann durch ein Samuraischwert getötet wird, Korruption und Komepetenzgerangel, das alles löst Baumer auf seine ganz eigene Art und Weise und genau das macht diesen Krimi aus. Wer auf einen methodischen und charakteristischen Krimi Wert legt, wird an Andi Baumer, sowie gemütstarken Helfern bei der Wache, in der Gerichtsmedizin und bei der Zeitung nicht vorbeikommen. Ein Plädoyer für einen neuen Ermittler, auf dessen Fortsetzung und Entwicklung ich sehr gespannt bin.

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