Heimliche Freundschaften

von Roger Peyrefitte 
4,0 Sterne bei2 Bewertungen
Heimliche Freundschaften
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Mit dem Roman Heimliche Freundschaften gewann Roger Peyrefitte den Prix Renaudot und löste einen Skandal aus.

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Inhaltsangabe zu "Heimliche Freundschaften"

In Saint-Claude, einem katholischen Knabeninternat, herrscht eine strenge Schulordung und religiöse Disziplin, die von zwielichtigen und unberechenbaren Patres überwacht wird. Als George und Alexandre, zwei strahlende und leidenschaftliche Jungen, sämtlichen Vorschriften trotzen und sich gegenseitig näher kommen, sollen sie voneinander getrennt werden. Die dramatischen Folgen sieht niemand voraus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783861878377
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Bruno Gmünder ein Imprint von Salzgeber Buchverlage GmbH
Erscheinungsdatum:02.02.2004

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mit dem Roman Heimliche Freundschaften gewann Roger Peyrefitte den Prix Renaudot und löste einen Skandal aus.
    Internatserinnerungen

    George, ein 14 jähriger Junge wird auf ein streng katholisch geführtes Internat geschickt. Trotz der sehr strengen Regeln und der ständigen Überwachung durch die Lehrer, freundet er sich mit Lucien an. Solche engen Freundschaften zwischen den Internatsschülern, sind bei den Patern nicht gerne gesehen. Lucien schwärmt George ständig von seiner heimlichen Freundschaft zu André vor, fortan ist er auf deren Freundschaft eifersüchtig und will sie bei den Patern anschwärzen. Im letzten Moment bekommt er allerdings Gewissensbisse, allerdings ist es zu spät. André muss sofort das Internat verlassen.

    Im letzten Jahrhundert gab es eine Vielzahl von begabten Schriftstellern, deren Werke sich mit der Homosexualität auseinandergesetzt haben. Entweder spielte die Geschichte in einem homosexuellen Milieu, oder einer (=oder mehrere) der Charaktere war schwul. Allerdings waren oder sind es nicht immer erotische oder pornografische Inhalte, meist handeln sie von alltäglichen Dingen, mit dehnen sich homosexuell liebende Menschen auseinandersetzten mussten. Sie sind oft durchzogen von Missbrauch und Gewalt, denn dort wo der einzelne Mensch sich nicht frei entfalten kann, dort wo er seine Gefühle unterdrücken muss, herrscht oft ein Klima der Gewalt und zum Bedauern auch eines des Missbrauchs. Das diese Themen auch heute noch so aktuell sind wie vor 60, 70 oder 80 Jahren, zeigen aktuelle Neuerscheinungen wie - Das Ende von Eddy - und - Ein wenig Leben.

    Dieses 1944 erstmals erschienene Werk widmet sich dem Internatsleben und beinhaltet biografische Details, schließlich war Peyrefitte, der auf Anhieb den Theophraste-Renaudot-Preis für dieses Werk bekommen hat, auch in Jugendjahren auf einem Internat. Er löste damit einen Skandal aus, mehrmals versuchte die katholische Kirche das Werk verbieten zu lassen, denn es beschreibt nicht nur die Zuneigung zweier Internatsschüler zueinander, sondern auch die Obsession der Patres, jene zu unterbinden.


    So teilt sich auch dieses Buch in zwei sehr detaillierten Themen auf: Hier der streng religiös reglementierten Alltag der Jugendlichen, und dort die Heimlichkeiten der Schüler untereinander. Obschon die Sexualität nur diskret angedeutet wird, ist sie jedoch in den romantischen Gefühlen der Jungen zueinander und der unerbittlichen Jagd der Patern nach heimlichen Freundschaften, im Hintergrund immer präsent. In diesem Fanatismus gefangen, hier muss ich ein wenig spoilern, werden die Patres für das Offensichtliche blind. Einer von Ihnen nähert sich den Schülern auf eine ungebührliche Weise.




    Kommentare: 1
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    TheSaints avatar
    TheSaintvor 9 Jahren
    Rezension zu "Heimliche Freundschaften" von Roger Peyrefitte

    Der religiöse Ablauf in einem katholischen Knabeninternat wird eine Spur zu detailliert ausgeführt. Passagen werden dadurch langatmig. Sehr subtile schwule Atmosphäre - gut eingefangen. Trauriger guter Schluß.

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