Roger Leloup

 4.1 Sterne bei 100 Bewertungen
Autor von Die Orgel des Teufels, Spuk in Schottland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Roger Leloup

Roger Leloup wurde 1933 im belgischen Verviers geboren. Nach einem Kunststudium assistierte er ab 1950 Jacques Martin bei dessen Serie "Alix". Von 1955 bis 1969 arbeitete er für das Studio Hergé, wo er vor allem für die technischen Details der Serie "Tim und Struppi" zuständig war. 1969 veröffentlichte Leloup seinen ersten eigenen Comic "M. Bouffu". Der Durchbruch gelang ihm ein Jahr später mit den Abenteuern um die japanische Elektronikspezialistin "Yoko Tsuno", die Leloup für das Magazin "Spirou" entwickelt hatte und die er bis heute zeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Yoko Tsuno 29: Engel und Falken" von Roger Leloup

Zwei neue Yoko-Abenteuer
Buchgespenstvor 18 Tagen

Bonnie und Emilia bekommen Post aus dem Jahr 1935. Als Emilia eine Antwort schreiben will reist die Zeitmaschine plötzlich ab. Emilia kann gerade noch an Bord gehen. Das ist ihre Chance einen Unfall zu verhindern, der 1935 zwei Kinder das Leben kostete. Yoko ist von dem eigenmächtigen Handeln ihrer Freundin nicht begeistert.
 Kaum aus der Vergangenheit zurück ereilt die Freundinnen ein Ruf von Harold, der eine Mumie an die Ägypter zurückgeben will. Geheimnisvolle Drohbriefe und Drohnenangriffe auf seine Nichte machen das Abenteuer allerdings gefährlich.

Der mittlerweile neunundzwanzigste Comicband erzählt zur Abwechslung mal wieder „normale“ Abenteuer, nachdem die letzten Bände sich eher mit der Science-Fiction-Welt von Vinea beschäftigten. Beide hier erzählten Geschichten sind gewohnt spannend und auch zeichnerisch toll erzählt, allerdings hätte es mir besser gefallen, wenn sie tatsächlich als die zwei voneinander unabhängigen Abenteuer gekennzeichnet gewesen wären, die sie auch sind. Der Übergang vom einen ins andere ist ein wenig dürftig und sehr konstruiert.

Harolds Nichte Dinah konnte mich als neuer Charakter ebenfalls nicht begeistern. Sie ist mir zu pampig. Ihre Entwicklung vom arroganten, verzogenen Gör zur neuen Freundin fand ich wenig überzeugend. Die Gestaltung ihres Gesichts, das permanent herablassend und schlecht gelaunt wirkt tat dem Charakter ebenfalls nicht gut.

Alles in allem ein toller neuer Yoko Tsuno-Band mit ein paar Schwächen.

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Rezension zu "Yoko Tsuno: TWO-IN-ONE" von Roger Leloup

Guter Einstieg in die Comicserie!
MikkaGvor 3 Jahren


Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Carlsen Comics erschienen fünf der absoluten Bestseller des Verlags als Sonderausgaben, jeweils im Softcover-Doppelband, und dabei durften zwei Abenteuer der selbstbewussten Elektronikspezialistin Yoko Tsuno natürlich nicht fehlen. Schließlich war diese Anfang der 70er Jahre nicht nur die erste europäische Comic-Heldin überhaupt und damit eine Rarität in einer Zeit, als männliche Superhelden weltweit die Comics dominierten, sondern ist auch für moderne LeserInnen noch eine ansprechende Identifikationsfigur: eine sympathische und mutige junge Frau, die ungewöhnliche, fantastische oder gar unglaubliche Abenteuer erlebt und dabei nicht auf Superkräfte zurückgreifen kann, sondern stattdessen mit Einfallsreichtum und Intelligenz trumpft.


Sie zieht gewaltfreie Lösungen vor, erweist sich aber, wenn es gar nicht anders geht, auch als nicht zu unterschätzende Judo- und Aikido-Kämpferin.


Schon 1968 begann der Comiczeichner Roger Leloup mit der Arbeit an Yokos Abenteuern, für das Comicmagazin 'Spirou', und tatsächlich arbeitet er auch heute, im Alter von 83 Jahren, immer noch selber an der Serie! Im Juni 2017 erschien der 28. Band, der bisher nur auf Französisch erhältlich ist, und Band 29 ist bereits in Arbeit. Bei Carlsen ist die Reihe inzwischen nur noch in gebundenen Sammelbänden erhältlich, die je drei Ausgaben der Serie zusammenfassen – allerdings thematisch und nicht chronologisch.


Ich bin keine Expertin für Comics, aber in meinen Augen ist der Zeichenstil klar und eher schlicht, dabei jedoch sehr ausdrucksstark. Besonders gelungen finde ich die detaillierte Darstellung von Technik und Architektur! An Kleidung, Autos und Technologie zeigt sich auf charmante Art deutlich das Alter des Comics, inhaltlich sind die Geschichten für mein Gefühl indes zeitlos. 


Yoko ist eine wunderbare Heldin! Mir gefällt, wie sie einerseits ganz emanzipiert zeigen darf, dass sie eine Expertin auf ihrem Gebiet ist und keinen strahlenden Ritter auf weißem Ross braucht, um brenzlige Situationen zu meistern, aber andererseits auch ihre feminine Seite nicht verstecken muss – wobei sich diese feminine Seite erfreulicherweise nicht, wie so oft bei Comic-Heldinnen, in hautengen Kleidern mit absurd tiefem Dekolleté zeigt, sondern eher mal im Kimono. 


Interessant ist auch, wie sie mit dem mehr oder weniger versteckten Rassismus umgeht, dem sie in ihrem Abenteuern begegnet: sie geht scheinbar darauf ein und führt ihn dadurch ad absurdum. Als jemand sie zum Beispiel als 'gelber Affe' bezeichnet, bittet sie beim Abendessen um Obst und wählt eine Banane, denn "Affen essen wahnsinnig gerne Bananen!" 


Meines Erachtens ist besonders originell, wie die Serie sich immer wieder über Genregrenzen hinwegsetzt, von Science Fiction über Mystery bis hin zum Fantastischen, was sich schon an den zwei im Sammelband enthaltenen Abenteuern zeigt.


Die erste Geschichte ist pure Science Fiction: Yoko und ihre beiden Freunde Vic und Knut begegnen einem außerirdischen Volk, das schon lange Zeit im Geheimen tief unter der Erde lebt, weil ihr eigener Planet zerstört wurde. Die zweite Geschichte würde ich dagegen eher als atmosphärischen Krimi auf Grundlage alter Legenden und Sagen bezeichnen, denn hier geht es um eine mittelalterliche 'Teufelsorgel', die Menschen in den Wahnsinn treiben und Mauern zum Einsturz bringen soll. Dieses Abenteuer spielt übrigens in Deutschland, genauer gesagt auf Burg Katz!


Fazit:


Roger Leloup zeichnet schon seit 49 Jahren an seinem Lebenswerk, den Abenteuern der japanischen Elektronikspezialistin Yoko Tsuno. Diese sind mal Science Fiction, mal Krimi, mal Action, manchmal sogar nahe dran am Fantastischen, aber immer klar gezeichnet und intelligent geschrieben. Obwohl der Humor durchaus nicht fehlt, ist "Yoko Tsuno" für mich weniger ein 'Funny' als eine originelle Abenteuerserie. 


Die beiden im Sammelband enthaltenen Geschichten fand ich auf völlig unterschiedliche Art und Weise sehr ansprechend und unterhaltsam, aber gerade diese Abwechslung macht für mich einen großen Teil des Reizes der Serie aus. 

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Rezension zu "Yoko Tsuno 27: Khanys Geheimnis" von Roger Leloup

Ein alter Feind
Buchgespenstvor 3 Jahren

Als Yoko mit ihren Freunden auf Loch Castle in Schottland ist, erhält sie einen Hilferuf von Khany, ihrer vineanischen Freundin. Ein alter Feind hat sich auf dem Mars eingenistet und plant die Vernichtung der Menschheit. Yoko bricht auf, um ihm das Handwerk zu legen.

Auch das 27. Abenteuer um Yoko ist toll gemacht. Die Zeichnungen sind detailliert und großartig gemacht. Ein bisschen vermisse ich die Komplexität der Abenteuer, aber hier wird einiges aus alten Bänden fortgesetzt, so dass einiges seinen Abschluss findet und man bekannten Charakteren wiederbegegnet.

Für Yoko Tsuno-Fans auf jeden Fall ein Muss. Die alten Abenteuer gefallen mir noch besser, aber es ist eine tolle Fortsetzung. Ich bin gespannt, ob es mit Yoko noch einmal weitergehen wird.

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