Roger Smith Blutiges Erwachen

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Inhaltsangabe zu „Blutiges Erwachen“ von Roger Smith

Eine gnadenlose Jagd durch die südafrikanische Hölle Es ist Sommer in Kapstadt. Nach einem Überfall vor ihrer Haustür nutzt ein amerikanisches Ex-Model die Gelegenheit, ihren verhassten Mann loszuwerden und erschießt ihn kaltblütig. Dadurch gerät sie jedoch ins Fadenkreuz rivalisierender Gangs. Dies ist der Auslöser für eine brutale Irrfahrt durch die Ghettos von Kapstadt - eine gnadenlose Welt aus Fressen und Gefressenwerden. Niemand versteht es so eindringlich wie Roger Smith, die dunklen Seiten des heutigen Südafrika zu schildern.

Sehr hart, sehr brutal: Das ist Roger Smith wie man ihn liebt. Spannender Thriller im "schönen" Südafrika.

— PagesofPaddy
PagesofPaddy

puh, so hab ich kapstadt noch nie gesehen. harte sprache!

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    HarryF

    HarryF

    18. February 2013 um 07:46

    Hart, härter - Roger Smith! Ich habe kaum jemals ein Buch gelesen, dass komplett ohne Sympathieträger auskommt. In diesem Buch gibt's eigentlich nur Täter, selbst die Opfer haben Unmengen an Dreck am Stecken. Zartbesaiteten sei dieses Buch nicht empfohlen, es wirft ein unbarmkerziges Licht auch unsere Gesellschaft - auch wenn Südafrika vielleicht ein extremes Beispiel ist.

  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    gurke

    gurke

    26. March 2012 um 00:43

    Die junge Frau und Model Roxy hat sich einen scheinbar sehr leichten Weg gesucht. Sie heiratet Joe und denkt jetzt hat sie es endlich geschafft. Nie wieder Geldsorgen, nie wieder Einsamkeit. Doch weit gefehlt! Ihr geliebter Ehemann ist ein Tyrann und macht ihr das leben zur Hölle. Da kommt ihr doch der bewaffnete Raubüberfall wie gerufen. Ohne großartig darüber nachzudenken, ergreift sie die Chance aus dem Alptraum zu entkommen und erschießt ihren eigenen Ehemann. Sie kann ja alles auf die entkommenen Verbrecher schieben. Doch welche Lawine sie nun mitten in Kapstadt in Gang setzt, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht... Roger Smith hat es wirklich in sich. Er fackelt nicht lange und schreibt um den heißen Brei herum, sondern kommt gleich zur Sache. Außerdem hat er einen einfachen, aber sehr rasanten Schreibstil. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht. Von der Handlung her kommt der Leser schonmal voll auf seine Kosten. Der Autor hat auch überhaupt keine Hemmungen, alles sehr detailgetreu und möglichst grausam zu beschreiben. Wir halten hier auf jeden Fall ein sehr blutrünstiges und hartes Buch in den Händen. Dabei ist alles so gut geschildert, dass man die Verbrechen richtig vor Augen hat und sich die Bilder wie in einem Film im Kopf abspielen. Gute Nerven sollte man also mitbringen. Was der Autor mit den Verbrechen kann, schafft er auch in der Szenerie. Man riecht richtig den Dreck in den Ghettos. Man bekommt ein Gefühl für die Unterwelt in Kapstadt und bekommt eine sehr gute Ahnung was sich so in den schrecklichsten Vierteln der Stadt abspielen könnte. Natürlich können nur bereits Kenner wissen, wie gut Roger Smith wirklich recherchiert hat. Allerdings hat man als Leser das Gefühl, schon einmal an diesem grausamen Ort gewesen zu sein. Interessant waren auch die verschiedensten Handlungsstränge. Wir erfahren, was Roxy widerfährt. Dann lesen wir gleichzeitig von den Kriminellen, die nun ihrerseits Jagd auf die junge Frau machen und natürlich von den Ermittlern selbst. Denn auch Polizeiarbeit ist hier gefragt. Ich bin richtig begeistert von meinem persönlichen Erstling von Roger Smith. Es war grausam, es war realitätsnah und der Verlauf spannend. Das Buch ist nichts für zartbesaitete Leser, aber für Fans die gerne über detaillierte grausame Verbrechen lesen und die sich gerne mal in die finstersten Ecken von Kapstadt entführen lassen möchten und das auch noch in einem rasanten Tempo, für den ist dieses Buch geradezu eine Kaufpflicht! "Blutiges Erwachen" ist meiner Meinung nach nicht umsonst bei Heyne Hardcore erschienen. Denn um einen Thriller, wie man ihn sich hardcore vorstellt, handelt es sich definitiv.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    28. October 2011 um 14:20

    Ja gefreut hatte ich mich. Die Gutmenschen bei Deon Meyer, die Zulu-Philanthropen, war ich dann doch ein klein wenig leid. Gesagt getan! Rein in eine große Buchhandlung in Trier. Würde ich ja nie in einem beliebigen inhabergeführten Sortiment kaufen wollen....um die cke geschlichen -keine bekannten Gesichter gesehen- und ab durch die Mitte...... Zu Hause angekommen, das Buch ausgepackt, aha.......da ist ein Okapi auf dem Umschlag......nein ein Messer....hm zumindest gibt es keine Opinels im Zoo von Jo´burg..... Die Handlung....da werde ich keinen mit nerven, niemandem die Zeit rauben...und schon gar nicht mir den Nachmittag versauen bei dem Versuch den Kladdentext nachzuerzählen..... Ich nehme Elvis Cole, das ist auf Privatdetektivisch das Pendant zu dem netten Engländer im Film "Four Lions", ersonnen vom kongenialen Robert Crais......Damit es nicht zu rassistisch gerät nun fix eine Messerspitze Toni Fenelli oder Jaime Bunda...... Super ich sitze in Europa, und geniesse den schollatourischen Blick auf die Slums von Johannnesburg, in denen ein Waffenschieber einen Koffer in den falschen Kofferaum verlegt, leicht homööpathisch die Rolle privater Sicherheitsdienstleister aus Südafrika im Irak angetickt wird und sich in unterscheidlichsten Konstellationen Ghettokönige, noch nicht im Gefängnis mit Bullem vir dem Gefängnis scheissen, erdolchen und das ganze nett eingebettet in eine dicke fette Portzon Lokalkolorit...... Der eigentliche Übe(r)ltäter, die Mutter allen Schlachtens ist schwarz (nicht pc), vorbestraft (nicht pc) und über beide ohren in seinen netten saunaboy verschossen..... Nun ja, die Peristaltik, spielt auch eine Rolle, es wird eigentlich immer etwas eingeführt. irgendwie, irgendwas,irgendwo manchmal sogar aus freien Stücken..... In der Summe denke ich, wenn ich mit einem Rübenvollernter in Euskirchen durch Fußgängerzone, ist der Bodycount so wie in diesem Buch nur zeitlich erheblich verdichtet... Was bleibt? Na ja ich stand heute in einer kleinen Buchhandlung in Prüm und habe mich so über einen alten Lagertitel von Matt Ruff gefreut, dass ich diesen direkt mitgenommen habe..... P.S: Frei nach Duke Nukem: ....alll diese literarischen Mängel in Kauf nehmend.....dieses Buch "rockt"!!!!

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. July 2011 um 17:46

    Roxy und ihr Mann Joe werden überfallen; die Täter schießen Joe ins Knie. Als Roxy sieht, dass die Täter die Waffe haben fallen lassen, reagiert sie spontan und ergreift die günstige Gelegenheit, sich ihres ungeliebten, aber reichen, Mannes zu entledigen. Das hätte sie nicht tun sollen. Denn die Räuber werden jetzt als Mörder gejagt, und das passt ihnen gar nicht. Entsprechend sauer sind sie auf Roxy. Eine ungesunde Situation für Roxy, die nun zur Zielscheibe rivalisierender Banden geworden ist. Hilfe erhält sie nur von Billy Afrika, einem Söldner, der noch eine persönliche Rechnung offen hat. Glänzende Helden sucht man in diesem Buch vergebens. Alle, auch die mit relativ guten Absichten, haben Dreck am Stecken. Alle haben Gewalttaten begangen und sind bereit, weitere zu begehen. Auch die Frauen und Jugendlichen. Jede Anständigkeit fällt den Umständen zum Opfer. Lediglich Robbie, ein Kleinkind, ist noch unschuldig. Aber auch er muss mehr mit ansehen, als ein Kind sollte. Erst recht, als sich seine Wege mit Piper kreuzen, der ein Teufel in Menschengestalt ist, ein psychopathischer Schlächter, getrieben von einer abartigen Art der Liebe. Dies ist nach Staubige Hölle das zweite Buch von Roger Smith, das ich lese, obwohl ich diese knallharten Thriller normalerweise nicht mag. Die extreme Brutalität lässt sich auch in diesem Buch schwer ertragen, aber trotzdem war es mir unmöglich, es aus der Hand zu legen. Denn Roger Smith schreibt erstens einfach hervorragend, und zweitens stellt er die alltägliche Brutalität Südafrikas sehr realistisch dar. Leben am Abgrund, von Armut, Drogen und Kriminalität geprägt, mit extremer Gewalt, die so alltäglich ist, dass sie sogar für Kinder als normal empfunden wird, das ist die Realität in Südafrika, die Roger Smith in seinen Romanen ungeschminkt schildert. Nichts für zarte Gemüter, aber ein exzellenter Thriller, der für eine durchlesene Nacht sorgt.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Alabriss

    Alabriss

    27. October 2010 um 16:44

    Blutiges Erwachen - Roger Smith Ein Actionfeuerwerk - nichts für schwache Nerven! Was tut man, wenn man seinen Ehemann hasst und er liegt da - nach einem Überfall verletzt und neben ihm liegt eine Waffe? Ruft man die Polizei? Oder drückt man ab? In einer Nacht treffen in Kapstadt die Schicksale der unterschiedlichsten Menschen zusammen: Disco, dessen gutes Aussehen ihm im Gefängnis zum Verhängnis wurde, Roxy, ehemaliges Model, jetzt an ihren unappetitlichen Mann gefesselt, Billy Afrika, der Roxy helfen soll, aber eigentlich selbst Hilfe braucht. Jeder von ihnen lebt in einem anderen Südafrika, die einen in dem der Reichen und Schönen, die anderen in Ghettos, schlimmer als alles was man sich vorstellen kann! Sehr zu empfehlen, aber wirklich nur für Leute mit starken Nerven, die Sprache Roger Smiths und die Bilder die er formt, sind krass!

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  • Frage zu "Der Professor" von John Katzenbach

    Der Professor
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Endlich erscheint "Der Professor" von John Katzenbach. Mein Problem, den habe ich vor Gier dann wieder in 2-3 Tagen durch und brauche Nachschub. Deswegen meine Buchfrage: Welcher Thriller oder Krimi aus dem Jahr 2010 hat euch beim Lesen vor Spannung die Gänsehaut über die Arme getrieben? Diese Buchfrage ist Teil einer LovelyBooks-Aktion: http://blog.lovelybooks.de/2010/10/21/exklusive-testleserunde-john-katzenbach-der-professor/

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 18:44

    A180 Blutiges Erwachen von Roger Smith Kategorie. Allgemein Blutiges Erwachen von Roger Smith, Jürgen Bürger (Übers.), Peter Torberg (Übers.) ISBN 9783608502060, Fester Einband, 360 Seiten, aus der Reihe 1., Aufl., Krimi & Thriller, erschienen am 01.02.2010 bei Tropen Schlachteplatte! Es ist angerichtet! Kommt, kommt alle, es ist reichlich da für alle! Blut und Gedärm, Vergewaltigung, Prostitution, Drogen, Korruption, Bestechung, Messer, Kanonen, Mord und Tod, Geschlitze was das Zeug hält und die Klinge hergibt. Wenn dein Herzschlag sich beschleunigt und die Seiten nicht schnell genug gelesen sind, dein Puls sich überschlägt, du den Geruch von Fliegen über Kadavern, von Sperma, geronnenem Blut und chemischem Drogengemisch förmlich witterst, die Drecksbrühe wabert, wenn dich der Ekel packt, wenn gekotzt, gefickt, vergewaltigt wird und Körper ausgeweidet werden, wenn du nur angewidert den Kopf schütteln möchtest, dann bist du mittendrin im Blutigen Erwachen. Die Gangs der Flats, die 28er und die 26er, die bepisste Polizei, die die "Straßenreinigung", den Krieg der Gangs sich selbst überlässt. Wenn sich in Krankenhäusern, in den Vorgärten, den Parks und den Tik-Häusern die herabgekommensten Kreaturen winselnd in ihren Ausscheidungen suhlen, dann ist das das Leben in den Cape Flats von Kapstadt, wie es Roger Smith eindringlich schildert. Der Leser ist fasziniert vom widerlichen Geschehen und möchte sich abwenden, kann nicht fassen, was da geschrieben steht. Kann nicht glauben, dass es solche Wesen gibt, die sich im Suff oder von Chemiedrogen zugedröhnt den niedrigsten Auswucherungen des Menschseins hingeben, skrupellos, das Hirn weggekifft.. Das Leben ist ein riesiger Haufen Scheiße. Dort. Und als Ziel? Blut, Kampf, Überleben. Überleben im Nichts, man selbst als Nichts, vielleicht in Pollsmore. Im Knast, lebenslang. Piper, Disco de Lilly, Billy Barbie Afrika, Joe und Roxy Roxanne Palmer, Manson mit seiner heißen Tochter, der picklige Maggott, sein Sohn Robbie, Barbara Andrews, Smiley und Teeth, die Hure Olga, die eigentlich Tatjana heißt, die Obdachlose. Und egal welchen Namen sie tragen, die Protagonisten des Romans, am Ende bleibt nur Blut, klebriges Blut und die Fliegen, die sich in der heißen Sonne am Tafelberg über menschliche Überreste hermachen. Ein großes Buch. Erschütternd, klar, Ekel erregend, widerlich. Es ist eine Kunst, diese Gefühle so zu verpacken, dass der Leser dennoch die Spannung spürt und das Verlangen hat, dicht dran zu sein, zu verstehen, dahinter zu kommen, was die Handelnden antreibt. Sei es der Drogen-Irrsinn, seien es die Bandenkriege, seien es korrupte Bullen oder die pubertierende junge Dame, die geil ist auf die Aufmerksamkeit, die sie sich von ihrem ersten Fick mit einem angesehenen Dreckskerl verspricht. Er ist nah dran, der Roger Smith. Gewisse Schamgrenzen überschreitet er und wenn die Galle gespien wird, hat man große Lust, ganz schnell die Füße weg zu ziehen, damit man nicht selbst besudelt wird. Selten habe ich mich in einem Buch so unwohl gefühlt, zwischen all dem Abschaum der Menschlichkeit. Es ist da, das Gefühl, es wird transportiert, direkt serviert, vorgesetzt, hingerotzt. Man muss sich beim Lesen eines Buches nicht immer und unbedingt gut fühlen. Das ist bei diesem Thema auch nicht möglich. Die Umsetzung zählt und die ist exzellent. Ein direkter Thriller, hart und kompromisslos, gezielt, gekonnt. Klasse - allem Ekel und Kopfschütteln zum Trotz.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 17:29

    A167 blutiges Erwachen von Roger Smith Kategorie: Allgemein Wake up Dead (2010) Klett-Cotta Tropen Verlag ISBN 9783608502060 Thriller 1. Auflage 2010 Übersetzung Jürgen Bürger und Peter Torberg Gestaltung: Herburg Weiland Titelfoto: Peter Hetzmannseder Autorenfoto: Clive Sacke Umfang: 357 Seiten, gebunden www.klett-cotta.de/tropen Zum Autor: Roger Smith, 1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, lebt und arbeitet in Kapstadt. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen. Sein Debüt »Kap der Finsternis« war ein großer internationaler Erfolg und wird in Hollywood verfilmt. Smith schreibt derzeit an seinem dritten Roman. Zum Buch: Smith zieht auch hier in seinem zweiten Buch den Leser ein weiteres Mal in die brutale und grausam dargestellte Umgebung von Kapstadt/ Südafrika: Das teure Cabriolet des Ehepaars Roxanne und Joe Palmer erregt die Aufmerksamkeit zweier Südafrikaner, Disco und Godwynn. Diese verfolgen die Palmers, überfallen sie vor ihrem Wohnhaus, schießen Joe ins Bein und entwenden das Auto. Roxy nutzt die Gunst der Stunde, erschießt ihren ungeliebten Ehemann mit der zurückgelassenen Pistole und schiebt den Tod den beiden Südafrikanern in die Schuhe. Doch trotz ihrer Vermutung, sich hiermit aller Sorgen entledigt zu haben, löst der Tod des Waffenhändlers Joe Palmer eine böse Verkettung von Mord und Totschlag sowie einen brodelnden Bandenkrieg aus, der zuvor nicht absehbar war… Roxanne selbst wird nach dem Mord an ihrem Mann von mehreren Personen aufgesucht, denen er Geld schuldet. Allen voran steht Billy Afrika, genannt Barbie, ein ehemaliger Cop, der seinen noch zu bekommenen Lohn als Söldner im Blick hat und bis zur Abwicklung der Erbschaft bei Roxanne einzieht. Als Personenschützer von Roxy sieht er die einzige Möglichkeit, später an das Geld zu kommen. Dieses benötigt er, um den Gangster Manson in Schach zu halten, der die Familie seines ehemaligen Partners Clyde erpresst. Clyde wurde damalig von Piper brutal ermordet und von Billy Afrika hinter Gitter gebracht, obwohl er ihn besser dafür erschossen hätte. Und auch das menschliche Monster Piper findet eine Möglichkeit, aus dem Gefängnis zu entkommen, um seinen “Sklaven” und Liebhaber Disco zu suchen, der davon ganz und gar nicht begeistert bist, sich aber kaum gegen seinen Albtraum wehren kann. Parallel sieht der Polizist Maggott seine persönliche Chance, im Polizeidienst aufzusteigen, ist er scheinbar der Einzige, der außer Billy Afrika erkennt, dass Roxanne ihren Mann selbst umgebracht hat und beginnt im kriminellen Sumpf zu stochern. Doch damit gerät er mit Hartnäckigkeit in die Schusslinie der Kriminellen, die auch nicht davon zurück schrecken, einen unbequemen Polizisten schnell aus dem Weg zu räumen… Fazit: Dieses Buch ist sicher nichts für schwache Nerven. Hier geht es eindeutig um die Menschen weit am Rand der Gesellschaft, die den Leser in tiefe Abgründe blicken lassen. Die schnellen Perspektivenwechsel zwischen den Personen, die diese groß angelegte Geschichte stricken, lassen es jedoch nicht langweilig werden. Der Schreibstil ist schonungslos rasant, detailreich ohne Kompromisse und äußerst schnelllebig. Als Leser bin ich zum einen sehr erschrocken darüber, dass in diesem Buch ein Menschenleben relativ wenig wert scheint und sich die Anzahl der Ermordeten temporeich aufreihen lassen. Anderseits fasziniert mich doch die bewusst inszenierte Spannung, die dauerhaft auf einem hohen Level gehalten wird. Trotz dieser vielen auch abstoßenden Beschreibungen muss man dieses Buch einfach weiter lesen. Ein Happy End ist hier sicher nicht vorprogrammiert, dennoch können zwei Personen am Ende aufatmen und trotz der beschriebenen Umstände und erfahrenen Grausamkeiten auf ein besseres Leben hoffen…für den Rest bleiben nur die langsam eintrocknenden Blutspuren. Trotz entsprechend vieler grausamer Detail und derben Kraftausdrücke hat mir persönlich dieses Buch - ähnlich wie Kap der Finsternis – sehr gut gefallen. Die gelesenen Seiten rauschen im hohen Tempo vorbei und lassen mich als Leser auch nachdenklich über diese vielleicht bzw. hoffentlich auch übertriebenen Zustände zwischen schwarz und weiß sowie arm und reich in Kapstadt zurück. Vor einem geplanten Urlaubsaufenthalt in Kapstadt sollte der sensible Leser vielleicht auf diese Art Thriller verzichten!

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    anette1809

    anette1809

    11. July 2010 um 20:52

    Inhalt: Roxy ist vor Jahren als mehr oder weniger erfolgreiches Model in Kapstadt gestrandet. Der Wunsch nach Sicherheit und finanzieller Unabhängigkeit hat sie in die Arme und anschließende Ehe mit Joe getrieben. Diese Ehe war nie Liebe und mittlerweile ist sie zum Vorhof der Hölle geworden. Was liegt also näher als nach einem Überfall den eigenen Mann mit der Pistole der Gangster zu erschießen? Ein wahnwitziger Auftakt zu einer blutigen Jagd durch die Ghettos von Kapstadt! Eigene Meinung: "Blutiges Erwachen" ist zwar nach dem gleichen Strickmuster wie Roger Smiths Debütroman "Kap der Finsternis" konzipiert, nichts desto trotz ist ihm auch hier wieder ein gnadenlos guter Thriller gelungen! Das Knabberzeug sollte man bei der Lektüre dieses Romans im Schrank lassen, wenn man nicht Gefahr laufen will, dass einem das Essen bei den ausführlichen Schilderungen von regelrechten Ausweidungen menschlicher Körper wieder hoch kommt. Roger Smith legt mehrere rote Fäden aus, die im Laufe der Handlung miteinander verstrickt werden. Ex-Model Roxy, Billy "Barbie" Afrika, Ex-Cop und Söldner, Kleinkriminelle, korrupte Cops und ein skrupelloser Mörder, den man kaum noch als Mensch bezeichnen kann, reichen sich in diesem Plot die Klinke in die Hand. Hier gibt es keine von Grund auf guten Charaktere, irgendwie hat jeder Dreck am Stecken, das einzige unschuldige Wesen ist ein kleiner Junge, dessen Mutter sich mit einem neuen Liebhaber abgesetzt hat und der deswegen seinen Vater auf Polizeistreife begleiten muss. Der Leser ahnt zwar, dass die meisten von Roger Smiths Charakteren nur im Abgrund enden können, und der Weg dorthin ist erschreckend und partiell absehbar, aber man kann sich der Faszination trotz allem nicht entziehen... Fazit: Mit einer Mischung aus Ekel und Faszination habe ich Roger Smith auf einem Höllentrip durch die südafrikanischen Cape Flats begleitet. Keine kuschelige Couchlektüre und ganz bestimmt keine Empfehlung für das nächste Urlaubsziel, aber ein mitreißender Thriller der die Grundlage zu einem Drehbuch geben könnte, nach dem sich Regisseure wie Quentin Tarantino die Finger lecken!

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    lokoschade

    lokoschade

    06. June 2010 um 10:25

    Eines schonmal vorweg. Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter!
    Ich war von der Geschichte gleichermaßen fasziniert wie abgeschreckt. Brutal und realistisch. Gnadenlos, emotionslos. Scheinbar sinnloses Abschlachten und Gemetzel bestimmen ganz eindeutig die Geschichte.
    Und ganz bestimmt keine Werbung für das heutige Kapstadt.

  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Querbeetleserin

    Querbeetleserin

    07. March 2010 um 11:00

    Eine Frau tötet ihren Mann nachdem die beiden von zwei kleinen Gangstern überfallen und ausgeraubt wurden.Natürlich nimmt die Polizei an,das die Verbrecher ihn erschossen haben und suchen nach ihnen.Die beiden bekommen Wind von der Suche und wollen sich an der Frau rächen.Da Billy Afrika noch Geld von dem nun toten Mann zu bekommen hat,beschützt er die Frau,um an das Geld zu kommen.Doch das ist gar nicht so einfach... So viele Leichen,Blut,Gewalt und Folter habe ich schon lange nicht mehr in einem Buch gefunden.Man braucht schon gute Nerven,um sich das anzutun.Sicher,im Klappentext heisst es ja,dies sei das reale Ghettoleben Kapstadts,aber das könnte man ja auch ein bisschen gemössigter schreiben.Für mich nur ein blutrünstiger Thriller.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    Luftikuss

    Luftikuss

    07. March 2010 um 10:47

    Billy Afrika gerät mal wieder in eine heikle Situation.Eine Frau erschiesst ihren Mann,nachdem sie von zwei Gangstern überfallen wurden.Sie lässt es so aussehen,als hätten die Räuber ihn erschossen.Da sie nicht damit gerechnet hat,das die beiden geschnappt werden,hält sie ihren Plan für perfekt.Billy taucht eigentlich nur bei ihr auf,da ihr Mann ihm noch Geld für seine Arbeit schuldet.Um an das Geld zu kommen,wird er ihr Leibwächter,denn inzwischen sind die beiden Gangster hinter ihr her.. Was eigentlich wie ein normaler Krimi beginnt,wird im Laufe der Geschichte ganz schön hart,denn der Autor schildert hier ungeschminkt die Lebensumstände in den Ghettos von Kapstadt und das mit aller Brutalität.Dieses Buch ist nichts für schwache Mägen und wenn man das Buch zu Ende gelesen hat,ist man froh,nicht in diesem Milleu leben zu müssen.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    sternthaler75

    sternthaler75

    28. February 2010 um 13:01

    Ein Buch, dass ich nicht nochmal lesen werde. Von Beginn an gibt es Tote, das hält sich dauerhaft bis zum Ende, von blutigem Erwachen kann da keine Rede sein, weil kaum einer übrig bleibt, der noch erwachen könnte. Die Sprache ist äußerst direkt und vulgär, die Handlung ziemlich flach, und jeder der dargestellten Personen hat Dreck am Stecken. Man kann nur hoffen, dass Roger Smith sehr übertrieben hat mit dieser Darstellung Südafrikas.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    martina400

    martina400

    20. February 2010 um 13:52

    Tja, was soll man hier noch sagen??? Die Geschichte spielt in Südafrika in den Flats. Ein Ehepaar wird überfallen, wobei die Ehefrau ihren Mann selbst umbringt. Dieser hat bei allen möglichen Leuten Schulden, die nun kommen um ihr Geld zu holen. Das Morden beginnt und hört uach nciht auf. Fast alle Figuren des buches werden auf grausame Art und Weise umgebracht. Viel Handlung gibt es nicht. Irgendwie hängen alle Figuren zusammen weil sie etwas voneinander brauchen usw. und deswegen schließlich auch alle sterben. Auf Grund der dauernden Morde kann auch keine wirkliche Handlung aufkommen. Die Sprache ist sehr pervers, aber man gewöhnt sich daran. Ich denke, der autor wollte damit auch zeigen, wie hoch die Kriminalität in Südafrika ist, aber er hat hier wohl um einiges übertrieben. Es ist zwar gefährlich, aber bei weitem nicht, so wie in diesem Buch beschrieben (ich spreche aus Erfahrung). Das Cover das Buches passt genau. Auf dem Messer ist Blut, um welches auch auf jeder einzelnen Seite des Buches geht und es ist das Messer des wichtigsten und mächtigsten Mannes der Geschichte. Wieso dieses Buch einen Preis gewonnen hat, ist mir schleierhaft, denn auch von Spannung fehlt jegliche Spur. Man kann nicht hoffen oder bangen, wie wohl eine Begegnung ausgeht, denn sie endet mit dem Tod. Fast ungewöhnlich ist heir das Ende, wo Rixy und Robbi nicht umgebracht werden und sich befreien können (natürlich auch nur mit Hilfe eines Mordes). Eines kann man der Geschichte zugute halten: Billy Afrika ist der mordende Gute, der noch ein Gewissen hat und Disco ist auch nicht von Grund auf schlecht und hat sich einfach mit seinem besch.... Leben abgefunden. Hier lässt der Autor Emotionen erkennen.

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  • Rezension zu "Blutiges Erwachen" von Roger Smith

    Blutiges Erwachen
    caveman-79

    caveman-79

    17. February 2010 um 22:16

    Wer das Buch frisch in den Händen hält und das blutige Klappmesser sieht, wird vor allem eines erwarten: EIne blutrünstige Geschichte. Diejenigen, werden nicht enttäuscht werden. Doch schon auf den ersten Seiten werden die Lesererwartung über den Haufen geworfen. Roger Smith bedient in seinem Roman "Blutiges Erwachen" keine gängigen Klischees. Es gibt keinen abgehalfterten Polizisten auf der Jagd nach einem perversen Massenmörder. Wir sind im Südafrika, genauer in Kapstadt. Das ehemalige, amerikanische Topmodel Roxy speist mit ihrem Mann Joe und dessen Geschäftspartner und seiner Begleitung zu Abend. Nach dem erfolgreichen Geschäft geht es nach Hause. Vor der Einfahrt wird das Paar überfallen. Joe wird erst angeschossen, bis Roxy die Gelegenheit nutzt und Joe erschießt. Dann ist da noch Billy Afrika, den alle nur Barbie nennen, der als Söldner aus dem Irak kommt und von Joe noch Geld bekommt. Und Piper, ein Dauerkrimineller, der im Knast nichts sehnlicher vermisst als seine "Frau", seinen Schoßhund und Sex-Partner. Mit unglaublichem Tempo, markanter, manchmal grenzwertiger Sprache nimmt Smith seine Leser mit in die Welt von Kapstadt. Bewusst bleibt er dabei fern jeglicher touristischer Romantik. Viel mehr taucht er ein in eine Welt aus Drogen, Gewalt, Missgunst und Anarchie, in die dunklen Bereiche jeder Großstadt, die sich doch so gerne sauber und rein präsentieren will. Kapitel für Kapitel verwebt Smith die Geschichten der Junkies, des Highsociety-Models, des Ex.Polizisten und Jetzt-Söldners, deckt nach und nach Geheimnisse auf, bohrt in alten Wunden und lässt neue entstehen. Der Leser muss beinahe schmerzhaft jeden Weg mitgehen, eintauchen in eine fremde, ekelhafte, entmoralisierte Welt. Dabei orientiert Smith sich auch in seiner Sprache immer nah an den Charakteren, aus deren Sicht er die Dinge schildert. Trifft den Ton des Models genauso, wie den vulgären, desillusionierten Ton von Dealern, Süchtigen und Kriminellen. Alles garniert mit einer ordentlichen Portion Südafrika. Mehrfach lässt Smith seine Figuren sagen, "dass ist schließlich immer noch Afrika". Alles arbeitet sich auf ein furioses und durch und durch blutiges Ende hin, an deren Ende nur wenige überleben und noch mehr Unschuldige sterben. Dennoch soll nicht verschwiegen werden, dass die Geschichte phasenweise allzu flach gerät. Aber Smith gelingt es mit dem enormen Tempo den Leser zu fesseln. Die vielfachen Perspektivwechsel lassen das Buch nie langweilig werden, ermöglicht dem Leser aber, alle Blickwinkel der Geschichte zu erleben. Aber die Motive der Figuren bleiben nicht immer eindeutig. Unter dem Strich ist sicher, alle Beteiligten haben den unbedingte Willen zum Glücklichwerden haben, und wenn sie dabei über Leichen gehen müssen. Ein schonungsloses Buch, bei dem neben den Abgründen in der Geschichte, auch die Sprache manchmal in den Augen schmerzt. Nichts für zarte Gemüter, aber wer hinter der Toursitenfassade Kapsatdts die dunkle Seite sehen will, wird mit diesem Buch wohl leider ziemlich nah dran sein.

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