Roger Hackstock

 4.4 Sterne bei 25 Bewertungen

Lebenslauf von Roger Hackstock

Geboren 1963, Studium der Elektrotechnik, Schwerpunkt Umwelttechnik, an der TU Wien. Von 2002 bis 2013 Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Mit dem ersten solaren, nur bei Sonnenlicht sichtbaren Jahresbericht sorgte er 2012 in der Werbebranche weltweit für Aufsehen. Seit 2013 Mitglied im europäischen Energiewirtschafts-Think-Tank Energy Academy und freiberuflicher Energiepolitik-Berater.

Alle Bücher von Roger Hackstock

Energiewende

Energiewende

 (25)
Erschienen am 11.02.2014
Flexibel und frei

Flexibel und frei

 (0)
Erschienen am 05.10.2017

Neue Rezensionen zu Roger Hackstock

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melvils avatar

Rezension zu "Energiewende" von Roger Hackstock

Zu fortschrittsgläubig und technikoptimistisch
melvilvor 4 Jahren

Roger Hackstock legt mit dem Buch "Energiewende" ein Plädoyer für den Ausbau von erneuerbaren Energien vor. Es handelt sich nicht um eine neutrale Darstellung der Sachlage. Folgende Hauptthesen werden im Buch aufgestellt:
1. Der Klimawandel sorge für immer extremere Temperaturen, Wetterumschwünge und Naturkatastrophen. Das ist in der Tendenz sicher richtig, wird aber in diesem Buch ein bisschen übertrieben dargestellt. Es wird übersehen, dass es auch früher viele extreme Wetterverhältnisse und Naturkatastrophen gab. Der Klimawandel ist nicht für jeden kleinen Wirbelsturm verantwortlich. Abgesehen davon müsste ein seriöser Autor zugeben, dass kein Klimamodell die zukünftige Entwicklung des Klimas vorhersagen kann (und auch nicht die Zukunft des Golfstroms oder die Höhe des Meeresspiegels).
2. Der Ausbau der erneuerbaren Energien solle noch viel schneller gehen. Der Staat solle erneuerbare Energien weiterhin subventionieren. Da stellt sich mir die Frage, warum sich Ökostrom nicht von alleine gegen Atom- und Kohlestrom am Markt durchsetzen kann. Die Antwort lautet: Weil diese beiden Energiearten subventioniert werden. Also müsste seine Forderung eigentlich lauten, diese Subventionen abzuschaffen, anstatt noch mehr Subventionen zu fordern.
3. Chinesische Billigimporte von Solarzellen mit Importzöllen zu belegen sei richtig, weil ja sonst Arbeitsplätze gefährdet sind. Dabei könnten doch billigere Solarmodule mehr Leute dazu animieren, sich eben solche aufs Dach montieren zu lassen und so die Energiewende zu beschleunigen. Das vergisst der Autor aber und schreibt stattdessen gegen die billigen Importe an, als wäre er ein deutscher Gewerkschaftler.
4. Der technische Stand der Wärme- und Energielangzeitspeicherung wird viel zu optimistisch dargestellt. Insgesamt tendiert der Autor zu Lösung der Klimaproblematik durch Technik anstatt durch weniger Verbrauch. Vom Rebound-Effekt hat er wohl noch nie gehört. Man liest auch viel zu wenig von ihm gegen die Ausnahmen für "energieintensive Betriebe" im EEG, die mit für die zurzeit hohen Strompreise für Verbraucher verantwortlich sind.
5. Es werden im Buch viele Statistiken zur Menge von durch Windkraft und Solarenergie produziertem Strom genannt, und der Leser hat sich gefälligst zu freuen, dass es immer mehr wird. Einen Grund zur Freude gäbe es aber nur, wenn gleichzeitig kaum noch Kohlestrom produziert würde. Wird er aber, und die absolute Menge sinkt nicht. Ohne eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum wird das auch so bleiben und wir werden trotz Windrädern alle sterben.

Insgesamt ist das Buch mit zwei Sternen gut bedient.

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Bris avatar

Rezension zu "Energiewende" von Roger Hackstock

Schluss mit der Verdrängung
Brivor 4 Jahren

Energieerzeugung ist heute ein großes, zum Teil stark subventioniertes Geschäft, vor allem für Konzerne. Strom wird zu jeder Tages- und Nachtzeit in großen Mengen benötigt, um unser Leben, so wie wir es gewohnt sind, am Laufen zu halten. Die Strommenge, die täglich verbraucht wird, wird trotz der in vielen Haushalten bereits eingesetzten hocheffizienten Geräte nicht weniger. 


Die Industrie benötigt den Lebenssaft für ihre Maschinen in rauen Mengen und um diese Industriezweige im Land zu halten, Steuereinnahmen nicht zu verlieren und Arbeitsplätze zu sichern - wie uns die Politik immer angst machend unter die Nase reibt, was passieren würde, wenn die Firmen mehr für ihren Verbrauch zahlten, als bisher - erhalten gerade die Unternehmen, die viel Energie verbrauchen, diese zu günstigen Preisen. Nicht wer Strom "spart" spart bzw. nicht verbraucht wird finanziell entlastet, ganz im Gegenteil.


Nach wie vor wird die Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen als unverzichtbar gehalten und gefördert. Brennstoffe, die nur noch sehr begrenzt existieren und unter nicht unerheblichem Aufwand gefördert werden müssen. In Brandenburg werden zum Beispiel ganze Dörfer umgesiedelt, um den Braunkohle-Tagebau, der die Gegend in eine Mondlandschaft verwandeln wird, möglich zu machen. Ob die Vorkommen dieses Vorgehen rechtfertigen, steht nicht zur Debatte. Es wird getan, weil man es kann. Der Preis verödeter Landschaften und entwurzelter Menschen wird einfach hingenommen, denn die dieses Vorgehen entscheiden, sie sind davon ja nicht betroffen.


Atomstrom ist trotz der äußerst aufwändigen Erzeugung, hinlänglich bekannter Schwierigkeiten der "Müllentsorgung" und der Tatsache, dass Unfälle in Atomkraftwerken schreckliche, in keinster Weise handelbare Folgen nach sich ziehen, auf dem Markt zu billigen preisen zu haben. Grund dafür sind die staatlichen Subventionen, von denen die meisten Verbraucher nichts ahnen.

Erst schlimme Katastrophen von globalem Ausmaß und jahrhundertelang anhaltende Schäden der Umwelt - wie in Fukushima - lassen die Menschen aufhorchen. Für kurze Zeit. Denn eines gelingt uns immer besser: ein Verhalten an den Tag zu legen, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Psychologie als Verdrängung bekannt ist. Solange wir nicht selbst direkt betroffen sind, leugnen wir die offensichtlichsten Dinge, wie z. Bsp. die Alternativlosigkeit eines globalen Umdenkens und des damit zusammenhängenden Wandels des eigenen Handelns hinsichtlich einer notwendigen Energiewende.


Energiewende so kurz wie deutlich nennt Roger Hackstock sein fundiertes, plausibel informativ und komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar machendes Buch über genau dieses Thema. Man merkt sofort: Dieser Mann weiß, wovon er spricht und kann es zudem klar verständlich transportieren. Nach der Lektüre dieses Buches, das nicht nur den Status quo beschreibt, sondern Mut machende Strategien für die Durchführung der notwendigen Energiewende aufzeigt, fällt es schwer, die unangenehmen Tatsachen zum Klimawandel, zur Knappheit fossiler Brennstoffe, zu den nicht handelbaren Risiken der Atomenergie weiterhin zu verdrängen. Auf der anderen Seite wird klar, wer sich nicht unabhängig macht von der Verwendung fossiler Brennstoffe, macht sich gleichzeitig extrem abhängig von geopolitischen Gegebenheiten. 

Das beste Beispiel dafür zeigt sich derzeit in dem drohenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der die Versorgung mit Erdgas aus den dortigen großen Vorkommen nur allzu schnell unmöglich machen würde.

Kriege werden heute nicht mehr um Territorien geführt, sondern um Rohstoffe zu sichern, die dem Erhalt des Lebensstandards und des westlichen Konsums dienen sollen. 

All das entlarvt Hackstock mit viel Kenntnis der Sachlage und gleichzeitig lockerer Feder. Was dabei besonders ins Auge fällt, ist sein Anliegen, uns keine Angst zu machen, sondern uns einfach auf die einzig mögliche Richtung hinzuweisen, die wir gehen müssen: weg von den fossilen Brennstoffen, hin zu regenerativen Energien. 

Ganz unaufgeregt räumt er auf mit dem Irrglauben, wir wären als Verbraucher ohnmächtig; er erzählt von den Pionieren der Erforschung regenerativer Energien und den Möglichkeiten, die jeder und jede Einzelne von uns tatsächlich hat.  Das macht Mut und gibt ordentlich Schwung, die eigenen Einstellungen zu überprüfen. Vor allem aber entlarvt er durch Fakten und Wissen die angst machende Taktik von Regierungen und Konzernen, die uns nach wie vor weismachen wollen, dass wir unseren Strombedarf nur auf die derzeitige Weise decken können, anstelle das Notwendige und einzig Richtige zu tun: Die Erforschung verbesserter Speicherkapazitäten und den weiteren Ausbau der regenerativen Energien voranzutreiben. 

Ein wichtiges, fundiertes, informatives Buch, das mit vielen falschen Annahmen aufräumt.

Einfach lesen!

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Gulans avatar

Rezension zu "Energiewende" von Roger Hackstock

Plädoyer für die Energiewende
Gulanvor 4 Jahren

Die Energiewende ist eines der meist diskutierten gesellschaftlichen Projekte der 2000er Jahre. Roger Hackstock war mehr als zehn Jahre lang Geschäftsführer des österreichischen Solar-Branchenverbandes und hat in diesem Buch seine Gedanken und Forderungen aufgeschrieben, wie eine erfolgreiche Energiewende geschafft werden kann.

Er beginnt sein Buch mit der Beschreibung des Klimawandels und des Ende des Ölzeitalters. Danach folgt ein Kapitel über die unrühmliche Rolle der Energiekonzerne bei der Energiewende. Es folgt ein kurzer Abriss über die Geschichte der erneuerbaren Energien und ein Ausblick, was die Erneuerbaren in der Zukunft zu leisten imstande sind und wie die Gesellschaft hierfür die richtigen Weichen stellen kann.

Der Autor schreibt sehr flüssig und lässt immer wieder persönliche Erlebnisse, Zahlen und Daten oder gute Beispiele einfließen. Im Anhang findet sich eine umfangreiche Literaturliste. Leider verzichtet er aber auf ein Glossar. Bei den vielen Beispielen, die er aufzeigt, wären meiner Meinung nach auch Grafiken und Bilder wichtig gewesen.

Das Buch ist ein Plädoyer für die Energiewende, ist aber mir teilweise zu enthusiastisch und zu wenig argumentativ geschrieben, denn an einigen Stellen kratzt es nur an der Oberfläche der Diskussion. Alles in allem halte ich es aber doch für lesenswert.

Kommentare: 4
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Gespräche aus der Community

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Energies avatar

Liebe Leser und Leserinnen,

da mein Buch "Energiewende" offenbar vielen gut gefallen hat - 15 Rezensionen auf Lovelybooks mit 5 Sternen! - möchte ich zum Welttag des Buches (23. April) fünf handsignierte Exemplare meines Buches verlosen.

Warum ich dieses Buch geschrieben habe? Tausende Bürger und Gemeinden haben begonnen, Energie vor ihrer Haustür aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse zu erzeugen. Sie schließen sich in Genossenschaften zusammen, errichten Solar- oder Windparks. Überall im Land entstehen viele kleine Kraftwerke, deren Einnahmen nicht in die Kassen der traditionellen Energieversorger fließen. Das Ziel der neuen Konkurrenz ist überdies nicht maximale Rendite, sondern der größte Nutzen für die Bevölkerung und die regionale Wirtschaft. Doch erneuerbare Energie hat eine Größenordnung erreicht, die ins System eingreift und vieles durcheinander bringt. Die Zeit drängt: Es braucht einen Plan, wie es mit der Energiewende weitergehen soll, um sie großflächig umzusetzen.

Darum geht es in dem Buch, oder um es mit den Worten der Leserin "Anchesenamun" zu sagen: "Interessante Fakten, man lernt viel Neues. Ein Muss für Befürworter UND Gegner der Energiewende!"

So könnt ihr an der Verlosung teilnehmen: Schreibt einen kurzen Kommentar, wie es euch geht mit der Energiewende. Jedes Posting nimmt an der Verlosung teil.

Los geht´s: bis 30. April 2014 könnt Ihr posten und mit ein wenig Glück eines von fünf signierten Exemplaren von "Energiewende" gewinnen.

Viel Glück!

PS: Wer es vielleicht schon gelesen hat, kann auch gern voten bei "Die besten Sachbuch Neuerscheinungen 2014" - dzt. ist "Energiewende" auf Platz 5   ;-)
http://www.lovelybooks.de/buecher/sachbuch/Die-besten-Sachbuch-Neuerscheinungen-2014-1069735861/

Zur Buchverlosung
Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Das Solarzeitalter kommt. Jetzt!

Worum geht's?

Die Energiewende hat schon begonnen. Tausende Bürger und Gemeinden erzeugen Energie vor ihrer Haustür aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Sie schließen sich in Genossenschaften zusammen, errichten Solar- oder Windparks. Die Versorgung mit Energie aus erneuerbaren Quellen hat heute eine Größenordnung erreicht, die für Konzerne zum Problem wird. Überall im Land entstehen viele kleine Kraftwerke, deren Einnahmen nicht in die Kassen der traditionellen Energieversorger fließen. Das Ziel der neuen Konkurrenz ist überdies nicht maximale Rendite, sondern der größte Nutzen für die Bevölkerung und die regionale Wirtschaft. Die Zeit drängt: Es braucht einen Plan für die großflächige Umsetzung der Energiewende. Lokale Initiativen und Kleinversorger müssen zu einen Gesamtkonzept zusammengefasst werden, auch neue Technologien und neue Regeln für die Energiewirtschaft sind erforderlich. Was braucht es, um die Versorgung mit Öko-Strom und -Wärme rund um die Uhr zu gewährleisten? Wie funktioniert der Transport, wie die Speicherung der Überschüsse? Wird Energie dann teuer?

Anhand vieler persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen schildert der Autor die Entwicklung umweltfreundlicher Energien seit den 1970er-Jahren und gibt einen spannenden Ausblick auf das kommende Jahrzehnt, in dem die Energiewende konkret wird.

Erscheinungstermin: 12. Februar 2014


Roger Hackstock

Geboren 1963, Studium der Elektrotechnik, Schwerpunkt Umwelttechnik, an der TU Wien. Von 2002 bis 2013 Geschäftsführer des Branchenverbandes Austria Solar. Mit dem ersten solaren, nur bei Sonnenlicht sichtbaren Jahresbericht sorgte er 2012 in der Werbebranche weltweit für Aufsehen. Seit 2013 Mitglied im europäischen Energiewirtschafts-Think-Tank Energy Academy und freiberuflicher Energiepolitik-Berater.


>> Informationen zum Buch
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Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr über die Energiewende erfahren wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 10. Februar 2014 für eines von 20 Leseexemplaren von "Energiewende" Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

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Blausterns avatar
Letzter Beitrag von  Blausternvor 5 Jahren
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